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Volume No. 16 (222), 8. März 1910

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1910 (Public Domain)

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Druck von JB. ft S, Loewenthal, Berlin. 
von 2,6 auf 3,76 gestiegen; jetzt betrage er 4 auf 1000. Hiernach 
läge es nahe nach Vollendung des Baues der IV. städtischen Irren- 
anstatt sofort wieder an den Bau der fünften zu denken. Man könne 
aber auch der Meinung sein, daß in sehr vielen Fällen eine geeignete 
Privatpstege der Anstaltspflege bei weitem vorzuziehen sei. 
Des Weiteren wurde bemängelt, datz Viehwirtschaft unter Zuhilfe 
nahme der Kranken betrieben und aus derselben noch Gewinne heraus- 
geschlagen würden. Der Herr Kämmerer entgegnete, daß, wenn man 
auch über die Rentabilität der Viehwirtschaft bei den Irrenanstalten 
im Zweifel sein könne, die Rentabilität doch nicht das Entscheidende 
sei, da die Viehwirtschaft bei den Irrenanstalten nicht zwecks Erzielung 
von Ueberschüssen betrieben werde. 
Der Etatsausschuß schlägt in beiden Lesungen vor, den Etat 
in Einnahme auf 2 308 720 JC, 
• Ausgabe - 9 177 180 - 
also mit einer Mehrausgabe von 6 868 460 
festzustellen. 
Hierauf vertagte sich der Ausschuß der vorgeschrittenen Zeit halber. 
Zu Berichterstattern wurden ernannt für die Etats 
Kapitel IV Abteilung 6. 7. 8, 9, 10, 11, 12: 
der Stadtverordnete Giese, 
Kapitel VI Abteilung 1 und 2: 
der Stadtverordnete Loeser. 
Die nächste Sitzung wurde auf Montag, den 7. März 1910, 
nachmittag 6 Uhr, pünktlich, verabredet. 
G. w. o. 
Michelet. 
Zu 222. 
Urschriftlich 
dem Herrn Vorsitzenden des Etatsausschusses ergebenst vorzulegen. 
Bei Kapitel VI 2 B des Stadthaushaltsetats für 1910 sind beim 
Extraordinarium 2 des Abschnitts A 
zur Erneuerung der 3 Dynamomaschinen für die elektrische 
Beleuchtung und den Kraftbedarf der Anstalt 16 OM Je 
vorgesehen. 
Nach dem nunmehr vorliegenden Kostenanschläge des Stadt- 
elektrikers vr. Kallmann werden aber die Kosten voraussichtlich 
18 OM JC betragen. 
Namens des Magistrats ersuche ich den Etatsausschuß ergebenst, 
die Erhöhung des Ansatzes um 2 OM JC zu genehmigen und der 
Stadtverordnetenversammlung hiernach die Festsetzung des Etats der 
Irrenanstalt Herzberge empfehlen zu wollen. 
Berlin, den 4. März 1910. 
Steiniger. 
Stadtrat und Stadtkämmerer. 
Berlin, den 8. März 1910, 
Der Stadtverordnetenvorsteher 
Michelet.
	        
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