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Full text: Berlin und seine Bauten (Public Domain) Issue1896,1 Einleitendes - Ingenieurwesen (Public Domain)

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VII. Die Locomütiveisenbahnen. 
Uebertrag 3,97 km 
6. Lehrter Bahnhof 1,44 , 
7. Bellevue 1,69 , 
8. Thiergarten 1,13 
9. Zoologischer Garten 0,78 , 
10. Savignyplatz 1,04 , 
11. Charlottenburg 1,21 , 
zusammen 11,26 km. 
Hinsichtlich der Gleisanlagen beziehen wir uns auf den beigefugten, verzerrten 
Uebersichtsplan (Anl. IV). Aus demselben ist ersichtlich, dafs die Stadtbahn aus zwei 
getrennten, zweigleisigen Bahnen, der (südlichen) Fernbahn und der (nördlichen) eigent 
lichen Stadtbahn besteht, welche nur auf den Endbahnhöfen Schlesischer Bahnhof und 
Charlottenburg Verbindung mit einander haben. Die Weichenverbindungen zwischen den 
Stadtgleisen sind nur aus Vorsorge angelegt, um bei Betriebsstörungen streckenweise ein 
gleisigen Betrieb einrichten zu können. Auch auf den inneren Bahnhöfen des Fernverkehrs 
ist an Gleisanlagen wenig mehr zu - finden. Nur einzelne Stumpfgleise treten hinzu. Eine 
Ausnahme macht Alexanderplatz, wo sich am Ostende der Fernstation eine Gleisanlage 
für die städtische Central-Markthalle anschliefst. 
Die beiden Endbahnhöfe haben je vier Bahnsteige, von denen — in Charlotten 
burg erst nach dem kürzlich vollendeten Umbau — je zwei dem Stadt- und Ringver 
kehr, zwei dem Fern- und Vorortverkehr dienen. Die Endbahnhöfe der Stadtbahn 
verdienen diese Bezeichnung für den Betrieb nur in beschränktem Mafse. Auf dem Schlesi 
schen Bahnhof endigen die westlichen Femzüge, d. h. zur Zeit nur noch diejenigen der 
Wetzlarcr und Lehrter Bahn. Die Leerzüge werden auf einer Nebengleisgruppe südlich der 
Ferngleise bei der Warschauer Strafse aufgestellt. In Charlottcnburg endigen die östlichen 
Fernzüge, d. h. die der Ostbahn und Schlesischen Bahn. Die Leerzüge gehen auf dem 
dritten Gleis der Wetzlarcr Linie nach Grunewald und finden dort auf dem in unserem 
Plan mit „Zugbildungsstation“ bezeichneten nordöstlichen Bahnhofstheil ihre Ruhe. Die 
auf den Ferngleisen der Stadtbahn verkehrenden Vorortzüge gehen gröfstentheils auf 
längere Strecken durch; von Potsdam und Spandau (Nauen) einerseits, bis Strausberg und 
Erkner (Fürstenwalde) anderseits. 
Für den Stadtverkehr dienen Charlottenburg und Schlesischer Bahnhof ebenfalls 
nur noch in sehr geringem Umfange als „Endbahnhöfe“. Im Westen setzen die 
meisten „Stadtzüge“ ihre Fahrt bis Halcnsee, Grunewald oder Westend fort. Im Osten
	        
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