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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Schule am Mummelsoll (10S08)

Kurzbericht
zur Inspektion der Schule am Mummelsoll (10S08)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Schule am Mummelsoll befindet sich am östlichen Rand des Stadtteils Hellersdorf im Bezirk
Marzahn-Hellersdorf. Die Wohngegend ist durch eine aufgelockerte Bebauung mit Wohnblöcken und viel Grün geprägt. Gegenüber dem Schulgebäude befindet sich die Grundschule „Bücherwurm-Schule am Weiher“. Direkt angrenzend liegt das Naturschutzgebiet Hönower Weiherkette.
Die Schülerinnen und Schüler der Schule am Mummelsoll haben einen festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“. Etwa die Hälfte
von ihnen hat darüber hinaus Förderbedarf mit dem Schwerpunkt Autismus oder eine anerkannte Schwerstbehinderung bzw. Schwerstmehrfachbehinderung. Die Kinder und Jugendlichen
kommen fast ausschließlich aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf und werden überwiegend mit
Sonderbussen oder Taxen zur Schule gebracht.
Die Schule verfügt neben den Lehrkräften über Pädagogische Unterrichtshilfen, Erzieherinnen
und Erzieher sowie Betreuerinnen und Betreuer. Sie werden durch insgesamt 6 Physiotherapeutinnen und Ergotherapeutinnen unterstützt, die beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf angestellt
sind und auf Verordnung des Schularztes arbeiten. Im Schulgebäude befindet sich des Weiteren eine logopädische Praxis.
Aufgrund von Platzmangel sind derzeit zwei Klassen der Unterstufe in der Schule am Rosenhain, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, untergebracht und werden dort von
Lehrkräften der Schule am Mummelsoll unterrichtet.
Die Leitung der Schule wurde in den letzten Jahren unregelmäßig und von verschiedenen Personen ausgeübt, da die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin bereits seit einem längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Daraufhin erklärte sich eine Lehrkraft des Kollegiums bereit,
kommissarisch die Aufgaben der Schulleitung zu übernehmen. Diese Lehrkraft ist nun ebenfalls
seit mehreren Monaten abwesend.
Ende Oktober 2012 beauftragte die Schulaufsicht eine Schulleiterin einer anderen Schule zusätzlich mit der Unterstützung der Schule am Mummelsoll. Ein Jahr zuvor wurde eine erweiterte Schulleitung, bestehend aus zwei Lehrkräften, installiert. Eine dieser beiden erhielt die Aufgabe, die Unterrichtsvertretung zu organisieren. Die Erstellung der einzelnen Klassenstundenpläne erfolgt bereits seit Längerem durch die Klassenleitungen.
Im Februar 2013 beauftragte die Schulaufsicht eine nicht aus dem Kollegium stammende stellvertretende Schulleiterin mit der kommissarischen Leitung der Schule am Mummelsoll.

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2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule

•

freundlicher Umgangston und individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder
und Jugendlichen

•

regelmäßige Schulveranstaltungen

•

aktive Unterstützung der Schülervertretungsarbeit

Entwicklungsbedarf der Schule

•

Ausbau von Team- und Gremienstrukturen

•

verbesserte Zusammenarbeit des pädagogischen Personals aller Berufsgruppen

•

Aufbau einer offenen Kommunikationskultur und Schaffung systematischer
Kommunikationsstrukturen

•

abgestimmtes Handeln innerhalb der Schulleitung

•

Professionalisierung der Unterrichts- und Schulorganisation

•

Entwicklung einheitlicher Leitlinien für das Leseförderband

•

Wiederaufnahme der Schulprogrammarbeit

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3. Erläuterungen
Die Arbeit der Schule am Mummelsoll fand in letzter Zeit aufgrund der unsteten Schulleitungssituation unter erschwerten Bedingungen statt. Die im Februar 2013 eingesetzte kommissarische Schulleiterin hatte zuvor das Amt einer stellvertretenden Schulleiterin an einer anderen
Schule inne und befindet sich zum Inspektionszeitpunkt in der Einarbeitungsphase. Sie führte
bis dato intensive Gespräche mit allen Berufsgruppen der Schule und nahm Kontakt zu den
Schülerinnen und Schülern auf. Die Bedingungen, die sie an der Schule vorfand, werden jedoch
auch vom Kollegium als schwierig eingeschätzt. So funktionierte in den vergangenen Jahren
nach Einschätzung des Kollegiums der Kommunikationsfluss an der Schule nur unzureichend,
die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen sowie die Arbeitsmotivation sind deutlich
beeinträchtigt. Gremienarbeit existiert nur in Ansätzen und ist kaum dokumentiert, Dienstbesprechungen und Schulkonferenzen finden erst seit kurzem regelmäßig statt.
Die neue kommissarische Schulleiterin stößt auf unterschiedliche Resonanz. Während sie durch
ihre konstruktive, offene Art bei vielen im Kollegium eine Art Aufbruchstimmung erzeugt, haben andere noch deutliche Vorbehalte. Die Zusammenarbeit mit der kommissarischen Konrektorin gestaltet sich derzeit wenig teamorientiert.
Die Beteiligung der Lehrkräfte an der Online-Befragung war gering. Gründe hierfür wurden
auch in den Interviews nicht genannt. Die Kommunikation im Kollegium läuft nach Schilderung
aller Beteiligten wenig offen ab, Berufs- und Interessengruppen arbeiten teilweise getrennt
voneinander. Absprachen oder gemeinsam abgestimmte Festlegungen existieren kaum. Lediglich
auf der Ebene der Klassenteams arbeiten die Lehrkräfte und Pädagogischen Unterrichtshilfen
eng zusammen, Unstimmigkeiten und Statusdenken sind trotzdem teilweise vorhanden. Professionelle Strategien der Teambildung und Teamentwicklung sind bislang nicht angewendet worden. Da es keine gemeinsamen Pausenzeiten gibt, sehen sich die Kollegiumsmitglieder kaum.
Das Lehrerzimmer bleibt größtenteils ungenutzt.
Die Schulleitung verfügte zum Inspektionszeitpunkt über keinerlei gültige Stundenpläne. Auf
Bitten des Inspektionsteams stellten die Klassenleitungen ihre individuell gestalteten Stundenpläne zur Verfügung. Hierbei zeigten sich extreme Unterschiede, Absprachen sind kaum erkennbar. Außerdem halten nicht alle die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Unterrichtszeit und
Unterrichtsfächern in vollem Umfang ein.
Besonderen Unmut erzeugt der Einsatz von Erzieherinnen und Erziehern als Vertretungskräfte.
Diese sind kaum in Teamstrukturen eingebunden, sondern werden nach Bedarf kurzfristig in
allen Klassen eingesetzt. Absprachen mit ihnen unterbleiben oder werden „zwischen Tür und
Angel“ getroffen. Vertretungsgrundsätze, die nach mündlichen Aussagen einzelner Lehrkräfte
auf einer Gesamtkonferenz beschlossen wurden, werden nicht eingehalten, da sie der mit dem
Vertretungsplan betrauten Lehrkraft nicht bekannt sind. Die Arbeit in der Früh- und Spätbetreuung von 6:00 - 8:00 Uhr und 15:00 - 18:00 Uhr findet ausschließlich in Klassenräumen
statt. Daher haben die Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit, eigene pädagogische Ansätze im Hinblick auf Räume, Materialien oder Spielsituationen zu verwirklichen. Nach Einschätzung der Erzieherinnen und Erzieher wird ihre Arbeit von den meisten Lehrkräften weder
wahrgenommen noch gewürdigt. Zudem fehlt den Erzieherinnen und Erziehern auch ein eigener Besprechungsraum. Die Eltern äußern sich ebenfalls unzufrieden mit den räumlichen Rahmenbedingungen der Früh- und Spätbetreuung. Eine Frühbetreuung im Nachbargebäude, dem
Grundschulhort, gemeinsam mit Grundschulkindern, wurde wieder aufgegeben.
Die Einbindung der Physio- und Ergotherapeutinnen in die pädagogische Arbeit gelingt in unterschiedlicher Qualität, das Spektrum reicht von sehr guter Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Therapeutinnen bis hin zu völligem Desinteresse der Pädagoginnen und Pädagogen. Eine Einbeziehung in das Kollegium erfolgt z. B. an Studientagen, wo sie u. a. Elemente
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aus Fortbildungen zu speziellen Techniken oder Unterstützungsmaßnahmen einbringen. Sie
begleiten auch Schulfahrten oder unterbreiten den schwerstmehrfachbehinderten Schülerinnen
und Schülern Angebote bei Sportfesten. Insgesamt fühlen sich die Physio- und Ergotherapeutinnen in ihrer Arbeit von den Pädagoginnen und Pädagogen wertgeschätzt. Eine Therapeutin
ist externes Mitglied der Schulkonferenz.
In den letzten Jahren ist keinerlei systematische Schulentwicklung zu verzeichnen. Das wenig
aussagekräftige Schulprogramm stammt aus dem Jahr 2006 und wurde nur mit geringfügigen
Aktualisierungen versehen. Der im ersten Inspektionsbericht benannte Entwicklungsbedarf, beispielsweise hinsichtlich konzeptioneller Arbeit, wurde nicht aufgegriffen und ist weiterhin akut.
Im Jahr 2009 legte die Schule einen Evaluationsbericht vor, der ohne erkennbare Einbindung in
die schulische Entwicklungsarbeit die Bereiche „Unterstützte Kommunikation“, „Schlüsselkompetenzen“ und „Arbeits- und Kommunikationskultur (Info-Point)“ zum Gegenstand hatte. Inhalte
waren z. B. die Nutzung einer Informationstafel in der Eingangshalle oder eine von Eltern und
Lehrkräften vorgenommene Einschätzung der Ausdauer, Konzentration und Kritikfähigkeit von
Schülerinnen und Schülern. Die Ergebnisse wurden von den beiden Evaluationsberaterinnen auf
einem Studientag vorgestellt, die Schule setzte die recht allgemein formulierten Schlussfolgerungen jedoch nicht um.
Tragendes Element der schulischen Arbeit in den letzten Jahren war die Ausrichtung von Festen und die Gestaltung des Schullebens. So finden regelmäßig sportliche Wettkämpfe wie
Crosslauf, Geländespiel oder Weihnachtsstaffel statt. Weitere Aktivitäten sind das gemeinsame
Singen aller Klassen in der Eingangshalle, das Feiern von Halloween, Fasching oder Theateraufführungen. Hier engagieren sich viele Pädagoginnen und Pädagogen mit Freude.
Der Unterricht an der Schule am Mummelsoll läuft in einer sehr disziplinierten, zumeist freundlichen Atmosphäre ab. Die Lehrkräfte gehen individuell auf ihre Schülerinnen und Schüler ein,
dabei geben sie ihnen klare Strukturen vor und vertreten einen erkennbaren Bildungsanspruch.
Infolge des neuen Rahmenlehrplans für den Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ konzipierten die Lehrkräfte das klassenübergreifende Arbeiten im „Leseband“. Für dieses 30-minütige
Lesetraining werden die Kinder und Jugendlichen aus insgesamt 9 Klassen zu leistungsähnlichen Lesegruppen zusammengesetzt. Es findet ein- bis dreimal wöchentlich zu einer festen Zeit
statt und motiviert die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erkennbar. Sie sind stolz auf
ihre Lese- und Schreibfertigkeiten, auch für sie ist dies ein selbstverständlicher Schwerpunkt
ihrer schulischen Bildung. Allerdings ist zu beobachten, dass für die inhaltliche Ausgestaltung
der Leseförderung in den verschiedenen Kleingruppen keine erkennbaren Absprachen existieren,
eine Konzeption bezüglich Methoden und Prinzipien der Leseförderung liegt nicht vor. So verwenden manche Lehrkräfte ausschließlich Großbuchstaben, andere üben Silbenlesen, bei manchen steht das mechanische Vorlesen im Vordergrund. Lediglich die in der Filiale unterrichtenden Lehrkräfte setzen ein strukturiertes Programm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit ein.
Die Aktivitäten im Unterricht sind häufig an die individuellen Bedürfnisse und den Lernstand
der Schülerinnen und Schüler angepasst. In den Unterrichtssequenzen haben Partner- oder
Gruppenarbeit einen geringen Stellenwert, die Zusammenarbeit mit einem Partner oder einer
Partnerin pflegen viele Lehrkräfte eher in den freien Spielphasen. Die Sprach- und Kommunikationsförderung ist nicht in allen Stunden angemessen ausgeprägt. Aufgabenstellungen, bei
denen die Kinder und Jugendlichen ihre Arbeitsabläufe selbstständig organisieren, wie z. B.
Wochenplanarbeit, wenden nur sehr wenige Lehrkräfte an. Noch seltener erhalten die Schülerinnen und Schüler eine alltagsnahe Problemstellung als Aufgabe, mit der sie sich eigenständig
oder in Partnerarbeit auseinandersetzen müssen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten andere Arbeitsblätter und werden - besonders in den Klassen der Filiale - auf den
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Wechsel an eine Schule für den Förderschwerpunkt „Lernen“ vorbereitet. Schwerstmehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche wurden an den Inspektionstagen in den Klassen gut unterstützt und in alle Aktivitäten mit einbezogen. Einige nichtsprechende Schülerinnen und Schüler
verfügen über Sprachcomputer. Die Weiterentwicklung dieses Kompetenzbereichs der „Unterstützten Kommunikation“ liegt nach Angaben der Schule derzeit jedoch brach, da die verantwortliche Lehrkraft die Schule verließ. So konnte die im Schulprogramm beschriebene Anwendung von Gebärden oder Piktogrammen zur Kommunikation nicht beobachtet werden.
In den Abschlussklassen erhalten die Jugendlichen zweimal wöchentlich WAT-Unterricht in klassenübergreifenden Gruppen. Die Arbeit in den Bereichen Demontage/Recycling, Keramik oder
der Cafeteria ist gut strukturiert und organisiert. Die Jugendlichen arbeiten motiviert mit. Sie
bereiten z. B. vorbestellte Brötchen für die Klassen zu, rechnen ab und nehmen Bestellungen
auf. Das Angebot an berufsorientierenden Kursen ist jedoch eingeschränkt, da einerseits die zur
Verfügung stehenden Holzbearbeitungsmaschinen bislang nicht einsatzfähig gemacht wurden,
zum anderen die Schule derzeit kaum Schülerpraktika außerhalb der Schule organisiert.
Viele Schülerinnen und Schüler sind gut in der Lage, ihre Meinung und Anliegen zu artikulieren. Schülervertreterinnen und -vertreter treffen sich regelmäßig mit der kommissarischen
Schulleiterin und einer Lehrerin. Sie fühlen sich von ihnen sehr ernst genommen und äußern
Wünsche, z. B. nach einem zweiten Fußballtor, mehr AG-Angeboten für ältere Schülerinnen
und Schüler sowie Klassenfahrten für alle. Als belastend schildern sie das Verhältnis zur Nachbargrundschule; auf der Straße seien sie Diskriminierungen ausgesetzt. Derzeit unternimmt die
Schule wenig, um dies zu ändern. Die zeitweilige Auslagerung von Unterricht einiger Klassen
der Schule am Mummelsoll an die Nachbarschule hatte zu einem früheren Zeitpunkt bereits für
ein wesentlich entspannteres Verhältnis der beiden Schulen gesorgt.
Die Elternarbeit wurde von der kommissarischen Schulleiterin im Februar aufgenommen, die
Eltern fühlen sich nun angesprochen und aktiviert. Sie schätzen die individuelle Förderung ihrer
Kinder an der Schule und den engen Kontakt zu den Klassenlehrerinnen, der größtenteils über
das sogenannte „Muttiheft“ läuft. Zweimal jährlich werden sie zu Lernstandsgesprächen eingeladen. Förderpläne liegen jedoch nur für einige Schülerinnen und Schüler vor und werden nicht
halbjährlich fortgeschrieben. Die Schule bietet einmal monatlich nachmittags ein Elterncafé an,
das neben Aufführungen der Kinder und Kuchenverkauf die Möglichkeit bietet, miteinander ins
Gespräch zu kommen.

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Fazit:
Die Leitungssituation der Schule am Mummelsoll ist weitestgehend ungeklärt, die Kommunikation der Pädagoginnen und Pädagogen untereinander, aber auch gegenüber der Schulleitung,
ist deutlich beeinträchtigt und strukturell nicht verankert. Wirksame Schulentwicklungsarbeit
findet nicht statt.
Die Schule benötigt externe Unterstützung, um Schwerpunkte für ihre zukünftige Ausrichtung
zu finden, festzuschreiben und für deren umfassende Bearbeitung wirksame Steuerungsstrukturen zu schaffen.
Das Inspektionsteam kommt nach intensiver Beratung mit der Leitung der Schulinspektion zu
dem Schluss, dass die Schule hinsichtlich der Zusammenarbeit aller pädagogischer Berufsgruppen, der Kommunikation und der Schulentwicklung erheblichen Entwicklungsbedarf aufweist.
Es wird erwartet, dass die Schule in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Schulaufsicht
•

Unterstützung erhält hinsichtlich der
- Entwicklung eines abgestimmten Schulleitungshandelns
-

Verbesserung der Zusammenarbeit des pädagogischen Personals

•

systematische Kommunikationsstrukturen aufbaut und eine offene Kommunikationskultur entwickelt,

•

eine schwerpunktbezogene Schulentwicklung als gemeinschaftliche Aufgabe beginnt
bzw. fortführt.

Eine erneute Inspektion erfolgt in spätestens 2 Jahren.

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4. Qualitätsprofil

1

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

C

D

ohne Bewertung

Bewertung
A

B

C

D

Unterrichtsprofil

A

3.1

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.3

Gestaltung der Schule als Lebensraum

B

C

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

A

B

C

D

4.1

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

ohne Bewertung2

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

ohne Bewertung2

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

E.1

Förderung der Sprachkompetenz

E.2

Ganztagsangebot

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

2

B

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

1

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion
Ohne Bewertung, da die kommissarische Schulleiterin zum Inspektionszeitpunkt erst seit drei Monaten im Amt ist.

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

c

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

b

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

a

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

c

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

a

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

d

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

d

3

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

3

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B

80%

B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

++

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

Seite 9/10

Berlin obere Grenze

10S08 MW

2.2.14

2.2.15

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Der 12 Jahre alte Gebäudekomplex der Schule am Mummelsoll besteht aus zwei sich gegenüberliegenden, sehr gepflegten Gebäudeteilen. Sie sind an einer Seite durch einen verglasten Gang
miteinander verbunden, der an seiner Stahlkonstruktion mehrere Roststellen aufweist. Eine Seite
des Schulkomplexes grenzt an das Gelände der ergänzenden Förderung und Betreuung der Bücherwurm-Schule. Ein hoher Zaun trennt diese beiden Areale voneinander ab.
Im dreistöckigen Haupthaus befinden sich neben dem großzügigen Foyer der Verwaltungsbereich, die Klassen- und Fachräume, Therapieräume, eine Verteilerküche sowie ein SnoezelenRaum, der den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich zu entspannen.
Zu beinahe jedem Unterrichtsraum gehört ein Vorraum, der mit einer Küchenzeile und einem
großem Gruppentisch ausgestattet ist. Hier beginnen etliche Klassen ihren Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, das von ihnen selbst zubereitet wird. Die Südseite der Klassenräume ist
verglast und ermöglicht einen freien Blick auf den begehbaren Balkon. Automatische Beschattungsrollos schützen vor zu starker Sonneneinstrahlung, sorgen allerdings nicht für eine ausreichende Verdunkelung. Im Erdgeschoss ist ein Klassenraum für schwerstmehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche eingerichtet. Ferner sind mehrere Hygieneräume für die Pflege vorhanden. In
den Fluren sind verschiedene Arbeiten der Kinder und Jugendlichen ausgestellt.
Zu den Fachräumen gehören ein PC-Unterrichtsraum mit sechs Arbeitsplätzen, umfangreich ausgestattete Werkstätten für die Textil-, Holz- und Keramikbearbeitung, inklusive einem Brennofen,
sowie ein kleiner, umfunktionierter Raum zum Zerlegen von elektronischen Kleingeräten und
Schreddern von Papier und Pappe. Die verschiedenen Großmaschinen für Holzbearbeitung sind
zurzeit nicht nutzbar, da sie nicht im Boden verankert sind. Im ersten Stock ist eine Lehrwohnung eingerichtet, deren Küche und Zimmer allerdings als Unterrichtsräume genutzt werden.
Der Verwaltungsbereich besteht aus den Büros der beiden Schulleitungspersonen, dem Sekretariat, einem Kopierraum, dem Erste-Hilfe-Raum, der regelmäßig für Besprechungen beispielsweise
der Erzieherinnen und Erzieher genutzt wird und dem großzügigen Lehrerzimmer, technisch mit
lediglich einem PC-Arbeitsplatz ausgestattet.
Den Lehrkräften stehen ein mobiler Fernseher sowie acht Laptops in einem fahrbaren Schrank
zur Verfügung. Es existieren drei Whiteboards, die zurzeit noch keinen festen Standort erhalten
haben und im Flurbereich abgestellt sind.
Der Eingangsbereich des Haupthauses ist räumlich großzügig konzipiert, erstreckt sich galerieartig
über zwei Stockwerke und dient auch als Aula für Vorträge, Aufführungen etc. Eine Verdunkelungsmöglichkeit besteht allerdings nicht. Ebenfalls im Erdgeschoss ist eine kleine private Praxis
für Logopädie untergebracht. Weitere Praxisräume für physio- und ergotherapeutische Behandlungen werden von Fachkräften des Bezirks genutzt. Im dritten Obergeschoss befindet sich die
Hausmeisterwohnung. Auf jeder Ebene sind Teeküchen und sanitäre Anlagen vorhanden. Über
zwei Aufzüge sind die verschiedenen Ebenen barrierefrei zu erreichen.
Im gegenüberliegenden zweiten Gebäudeteil sind die Turnhalle mit Umkleideräumen, ein Therapieschwimmbecken, ein Pflegeraum sowie ein Kreativraum, der auch als Musikraum dient. Er
heizt sich bei Sonneneinstrahlung stark auf.
Die beiden Gebäude rahmen den Innenhof ein. Er ist zur Hälfte mit einem Tartan-Belag versehen
und mit nur einem Fußballtor und mehreren Wurfkörben ausgestattet. Ferner gibt es einen
Sandboden-Bereich mit verschiedenen Spielgeräten. Die Kinder nutzen diese Bewegungsangebote
gern in den Pausen. Zwei Kunstwerke, die gemeinsam von Schülerinnen und Schülern mit einem
Künstler entworfen und realisiert worden sind, befinden sich ebenfalls dort. Die Schulhoffläche
ist verhältnismäßig klein und unbeschattet.
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