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Volume No. 75 (626-635), 5. November 1881 Anlage: ad No. 75 (636-638.), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgetheilt sind

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1881 (Public Domain)

Gedruckt bei Julius Sittenfeld in Berlin. 
ad M 75. 
(636—638.) 
Vorlagen, 
welche den Zeitungen nicht mitgetheilt sind. 
636. Vorlage (J.-Nr. 3498. C. 99.), betreffend die ander 
weitige Wahl von 8 Bürgerdepntirten für die 
Gewerbe-Deputation. 
Inhaltlich des Stadtverordnetenbeschlusses vom 23. October 1879 
— Protokoll Nr. 21 — sind die Herren Sennwitz, Wegfraß, 
Brandes, Wolfs, Lüdke, Koppen, Schmidt und Bierberg für 
die nächsten 2 Jahre zn Bürgerdepntirten der Gewerbe-Deputation 
gewählt, so daß die Wahlzeit binnen Kurzem abläuft. 
Indem wir bemerken, daß an Stelle des ausgeschiedenen Obermeisters 
der Tischlcrinnung Brandes der Commerzienrath Kähnemann und, 
nachdem dieser die Uebernahme des Amtes abgelehnt, in Folge des Stadt 
verordnetenbeschlusses vom 3. März d. I. — Prot. Nr. 21. — der 
Fabrikbesitzer Köhler getreten ist, ersuchen wir den Magistrat ergebenst, 
die Neuwahl von 8 Bürgerdepntirten für die Gewerbe-Depu 
tation herbeiführen zu wollen. 
Berlin, den 19. October 1881. 
Gewerbe-Deputation des Magistrats. 
I. 93.: 
gez. Haack. 
An den Magistrat, hier. 
Urschriftlich 8. x>. r. der Stadtverordneten-Versammlung zur Voll 
ziehung der vorstehend beantragten Wahlen zu übersenden. 
Berlin, den 27. October 1881. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
637. Vorlage (J.-Nr. 2315. G. B.) — zur Befchlust- 
faffung —, betreffend die Bewilligung von Gr 
ziehungsgeldern. 
Die Stadtverordneten-Versammlung wolle beschließen: 
„Die Stadtverordneten-Versammlung erklärt sich damit ein 
verstanden, daß der verwittweten Magistratssekretair Erdmann 
vom 1. Januar 1882 ab für jedes ihrer beiden Kinder bis zu 
deren vollendetem 15. Lebensjahre monatlich 10 jfi. Erzichungs- 
geld gezahlt werde. 
Begründung. 
Der am 8. September cr. nach kurzer Krankheit im Alter von erst 
41 Jahren verstorbene Magistratssecretair Erdmann hat eine 36 Jahre 
alte Wittwe und zwei Kinder — eine am 10. April 1869 geborene 
Tochter und einen am 14. October 1879 geborenen Sohn — hinterlassen. Die 
Wittwe, Emilie geb. Bude, Landsberger Platz 3 wohnhaft, ist jetzt bei 
uns mit der Bitte vorstellig geworden, ihr zu der statutenmäßigen Witt- 
wenpension von 825 jährlich eine Erziehungsbeihülfe für ihre Kinder 
zu bewilligen. Wir wollen dieser Bitte nach Prüfung der Vcrhältniste 
durch Zahlung von 10 </i. pro Kind und Monat entsprechen. 
Der verstorbene Secretair Erdmann stand seit dem 1. April 1870 
im städtischen Dienste und war ein sehr fleißiger und brauchbarer Beam 
ter. Von seinem mäßigen Einkommen hat er nichts ersparen können, 
denn er mußte seine alte, fast erblindete Mutter unterstützen, hatte fort 
während Krankheiten in seiner Familie und verlor 6 Kinder durch den 
Tod. Seine Wittwe befindet sich demnach in recht bedrängter Lage. 
Verwandte, die sich ihrer annehmen können, sind nicht vorhanden und der 
Erwerb, den sie durch Stickereien suchen will, wird immer nur äußerst 
gering sein. Sie erscheint der erbetenen Unterstützung ebenso würdig als 
bedürftig. 
Berlin, den 26. October 1881. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
638. Vorlage (J.-Nr. 3215. C. B.), betreffend die Neu 
wahl eines Mitgliedes und eines Stellvertreters 
desselben für die Ober-Grfatz Commission 
Die Wahlzeit des durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung 
vom 12, December 1878 — Protokoll Nr. 9 — zum Civilmitgliede der 
Königliche» Ober-Ersatz-Commission für die Periode 1879/61 gewählten 
Stadtverordneten Tappert, sowie dessen Stellvertreters, des Stadtver 
ordneten Hentz, läuft am 1. Januar k. I. ab. 
Die Stadtverordneten-Versammlung ersuchen wir daher um Voll 
ziehung der erforderlichen Ersatzwahlen. 
Berlin, den 10. October 1881. 
Magistrat hiesiger König!. Haupt- und Residenzstadt, 
gez. von Forckenbeck. 
Berlin, den 5. November 1881, 
Der Stadtverordneten - Vorsteher, 
gez. Dr. Straßinan«.
	        
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