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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Mahlsdorfer Grundschule (10G30)

Kurzbericht
zur Inspektion der Mahlsdorfer Grundschule (10G30)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Mahlsdorfer Grundschule liegt am östlichen Rand des Bezirks Marzahn-Hellersdorf in unmittelbarer Nähe zum Bundesland Brandenburg. Sie befindet sich in einem durch Einfamilienhäuser und Gärten geprägten Umfeld im Stadtteil Mahlsdorf. In der Schulanfangsphase (Saph)
werden die Kinder des ersten und zweiten Schulbesuchsjahres gemeinsam unterrichtet, ab der
dritten Jahrgangsstufe lernen die Schülerinnen und Schüler in jahrgangshomogenen Gruppen.
Die Gesamtschülerzahl der Schule ist in den letzten Jahren leicht gestiegen und liegt bei ca.
400. Wegen der Verdichtung des Wohngebiets rechnet die Schule mit steigenden Schülerzahlen. Zwei Drittel der Kinder besuchen auch die ergänzende Förderung und Betreuung des offenen Ganztagsbetriebs. Dieser wird in Kooperation mit dem freien Träger Sozialwerk Pro Gemeinsinn e.V. durchgeführt.
Seit dem Schuljahr 2009/2010 nimmt die Schule am Projekt „INKA - Inklusive Schulen auf dem
Weg“ teil. 26 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden in die
Klassen inklusiv unterrichtet, davon 6 zieldifferent1.
Die Unterrichtsstunden an der Mahlsdorfer Grundschule sind auf 40 Minuten verkürzt. Die fehlende Turnhalle erschwert die tägliche Unterrichtsorganisation. Die Kinder werden für den
Sportunterricht mit dem Bus zu einer ca. 2 Kilometer entfernten Sporthalle gefahren.
Die neue Konrektorin hat ihr Amt seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 inne.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•

Unterrichtsgestaltung in der Schulanfangsphase
Maßnahmen zum sozialen Lernen
Aufbau von Methodenkompetenzen
vielfältige Angebote im Rahmen der ergänzenden Förderung und Betreuung

Entwicklungsbedarf der Schule
•
•
•

1

Individualisierung des Unterrichts ab Jahrgangsstufe 3, insbesondere durch
Differenzierung und offene Aufgabenstellungen
Etablierung einer konstruktiven Kommunikationskultur zwischen den Lehrkräften sowie
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des freien Träger
Unterrichtsorganisation unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen

Zieldifferente Integration bedeutet, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler gemäß dem Rahmenplan der allgemeinen Schule unterrichtet werden, sondern für Kinder mit den Förderschwerpunkten 'Lernen' oder 'Geistige
Entwicklung' individuelle Ziele entwickelt werden.

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3. Erläuterungen
Die Atmosphäre an der Mahlsdorfer Grundschule entspricht ihrem Leitbild und ist in hohem
Maße von Toleranz, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Fairness und Kompromissbereitschaft geprägt.
Mit ihren Angeboten kommen die Pädagoginnen und Pädagogen den Interessen vieler Schülerinnen und Schüler und deren Eltern entgegen. So hat die Schule seit dem Schuljahr
2013/2014 für alle Klassenstufen verbindlich eine Wochenstunde „Soziales Lernen“ auf der Basis des Programms „Lions Quest“ in den Stundenplan integriert. Durch eine handlungsorientierte Auseinandersetzung, z.B. durch Rollenspiele und Partnerarbeit, lernen die Kinder einander
zuzuhören, die Empfindungen und Gefühle anderer zu verstehen und zu respektieren sowie
sich in Konfliktsituationen friedlich zu einigen. Alle Pädagoginnen und Pädagogen haben sich
dazu fortgebildet und auch bei den Eltern erfährt dieser Unterricht eine breite Zustimmung.
Um den sozialen Umgang miteinander in den Hofpausen und auf dem Schulhof angenehmer
und konfliktfreier zu gestalten, hat die Schule ein Hofbuddy-Konfliktlosten-Konzept „Aufeinander achten. Füreinander da sein.“ entwickelt. Die sogenannten Schulhofbuddys aus den Klassen
5 und 6 arbeiten unter Anleitung und Betreuung einer Lehrerin, einer Erzieherin sowie eines
Erziehers und lösen kleinere Konflikte und Probleme der Kinder untereinander. Für das nächste
Schulhalbjahr ist die Ausbildung der Buddys zu Konfliktlotsen geplant.
Neben dem sozialen Lernen legt die Schule großen Wert auf die Ausbildung und Entwicklung
von Methodenkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern. Dazu erarbeitete das Lehrerkollegium unter Anleitung der Steuergruppe im Schuljahr 2012/2013 einen konzeptionellen Ansatz.
Dieser wurde von den Gremien als ein schulübergreifender Schwerpunkt im Sinne eines schulinternen Curriculums beschlossen. Hiermit greift die Schule einen Entwicklungsbedarf aus dem
letzten Inspektionsbericht auf, der auch als ein Arbeitsschwerpunkt im Schulprogramm formuliert ist. Auf einzelnen Projektkarten zu den Themengebieten aktives Zuhören, Lesetechniken,
Lernstrategien und Präsentationen liegen konkrete und auf die einzelnen Jahrgänge abgestimmte Zeit-Maßnahmenplanungen vor. In jedem Schulhalbjahr findet an drei Tagen in allen
Klassen ein Methodentraining statt. Die Anwendung des Gelernten wird auch im Unterricht
sichtbar. So gibt es klare Kriterien für die Bewertung von Vorträgen und nach Präsentationen
geben sich die Schülerinnen und Schüler in der Regel ein strukturiertes Feedback. Die Ergebnisse dieser Projekttage werden regelmäßig evaluiert und in den Gesamtkonferenzen kommuniziert. Erste Befragungsergebnisse von Schülerinnen und Schülern der Klassen 4 bis 6 sind im
Evaluationsbericht aus dem Schuljahr 2014/15 dokumentiert und zeigen eine hohe Zufriedenheit mit der Organisation und den Inhalten dieses Konzepts. Alle zwei Jahre nehmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 am berlinweiten Projekt „Lernen an anderen
Orten“ teil. In einer Woche besuchen die Kinder jeden Tag einen anderen Ort in der Stadt,
beispielsweise das Vakuumlabor im DESY Zeuthen, den Botanischen Garten oder die Studios
des RBB und erhalten so die Möglichkeit, bestimmte Unterrichtsinhalte praktisch zu erleben.
Am Ende jedes Schuljahres findet in der Mahlsdorfer Grundschule eine Projektwoche statt.
Diese wird jahrgangs- und fächerübergreifend durchgeführt und endet mit einer Präsentation
der Ergebnisse vor der gesamten Schulgemeinschaft und den Eltern.
Die Ergebnisse des letzten Inspektionsberichts hat die Mahlsdorfer Grundschule zum Anlass
genommen, ihr Schulprogramm zu überarbeiten. Die aktuelle Fassung vom Juni 2015 enthält
neben den Rahmenbedingungen eine umfangreiche, beschreibende Bestandsanalyse insbesondere zur Unterrichts-und Organisationsentwicklung sowie zum Schulleben. Ausgehend vom
ihrem Leitbild hat die Schule vier Entwicklungsschwerpunkte, wie z.B. die weitere „Gestaltung
der Schule als Lebensraum“ oder „Erarbeitung eines schulinternen Curriculums zur systematischen Förderung der Methodenkompetenz“ benannt. Zeit-Maßnahmenpläne mit der Zuordnung
von Verantwortlichkeiten wurden erstellt, jedoch sind die darin beschriebenen und zu überprü-

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fenden Ziele und Indikatoren nicht nach dem SMART-Prinzip2 formuliert. Eine klare Abgrenzung
von Zielen und Maßnahmen ist hierbei nur teilweise gelungen. Indikatoren, die die Wirksamkeit
der Maßnahmen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes evaluieren lassen, sind nicht formuliert. Auch für die interne Evaluation wählt die Schule nur teilweise Schwerpunkte, wie z.B. das
Methodentraining, aus dem Schulprogramm aus. So wurde das Projekt „Lernen an anderen
Orten“ im Jahr 2013 erst durch eine Befragung der Schülerinnen und Schüler evaluiert und
anschließend, aufgrund des positiven Feedbacks in das Schulprogramm aufgenommen. Die
vorliegenden schulischen Konzepte sind nur teilweise miteinander verzahnt. Der Kreislauf der
Qualitätsentwicklung aus Zielformulierung, Festlegung von Maßnahmen, Erstellen von Indikatoren nach dem „SMART-Prinzip“, Evaluation der Maßnahmen und die anschließende Fortschreibung des Schulprogramms ist an der Mahlsdorfer Grundschule noch nicht etabliert. Ein weiterer, in den nächsten Jahren auszubauender Schwerpunkt ist die „Ausgestaltung offener Unterrichtsformen und differenzierter Förderung beim gemeinsamen Lernen (INKA)“. Die Schule
nimmt am bezirksweiten INKA-Modell teil. Ein schuleigenes Konzept wurde bisher in Ansätzen
erstellt. An der Schule ist ein inklusionspädagogisches Fachteam aus Lehrkräften, Schulleiterin,
Schulpsychologin und Beratungslehrerin etabliert. Dieses tauscht sich einmal im Monat, z. B.
über den Stand der inklusiven Arbeit an der Schule aus oder führt Fallbesprechungen durch.
Die aus dem im Schulprogramm verankerten 40-Minuten-Modell gewonnenen Stunden fasst die
Schule zu sogenannten „Poolstunden“ zusammen, die u.a. für den differenzierten Unterricht,
für Teilungsstunden, für zusätzliche Wahlpflichtkurse in der Schwerpunktbildung und für die
Computerstunden in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 genutzt werden. Eine dadurch notwendige
Anpassung der Wochenstundenzahl, damit die Schülerinnen und Schüler auf ihre ihnen laut
Grundschulverordnung zustehende Mindestminutenzahl kommen, findet jedoch nicht statt.
Der Unterricht an der Mahlsdorfer Grundschule ist durchgängig von einem freundlichen und
wertschätzenden Klima geprägt. Die Lehrkräfte wenden sich den Kindern intensiv mit viel Geduld zu und unterstützen sie beim Lernen. Auch die Kinder gehen respektvoll miteinander um
und helfen einander gern. Generell ist der Unterricht klar strukturiert und die Kinder wissen
stets genau, welche Aufgaben sie bearbeiten sollen. Hinweise zu den angestrebten Unterrichtszielen erhalten sie allerdings selten, auch wird kaum thematisiert, inwieweit und auf welchen
Wegen Lernziele erreicht wurden. Im Unterricht können die Kinder häufig aus einem vorstrukturierten Aufgabenangebot, z. B. im Rahmen der Wochenplanarbeit oder beim Lernen an Stationen, auswählen. Besonders in der Schulanfangsphase sorgen die Lehrkräfte unter den gegebenen räumlichen Einschränkungen für eine sehr anregende Lernumgebung, die durch eine
flexible Sitzordnung, frei zugängliche Lernmittel und viele ausgestellte Schülerarbeiten gekennzeichnet ist. Oft kommen anschauliche und anregende Materialien zum Einsatz, die ein Lernen
mit allen Sinnen ermöglichen und den unterschiedlichen Lernstand der Kinder berücksichtigen.
Lernarrangements sind so gestaltet, dass die Kinder ihre Arbeitsabläufe selbstständig organisieren und dabei auch mit anderen Mädchen und Jungen zusammenarbeiten können.
Der Unterricht in den Jahrgangsstufen 3 bis 6 baut nicht konsequent auf diesen Grundlagen
auf. Manche Lehrkräfte gestalten auch hier den Unterricht abwechslungsreich mit herausfordernden Aufgaben, dies ist jedoch nicht durchgängig der Fall. Insgesamt erhalten die Schülerinnen und Schüler seltener individuelle Lernangebote als in der Saph. Besonders leistungsstärkere Kinder sind manchmal mit den gestellten Aufgaben unterfordert, zumal ein signifikanter
Teil der Lehrkräfte die Kinder kleinschrittig durch den Unterrichtsprozess führt. Fragestellungen
ohne vorgegebenen Lösungsweg, die zum Forschen und Nachdenken anregen oder einen Austausch über mögliche Strategien erfordern, sind die Ausnahme. Partnerschaftliche Arbeitsformen spielen eine untergeordnete Rolle, oft überwiegt der Redeanteil der Lehrkräfte deutlich
2

SMART bedeutet spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert.

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gegenüber dem der Schülerinnen und Schüler. Aufgrund der lehrerzentrierten Unterrichtsführung bieten sich den Kindern an dieser Stelle wenige Möglichkeiten, ihre sozialen Kompetenzen
zu erweitern.
Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiten gern an der Mahlsdorfer Grundschule. Sie begründen
dies hauptsächlich mit der vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit untereinander
sowie im Austausch und Kontakt mit den meisten Lehrkräften ihrer Jahrgangsteams während
des Schulalltages. Als Schwerpunkte ihrer Arbeit sehen die Erzieherinnen und Erzieher die Förderung der Selbstständigkeit und des sozialen Lernens und sorgen dafür, dass beides in unterschiedlichen Kontexten immer wieder trainiert wird. Vor allem in der Schulanfangsphase sind
sie zeitweise auch im Unterricht eingesetzt und übernehmen Betreuungsaufgaben. Hier wünschen sich manche mehr Möglichkeiten, Verantwortung übertragen zu bekommen und den
Unterricht aktiv mitzugestalten. In den Lions-Quest-Stunden ist dies - auch in der Jahrgangsstufe 3 und 4 - zum Teil bereits realisiert, indem Erzieherinnen und Erzieher nach Absprache mit
den Lehrkräften mitunter auch selbstständig in Teilungsgruppen arbeiten. Die Schülerinnen und
Schüler sowie die Eltern sind sehr zufrieden mit der Förderung und Betreuung im offenen
Ganztagsbetrieb am Nachmittag. Die Kinder können aus zahlreichen Arbeitsgemeinschaften wie
beispielsweise „Mädchenfußball“, „Kochen“, oder „Badminton“ auswählen. Darüber hinaus gibt
es offene Spiel- und Beschäftigungsangebote z. B. im Bau-, Spiele-, Kreativitäts- oder Theaterraum. Maßgeblich sind die Erzieherinnen und Erzieher auch an der Gestaltung des Schullebens
beteiligt, so richten sie z. B. das jährliche Herbstfest aus und wirken am Tag der offenen Tür,
bei der Einschulungsfeier und anderen schulischen Höhepunkten mit.
Die Schulleiterin fördert die Team- und Gremienarbeit an der Schule und sorgt für einen zielgerichteten Personaleinsatz. Durch die Schaffung verlässlicher Teamstrukturen, wie z.B. in der
Saph, in den Jahrgängen 3 und 4 und durch die Fachkonferenzen, ist es ihr gelungen, alle
Lehrkräfte in die Schulentwicklungsarbeit einzubinden. Das Schulleitungshandeln ist transparent
und wird unterstützt durch eine erweiterte Schulleitung, die gleichzeitig als Steuergruppe
agiert und zu der neben der Schulleiterin und der Konrektorin drei Lehrkräfte und eine Erzieherin gehören. Darüber hinaus existieren verschiedene Arbeitsgruppen, die sich vor allem mit der
Gestaltung schulischer Höhepunkte, aber auch mit dem Erstellen von Konzepten, wie z.B. einem Fortbildungskonzept beschäftigen. In ihrer Arbeit wird die Schulleiterin durch eine gut
funktionierende Teamarbeit des Kollegiums gestützt und kann sich auf die engagierte Mitarbeit
der stellvertretenden Schulleiterin verlassen.
In Bezug auf das Führungsverhalten der Schulleiterin und in der Zusammenarbeit zwischen den
Berufsgruppen als Gesamtkollegium zeigen sich allerdings Probleme in der Kommunikation. Es
ist ihr bisher noch nicht gelungen, für eine konstruktive Arbeitsatmosphäre auf Augenhöhe
und eine gegenseitige Wertschätzung der Arbeit beider Professionen zu sorgen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass alle Beteiligten ein hohes Maß an Identifikation
mit „ihrer Schule“ zeigen und zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung, zur Gestaltung eines
abwechslungsreichen Schullebens und einer großen Zufriedenheit mit den Lern- und Arbeitsbedingungen beitragen.

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4. Qualitätsprofil

3

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.2

Methoden- und Medienkompetenzen

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

B

C

D

Unterrichtsprofil

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

3

A

A

4.1

Inklusion

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

E.6

C

Bewertung

A

3.1

Ganztagsangebot

B

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

E.2

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

c

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

a

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

c

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

c

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

d

4

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

4

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

Berlin MW

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

Berlin untere Grenze

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2.2.9

2.2.10

Berlin obere Grenze

2.2.11

2.2.12

2.2.13

10G30 MW

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8. Standortbeschreibung
Die Mahlsdorfer Grundschule besteht aus zwei Gebäuden aus den 1930er Jahren (Haus A und
Haus B), die in den 1980er Jahren durch einen Querriegel miteinander verbunden wurden und
aus einem Ende der 1990er Jahre errichteten dreistöckigen Containerbau (Haus C). Eine eigene
Sporthalle steht der Schule momentan nicht zur Verfügung, wurde aber zum Zeitpunkt der
Inspektion neu gebaut. Durch diese Baumaßnahme sowie die parallel stattfindenden Sanierungsarbeiten der Dachkonstruktionen der Häuser A und B kommt es zu erheblichen Lärmbelästigungen. Der Sportunterricht findet derzeit in einer dem Bezirk gehörenden Halle in der
Jänschwalder Straße statt. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem Bus dorthin gefahren. Während der Transport in den letzten Jahren reibungslos vonstattenging, gibt es mit dem
derzeitigen Unternehmen einige Probleme. So kommt der Bus morgens mitunter gar nicht oder
deutlich zu spät. Auch der Rücktransport klappt nicht einwandfrei, so dass die Kinder teilweise
zu Fuß zurückkommen. In die Sporthalle wurde bereits öfter eingebrochen und vereinzelt kam
es zu Sachbeschädigungen. Meldungen an das Bezirksamt fanden bereits statt. Die Schule beschreibt die Zusammenarbeit bezüglich dieser Situation mit dem zuständigen Schulamt als
nicht zufriedenstellend.
Im Rahmen der Bautätigkeiten beschädigte ein Bagger Kabel für die Klingelanlage und das
Nottelefon, die zum Haus C führen, so dass dieses momentan über keinerlei Alarmmöglichkeiten verfügt. In der gesamten Schule ist zudem zurzeit die Rauchmeldeanlage abgeschaltet. Sie
löste in den letzten Monaten immer wieder ohne Grund einen Alarmton aus, der sich nicht
ohne weiteres, auch nicht durch die Wartungsfirma, abstellen ließ, so dass sich die Beteiligten
zu dieser Maßnahme entschlossen. Die Instandsetzung ist des Öfteren angemahnt worden. Eine
Amokalarmanlage gibt es nicht.
In den Häusern A und B lernen die Kinder der Schulanfangsphase. Neben verschiedenen Klassenräumen existiert ein Computerraum, eine Lehrküche sowie je einen Fachraum für den naturwissenschaftlichen und den Musikunterricht. Über interaktive Whiteboards verfügt die Schule
trotz mehrfacher Antragstellung nicht. Im Erdgeschoss sind die Räume der ergänzenden Förderung und Betreuung sowie das Büro der koordinierenden Erzieherin untergebracht. Um die
Einrichtung dieser Räume zu ermöglichen, wurden die Lernwerkstatt und der Keramikraum
umgewidmet. Einen Personalraum für die Erzieherinnen und Erzieher gibt es nicht. Im Eingangsbereich und im Erdgeschoss sind verschiedene Schaukästen, die z. B. durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ergänzenden Förderung und Betreuung sowie durch die AG Öffentlichkeitsarbeit der Lehrkräfte gestaltet werden. Hier finden sich Ergebnisse von Wettbewerben, Informationen zu schulischen Besonderheiten oder zu Angeboten am Nachmittag. Im
„Verbinder“ ist die Mensa untergebracht. Der Raum wird auch für Veranstaltungen, wie die
Einschulung, oder am Nachmittag für Arbeitsgemeinschaften genutzt. Als Lärmschutzmaßnahme wurde der Boden der Mensa ausgetauscht, trotzdem ist es immer noch sehr laut - wegen
des Nachhalls.
Im Keller des Hauses B ist der Schülerclub für die Schülerinnen und Schüler mit Betreuungsvertrag der Jahrgänge 5 und 6. In der ersten Etage des Hauses A befindet sich der Verwaltungstrakt mit Sekretariat, Büros der Schulleitung, einem großen sowie zwei kleineren Lehrerzimmern. Die letzteren sind auch mit PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Gänge, Treppenhäuser und
auch Fenster beider Gebäudeteile wurden im Rahmen von verschiedenen Schulprojekten mit
Hundertwasser-Motiven gemeinsam mit den Kindern gestaltet. Durch finanzielle Unterstützung
für das Freiwilligenengagement erhielt die Schule Farbe für zwei Klassenräume, die dann mit
Hilfe der Eltern renoviert werden konnten. Da es sich um ein altes Schulgebäude handelt, sind
die Räume und Flure entsprechend hoch. Schon mehrfach haben sogenannte „Nachhalligkeitsmessungen“ stattgefunden, wobei die erlaubten Grenzwerte jeweils deutlich überschritten wurden, Maßnahmen zur Dämmung des Halls fanden jedoch nicht statt. Viele Fensterrahmen der
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beiden alten Gebäude sind undicht und marode. Da es sich um Holzrahmen handelt, sind diese durch Feuchtigkeit z. T. so stark verzogen, dass sie nicht mehr richtig schließen.
Im Haus C werden die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 3 unterrichtet. Außer den entsprechenden Klassenräumen gibt es derzeit noch einen Fachraum für Gesellschaftswissenschaften und einen für Bildende Kunst. In jeder Etage befindet sich ein kleines Lehrerzimmer mit
PC-Arbeitsplätzen, die derzeit aber noch nicht an das Internet angeschlossen sind. Ein Medienwagen mit Laptop und Beamer kann für den Unterricht genutzt werden.
Der große Schulhof bietet zahlreiche, abwechslungsreiche Möglichkeiten für eine aktive Pausengestaltung, z. B. verschiedene Klettergerüste, Balanciermöglichkeiten und einen Ballsportplatz. Der Schulhof ist kaum versiegelt, was zu Problemen bei bestimmten Wetterlagen führt.
Im Sommer ist es sehr staubig; zum Zeitpunkt der Inspektion standen große Teile des Hofes
aufgrund längerer Niederschläge unter Wasser und verwandelten ihn in eine Matschlandschaft.

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