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Volume No. 54 (439-446), 23. Juni 1884 Anlage: ad No.54 (447-457), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgeteilt sind

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1884 (Public Domain)

sikats-Atteste bei normalem Gesundheitszustände befindet, als Gemeinde- 
fchullehrer mit dem Minimalgehalte von jährlich 1 560 JC und mit 
der Verpflichtung, wöchentlich 32 Lehrstunden zu ertheilen, anzustellen. 
Ueber den Umstand, daß k. Fink bereits im Juli d. I. die vor 
geschriebene Altersgrenze erreicht, dürfte wegen der von ihm schon er 
worbenen Befähigung zum Turnunterricht hinwegzusehen sein. 
Die Stadtverordneten-Versammlung ersuchen wir in Gemäßheit 
des §. 28 der Grundsätze zur Ausführung des Normal-Besoldungs 
Etats, 
Sich über die beabsichtigte Anstellung zu äußern. 
Wir ersuchen um gefällige Beschleunigung, da wir den re. Fink, 
welcher in seiner gegenwärtigen Stellung eine Kündigungsfrist von 
mindestens 3 Monaten hat, erst nach erfolgter Aeußerung der Stadt- 
verordneten-Versammlung zur Lösung seiner jetzigen Verbindlichkeiten 
auffordern können. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
454. Vorlage J.-Nr. 770 8. v. I.) — zur Beschlußfassung —, 
betreffend die Anstellung von IS Lehrerinnen im 
Gemeindeschuldienst. 
Wir beabsichtigen, die im anliegenden Verzeichnisse aufgeführten 
Lehrerinnen, welche die Befähigung zum Lehramte nachgewiesen haben 
und sich nach den eingeholten Physikats-Attesten bei normaler Gesund 
heit befinden, mit dem Minimalgehalt von 1170 JC pro anno und 
mit der Verpflichtung zur Ertheilung von wöchentlich 26 Lehrstunden 
als Gemeindeschullehrerinnen anzustellen. 
Die Stadtverordneten-Versammlung ersuchen wir daher in Ge 
mäßheit des §. 28 der Grundsätze zur Ausführung des Normal-Be- 
soldungs-Etats, 
Sich über die beabsichtigten Anstellungen äußern zu wollen. 
Berlin, den 22. April 1884. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt. 
. gez. von Forckenbeck. 
Zu Nr. 454. 
Verzeichniß 
von im Gemeindeschuldienst anzustellenden Lehrerinnen. 
SS 
£- 
Namen. 
Nummer 
der 
Schule. 
Wohnung. 
Geburtstag. 
1 
Schmiele, Martha 
139 
Bülowstr. 84 
10. 5. 59. 
2 
Wendland, Clara 
140 
Köpnickerstr. 8 
20. 11. 57. 
3 
Louis, Helene 
97 
Höchstestr. 1 
31. 7. 60. 
4 
Rudolphi, Bertha 
100 
Ritterstr. 13 
15. 9. 62. 
5 
Textor, Ottilie 
Seehaus, 
Margarethe 
132 
Barutherstr. 22 
1. 8. 57. 
6 
87 
Alte Jacobstr. 64 
14. 8. 56. 
7 
Rauch, Mette 
50 
Besselstr. 13 
21. 8. 61. 
8 
Wünn, Hulda 
13 
Bernburgerstr. 4 
26. 7. 61. 
9 
Sievert, Cäcilie 
124 
Elsasserstr. 93 
1. 6. 56. 
10 
Milz, Mathilde 
38 
Elfasserstr. 25 a 
13. 9. 54. 
11 
Berg, Charlotte 
102 
Reichenbergerstr. 68 
13. 8. 54. 
12 
Knappe, Gertrud 
90 
Thurmstr. 79 
22. 11. 60. 
455. Vorlage (J.Nr. 3152 F. B. 84) - zur Beschlußfassung —, 
betreffend die Bewilligung einer Pension an den dienst 
unfähigen Feuermann Friedrich Wilhelm Bartel. 
Das Königliche Polizei-Präsidium hat bei uns den Antrag gestellt, 
dem Feucrmann FriedrichWilhelm Bartel, welcher am 1.Augustd.J. 
wegen Invalidität den Feuerwehrdtenst verlassen muß, von diesem Zeit 
punkte ab auf Grund des §.10 des Pensions-Reglements für das Exekutiv- 
Personal der Feuerwehr vom 29. März/23. Mai 1882 eine Pension 
zu bewilligen, welche nach Maßgabe der §§. 6, 8 und 12 des gedachten 
Reglements auf einen Jahresbetrag von 1128 JC kalkulatorisch fest 
gestellt ist. 
Wir haben diesen Antrage zwar in der Hauptsache zugestimmt, 
beabsichtigen jedoch mit Rücksicht darauf, daß nach dem hier beiliegenden 
Gutachten des Feuerwehrarztes und dem Superarbitrium des Stadt- 
Physikus, Medicinalraths I)r. vonEhamisso, welche sich ausführlich 
über den Zustand des Bartel aussprechcn, die Möglichkeit einer Ver 
wendung des Letzteren in einer leichten Kommunaldienststellung nicht 
ausgeschlossen erscheint, den Versuch zu mache», den pp. Bartel in der 
städtischen Verwaltung angemessen zu beschäftigen. Erst wenn dieser 
Versuch fruchtlos ausfallen sollte, werden wir die definitive Penstontrung 
des Genannten in die Wege leiten. 
Wir beantragen daher unter Beifügung des Dienstbeschädtgungs- 
attestes, des das Nationale und die Pensionsberechnung enthaltenden 
Antrags des Königlichen Polizei-Präsidiums für jetzt folgende Be 
schlußfassung: 
Unter dem Vorgehalte der Rechte der Stadtgemeinde erklärt 
sich die Stadtverordneten-VersamMlung damit einverstanden, 
daß dem dienstunfähigen Feuermann Friedrich Wilhelm 
Bartel vom 1. August d. I. ab zunächst auf die Dauer 
eines Jahres eine jährliche Pension von 1128 JC in monat 
lichen Raten praenumerando ä conto der Special-Verwaltung 
Nr. 45, Abtheilung 2, Position IIB, mit der Maßgabe gezahlt 
werde, daß der Stadtgemeinde das Recht auf Beschäftigung 
des pp. Bartel im Comunaldienst vorbehalten bleibt. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
456. Vorlage (J.-Nr. 3119 F. B. 84) — zur Beschluß 
fassung —, betreffend die Bewilligung einer Pension 
an den dienstnnfähigen Fcuermann Paul Derlin. 
Das Königliche Poli,ei-Präsidium hat bei uns den Antrag gestellt, 
dem Feuermann Paul Derlin, welcher am 1. August 1884 wegen 
Invalidität den Feuerwehrdienst verlassen muß, von diesem Zeitpunkte 
ab auf Grund des §. 1 des Pensions-Reglements für das Executiv- 
Personal der Feuerwehr vom 1882 eine Pension zu be 
willigen, welche nach Maßgabe der §§. 6, 8 und 12 des gedachten 
Reglements auf einen Jahresbetrag von 696 JC kalkulatorisch fest 
gestellt ist. 
Wir haben diesem Antrage zwar in der Hauptsache zugestimmt, 
beabsichtigen jedoch mit Rücksicht darauf, daß das hier beigefügte Gut 
achten des Feuerwehrarztes, sowie das Superarbitrium des Stadt- 
physikus, Königlichen Medizinal-Rathes vr. von Ehamisso, bei aus 
führlicher Darlegung des Krankheitszustandes des rc. Derlin die 
Möglichkeit einer späteren Verwendung desselben in einer leichten 
Kommunal-Dienststellung nicht für ausgeschlossen erachten, den rc.Derlin 
anderweitig in der städtischen Verwaltung zu beschäftigen und erst, wenn 
dieser Versuch fruchtlos ausfallen sollte, die definitive Pensionirung 
desfelben in die Wege zu leiten. 
Indem wir ferner das Dienstbeschädigungsattest, sowie den das 
Nationale und die Pensionsberechnung enthaltenden Antrag des König 
lichen Polizei - Präsidiums übersenden, beantragen wir für jetzt, wie 
folgt zu beschließen: 
Unter dem Vorbehalte der Rechte der Stadtgemeinde er 
klärt sich die Stadtverordneten - Versammlung damit ein 
verstanden, daß dem dienstunfähigen Feuermann Paul Derlin 
vom 1. August 1884 ab zunächst auf die Dauer eines Jahres 
eine jährliche Pension von 696 JC in monatlichen Raten 
pränumerando ä conto der Spezial-Verwaltung 45, Abtheilung 2 
Position II B, mit der Maßgabe gezahlt werde, daß der 
Stadtgemeinde das Recht auf Beschäftigung des rc. Derlin 
im Kommunaldienst vorbehalten bleibt. 
Berlin, den 19. Juni 1884. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
457. Vorlage (J.-Nr.3I53 F. B. 84) — zur Beschlußfassung —, 
betreffend die Bewilligung einer Pension an den 
dienstunfähigen Spritzcnmann Karl Eduard Ferdi 
nand Schwitzky. 
Das Königliche Polizei-Präsidium hat bei uns den Antrag gestellt, 
dem Spritzenmann Karl Eduard Ferdinand Schwitzky, welcher
	        
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