Path:
Volume No. 2 (11-22), 14. Januar 1882

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1882 (Public Domain)

11 
14. Vorlage (J.-Nr. 38. B. 9J. I.), betreffend die Ab 
nahme des Umbaues des Eiskellers im Baracken 
lazareth zu Moabit. 
Die Entwässerung des Eiskellers, sowie die Herstellung zweier neuen 
Jsolirungsräume und der Umbau des oberen Theils des Eiskellers auf 
dem Grundstücke des städtischen Barackenlazareths in Moabit sind nun 
mehr vollendet und haben wir zur Abnahme dieser Umbauten einen 
Termin auf 
Sonnabend, den 14. Januar cr., Vormittags 10 Uhr, 
an Art und Stelle anberaumt. 
Die Stadtverordneten-Bersammlung ersuchen wir, zu demselben De 
putate entsenden zu wollen. 
Berlin, den 11. Januar 1882. 
Magistrat hiesiger Königl. Haupt, und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
13. Vorlage (J.-Nr. 1443. G. S.) — zur Beschluß 
saffung —, betreffend die Verleihung von Raten 
deS Friedrich-Gewerbestipendiums pro 1881. 
Aus den in der Anlage beigefügten 39 Bewerbungen nm Ver 
leihung des Friedrich-Gewerbcstipendiums pro 1881 hat das Curatorium 
dieser Stiftung in feiner Sitzung vom 4. d. M. die nachstehend aus 
geführten 16 Personen: 
1. den Bildhauer Carl Mielentz, 
2. den Gürtler Robert Scherzer, 
3. den Klempner Adolf Ebel, 
4. den Korbmacher Oscar Storch, 
5. den Maler Ernst Reinicke, 
6. den Mechaniker Max Wagner, 
7. den Posamentierer Carl Matschke, 
8. den Schuhmacher Franz Aurin, 
9. den Schwertseger Robert Lagrange, 
10. den Schlosser Charles Clement, 
11. den Stellmacher Oscar Schreiber, gen. Haferich, 
12. den Strumpfwirker Otto Fleischer, 
13. den Steinmetz Franz Kaulfersch, 
14. den Tapezierer Paul Grodzicki, 
15. den Tischler Emil Vogdl, 
16. den Weber Wilhelm Brandt 
ausgewählt und für würdig erachtet, um mit einer Rate von je 150 
bedacht zu werden. 
Es stehen zur Verfügung pro 1881 1 600 
Bestand aus 1879 und 1880 750 * 
zusammen 2 550 cAC. 
Zur Vertheilung sind in Vorschlag gebracht . . - • 2 400 oil. 
so daß für das nächste Jahr 150 <Ai. 
verbleiben. 
Die Stadtverordneten-Bersammlung ersuchen wir, die statutenmäßige 
erforderliche definitive Zuerkennung der Stipendien an die genannten 
16 Personen zu ertheilen. 
Berlin, den 7. Januar 1882. 
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
11». Vorlage (J.-Nr. 37. Grd. Dep.) — zur Beschluß 
fassung —, betreffend den Verkauf des Grund 
stücks an der Ecke der Commandanten- und 
Alexandriaenstraße. 
Durch die Verlegung der jetzt noch auf dem Communalgrundstücke 
an der Ecke der Commandanten- und Alexandrinenstraße befindlichen Ge 
meindeschule nach dem neuen Doppelschulhausc in der Wasserthorstraße 
wird ersteres Grundstück am 1. October d. I. disponibel und soll ver 
kauft werden. 
Dasselbe hat nach dem 8. p. r. beigefügten Situationsplan einen 
Flächeninhalt von 1060 gm und eine fast quadratische Form. Schon 
jetzt sind verschiedene Kaufoffcrten abgegeben, bis zur Höhe von 280 000 cAC, 
welches letztere Gebot einem Preise von mehr als 3 700 <AC. pro Quadrat- 
ruthe entspricht. 
Wir halten im Einverständnisse mit unserer Grundeigenthums-De- 
putation zwar das Gebot von 280 000 <AC. für angemessen, wollen aber 
versuchen, noch mehr zu erzielen und beantragen deshalb zu beschließen: 
die Versammlung ermächtigt den Magistrat, das an der Ecke 
der Commandanten- und Alexandrinenstraße belegcne, z. Z. noch 
als Gemeindefchule benutzte Communalgrundstück, unter den 
üblichen Verkaufsbedingungen für den Minimalpreis von 
280 000 cM., in Worten: Zweihundert achtzig tausend Mark zu 
verkaufen. 
Berlin, den 7. Januar 1882. 
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
17. Vorlage (J.-Nr. 44. K. A.) — zur Kenntnißnahme —, 
betreffend eine Besichtigvag des Kunstgewerbe- 
Museums. 
Der Stadtverordneten-Bersammlung theilen wir ergebenst eine Ab 
schrift des Schreibens des Vorstandes des Kunstgewerbe-Museums vom 
1. Januar cr. mit, wodurch derselbe zu einem Besuche des Museums 
einladet. 
Wir beabsichtigen, der Einladung am Dienstag, den 17. d. M., 
10 Uhr Vormittags zu folgen und stellen den Mitgliedern der geehrten 
Versammlung ergebenst anheim, an dem Besuche zu dieser Zeit gefälligst 
Theil zu nehmen. 
Berlin, den 11. Januar 1882. 
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
Zu Nr. 17. 
Die hohen Behörden unserer Stadt, den Magistrat und die Stadt 
verordneten von Berlin, beehren wir uns, zu einem Besuche des Kunst- 
gewerbe-Museums ganz ergebenst einzuladen, um durch eigene Anschauung 
geneigtest Kenntniß zu nehmen von der Entwickelung und Gestaltung, 
welche das Museum unter Beihilfe der durch die Munificenz der Stadt 
Berlin gegründeten Friedrich-Wilhelm-Stiftung nunmehr gewonnen hat. 
Um nicht durch die in erfreulicher Weise gesteigerte Zahl der sonsti 
gen Besucher gestört zu werden, erlauben wir uns, einen der Studien 
tage, Dienstag, Donnerstag oder Freitag zum Besuch vorzuschlagen und 
empfehlen zugleich die Wahl einer möglichst frühen Stunde — etwa 
10 Uhr Vormittags — um das für die Besichtigung günstigste Licht zu 
benutzen. 
Es wird den Directoren des Museums und den Directorialassistenten 
der Sammlung zu besonderer Ehre und Freude gereichen, die Führung 
der erscheinenden Herren zu übernehmen. Um die gleichmäßige Berthci- 
lung derselben möglichst zu erleichtern, erlauben wir uns, um geneigte 
vorherige Kundgebung des Tages und der Stunde, welche zum Besuch 
gewählt sind, und um möglichst gleichzeitiges Erscheinen ganz ergebenst 
zu ersuchen. 
Berlin, den 1. Januar 1882. 
Der Vorstand des Kunstgcwerbc-Muscums zu Berlin. 
Im Aufträge: 
gez. Grunow, I. Director. 
18. Vorlage (J.-Nr. 3640. Grd. Dep.) — zur Beschluß 
faffuvg —, betreffend den Verkauf des Schul- 
grundstückS an der Ecke der Linden- und Neuen 
burgerstraße. 
Durch den Neubau der Gemeindeschule auf dem Grundstücke Wasser- 
thorstr. 31 wird das jetzt von der 5. Gemeindefchule benutzte Communal 
grundstück an der Ecke der Linden- und Neuenburgcrstraße disponibel 
und kann verkauft werden. Dasselbe hat. wie der s. p. r. beigefügte 
Situation-plan ergiebt, 1 490 gm Flächeninhalt mit einer Front von 
18,sz w an der Lindcnstraße und von 53,35 m an der Neuenburgcrstraße. 
Da die Schule zum 1. October d. I. verlegt werden kann, so hat 
die Grundeigcnthums-Deputation es für angemessen gehalten, schon jetzt
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.