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Volume No. 23 (339-354), 1906/04/21 Anlage: ad No.23 (355-397.), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgeteilt sind

Full text : Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1906 (Public Domain)

333

383.  Vorlage  (J.-Nr.  323  Sch.  III  a.  06)  —  zur  Beschlußfassung ­
  —,  betreffend  die  Anstellung  von  Militäranwärtern ­
  als  Gemeindeschuldiener.
Die  Militäranwärter:
1.  Hermann  Rabe,  geboren  am  18.  August  1871.  wohnhaft  auf
dem  Grundstücke  der  54.  Gemeindeschnle,  Schlesischestraße  4,
2.  Hermann  Henze,  geboren  am  16.  August  1873.  wohnhaft  auf
dem  Grundstücke  der  257.  Gemeindeschule,  Greifswalderstraße  207.
3.  Paul  Hampel,  geboren  ani  10.  Januar  1871,  wohnhaft  auf
dem  Grundstücke  der  274.  Gemeindeschule,  Stargarderstraße  9,
4.  August  Rinow,  geboren  am  27.  Juni  1873,  wohnhaft  auf  dem
Grundstücke  der  273.  Gemeindeschule,  Amsterdamerstraße  21/22,
5.  Albert  Tornow,  geboren  am  4.  April  1872,  wohnhaft  auf  dem
Grundstück  der  259.  Gemeindeschule,  Rigaerstraße  132a,
haben  ihre  Probedienstzeit  zur  Zufriedenheit  abgeleistet  und  sind  nach
dem  bei  ihren  Personalakten  befindlichen  Gutachten  auch  körperlich
für  den  Dienst  als  Schuldiener  geeignet.
Wir  beabsichtigen  daher,  die  Genannten  auf  Grund  des  Ortsstatuts
  vom  1902  vom  1.  April  1906  ab  als  Gemeindebeamte
  mit  dreimonatlicher  Kündigung  anzustellen  und  ersuchen  die
Stadtverordneten-Versammlung
um  Aeußerung  gemäß  §  56,  6  der  Städteordnung.
Ueber  den  Umstand,  daß  der  Militäranwärter  Hampel  das
35.  Lebensjahr  bereits  überschritten  hat,  bitten  wir  hinwegzugehen.
Berlin,  den  22.  März  1906.
Magistrat  hiesiger  König!.  Haupt-  und  Residenzstadt.
Kirschner.

384.  Borlage  (J.-Nr.  759  Erl.  I.  06)  —  zur  Beschlußfassung  —,
betreffend  die  Anstellung  eines  Technikers  bei  den
städtischen  Gaswerken.
Die  Deputation  der  städtischen  Gaswerke  hat  unterm  29.  Januar
d.  Js.  beschlossen,  den  diätarisch  beschäftigten  Techniker  Paul  Scheidler,
geboren  am  2.  Mai  1870,  wohnhaft  Skalitzerstraße  142,  als  Beamten
bei  der  Betriebsverwaltung  der  städtischen  Gaswerke  gegen  dreimonatliche ­
  Kündigung  und  zwar  als  Techniker  anzustellen.
Scheidler  steht  seit  dem  2.  April  1902  im  Dienste  der  städtischen
Gaswerke.  Er  hat  die  Probezeit  mit  gutem  Erfolge  zurückgelegt  und
ist  nach  dem  bei  den  Akten  befindlichen  Gutachten  des  städtischen  Vertrauensarztes ­
  auch  körperlich  für  den  Dienst  als  Betriebsbeamter
geeignet.
Wir  treten  daher  den,  Beschlusie  der  Deputation  der  städtischen
Gaswerke  bei  und  ersuchen  ergebenst:
Die  Versammlung  wolle  sich  gemäß  §  56,  6  der  Städteordnung
über  den  Genannten  äußern.
Ueber  die  geringe  Ueberschreilung  der  Altersgrenze  von  35  Jahren
bitten  wir  hinwegzusehen.
Berlin,  den  13.  März  1906.
Magistrat  diesiger  König!.  Haupt-  und  Residenzstadt.
Kirschner.
385.  Vorlage  (J.-Nr.  20  Nasser  06  P.)  —  zur  Beschlußfassung ­
  —,  betreffend  die  Anstellung  eines  Zeichners
bei  den  städtischen  Wasserwerken.
Durch  die  Pensionierung  eines  Zeichners  bei  den  Wasserwerken
wird  die  Stelle  eines  solchen  zum  1.  April  d.  Js.  frei.
Wir  beabsichtigen,  dieselbe  dem  Hilfszeichner  Kurt  Fuhrmann

zu  übertragen  und  ihn  entsprechend  dem  Ortsstatut  vom  1902
als  Gemeindebeamten  in  der  Betriebsverwaltung  der  Wasserwerke
gegen  dreimonatliche  Kündigung  anzustellen.
Fuhrmann,  welcher  am  10.  August  1880  geboren  ist  und  Hierselbst, ­
  Lothringerstraße  61  wohnt,  ist  seit  dem  1.  November  1902  als
Hilfszeichner  im  städtischen  Dienst  beschäftigt.  Er  hat  sich  in  seiner
Dienststellung  bewährt  und  gut  geführt.  Ueber  seine  außerdienstliche
Führung  ist  Nachteiliges  nicht  bekannt  geworden.  Nach  dem  mit
seinen  Personalakten  beigefügten  Gutachten  unseres  Vertrauensarztes
ist  er  auch  körperlich  für  den  Kommunaldienst  geeignet.
Die  Stadtverordneten-Versammlung  ersuchen  wir
um  Aeußerung  gemäß  8  56,  6  der  Städteordnung.
Berlin,  den  19.  März  1906.
Magistrat  hiesiger  König!.  Haupt-  und  Residenzstadt.
Kirschner.

386.  Vorlage  (J.-Nr.  6  288  Lau.  II.05)—zur  Beschlußfassung—,
betreffend  die  Anstellung  eines  Maschinensührers  von
den  städtischen  Kanalisationswerken.
Nach  dem  Beschlusie  der  Stadtverordneten  vom  22.  März  1901
(Gemeindeblatt  Seite  133  von  1901)  erfolgt  die  Anstellung  der
Maschinenführer  nach  5  jähriger  Beschäftigung  auf  Privatdienstvertrag.
Wir  beabsichtigen  daher,  den  seit  dem  28.  Januar  1901  bei  den
städtischen  Kanalisationswerken  beschäftigten  Maschinenführer  Wilhelm
Ballast  aus  Grund  des  Ortsstatuts  vom-^^^-1902  als  Gemeindebeamten
  in  der  Betriebs-Verwaltung  anzustellen.
Ballast,  geboren  13.  Oktober  1866  zu  Lobsens,  Kreis  Wirsitz,
Berlin,  Wrangelstraße  22  wohnhaft,  ist  nach  dem  Gutachten  unseres
Vertrauensarztes  als  körperlich  geeignet  für  den  Kommunaldienst
zu  erachten.
Während  seiner  bisherigen  Tätigkeit  genügte  er  den  an  ihn  gestellten
Anforderungen/  Ueber  seine  außerdienstliche  Führung  ist  nichts  Nachteiliges ­
  bekannt  geworden.
Darüber,  daß  er  das  35.  Lebensjahr  bereits  überschritten  hat,
bitten  wir  mit  Rücksicht  darauf,  daß  er  bei  seinem  Eintritt  in  den
städtischen  Dienst  dieses  Alter  noch  nicht  erreicht  hatte,  hinwegzusehen.
Die  Versammlung  ersuchen  wir,
gemäß  §  56,  6  der  Städteordnung  um  Aeußerung.
Berlin,  den  7.  März  1906.
Magistrat  hiesiger  König!.  Haupt-  und  Residenzstadt.
Kirschner.

387.  Vorlage  (J.-Nr.  910  Sch.  1.06)  —  zur  Beschlußfassung  —,
betreffend  die  Anstellung  von  11  Lehrern  als  Gemeinde
schullehrer.
Wir  beabsichtigen,  die  in  dem  nachstehenden  Verzeichnisse  ausgeführten ­
  11  Lehrer,  welche  die  Befähigung  zum  Lehramte  nachgewiesen ­
  haben  und  nach  den  Gutachten  des  Vertrauensarztes  für
den  Lehrberuf  körperlich  geeignet  sind,  mit  dem  in  der  Nachweisung
angegebenen  Diensteinkommen  und  mit  der  Verpflichtung  zur  Erteilung
von  wöchentlich  32  Lehrstunden  als  Gcmeindeschullehrer  anzustellen.
Wir  ersuchen  die  Stadtverordneten-Versammlung  mit  bezug  auf
ß  35  der  Grundsätze  zur  Ausführung  des  Normal-Besoldungs-Etats,
sich  über  die  beabsichtigten  Anstellungen  zu  äußern.
Berlin,  den  8.  März  1906.
Magistrat  hiesiger  König!.  Haupt-  und  Residenzstadt.
Kirschner.

Zu  Nr.  387.  N  a  ch  w  e  i  s  u  n  g  der  im  G  e  m  e  i  n  d  e  s  ch  u  I  d  i  e  n  st  a  n  z  u  st  e  l  l  e  n  d  c  n

Lehrer.

K.
JO
g
'S
<3
cv

Name

Wohnung

Geburtstag

Voraussichtlicher ­
  Termin
der
Anstellung

Dienstalter
bis
zu  diesem
Termin
Jahre

Das  diesem
Dienstalter
entsprechende
Diensteinkoninien

JC

Bemerkungen

1

Karl  Deutickc

Menschau  bei  Merseburg

18.  6.  1881

1.  10.  1906

5 l / 4

1  950

2

Oskar  Eckert

Zehden  a.  O.

.22.  3.  1880

1.  10.  1906

6

1  950

i  ■■

3

Robert  Gruhn

Magdeburg

20.  8.  1880

1.  10.  1906

6

1950

4

Richard  Herrmann

Boxhagen-Rummelsburg,
>  Wühlischstraßc  33  111

7.  7.  1881

1.  10.  1906

5

1950

.  .  f  1

5

Theodor  Pech

Pankow,  Florastraße  57

7.  6.  1880  -

1.  10.  1906

5

1950

1

6

Arthur  Schmidt

Stettin,  Blumenstraße  19  pt.

21.  5.  1880

1.  10.  1906

6

1950

7

Hugo  Spengler

Karlshorst  bei  Berlin,  Tresckowallee
  74

8.  5.  1880

1.  10.  1906

5

1  950

8

Ferdinand  Steiner

Grunwitz  bei  Reesewitz

28.  9.  1881

1.  10.  1906

5

1950

9

Theodor  Vogt

Hammelspring.  Kreis  Templin

22.  4.  1881

1.  10.  1906

5'/t

1  950

10

Paul  Werth

Gr.  Schönfeld  bei  Kehrberg  in
Pom.

5.  4.  1881

1.  10.  1906

5‘/4

1  950

11

Karl  Westerhausen

Goldlauter  bei  Suhl

12.  6.  1881

1.  10.  1906

574

1  950
            
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