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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule am Roederplatz (11G02)

Kurzbericht
zur Inspektion der Grundschule am Roederplatz (11G02)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Grundschule am Roederplatz liegt im Ortsteil Fennpfuhl des Bezirks Lichtenberg in einem
Wohn-gebiet, das weiträumig von sanierten Plattenbauten geprägt ist. Im Schuljahr 2014/2015
besuchen ca. 400 Kinder die Schule. In etwa der Hälfte der Familien wird nicht Deutsch als Muttersprache gesprochen. Rund 65 Prozent der Erziehungsberechtigten sind von der Zuzahlung zu
den Lernmitteln befreit. Häufig kommen Kinder ohne jegliche Deutschkenntnisse im Laufe des
Schuljahres an die Schule, manchmal leben sie nicht im angrenzenden Wohngebiet und werden
zugewiesen. Für diese Kinder bietet die Schule stundenweise eine Sprachförderung in Kleingruppen an.
In der Schulanfangsphase (Saph) lernen die Kinder in jahrgangsgemischten Lerngruppen, ab
Jahrgangsstufe 3 sind die Klassen jahrgangsbezogen organisiert. Über die Betreuungszeiten der
verlässlichen Halbtagsgrundschule hinaus bietet die Schule von 6 bis 18 Uhr eine ergänzende
Förderung und Betreuung an. Eine Schulsozialarbeiterin ist seit sechs Jahren an der Schule tätig,
eine weitere Schulsozialarbeiterin kam im Jahr 2014 mit halber Stelle an die Schule.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•
•

strukturierte Schulentwicklungsarbeit und Verzahnung der Konzepte
anerkannte Schulleitung mit klaren Zielvorstellungen für die Schulentwicklung
effektive Teamstrukturen insbesondere in der Schulanfangsphase
abgestimmte Maßnahmen der Erziehung zu Respekt und Toleranz
große Zufriedenheit innerhalb der Schulgemeinschaft

Entwicklungsbedarf der Schule
•

•
•

Unterrichtsentwicklung im Bereich des selbstständigen, kooperativen und
problemorientierten Lernens sowie stärkere Differenzierung im Unterricht der
Jahrgangsstufen 3 bis 6
systematische Sprach- und Kommunikationsförderung in allen Fächern
inhaltliche Schwerpunktsetzung der Angebote in der ergänzenden Förderung und
Betreuung

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zur Inspektion der Grundschule am Roederplatz (11G02)

3. Erläuterungen
Nach der ersten Schulinspektion im Jahre 2008 hat sich die Grundschule am Roederplatz erfolgreich auf den Weg gemacht, den damals festgestellten Entwicklungsbedarf aufzuarbeiten. Schulleitung und Kollegium haben sich ein neues Schulprogramm gegeben und leisten mittlerweile
eine strukturierte Schulentwicklungsarbeit, bei der sie seit einem Jahr von einem Schulentwicklungsberater unterstützt werden. „Gegenseitige Unterstützung, Toleranz und Respekt“, „Freude
am Lernen, Selbstständigkeit und Leistungsbereitschaft“, „Lesefreude und Leseinteresse entwickeln“ und „Zusammenarbeit“ - das sind die übergeordneten Ziele bzw. Bereiche, für die die
Schule auf der Basis einer aktuellen Bestandsanalyse einen Zeit-Maßnahmenplan mit klaren Verantwortlichkeiten und Indikatoren zur internen Evaluation aufgestellt hat. Alle weiteren Konzepte
sind eng mit dem Schulprogramm verzahnt und führen einen oder mehrere dieser Leitgedanken
fort. So hat das Kollegium in gemeinsamer Arbeit zuletzt das schulinterne Curriculum überarbeitet und für die Schwerpunkte „Förderung der Lese-kompetenz“ sowie „Erziehung zu Toleranz
und Respekt“ konkrete Inhalte für alle Fächer ausgearbeitet. Im Sprachbildungskonzept ist u.a.
die Erweiterung der Lesekompetenz durch verstärkten Einsatz des Leselotsen1 in allen Jahrgangsstufen verankert. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme soll im Februar 2015 evaluiert werden. Das
Konzept für die offene Ganztagsbetreuung (OGB) trifft ebenfalls Aussagen zu allen vier Leitzielen.
Beispielsweise wurden zur Leseförderung in den Freizeiträumen Leseecken eingerichtet, es finden
regelmäßige Lesenachmittage und Bibliothekbesuche statt. Verstärkt sollen Sprachspiele zum Einsatz kommen und die Kinder ermuntert werden, Spielanleitungen, aber auch Speisepläne oder
Ferienprogramme zu lesen.
Die Schulleiterin bringt mit ihrem dynamischen Vorgehen und ihrer ständigen Präsenz in allen
Arbeitsbereichen diese schulischen Entwicklungsprozesse voran. Sie bindet einen großen Teil des
Kollegiums in die Arbeit ein, durch die Einrichtung einer Steuergruppe und von weiteren Teams
hat sie dafür die erforderlichen Organisationsstrukturen geschaffen. So arbeiten beispielsweise
alle Lehrkräfte eines Doppeljahrgangs2 regelmäßig und eng in Teams zusammen. Alle am Schulleben beteiligten Gruppen zollen der Schulleiterin Anerkennung und schätzen vor allem ihre Fürsorglichkeit, aber auch ihre klare Haltung zu pädagogischen Werten wie Respekt und Toleranz.
Für jede und jeden hat sie ein offenes Ohr, sie kennt fast alle Kinder namentlich und hat deren
Bedürfnisse stets im Blick. In kritischen Situationen reagiert sie schnell, zugewandt und lösungsorientiert, sodass sie bei Eltern und Kindern ebenso großes Vertrauen genießt wie im Kollegium.
Sie sorgt aber auch für Verantwortungsübernahme und berät die Lehrkräfte in persönlichen Gesprächen über berufliche Perspektiven. Dabei greift sie sowohl unterrichtsbezogene als auch
strukturelle Ideen aus dem Kollegium auf. Beispielsweise sind die Lehrkräfte der Saph auf eigenen Wunsch nicht in anderen Jahrgangsstufen eingesetzt und können so besonders effektiv kooperieren. Sie sind an der Gestaltung der Stundenpläne und ihrer eigenen Einsatzpläne maßgeblich beteiligt und integrieren dort feste Zeiten für pädagogische Absprachen sowie eine Rhythmisierung, die auch Teilungsunterricht und einen Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen
für die Kinder zulässt. In diese Planung sind die Erzieherinnen und Erzieher ebenso einbezogen
wie in die regelmäßigen Teamtreffen. Für Klassenleitungsgeschäfte und Organisatorisches gibt es
im Saph-Team eine Aufgabenteilung mit festen Zuständigkeiten, was von allen als Entlastung
empfunden wird und zu einer hohen Arbeitszufriedenheit führt. Diese Art der Teamarbeit möchte
die Schulleiterin in Zukunft auch auf die anderen Jahrgangsstufen ausweiten. Im Hinblick auf die
Unterrichtsentwicklung strebt sie vermehrte Projektarbeit sowie die Entwicklung eines am Schulprogramm orientierten Methodencurriculums an. Hierfür ist bereits ein Studientag im Januar
2015 geplant.

1
2

Der Leselotse ist ein Instrument zum Einüben von Lesestrategien, die das Textverständnis fördern.
Schulanfangsphase (Saph) und Jahrgangsstufen 3/4 sowie 5/6

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Der Unterricht an der Grundschule am Roederplatz ist von einem positiven pädagogischen Klima
geprägt. Die Lehrkräfte sind freundlich und geduldig mit den Kindern, spenden ihnen viel Lob
und helfen ihnen, wenn sie Fragen oder Schwierigkeiten haben, eine Aufgabe zu lösen. Eine
motivierende und gepflegte Lernumgebung ist allen wichtig. Dementsprechend sind die meisten
Klassenräume ausgesprochen anregend und lernförderlich gestaltet. Schülerarbeiten und Basteleien, aber auch Lernplakate und kindgerecht bebilderte Klassenregeln schmücken die Wände. Vor
allem in den Räumen der Saph-Klassen steht ein reiches Angebot an Anschauungs- und Differenzierungsmaterialien bereit, das von den Kindern selbstständig genutzt werden kann.
Im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung gibt es Unterschiede. Ein Teil der Lehrkräfte gestaltet
den Unterricht interessant und methodisch abwechslungsreich. Insbesondere in der Saph, vereinzelt auch in anderen Jahrgangsstufen, erhalten die Kinder individuelle Angebote in Form von
Lernstationen oder persönlichen Wochenplänen. Allerdings greifen nicht alle Lehrkräfte die in der
Saph erworbenen Grundfähigkeiten des selbstständigen Lernens auf. Manche steuern den Unterrichtsprozess sehr kleinschrittig, indem sie die Kinder beim Bearbeiten von Aufgaben anleiten
bzw. Inhalte im Fragegespräch entwickeln, die die Schülerinnen und Schüler anschließend allein
und still für sich weiterbearbeiten. Die Aufgaben haben sowohl im gelenkten Unterricht als auch
in der Wochenplanarbeit überwiegend Trainingscharakter. An den Inspektionstagen kamen kaum
problemorientierte Aufgabenstellungen zum Einsatz, die eine kreative Herangehensweise herausfordern oder eigenständige Denkprozesse anregen. In den höheren Jahrgangsstufen wird deutlich
weniger differenziert gearbeitet als in der Saph. Besondere Anreize für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler waren nur selten gegeben. In Einzelfällen konnten die Kinder in Kleingruppen
arbeiten bzw. experimentieren, ansonsten kam auch der Gedankenaustausch über Arbeitsweisen
oder Lösungswege zu kurz. In keiner Unterrichtssequenz wurden Aufgaben gestellt, die mit einem Partner zu lösen oder zu besprechen waren.
Damit erfüllt die Schule den selbstgestellten Anspruch an die Sprachförderung noch nicht in allen
Bereichen. Zwar gibt es in Reaktion auf die besondere Bedarfslage der Schule bereits zahlreiche
zusätzliche Angebote, im alltäglichen Unterricht schlagen sich die Inhalte des Sprachbildungskonzepts bzw. des schulinternen Curriculums jedoch nicht flächendeckend nieder. Positiv zu verzeichnen sind z. B. verschiedene Erhebungen zur Erfassung des Sprachstandes aller Lernenden
sowie die Einrichtung temporärer Lerngruppen. Einige Lehrkräfte haben sich hinsichtlich der
Sprachbildung fortgebildet und bieten Schülerinnen und Schülern, die im Laufe des Schuljahres
ohne Deutschkenntnisse an die Schule kommen, in kleinen Gruppen stundenweise eine besondere Förderung, sodass sie dem Regelunterricht bald folgen können. Auch Kinder mit festgestellter
Lese-Rechtschreibschwäche erhalten allein oder in der Kleingruppe durch den Sonderpädagogen
eine Förderung. Für Leistungsschwächere ist Förderunterricht in Deutsch und Mathematik eingerichtet. Im täglichen Unterricht werden Elemente der Sprachbildung allerdings noch nicht konsequent angewendet. Immer sind die Lehrkräfte bereit, unbekannte Wörter zu erklären und bei
Formulierungen zu helfen, Lexika oder weitere textentlastende Hilfsmittel setzen sie jedoch nicht
regelmäßig ein. Der Redeanteil der Schülerinnen und Schüler ist - auch im Teilungsunterricht oft geringer als der der Lehrkräfte, sei es aufgrund der vorherrschenden Einzelarbeit, sei es bei
den Frage-Antwort-Gesprächen, die der Mehrheit der Schülerinnen und Schüler vor allem ein
Zuhören, nicht aber eine aktive Sprachanwendung im Dialog abfordern.
Um ihr zweites großes Leitziel, die Erziehung zu Toleranz und Respekt zu verwirklichen, unternimmt die Schule zahlreiche Anstrengungen. Viele Kinder aus dem Brennpunktmilieu wissen
nicht, wie sie Konflikte konstruktiv lösen können, bringen kaum soziale Umgangsformen mit und
können sich nur schwer in eine Gruppe einfügen, was die Pädagoginnen und Pädagogen immer
wieder vor große Herausforderungen im Schulalltag stellt. Diese Probleme geht die Schule systematisch an, so findet beispielsweise zu Beginn eines jeden Schuljahres eine „soziale Woche“ als
Projektwoche statt. Das soziale Lernen ist im Stundenplan der Saph fest verankert. In der vierten
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Jahrgangsstufe wird der Klassenrat3 eingeführt und es beginnt für interessierte Kinder eine Ausbildung zu Spiele- und Sanitäterbuddies oder Konfliktlotsen. In ihrem 5. und 6. Schuljahr sind
diese Schülerinnen und Schüler dann in den großen Pausen als Sanitäter oder Streitschlichter
tätig, die Spielebuddies organisieren die Ausgabe von Spielgeräten für die bewegte Pause und
regeln den Zugang zum großen Sport- und Spielplatz. Die Zugangs- bzw. Nutzungsregeln wurden in einem Projekt mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam erarbeitet und werden von
den Kindern gut eingehalten. Bei der Umsetzung all dieser Maßnahmen erfährt die Schule große
Unterstützung durch die beiden Schulsozialarbeiterinnen, von denen eine über den Bezirk, eine
über das Bonusprogramm4 finanziert wird. Sie sind gleichermaßen Ansprechpartner für Kinder,
Eltern sowie das pädagogische Personal, arbeiten eng mit den sozialen Diensten sowie der
Schulpsychologie zusammen und pflegen Kontakte zum sozialen Umfeld, z. B. zu nahegelegenen
Jugendclubs. Bei der Entwicklung der Leitziele waren beide stark einbezogen und sind auch weiterhin beim Ausbau dieses schulischen Schwerpunkts aktiv. So planen sie zurzeit unter anderem
die Einrichtung eines Trainingsraums5.
Die Erzieherinnen und Erzieher der Saph sind mit einer festen Stundenzahl verlässlich in den
Unterricht integriert. Für die Freizeitbetreuung erarbeiten sie einen Monatsplan, in dem Themen
und zu erreichende Ziele aufgeführt sind. So wird z. B. angestrebt, sich in Teamarbeit und Fairness beim Spielen zu üben, Regelkenntnisse von Gesellschaftsspielen zu erlernen bzw. zu festigen
oder die Schreibkenntnisse beim Erstellen eines Weihnachtswunschzettels zu vertiefen. Solche
Planungen existieren jedoch nur für die ersten beiden Jahrgänge. Auch die fest installierten Zeiten für die Jahrgangsteams aus Lehr- und Erzieherpersonal gibt es nur dort. In den höheren
Jahrgängen realisiert das Erzieherpersonal vor allem die Rhythmisierung des Tages, indem sie mit
Teilungsgruppen für Erholungsphasen der Kinder sorgen, beispielsweise durch Yoga. Darüber
hinaus betreuen sie nach Unterrichtsschluss die Schülerinnen und Schüler jahrgangsweise auf
einer Etage des Schulhauses in den Klassenräumen, wo verschiedene Spielmöglichkeiten genutzt
werden können. Eine Fortführung von Unterrichtsinhalten gibt es abgesehen von der Hausaufgabenbetreuung nicht. Gleichwohl bieten sie viermal wöchentlich für eine Stunde offene Angebote
wie „kreatives Gestalten“, Schach, „Theater mit Musik“, Besuche im Garten oder in der Bibliothek, Spaziergänge usw. an. Zwar halten die Erzieherinnen und Erzieher der oberen Jahrgangsstufen die Kinder zum Lesen von Plänen und Übersichten an, darüber hinaus ist eine Schwerpunktsetzung und zielgerichtete Förderung der Kinder ähnlich der in der Saph jedoch nicht erkennbar. Allerdings sind die räumlichen Bedingungen hierfür auch nur begrenzt gegeben, da die
Betreuung in den Klassenräumen stattfindet.
Insgesamt sind die Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und auch viele Eltern mit der Schule
sehr zufrieden. Die Kinder fühlen sich ernst genommen und aufgehoben und geben an, dass sie
an ihrer Schule gut lernen können. Dies wird von dem kleinen engagierten Elternkreis, der aktiv
am Schulleben mitwirkt, bestätigt. Die Lehrkräfte unterstützen einander in allen Arbeitsbereichen und sorgen dafür, dass neue Kolleginnen und Kollegen sich schnell einleben und wohlfühlen können. Wegen des wertschätzenden Klimas und der Möglichkeiten zur Zusammenarbeit
wählten einige neue Lehrkräfte die Schule trotz ihrer Lage im sozialen Brennpunkt bewusst als
Arbeitsplatz. Regelmäßige Schulfeste und ein jährliches gemeinsames Projekt tragen ebenfalls
zur guten Atmosphäre bei.

3

4

5

Im Klassenrat beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler nach einem strukturierten Ablauf
über selbstgewählte Anliegen und Themen.
Über das Bonusprogramm der Senatsverwaltung können Schulen in schwieriger Lage zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten.
Bei der Trainingsraummethode werden Schülerinnen und Schüler, die häufig gegen Unterrichtsregeln verstoßen, in
einem besonderen Raum darin unterstützt, ihr Verhalten zu reflektieren und zu verändern.

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4. Qualitätsprofil 6
Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

A

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Ganztagsangebot

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.2

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Förderung der Sprachkompetenz

A

A

3.1

E.1

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

6

Bewertung

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

c

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

a

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

c

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

c

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

c

7

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

7

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.5

Berlin MW

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

Berlin untere Grenze

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2.2.10

2.2.11

Berlin obere Grenze

2.2.12

2.2.13

11G02 MW

2.2.14

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Die Grundschule am Roederplatz befindet sich im Ortsteil Fennpfuhl des Bezirks Lichtenberg.
Sie ist verkehrsgünstig zwischen zwei Tramstationen gelegen. Das vierstöckige Gebäude wurde
in den 1970er Jahren erbaut und wird ergänzt durch eine Sporthalle aus demselben Entstehungsjahr sowie den 2014 mit vielen Spielmöglichkeiten versehenen Schulhof und den in
freundlichen Farben gehaltenen Sportplatz.
Die Schule gestaltet ihr Foyer einladend entsprechend der Jahreszeit und schulischen Höhepunkten. Die ehemalige Hausmeisterloge ist als Ausstellungsvitrine für Projektergebnisse umgewidmet. Rechter-hand liegen die Räumlichkeiten des „Früh- und Späthorts“.
Ein Geschoss höher sind Sekretariat, Lehrerzimmer und Büro der Schulleiterin zu finden. Für die
Lehrkräfte stehen neben Arbeitsplätzen auch Ablagefächer sowie Regale mit Dokumentationen
von Unterrichtsreihen, Protokollen der Teamsitzungen und anderer Gremien griffbereit. Informationen sind über einen Mitteilungshefter und Pinnwände zugänglich.
Die Schule leidet unter Raumnot. Alle Unterrichtsräume müssen nach dem Unterricht als Freizeiträume genutzt werden. Jeder einzelne Raum wird benötigt, auch im Untergeschoss. Viele
wurden in Eigeninitiative von Lehrkräften, teilweise auch vom Hausmeister gestrichen. Der Flur
der Schulanfangsphase wirkt nun besonders einladend. Dort befinden sich auch bunte Stahlschränke für Garde-robe und Materialien für jeweils zwei Kinder. Auf mehreren Etagen sind auf
den Fluren Tische aufgestellt, da Räume für Teilungsgruppen fehlen und so zumindest einzelne
Schülerinnen und Schüler dort individuell arbeiten können.
Um die Schülertoiletten sauber zu halten führen die Lehrkräfte sogenannte Toilettenhefte, wo
die Uhrzeit von Toilettengängen notiert werden und sie so Verschmutzungen nachgehen können. Die sanitären Anlagen sind in einem sauberen Zustand, allerdings ist der Abfluss des Wassers durch die alten, mittlerweile zugesetzten Rohre stark verlangsamt.
Der einzige Fachraum ist dem Kunstunterricht vorbehalten, da es dort im Gegensatz zu allen
anderen Unterrichtsräumen einen Wasseranschluss gibt. Ein Fachunterrichtsraum für Naturwissenschaften existiert nicht, jedoch ein Computerraum, der mit 16 leider veralteten PCs für Internetrecherche und mit Lernprogrammen vornehmlich zur Förderung des Schulschwerpunktes
Lesen zur Verfügung steht.
Die Unterrichtsräume sind in der Regel mit zusätzlichen, auch für die Differenzierung geeigneten Materialien in Regalen ausgestattet. Plakate und Schülerarbeiten schmücken einzelne Räume. Einige haben Leseecken und Teppiche, die das Spielen auf dem Boden ermöglichen.
Eine ehemalige Lesepatin initiierte den Aufbau einer Bibliothek, die neben einem Buchbestand
auch einen zur Entspannung einladenden Aufenthaltsbereich und eine Sammlung von Gesellschaftsspielen aufweist. Laut Konzept des OGB sollen die Klassen mindestens einmal monatlich
zu festen Zeiten gemeinsam in die Bibliothek gehen.
Der offene Ganztag nutzt die Räumlichkeiten auf einer Etage für jeweils einen Jahrgang. Dort
können sich die Kinder für einen Raum entscheiden, in dem sie spielen wollen. Darüber hinaus
stehen ihnen eine „Kinderküche“ im Untergeschoss mit zwei komplett ausgestatteten Küchenzeilen für das Kochen, Backen – im Dezember für Plätzchen – und Herrichten eines gesunden
Frühstücks zur Verfügung. Ebenfalls im Untergeschoss verfügt eine Sozialarbeiterin über einen
separaten Raum, um mit Kindern zu sprechen. Die zweite Sozialarbeiterin hat ihren Ansprechraum auf einer höheren Etage.
Der Speiseraum liegt ebenfalls im Untergeschoss, was die Essenlieferung über die Treppe
schwierig macht. Dieser Raum dient auch zum Erledigen der Hausaufgaben im offenen Ganztag.
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Die Fassade ist vor Jahren im Rahmen eines Kunstprojekts mit einem Anstrich versehen worden, dessen Motive an Feuerwerk erinnern. Dies ist jedoch wegen der stark abblätternden Farbe nicht mehr erkennbar. Zum Inspektionszeitpunkt beginnen Sanierungsarbeiten am zweiten
hinteren Ausgang, der wegen Einsturzgefahr bereits längere Zeit gesperrt war. Die Treppenhäuser haben noch den Original-anstrich aus der Entstehungszeit. In Projekten versahen die Schülerinnen und Schüler mehrere Ab-schnitte mit Zeichnungen, um die Treppenhäuser zu verschönern.
Die Sporthalle wurde ebenfalls von den Lehrkräften gestrichen. Sie ist neben dem schulischen
Sport-unterricht auch von Vereinen bis in die späten Abendstunden gut ausgelastet. Die
Waschräume und Duschen sind erneuert, nicht aber die Toiletten; insbesondere die Kabinentüren sind schadhaft. Für die Einschulungsfeiern und die Schülervollversammlungen trifft sich die
Schulgemeinschaft in der Sporthalle.
Der neu gestaltete Sport- und Pausenplatz auf dem hinteren Schulgelände entspricht mit seinen Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten den Bedürfnissen der Schülerinnen und
Schüler. Zu Pausenbeginn warten sie freudig auf die Öffnung des Areals, um dann die beiden
Ballsportplätze, das Kletternetz, die Wikingerschaukel, das Rodeoboard, das Trampolin oder die
Balancierbalken zu nutzen. Buddies mit einem festen Dienstplan geben am dafür aufgestellten
Container Spiel- und Sport-geräte aus; wegen ihrer neonfarbenen Westen sind sie gut erkennbar.

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