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Full text: Kurzbericht zur Inspektion des Otto-Nagel-Gymnasiums (10Y02)

Kurzbericht
zur Inspektion des Otto-Nagel-Gymnasiums (10Y02)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Das Otto-Nagel-Gymnasium liegt im Ortsteil Biesdorf des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Die Schule ist grundständig, d. h. sie nimmt Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 entsprechend ihrer
Zugangsbedingungen (Leistungen an der Grundschule und Eignungstest) in zwei SchnelllernerKlassen auf. Für die 5. und 6. Klassen ist ein offener Ganztagsbetrieb1 eingerichtet. Im 7. Jahrgang kommt eine weitere Regelklasse hinzu. Alle Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 sind
Laptop-Klassen.
Ab kommendem Schuljahr wird für neu aufzunehmende Schülerinnen und Schüler die zweite
Fremdsprache Spanisch, die dritte Französisch oder Latein sein.
Seit Jahren melden weit mehr Eltern ihre Kinder an der Schule an als Aufnahmekapazitäten
vorhanden sind.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule
•

hohe Schulzufriedenheit aller Beteiligten

•

engagiertes, effektives Schulleitungshandeln mit erfolgreicher Außenwirkung

•

innovationsbereites, schülerzugewandtes Kollegium, das ein angenehmes,
lernmotivierendes Klima erzeugt

•

Einsatz moderner Medien im Unterricht

•

fest etablierte Beteiligungsstrukturen durch Schüler-Eltern-Lehrer-Foren (SELF)

•

gute Zusammenarbeit der Schule mit den Eltern, insbesondere der Elternvertretung

•

Evaluation getroffener und Vorbereitung neuer Schulentwicklungsmaßnahmen durch
Befragung aller Beteiligten

Entwicklungsbedarf der Schule

1

•

Förderung individueller Lernprozesse durch Maßnahmen differenzierenden Lernens im
Unterricht

•

Optimierung der Laptop-Nutzung durch ein fachübergreifendes didaktisches Konzept

•

stärkere Wertschätzung des Kollegiums durch den Schulleiter und Aufbau einer
vertrauensvollen Kommunikation

offener Ganztag: montags bis donnerstags bietet die Schule bis 15 Uhr die Teilnahme an Interessengemeinschaften oder der Hausaufgabenbetreuung an
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3. Erläuterungen
Das Otto-Nagel-Gymnasium ist eine weltoffene und in vielfacher Hinsicht moderne Schule, in
der sich die Beschäftigten sehr zugewandt den ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schülern
widmen. Dem Leitbild im Schulprogramm folgend begegnet man sich im Schulalltag freundlich
und respektvoll, sodass die Schule ein sehr angenehmes und lernmotivierendes Klima hat.
Dementsprechend herrscht bei allen beteiligten Gruppen eine hohe Schulzufriedenheit.
Schon vor Jahren hat sich das Otto-Nagel-Gymnasium auf den Weg gemacht, den Schülerinnen
und Schülern in sogenannten Schnellläuferklassen, in denen die 8. Jahrgangsstufe übersprungen wurde, eine Individualisierung des gymnasialen Bildungsgangs zu ermöglichen. Die grundsätzliche Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs in Berlin hat zur Folge, dass die Jugendlichen dieser Klassen die allgemeine Hochschulreife nach 11 Jahren erlangen würden. Damit
würden die kognitive und soziale Reife nicht mehr im Einklang miteinander stehen. Daher gibt
es nunmehr im 5. Jahrgang sogenannte Schnelllernerklassen, die alle Jahrgangsstufen durchlaufen. In diesem Modell wird die Schulzeit zwar nicht weiter verkürzt, doch gilt für diese Kinder
eine um 5 Wochenstunden verringerte Stundentafel. Die so gewonnenen Stunden nutzt die
Schule für Enrichment-Angebote2, in welchen dem Wissensdurst der Kinder anders als im regulären Unterricht entsprochen werden soll. Bei Themen wie „Weltentdecker“ oder „Modellbau“
verbinden die Lehrerinnen und Lehrer die Inhalte mehrerer Fächer und arbeiten projektorientiert. Jedoch sind die Wahlmöglichkeiten für die Schnelllerner und Schnelllernerinnen eingeschränkt, da vier von fünf Enrichmentkursen verpflichtend sind und im Klassenverband unterrichtet werden. Die Schülerinnen und Schüler führen ein Studienbuch, in dem sie ihre Belegungsverpflichtungen dokumentieren. Es herrscht Konsens in der Schule darüber, dass der Erfolg der Pflicht- und Wahl-Kurse evaluiert werden muss, um das Angebot in Zukunft nachfrageorientiert gestalten zu können.
Über die Förderung der Methoden-, Kommunikations- und Teamkompetenz hinaus zeigt sich
die Schule im Bereich der Erziehung zur Medienkompetenz sehr fortschrittlich. So erhält seit
drei Jahren jedes Kind bei Anmeldung ein von seinen Eltern finanziertes MacBook3, das für den
unterrichtlichen Einsatz gedacht ist. In Teamsitzungen stellen sich die Lehrkräfte, die in den 5.
und 6. Klassen unterrichten, den neuen technischen Anforderungen und bilden sich schulintern
sowie darüber hinaus autodidaktisch fort, um die vielfältigen unterrichtlichen Möglichkeiten
dieses Mediums ausschöpfen zu können, z. B. mit geeigneten Programmen und der Nutzung
virtueller Lernräume. Es existiert eine Vereinbarung, dass die Geräte an zwei Wochentagen in
jedem Unterrichtsblock nur 20 Minuten lang genutzt werden sollen, damit das gesprochene
Wort und das Rechnen ohne Hilfsmittel nicht zu kurz kommen. Wie selbstverständlich verwenden die Schülerinnen und Schüler die MacBooks. Dabei haben sie unterschiedliche Niveaustufen
erreicht und helfen sich oft gegenseitig. Ihre Fragen bezüglich der Handhabung von Computerprogrammen stellen für die Lehrkräfte oft eine Herausforderung dar. Das Kollegium ist sich
in der Einschätzung einig, dass hinsichtlich der MacBook-Nutzung im Unterricht ein Konzept
vonnöten ist, um deren Einsatz didaktisch-methodisch schulweit optimieren zu können.
Jeder zweite Raum der Schule ist mit einem interaktiven Whiteboard ausgestattet. Die Lehrkräfte nutzen die damit geschaffenen Möglichkeiten sehr unterschiedlich. Häufig dient es als Tafelersatz, kommt aber auch zum Abspielen von Audio- und Video-Sequenzen, zum sinnvollen
Gruppieren von Wörtern und Wortgruppen sowie zum interaktiven Bearbeiten von Arbeitsblättern zum Einsatz.

2
3

vertiefende, anreichernde Angebote
Notebook der Firma Apple für Bildungseinrichtungen
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Der Unterricht am Otto-Nagel-Gymnasium ist anspruchsvoll. Die gestellten Aufgaben sind fast
ausnahmslos herausfordernd und häufig problemorientiert. Die Lehrkräfte orientieren sich an
den Bedürfnissen der jeweiligen Altersgruppe. Die Lehrerinnen und Lehrer fördern die Präsentationskompetenz der Lernenden, indem sie häufig Gelegenheit geben, gewonnene Erkenntnisse
mit oder ohne Computerunterstützung zusammenhängend vorzutragen.
Das Verhalten der Lernenden ist vorbildlich. Sie folgen dem Unterricht aufmerksam und interessiert. Dank ihrer überwiegend hohen Konzentrationsfähigkeit arbeiten sie über längere Phasen intensiv mit, auch wenn der Unterricht nicht immer abwechslungsreich ist und die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schülern selten darüber entscheiden lassen, in welcher Form oder
in welcher Reihenfolge sie Aufgaben bearbeiten möchten. Darüber hinaus gehen die Lehrkräfte,
wie schon im letzten Inspektionsbericht festgestellt, relativ selten auf die persönlich unterschiedlichen Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler mittels entsprechend differenzierter
Aufgabenformate ein.
Neben der Förderung der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler in den SchnelllernerKlassen gibt es an der Schule auch Angebote für diejenigen, die Unterstützung benötigen.
Nach dem Unterricht wird eine Hausaufgabenbetreuung durch ehemalige Schülerinnen und
Schüler des Gymnasiums angeboten, die von den Kindern der unteren Jahrgänge gut angenommen wird. Aber auch Jugendliche der Qualifikationsphase greifen mittlerweile gern auf die
Möglichkeit zurück, hier Fragen klären zu können. Durch die Einführung des offenen Ganztagsbetriebs können die Fünft- und Sechstklässler aus dem breiten Angebot der Interessengruppen, wie Tennis, Fußball, Theater, Line-Dance und Chinesisch wählen.
Getragen werden die vielfältigen profilbildenden, aber auch außerunterrichtlichen Angebote der
Schule durch ein sehr innovatives und engagiertes Kollegium. Neben der technisch aufwändigen Vorbereitung des Unterrichts und der inhaltlichen Gestaltung der Enrichment-Kurse sind
die Lehrerinnen und Lehrer stets Ansprechpartner für ihre Schülerinnen und Schüler. Sie feiern
gemeinsam Feste und unternehmen regelmäßig Kennenlern-, Kurs- und Auslandsfahrten. Darüber hinaus betreuen sie seit Jahren Schulaustauschprogramme mit Schulen aus Europa und
Kanada und erfüllen den im Leitbild des Otto-Nagel-Gymnasiums fixierten Aspekt der Erziehung
zur Weltoffenheit mit Leben.
Der Schulleiter agiert als Motor der Schulentwicklung und nimmt auch Vorschläge zur Weiterentwicklung aus der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft auf, wenn diese erfolgversprechend sind.
Er handelt nach dem Motto, dass alles, was gut ist und eine Mehrheit findet, umgesetzt wird.
Der Schulleiter vertritt das vielfältige Profil des Gymnasiums offensiv und souverän nach außen,
was von allen außerordentlich geschätzt wird. Allerdings ordnet er der Profilierung der Schule
sowie deren Außenwirkung manche innerschulischen Entwicklungsprozesse unter. Entscheidungen werden zwar partizipativ durch datengestützte Befragungen der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft herbeigeführt, jedoch wurde auf Konferenzen schon mehrfach thematisiert, dass bisweilen die persönliche Kommunikation mit den Lehrkräften und die Diskussion über anstehende Reformprozesse zu kurz geraten. Der in wichtigen Entscheidungsfragen durch den Schulleiter erzeugte zeitliche Druck führt dazu, dass Diskrepanzen auf persönlicher Ebene ausgetragen
werden und die eigentliche Sachfrage in den Hintergrund tritt. Dabei vermissen die Lehrkräfte
eine angemessene Wertschätzung ihrer Arbeit und ihrer Vorstellung von Schulentwicklung,
insbesondere dann, wenn unterschiedliche Auffassungen vertreten werden.
Andererseits hat der Schulleiter ein seit Jahren gut funktionierendes System an Beteiligungsstrukturen etabliert. So werden dem im Schulprogramm verankerten Leitgedanken des demokratischen Miteinanders entsprechend bei aktuell anstehenden Problemen oder vorzubereitenden Entscheidungen temporär sogenannte SELF-Gruppen (Schüler-Eltern-Lehrer-Foren) eingerichtet, die offen für alle Beteiligten sind. Darüber hinaus schätzen die Eltern, insbesondere die
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Elternvertreterinnen und -vertreter der Schule, die gute Zusammenarbeit mit dem Schulleiter,
bei dem sie immer ein offenes Ohr für Nöte, Sorgen oder auch Vorschläge finden. Gleichzeitig
ermöglichen der Elternspendenverein und der Lernmittelverein die weitere Verbesserung der
Ausstattung der Schule.
Anders als vor fünf Jahren sind Schulentwicklungsarbeit und Evaluation an der Schule zu einer
Selbstverständlichkeit geworden. Schülerinnen und Schüler haben dafür ein Computerprogramm
entwickelt, das inzwischen in überarbeiteter Form als Portal www.evaluieren.eu auch über den
Rahmen der Schule hinaus genutzt werden kann.
Wie bereits ausgeführt, kommen die meisten Entscheidungen in der Schule auf breiter Konsensbasis zustande, nachdem sie datengestützt erfasst wurden. Diese Vorgehensweise ermöglicht ein Höchstmaß an Partizipation in allen relevanten Fragen der Schulentwicklung und Evaluation. Damit sehen sich die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler in ihrem Mitgestaltungswillen gestärkt und schätzen ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten sehr.

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4. Qualitätsprofil

4

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.2

Methoden- und Medienkompetenzen

1.3

Schulzufriedenheit und Schulimage

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Unterrichtsprofil
Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

A

3.1

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

3.3

Gestaltung der Schule als Lebensraum

B

C

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

A

4.1

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

4

Bewertung
A

6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

B

C

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

a

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

a

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

c

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

5

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

5

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/B
80%

B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

++

+

2.2.9

-

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

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Berlin obere Grenze

10Y02 MW

2.2.15

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Das Otto-Nagel-Gymnasium hat seinen Ursprung in einem kleinen Schulgebäude im Ortsteil
Biesdorf. Am jetzigen Standort wurden 1911 zunächst der Mittelteil und der Ostflügel des Gebäudes errichtet, 1928 wurde die Schule um den Westflügel erweitert.
Den Namen des Berliner Graphikers Otto Nagel trägt die Schule mit einer Unterbrechung kurz
nach der Wende seit 1969. Ein Schulmuseum, welches aus Anlass öffentlicher Veranstaltungen
zugänglich gemacht wird, bietet einen profunden Einblick in die Schul-Chronik. Es zeigt neben
Dokumenten auch Gegenstände aus den Vorkriegsjahren bis in die Gegenwart - zum 100jährigen Bestehen in diesem Jahr wurde dieses Material für die Jubiläumsfeierlichkeiten und die
Festschrift verwendet.
Insgesamt macht das Gebäude einen sehr gepflegten Eindruck, Anzeichen von mutwilliger Zerstörung sind nicht zu finden und ein Reparaturbedarf ist im Hauptgebäude nicht festzustellen.
Auffällig ist, dass die Klassenräume - gemessen an der Größe der Lerngruppen- zu klein sind.
Vor kurzem musste die Sporthalle aus bautechnischen Gründen gesperrt werden. Seitdem findet für alle Klassen der Sportunterricht in der Halle einer 20 Gehminuten entfernten Nachbarschule statt. Für das Jahr 2015 ist ein Erweiterungsbau mit Sporthalle, Veranstaltungsraum und
mehreren Unterrichtsräumen in Aussicht gestellt.
Die Schule verfügt über ein zentrales Lehrerzimmer, welches nicht genügend Platz für alle Lehrerinnen und Lehrer bietet. Zusätzlich existieren weitere Stützpunkte, die gleichzeitig als Vorbereitungsräume fungieren. Es gibt zwei Hörsäle für Naturwissenschaften, zwei Kunsträume und
einen Musikraum. Die Ausstattung der Fachräume ist generell gut. Neben den Mitteln des Bezirkes werden Neuanschaffungen auch über den Lernmittelverein der Eltern und Elternspenden
finanziert.
In der Mensa wird eine Mittagsmahlzeit mit drei Wahlmöglichkeiten für die Schülerinnen und
Schüler angeboten. Da der Raum recht klein ist, hat die Schule die Unterrichts- und Pausenzeiten nach der 4. Stunde gestaffelt, sodass die Jahrgänge zu unterschiedlichen Zeiten essen.
Auf dem Schulhof, der im Jahr 2001 umgestaltet wurde, befinden sich begrünte Aufenthaltsbereiche und ein Beach-Volleyball-Feld. Der Fachbereich Kunst. verschönerte die dem Hof zugewandte Seite des Schulgebäudes. In jeder Etage dekorieren die Fachbereiche ihre an die
Fachräume angrenzenden Flurabschnitte fachspezifisch. Im Erdgeschoss gibt es mehrere Schaukästen mit Informations- und Bildmaterial zu Partnerschulen im Ausland, Studienfahrten und
Sozialprojekten, an denen sich die Schule beteiligt. In vielen Klassenräumen hängen ansprechende Schülerarbeiten und unterstützen die positive Lernatmosphäre.
Seit 2000 ist eine Solaranlage installiert, deren Stromertrag in das öffentliche Netz eingespeist
wird.
In Kooperation mit der „Gesellschaft für angewandte Jugendforschung“ wird ein gegenüberliegendes Gebäude als Aufenthaltsräumlichkeit für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe
verwendet, dort gibt es eine kleine Cafeteria und einen Garten, der in der wärmeren Jahreszeit
genutzt werden kann. Zudem steht das Haus für Feste zur Verfügung, sofern Aufsichten gewährleistet sind.

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