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Volume No. 41 (660-666), 23. September 1893

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1893 (Public Domain)

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«64. Vorlage (J..Nr, 1 962 B. V, II 93) — zur Beschluß 
fassung —, betreffend die Verwendung der zu Um 
pflasterungen noch vorhandenen Mittel. 
In Folge Sinkens einzelner Preise, namentlich auch der Stein 
preise, sowie nachträglicher Verschmälerung einzelner Straßendämme, 
wird sich voraussichtlich ergeben, daß bei Ausführung der in dem Ver- 
zeichniß der Neu- und Umpflasterungen für das Etatsjahr 1893/94 
aufgeführten Umpflasterungen, für welche nach dem Etat 2 304 000 JC 
zur Disposition stehen, 250 000 bis 300 000 JC erübrigt werden. 
Wir sind der Ansicht, daß es sich empfiehlt, den etatsmäßig 
bewilligten Betrag auch wirklich für Umpflasterungen zu verausgaben 
und demgemäß Umpflasterungen von Straßen bezw. Straßentheilen 
noch im Laufe dieses Etatsjahres vorzunehmen, welche bis jetzt hierfür 
noch nicht bestimmt waren. 
Es wird sich ferner empfehlen, bei Auswahl von Straßen für 
solche Umpflasterungen zunächst Straßen, in welchen für gewisse ab 
gegrenzte Strecken die Umpflasterung genehmigt worden ist, in's Auge 
zu fassen und anschließende weitere Strecken mit definitivem Pflaster 
zu versehen. 
Es wird sich endlich empfehlen, vorzugsweise Straßen auszusuchen, 
welche mit Asphaltpflaster versehen werden sollen, da zur Zeit noch 
nicht übersehen werden kann, ob für umfangreichere Steinpflasterungen 
das erforderliche Steinmaterial rechtzeitig beschafft werden kann. 
Hiernach würden in Frage kommen können: 
Die Fortsetzung der Asphaltirung der Bülowstraße, von 
Alvensleben- bis Göbensiraße, westl. Damm, 
Die Fortsetzung der Asphaltirung der Bülowstraße, von 
Dennewttzplatz bis Potsdamerstraße, südl. Damm, 
Oranienstraße, von Alte Jakobstraße bis Alexandrinenstraße, 
Thurmstraße, von Wilsnackerstraße bis Lübeckerstraße, 
Grüner Weg, Fortsetzung, soweit die Mittel reichen. 
Zu den vorstehenden Vorschlägen bemerken wir, daß bei Auf 
stellung der Vor-Anschläge die Straßendamm-Brcitc der Thurmstraße 
— 16 m bemessen war, während dieselbe nach einem späteren Beschluß 
der Bau-Deputation auf 11 m reduzirt wurde; es hat sich hierdurch 
eine Ermäßigung der dortigen Pflasterfläche um 980 qm ergeben. 
Die dadurch entstandenen Ersparnisse haben wir in der Weise zu 
verwenden beschlossen, daß außer der in dem Verzeichniß der Um 
pflasterungen für das Etatsjahr 1893/94 aufgeführten Thurmstraßen- 
Strecke, zwischen Rathenower- und Wilsnackerstraße, auch noch die 
Thurmstrahen-Strecke, zwischen Wilsnacker- und Bandelstraße, um 
gepflastert werde, wir haben dies vorbehaltlich der nachträglichen 
Genehmigung der Stadtverordneten-Versammlung in Rücksicht auf die 
damals stattfindenden Ferien Wohlderselben verfügt und bedürfen 
hierfür der nachträglichen Genehmigung. 
In Gemäßheit des Vorstehenden beantragen wir: 
Die Stadtverordneten-Versammlung wolle beschließen: 
1. zu der von dem Magistrat verfügten definitiven Um 
pflasterung (Asphaltirung) der Thurmstraße, auf der 
Strecke zwischen der Wilsnacker- und der Bandelstraße, 
wird die nachträgliche Genehmigung ertheilt; 
2. es wird genehmigt, daß die erübrigten etatsmäßig be 
willigten und noch vorhandenen Mittel von 250 000 bis 
300 000^ zur Fortsetzung von definitivenUmpflasterungen, 
namentlich von Asphaltirungen, in Straßen verwendet 
werden dürfen, in welchen auf bestimmten Strecken, nach 
dem Verzeichniß der Neu- und Umpflasterungen für das 
Etatsjahr 1893/94, bereits definitive Umpflasterungen 
stattfinden. 
Berlin, den 21. September 1893. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. Kirschner. 
«65. Vorlage (J.-Nr. 286/92 8t. E. A.) — zur Beschluß 
fassung —, betreffend die Prüfung und Dechargirung 
der Rechnung der Stadt-Haupt-Kaffe über Spezial- 
Verwaltung 7 — Braumalzsteuer und Wanderlager 
steuer — pro 1. April 1891/92. 
Der Stadtverordneten-Versammlung übersenden wir in der Anlage 
die Rechnung der Stadt-Haupt-Kasse über Spezial-Verwaltung 7, be 
treffend die Braumalzsteuer und Wanderlagersteuer pro 1. April 
1891/92, nebst einem Volumen Beläge und der Revisions-Verhandlung 
des städtischen Rechnungs-Amtes vom 9. d. Mts. zur Prüfung und 
eventuellen Dechargirung. 
Die Abnahme der Rechnung hat zu Bemerkungen keinen Anlaß 
gegeben. Die dechargirte Rechnung pro 1. April 1890/91 fügen wir 
zur Benutzung bei der Revision bei. 
Berlin, den 13. September 1893. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. Kirschner. 
«66. Vorlage (J.-Nr. 307/92 8t. E. A.) —, betreffend die 
Prüfung und Dechargirung der Bau - Rechnung 
Nr. 2 151. 
Der Stadtverordneten-Versammlung übersenden wir beifolgend 
die Bau-Rechnung Nr. 2 151, betreffend den Neubau einer Turnhalle 
auf dem Grundstücke der 17. Gemeindeschule, Ackerstr. 67 (Anhang 
zu Spezial-Verwaltung 35 für 1. April 1891/92) nebst 1 Band Be 
läge. 1 Materialien-Verbrauchs-Nachweis, 2 Jnventarien-Verzeichnisse, 
1 Volumen Kosten-Anschlag, sowie das Revisions-Protokoll des 
städtischen Rechnungs-Amtes vom 14. September 1893 mit dem Er 
suchen, dieselbe zu prüfen und demnächst Decharge ertheilen zu wollen. 
Gleichzeitig bemerken wir, daß eine Abnahme-Verhandlung nicht 
gefertigt ist, da sich bei Abnahme der Rechnung nichts zu erinnern 
fand. 
Berlin, den 16. September 1893. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. Kirschner. 
ft 
Eingegangene Petitionen. 
Journal- 
Nr. 
Einsender. 
Inhalt. 
67. 
Hohmann, Eigenthümer, Bellealliance- 
Ankauf seines zwischen der Müllerstraße und der Jungfernhaide belegenen Grundstücks. 
straße 91. 
68. 
Technische Lehrerinnen an den Gemeinde- 
Gesuch um feste Anstellung. 
schulen.
	        
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