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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Oscar-Tietz-Schule (10B01)

Kurzbericht
zur Inspektion der Oscar-Tietz-Schule (10B01)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Oscar-Tietz-Schule ist ein Oberstufenzentrum (OSZ) für Berufe des Einzelhandels und liegt
im Ortsteil Herzberge des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Die Schule bietet vollzeitschulische und
Teilzeit-Bildungsgänge für die Berufsvorbereitung, die Berufsausbildung und die Studienvorbereitung. Schwerpunkt ist die duale Berufsausbildung von Verkäuferinnen und Verkäufern sowie
Einzelhandelskaufleuten.
Abteilung I
Berufsvorbereitende Lehrgänge
Zweijährige Fachoberschule
Berufsschule für
• Verkäufer/in im Einzelhandel (Lebensmittel)
• Kaufmann/frau im Einzelhandel (Lebensmittel)
• Automobilkaufleute
Einjährige Fachoberschule
Berufsoberschule

Abteilung II
Einjährige Berufsfachschule
Berufsschule für
•
Verkäufer/in im
Einzelhandel (übrige Branchen)
•
Kaufmann/frau im Einzelhandel (übrige Branchen)

Die Auszubildenden im kaufmännischen Bereich werden nach Absprache mit dem OSZ Handel I
in Kreuzberg und den Betrieben zugeordnet. Für die Ausbildung der Automobilkaufleute ist
ausschließlich die Oscar-Tietz-Schule zuständig.
Die Schülerschaft umfasst pro Abteilung rund 1000 Personen, davon knapp 200 in den Vollzeitbildungsgängen. 10 bis 20 % der Auszubildenden werden nicht in einem Betrieb, sondern
bei einem freien Träger überbetrieblich qualifiziert.
Die Schülerinnen und Schüler weisen ein breites Spektrum von Eingangsqualifikationen auf.
Während in die berufsvorbereitenden Lehrgänge junge Menschen ohne Schulabschluss aufgenommen werden, dient die einjährige Berufsfachschule (OBF) Schülerinnen und Schülern mit
dem Abschluss der Berufsbildungsreife zur Vorbereitung auf den Mittleren Schulabschluss
(MSA). In der Berufsschule finden sich in den Verkäuferberufen verstärkt Auszubildende mit
Hauptschulabschluss bzw. Berufsbildungsreife; die angehenden Automobilkaufleute bringen
vorwiegend das Abitur als Voraussetzung mit. In der Fachoberschule (FOS) wiederum kann
man mit einem bereits bestandenen MSA oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung die
Fachhochschulreife erwerben, in der Berufsoberschule (BOS) die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife. Eine Besonderheit stellt die Lerngruppe für Schülerinnen und Schüler
ohne deutsche Sprachkenntnisse dar: Dort werden junge Menschen, die häufig als Asylbewerber in Berlin leben, in Kooperation mit einem Bildungsträger an eine Berufsausbildung im Handel herangeführt.
Zum Zeitpunkt der Inspektion waren der Schulleiter sowie die Abteilungsleiterin und die Koordinatorin der Abteilung I nicht im Dienst. Die Schule wird zurzeit vom OSZ- Koordinator und
dem Leiter der Abteilung II geführt, die Abteilung I durch eine beauftragte Lehrerin.

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zur Inspektion der Oscar-Tietz-Schule (10B01)

2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule

•

deutliche Fortschritte in der Unterrichtsentwicklung, insbesondere in den Bereichen
kooperatives Lernen und Förderung der Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

•

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung bei den Jugendlichen sowie
gelungene Maßnahmen zur Sprachbildung im Unterricht

•

kollegiales, angenehmes Schulklima

•

gute Abstimmung mit den Ausbildungseinrichtungen, auch zur Entwicklung neuer
Angebote, und enge Zusammenarbeit mit den freien Trägern

Entwicklungsbedarf der Schule

•

systematisch gesteuerte und zielorientierte Schulentwicklung

•

weitere Entwicklung des Unterrichts bezüglich
o der fächerübergreifenden, auf berufliche Anforderungen ausgerichteten Aspekte
des Lernstoffs
o des Umgangs mit einer heterogenen Schülerschaft in allen Bildungsgängen

•

Förderung der Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit der Schule durch
stärkere Einbeziehung in Schulleben und Schulentwicklung sowie durch eine Beratungsund Unterstützungsstruktur

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3. Erläuterungen
Die Oscar-Tietz-Schule bietet zahlreiche spezialisierte Ausbildungsgänge für Verkäuferinnen- und
Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel. Seit 1998 werden hier auch alle Automobilkaufleute
ausgebildet. Aus der engen Zusammenarbeit mit freien Trägern, die überbetriebliche Ausbildungen in Kooperation mit dem OSZ anbieten, und den Ausbildungsbetrieben hat die Schule
auf den Bedarf der Lernenden abgestimmte Angebote zur beruflichen Bildung entwickelt. So
gibt es nun z. B. eine Klasse für alle Auszubildenden eines Lebensmittelunternehmens, die
„Kaiser’s-Klasse“ in der die Schülerinnen und Schüler auf Wunsch des Unternehmens im Blockunterricht ausgebildet werden. Darüber hinaus wird an der Einführung eines neuen Bildungsganges für zukünftige Führungskräfte im Handel gearbeitet: einer verkürzten Ausbildung zum
Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Einzelhandel mit anschließender Weiterbildung zum Handelsfachwirt bzw. -fachwirtin. Durch diese Flexibilität gelingt es der Oscar-Tietz-Schule, für Ausbildungsgänge, die bisher bei privaten Anbietern angesiedelt waren, Angebote zu machen
und damit weitere Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Der ständige Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben und freien Trägern ist zudem Ausdruck für das Bestreben der Schule, die
Abstimmung zwischen theoretischen und praktischen Ausbildungsanteilen (Schule/Betrieb) möglichst gut zu gestalten und so einerseits Doppelungen von Inhalten und andererseits fehlende
Theoriekenntnisse für die Ausbildung in der Praxis zu vermeiden.
Ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler fühlt sich wohl an der Schule. Dies führen sie auf
die überschaubare Größe, auf das gepflegte Erscheinungsbild und die angenehme Lernatmosphäre zurück. Die Lehrkräfte betonen ebenfalls das lernförderliche Schulklima, insbesondere
aber auch die kollegiale Zusammenarbeit über die Abteilungen hinweg und die freundliche,
selten konfliktbelastete Stimmung. All dies führt im Unterricht auch bei Schülerinnen und Schülern, die zuvor viele Misserfolgserlebnisse in der allgemeinbildenden Schule hatten, zu positiven
Auswirkungen auf die Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft. Gezielte Ansätze und Programme zum Ausbau der sozialen Kompetenzen konnten allerdings nicht beobachtet werden.
Die Oscar-Tietz-Schule hat Ergebnisse der ersten Inspektion im Schuljahr 2007/08 zum Anlass
genommen, gezielte Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung in mehreren Fächern zu ergreifen
und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Exemplarisch sei hier die Individualisierung im Englischunterricht genannt. Die Unterrichtsinhalte des Fachs Englisch wurden überarbeitet und in
differenzierter Form dem Bedarf der Schülerinnen und Schüler angepasst, die mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen in die Berufsschule kommen. Es wurde ein Kompetenzraster entwickelt, das den Jugendlichen ermöglicht, eigenständig die für sie passende Niveaustufe, das
Aufgabenvolumen und das Lerntempo zu bestimmen.
Der Erfolg dieser Maßnahmen wird beispielsweise darin sichtbar, dass das Selbstvertrauen und
die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung bei den Schülerinnen und Schülern im Unterricht in besonderer Weise gefördert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben häufig Gelegenheit,
gemeinsam zu arbeiten und ihre Ergebnisse einzeln oder als Team zu präsentieren. Eine strukturierte Rückmeldung durch die Mitschülerinnen und Mitschüler anhand gemeinsam entwickelter Kriterien ergänzt in solchen Phasen die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler.
Die jährlich im Anschluss an die schriftlichen Prüfungen durchgeführten „großen Projekte“ sind
ein weiteres Beispiel für die Öffnung des Unterrichts, um selbständiges und kooperatives Lernen stärker zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler in den dualen Ausbildungsgängen erarbeiten in zwei Wochen, innerhalb derer der reguläre Stundenplan außer Kraft gesetzt ist, beispielsweise eigenständig Konzepte für die Standortauswahl und das Warenangebot eines fiktiven Unternehmens. Zum Abschluss findet eine Präsentation vor der Schulöffentlichkeit statt. Sie
werten anschließend anhand einheitlicher Kompetenzraster, die zuvor im Unterricht erarbeitet
wurden, ihre Ergebnisse aus. Diese Kompetenzraster basieren auf den schuleigenen Arbeitsplänen, die pro Ausbildungsjahr jeweils eine Schwerpunktkompetenz benennen, so im 1. AusbilSeite 3/9

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dungsjahr das Lesen. Nach einer Evaluation dieser Ergebnisse haben die Lehrkräfte die Idee
entwickelt, einen sogenannten Übungstag dem großen Projekt vorzuschalten, um der Schülerschaft die Möglichkeit zu geben, die Kompetenzraster zunächst zu erproben und gegebenenfalls zu verändern. Dieser findet nun jedes Jahr an einem Berufsschultag zeitnah zu den Projektwochen statt, die im Anschluss an die IHK-Prüfungen im Mai durchgeführt werden.
Um die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Abschlussprüfung vor der Industrie- und
Handelskammer vorzubereiten und ihnen einen leistungsbezogenen Zwischenstand während der
Ausbildung angeben zu können, werden in vielen, insbesondere allen prüfungsrelevanten Fächern, regelmäßig Vergleichsarbeiten geschrieben. Diese schulinternen Parallelarbeiten sind inzwischen integraler Bestandteil der Unterrichtsarbeit und werden in den Fachbereichen ausgewertet. Zum Zeitpunkt der Inspektion waren die klassen- bzw. lerngruppenbezogenen Ergebnisse der letzten Parallelarbeiten im Flur ausgehängt, um der Schülerschaft Vergleiche zu ermöglichen. Unklar ist allerdings, welche Konsequenzen die Auswertungen aktuell auf den Unterricht
der einzelnen Lehrkräfte haben.
Weitere Beispiele für positive Entwicklungen im Unterricht sind gezielte Maßnahmen zur
Sprachförderung. Der Sprechanteil ist z. B. während der Gruppenarbeitsphasen und durch gezielt eingesetzte Arbeitsaufträge, die die verbale Interaktion und Kooperationsbereitschaft unter
den Auszubildenden fördern, hoch. Des Weiteren sei hier der Unterricht im Fach Kommunikation genannt, der die Schülerinnen und Schüler gezielt auf den sprachlichen Umgang mit Kunden vorbereitet. Anhand von Szenarien aus dem Verkaufsalltag können sie im Rollenspiel den
Umgang mit unterschiedlichen Situationen und Reaktionen auf Kundenäußerungen mit Mitschülerinnen und Mitschülern gemeinsam üben.
Im Hinblick auf die innere Differenzierung ließen die Beobachtungen im fachtheoretischen- und
allgemeinbildenden Unterricht allerdings kaum Veränderungen seit der ersten Inspektion erkennen. Nach wie vor wird den Schülerinnen und Schülern selten Gelegenheit gegeben, selbständig Unterrichtsinhalte zu erarbeiten.
Trotz der vielen Ansätze zur Unterrichtsentwicklung hat zum Inspektionszeitpunkt kein Nachweis zur kontinuierlichen Evaluation der in Projektkarten1 strukturiert dargestellten Entwicklungsschwerpunkte vorgelegen. Die dort beschriebenen Arbeitsziele wie z. B. Forschendes Lernen, das die Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler der Vollzeitmaßnahmen FOS/BOS
verbessern und fördern soll oder Projekte zur Warenpräsentation für Verkäuferinnen und Verkäufer in den Bereichen Heimwerker und „Vario Welt“2 wurden bisher nicht auf ihre Wirksamkeit hin beleuchtet. Auch Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler bei den Prüfungen zum
MSA werden zwar statistisch erfasst, aber nicht nachvollziehbar ausgewertet oder im Hinblick
auf Verbesserungen im Unterricht untersucht.
Schulleitung und Abteilungsleitung stimmen sich bei den regelmäßig stattfindenden „jour fixe“Treffen über Termine und Planungen ab. Die Umsetzung der besprochenen Maßnahmen liegt
dann in den Händen der Fachbereichsleitungen, die insbesondere im Bereich Unterrichtsentwicklung gezielt tätig werden. Maßnahmen und Projekte werden in erster Linie auf Abteilungsebene geplant und umgesetzt. Auf gesamtschulische Entwicklungsziele bezogene Steuerungsstrukturen hat die Schule bisher nicht eingerichtet.
Nach übereinstimmender Aussage von Leitung und Lehrkräften gibt es kaum strukturierte Formen der Teamarbeit im Kollegium, stattdessen jedoch eine Vielzahl individueller Absprachen
auf informellem Wege. Sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Abteilungs- und Schulleitung sind mit dieser Form des persönlichen Austauschs zufrieden. Es bleibt aber festzuhal1

2

Projektkarten sind strukturierte Formen der Dokumentation von Schulentwicklungsmaßnahmen mit benannten
Verantwortlichkeiten und Zeitleiste.
d. h. vielfältige Produkte und Verkaufsstellen ohne Branchenzuordnung

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ten, dass die angestrebte Verzahnung der Fächer in Projekten und Lernfeldern bisher noch
deutlich vom Engagement einzelner Lehrerinnen und Lehrer abhängt. Dies gilt auch für die
Realisation von Entwicklungsvorhaben, die in den Projektkarten zur Unterrichtsentwicklung dokumentiert sind. So ist der fächerverbindende medienbasierte Unterricht in den Bereichen
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (KSK) und Informatik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und Informatik ein Indiz für erste Bestrebungen, die Abkehr vom traditionellen Fachunterricht hin zu einem stärker auf die beruflichen Anforderungen ausgerichteten Unterricht
durchzuführen. Ein weiteres Beispiel sind die oben genannten Maßnahmen zur Individualisierung im Englischunterricht. Zu einer gezielten Förderung und Unterstützung auch leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler durch zusätzliche Lernangebote, wie sie auch von Schülerseite
gewünscht wird, hat dies bisher jedoch noch nicht geführt.
Das Bildungsangebot der Oscar-Tietz-Schule wird von den Schülerinnen und Schülern positiv
eingeschätzt. Sie bietet den Jugendlichen eine Vielzahl von Ausbildungswegen und Abschlussmöglichkeiten. So kann jemand, der ohne Schulabschluss an dieses Oberstufenzentrum kommt,
innerhalb von vier Jahren zum Abitur gelangen. Auch die regelmäßig stattfindenden Besuche
von Fachmessen und Ausstellungen sowie Fachexkursionen und Bildungsfahrten, z. B. zu Automobilherstellern im Ausland, gehören zu den attraktiven Angeboten der Schule.
Seit einem Jahr ist die Schullaufbahnberaterin des Bezirks an der Schule regelmäßig ansprechbar. Der Übergang der Auszubildenden in den Beruf wird jedoch bisher nur punktuell begleitet, jeweils abhängig vom Engagement der einzelnen Lehrkräfte für ihre Klassen bzw. Schülerinnen und Schüler. Anregungen der Ausbildungsbetriebe, den Verbleib der Schülerinnen und
Schüler auch nach Beendigung der Ausbildung zu erfassen und in die Vermittlung einzugreifen,
wurden bislang nur vereinzelt aufgenommen.
Mehr Möglichkeiten der Unterstützung bei der persönlichen Lebensbewältigung der jungen
Menschen wünschen sich sowohl Lehrkräfte als auch Schülerschaft. Sie beklagen die mangelnde Kontinuität in der Beratung bei außerschulischen Problemen, die bis vor kurzem von einer
Lehrkraft übernommen wurde. Für die von allen als notwendig erachtete psycho-soziale Betreuung der Schülerinnen und Schüler, die zunehmend unter schwierigsten sozialen Bedingungen ihre Ausbildung absolvieren, halten sie die Einrichtung einer Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft für dringend notwendig.
Trotz der im Grunde positiven Einschätzung durch die Schülerschaft wird aus den Befragungsergebnissen deutlich, dass die Identifikation mit der Schule weder bei den Vollzeitschülerinnen und -schülern noch bei den Auszubildenden in den dualen Bildungsgängen besonders
ausgeprägt ist. Dies führten sie im Interview u. a. darauf zurück, dass es kaum lerngruppenübergreifende oder gar auf die gesamte Schule bezogene gemeinsame Aktivitäten gibt. Eine
Ausnahme stellt der jährlich stattfindende „Gesundheitstag“ dar, an dessen Planung und
Durchführung auch Schülervertreterinnen und -vertreter beteiligt sind. Allerdings können hier
die Auszubildenden der dualen Bildungsgänge nur dann teilnehmen, wenn der Termin auf einen Berufsschultag fällt. Auch in die Prozesse der Schulentwicklung wie z. B. die Entscheidung
über Entwicklungsschwerpunkte oder die Mitwirkung am Schulprogramm werden die Schülerinnen und Schüler bisher kaum einbezogen. Über den Gesundheitstag hinaus hat die Arbeit
der Schülervertretung kaum sichtbare Effekte.
Der Schulleiter, der während der Inspektionstage nicht im Dienst war, genießt nach Aussagen
der Schülerschaft, der Lehrkräfte sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungsbetriebe innerhalb und außerhalb der Schule hohes Ansehen. Er engagiert sich stark für die Belange
seiner Schule und pflegt einen kooperativen Arbeitsstil mit den Schulleitungskolleginnen und kollegen. Die Arbeit wird, trotz seiner Abwesenheit, kontinuierlich und störungsfrei weitergeführt. Das Kollegium arbeitet vertrauensvoll mit dem Stellvertreter und den Abteilungsleitungen
zusammen.
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4. Qualitätsprofil

3

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.3

Schulzufriedenheit und Schulimage

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Bewertung
A

B

C

Bewertung
A

B

C

D

Unterrichtsprofil
Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

A

3.1

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

B

C

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

A

4.1

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

A

B

C

E.4 Lernfeld

3

D

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

b

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

c

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

4

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

4

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B 80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

Berlin MW

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

Berlin untere Grenze

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2.2.9

2.2.10

2.2.11

Berlin obere Grenze

2.2.12

2.2.13

2.2.14

10B01 MW

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Das Oberstufenzentrum Handel II, die Oscar-Tietz-Schule, ist in einem von 2002 bis 2005 sanierten Gebäude untergebracht und in einem guten Zustand. Schulleitung, Lehrkräfte und
Hausmeister achten auf die Erhaltung und Pflege des Gebäudes, vor allem in den Fluren und
Fachräumen wird dies deutlich. Lediglich einzelne Klassenräume entsprechen nicht dem überwiegend positiven und freundlichen Erscheinungsbild; hier finden sich teilweise Beschädigungen
und Graffiti.
Bei der Sanierung wurden zwei Plattenbauten völlig entkernt und zu einem Bau vereinigt. Zusätzlich wurde am linken Flügel der Schule ein Anbau zur Marzahner Chaussee hin vorgenommen. Aktuell sind in diesem Flügel die Abteilung II der Schule, im rechten die Abteilung I untergebracht.
Im Erdgeschoss findet man links neben dem Eingangsbereich die großzügig gestaltete Cafeteria, dahinter schließt sich ein modern eingerichteter Konferenzraum mit Beamer an. Ebenfalls
im Erdgeschoss befinden sich eine kleine Hausmeisterwerkstatt und wie auf allen Etagen des
Hauses kleine Räume für das Reinigungspersonal sowie Schülertoiletten, die insgesamt in einem
guten Zustand sind.
An Fachräumen gibt es im Erdgeschoss eine Lehrküche mit vier Kochstellen, einen Physikraum
mit einer kleinen daran angrenzenden Sammlung sowie einen gut ausgestatteten Raum für die
Automobilkaufleute. Im ersten Geschoss sind die Sekretariate, die Räume der Abteilungs- und
Schulleiter sowie je zwei Lehrerzimmer pro Abteilung mit jeweils etwa 20 Arbeitsplätzen untergebracht. Im sogenannten „Begegnungszimmer“ befinden sich neben den Postfächern für die
Lehrkräfte die Kopierer. Ein Besprechungszimmer mit Computer und Drucker, die Hausmeisterwohnung am Ende des rechten Flügels sowie die Toiletten für Lehrkräfte und sieben weitere
Klassenräume sind ebenfalls auf dieser Etage zu finden.
Die Klassenräume im gesamten Gebäude sind im Gegensatz zu den genannten Fachräumen nur
selten mit Computern und Beamern ausgerüstet. Im zweiten Stock verfügt die Schule über
neun Klassenräume, fünf Fachräume für den Bereich Lebensmittel sowie drei für den Bereich
Textil. Die ebenfalls auf dieser Etage vorhandene Bibliothek wird zurzeit noch nicht intensiv
genutzt und dient teilweise als Materiallager. Der Raum soll laut Auskunft der Schulleitung
schon bald besser eingerichtet werden. Der dritte Stock beherbergt neben elf Klassenräumen einer davon mit dem einzigen interaktiven Whiteboard der Schule - sechs Fachräume für die
Bereiche Heimwerker, Vario-Welt und Schuhe.
Neben sechs weiteren Klassenräumen sind im vierten Stock vor allem die Computerräume und
das Lernbüro mit einer kleinen Sammlung zu finden, zwei Computerräume mit etwa 30, vier
mit etwa 15 Rechnern ausgerüstet; diese Räume und die des Lernbüros sind miteinander vernetzt. Die Klassenräume des vierten Stocks haben bis zu fünf Rechnern, an denen die Schülerinnen und Schüler teilweise auch außerhalb des Unterrichts arbeiten können. Das Lernbüro
bietet 18 Computerarbeitsplätze. An den auf der Rückseite des Schulgebäudes befindlichen
Schulhof schließen sich unmittelbar die Räumlichkeiten für den Sport an. Neben einem Sportplatz mit Basketballkörben und Toren existiert ein Beachvolleyballfeld und eine Laufbahn sowie
zwei relativ moderne Turnhallen. Eine Doppelturnhalle von 1983 und eine kleinere mit einem
angrenzenden Aerobic-Raum, die 1996 aus einem Umbau hervorgegangen ist. Beide Turnhallen
wirken gepflegt und sind gut ausgestattet.

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