Path:

Full text: Kurzbericht zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Das Kant-Gymnasium liegt verkehrsgünstig im Bezirk Spandau in einer ruhigen Seitenstraße
nahe dem Rathaus. Die vierzügige Schule hat einen altsprachigen Zug, in dem die Schülerinnen
und Schüler Latein ab Jahrgangsstufe 5 lernen. Um die Vierzügigkeit halten zu können, ist das
Kant-Gymnasium auf Zuweisungen von Schülerinnen und Schülern durch das Schulamt angewiesen. Zurzeit lernen hier 674 Schülerinnen und Schüler, die überwiegend aus bildungsorientierten Elternhäusern kommen.
Die räumliche Ausstattung der Schule ist gut. Die personelle Ausstattung liegt bei 100 %, doch
ist keine der 7 Stellen für Fachleitungen an der Schule zurzeit besetzt.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule

•

angenehmes Schulklima

•

förderliche Lern- und Arbeitsbedingungen

•

am Schulleben engagiert mitwirkende Schüler- und Elternvertretung

Entwicklungsbedarf der Schule

•

Unterrichtsentwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung von
Unterrichtsprozessen

•

Nutzung der Schulleistungs- und Schullaufbahndaten im Sinne einer individuellen
Gestaltung von Lernprozessen

•

Aufbau eines Qualitätsmanagements in der Schule durch

•

Schaffung einer Steuerungsstruktur

•

Wiederaufnahme einer kontinuierlichen Schulentwicklungsarbeit

Seite 1/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

3. Erläuterungen
Das Kant-Gymnasium erlebt man als friedvolle Schule, in der die am Schulleben Beteiligten sich
respektvoll und freundlich begegnen. Das Schulleben ist geprägt durch einen am kategorischen
Imperativ des Namensgebers orientierten Umgang miteinander. Auf Lehrer- und Schülerseite
gibt es Mediatorinnen und Mediatoren, die in vereinzelten Konfliktfällen deeskalierend tätig
werden und so einen wichtigen Beitrag zum angenehmen Schulklima leisten. Auch das Modul
zur Teamentwicklung im Rahmen der an PSE1 orientierten Trainingswoche zu Beginn des Schuljahres leistet einen Beitrag zur Förderung und Stärkung der Sozialkompetenz der Schülerinnen
und Schüler. Die Schüler- und Elternvertretung agieren engagiert und tragen maßgeblich zur
Bereicherung des Schullebens bei. So gibt es beispielsweise das „bunte Wochenende“, an dem
die gemeinsame Verschönerung der Schule im Mittelpunkt steht oder Projekttage, an denen
Schülerinnen und Schüler verantwortlich Workshops leiten. Darüber hinaus zählen zahlreiche
schulische Veranstaltungen zu den Höhepunkten des Schullebens, in denen auch besonderes
Engagement oder besondere Leistungen der Schülerschaft gewürdigt werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft zeigten sich in den Interviews während der Inspektion der Schule gegenüber loyal und bestrebt, den Vorzug einer anspruchsvollen kognitiven Vermittlung von Fachwissen und -können hochzuhalten.
Die Ergebnisse der anonymen schriftlichen Vorabbefragungen durch die Schulinspektion zeigen
jedoch, dass die Schulzufriedenheit nicht uneingeschränkt ausgeprägt ist. So gibt ein Viertel
der mehr als 200 befragten Schülerinnen und Schüler an, hier nicht gern zur Schule zu gehen
und mehr als ein Drittel von 95 befragten Eltern würden ihr Kind nicht wieder auf dieses
Gymnasium schicken. Diese Resultate decken sich mit den anlässlich einer SEIS-Befragung2 im
Jahr 2007 erzielten Umfrageergebnissen. Auch darin sind deutliche Hinweise auf eine nicht
durchgängige Zufriedenheit mit der Arbeit der Schule enthalten, wie man dem sehr detaillierten internen Evaluationsbericht vom März 20093 entnehmen kann. Darüber hinaus finden sich
in diesem Bericht erhebliche Diskrepanzen in der Einschätzung der Schulqualität durch die Lehrerschaft einerseits sowie durch die Schüler- und Elternschaft andererseits.
So zeigt sich das Kant-Gymnasium auch als Schule, in der es durchaus Problemfelder gab und
gibt, die im Rahmen einer zielgerichteten Schulentwicklungsarbeit als Schwerpunkte dienen
könnten. Beispielsweise heißt es auf Seite 4 des Evaluationsberichts von 2009:
„Voraussichtliche Schwerpunkte der Schulentwicklung am Kant-Gymnasium sind neben den
Zielen im Schulprogramm:
♦ die Implementierung von „PSE“ (Pädagogische Schulentwicklung) im Unterricht,
♦ die Verstärkung der „Inneren Differenzierung“ im Unterricht,
♦ die Verbesserung der innerschulischen Kommunikation,
♦ eine verbesserte Transparenz der Leistungsbewertung für Eltern und Schüler.“
Darüber hinaus fordert dieser Bericht vom Kollegium „die allseitige Bereitschaft und das Verständnis für Schulentwicklung auch im Sinne einer Evaluationskultur“.

1

2

3

Pädagogische Schulentwicklung (PSE) ist ein Programm zur Förderung der Methoden-, Kommunikations- und
Teamkompetenzen im Unterricht. Es geht zurück auf den Pädagogen Heinz Klippert.
SEIS (Selbstevaluation in Schulen) ist ein von der Bertelsmann-Stiftung entwickeltes Evaluationsprogramm, das
Schulen zur Selbstevaluation nutzen können.
Kant-Gymnasium: Interne Evaluation - Evaluationsbericht. Berlin-Spandau. März 2009

Seite 2/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

Die Ergebnisse der diesjährigen Inspektion am Kant-Gymnasium zeigen jedoch, dass es an der
Schule nach wie vor - fünf Jahre nach der externen Evaluation und drei Jahre nach dem internen Evaluationsbericht - sowohl am Verständnis als auch an einer Bereitschaft für notwendige
Schulentwicklungsmaßnahmen mangelt. So hat die Schule die selbst formulierten Schwerpunkte
ebenso wenig in konkrete Maßnahmen umgesetzt wie sie sich des im Inspektionsbericht vom
Januar 2008 formulierten Entwicklungsbedarfs angenommen hat.
Das Schulprogramm liegt - mit Ausnahme einer Ergänzung zum eEducation-Masterplan - in
unveränderter Fassung vor. Die Schulkonferenz der Schule beschloss im Februar 2008 die Einrichtung einer Steuerungsgruppe Evaluation und Schulprogrammentwicklung, doch gibt es zurzeit keine Arbeitsgruppe in der Schule, die mit der Weiterentwicklung und Fortschreibung des
Schulprogramms befasst ist. Zwar ist eine erweiterte Schulleitung vorhanden, die bei Bedarf
auch engagiert tätig wird, deren Aufgabe jedoch nicht definiert ist; darüber hinaus finden keine regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen mit der Schulleitung statt. Zum Tagungsturnus des
paritätisch aus Schüler-, Eltern- und Lehrervertreterinnen und -vertretern besetzten „Arbeitskreis
Qualitätssicherung“ waren die Auskünfte der Beteiligten widersprüchlich und reichten von „tagt
unregelmäßig“ bis „tagt schon lange nicht mehr“. Aufgabe des Arbeitskreises soll es jedoch in
nächster Zeit sein, ein Konzept zur Transparenz der Leistungsbewertung an der Schule zu entwickeln, einem bereits 2009 als Konsequenz aus der internen Evaluation festgelegten Schwerpunkt.
Die Stagnation der schulischen Qualitätsentwicklung wird insbesondere bei der Organisation
und der Gestaltung von Lernprozessen deutlich. Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse bei
den Prüfungen zum mittleren Schulabschluss und beim Abitur - mit einer im Spandauer und
Berliner Vergleich sehr geringen Durchfallquote - favorisiert man in der Schule einen Unterricht,
der - bei Aufrechterhaltung eines hohen Anforderungsniveaus - auf einer fast ausschließlich
kognitiv angelegten, gesprächsorientierten Vermittlung von Fachwissen basiert. Die Individualität der Schülerinnen und Schüler tritt in den Hintergrund. Insbesondere leistungsschwächere
und leistungsstärkere Jugendliche werden nicht entsprechend ihrem Lern- und Leistungsvermögen gefördert. Diese Tatsache korrespondiert mit dem Umstand, dass nach übereinstimmenden
Aussagen in den Interviews nur ca. zwei Drittel der Lernenden nach dem 10. Jahrgang auch
die allgemeine Hochschulreife auf dem Kant-Gymnasium erwerben, während ein Drittel zu einer
gymnasialen Oberstufe einer Integrierten Sekundarschule wechselt bzw. eine Berufsausbildung
beginnt. Dieser Verlust an potenziellen Abiturientinnen und Abiturienten ist allen bewusst,
führt in der Konsequenz jedoch nicht zu einem Umdenken in Richtung einer verstärkten individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Entsprechend gibt es auch keine schulweite
Übereinkunft zum Umgang mit Schulleistungsdaten, wie sie die Lernausgangslagenuntersuchung zu Beginn des 7. Jahrgangs oder die Arbeiten bei Vera 84 liefern, um aus einer differenzierten Analyse Fehlerschwerpunkte identifizieren und daraus individuelle Förderschwerpunkte
für die Schülerin/den Schüler ableiten zu können. So bleibt der Grad des Eingehens auf individuelle Lernschwierigkeiten oder -stärken abhängig von der jeweiligen Lehrkraft und ist am
Kant-Gymnasium sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Die Unterrichtsbeobachtungen im Rahmen der diesjährigen Inspektion bestätigen den schon
2007 beschriebenen Entwicklungsbedarf. Die Schülerinnen und Schüler lernen zwar in einer
angenehmen Atmosphäre und werden zumeist gleichberechtigt und fair behandelt, wobei die
Ansprache an die Lernenden allerdings sehr sachlich ist. Lobende oder aufmunternde Äußerungen der Lehrkräfte sind selten. Die Schülerinnen und Schüler, deren Verhalten nahezu durchgängig vorbildlich ist, folgen dem Geschehen konzentriert; die Unterrichtsgestaltung ist aller4

VERA 8 steht für die zentralen Vergleichsarbeiten der 8. Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch, Mathematik
und erste Fremdsprache.

Seite 3/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

dings wenig abwechslungsreich. Es dominiert eine gesprächsorientierte Unterrichtsführung, bei
der die Lehrkräfte nicht immer vorbildlich in der Sprachanwendung sind. In den Gesprächsphasen ergeben sich für die Lernenden Sprechanlässe, die einige zumeist eloquent nutzen. Dabei
sind die aufgeworfenen Fragestellungen selten derart formuliert, dass sie geeignet wären, die
Problemlösekompetenz der Schülerinnen und Schüler herauszufordern. Es fällt auf, dass das
Potenzial der Lernenden kaum ausgeschöpft wird, da sie nur selten die Gelegenheit erhalten,
für sich oder gemeinsam mit anderen unterschiedliche Lösungsansätze zu erproben oder Lösungswege zu beschreiten. Dabei ist auch der Anteil an Aufgabenformaten, die das selbstständige Bearbeiten von Lerninhalten fordern, sehr gering, zumal neben der Tafel, dem Schülerhefter, dem Arbeitsblatt sowie dem Schulbuch wenig andere Arbeitsmaterialien zur Verfügung
gestellt werden. Aus den Beobachtungen des Inspektionsteams geht jedoch auch hervor, dass
es nunmehr zum unterrichtlichen Repertoire der Schule gehört, die Kinder und Jugendlichen
ihre Arbeitsergebnisse in unterschiedlichster Art und Weise vor der Lerngruppe präsentieren zu
lassen. Sie werden so kontinuierlich an die Anforderungen der Präsentationsprüfungen beim
mittleren Schulabschluss und beim Abitur herangeführt. Über den Unterricht hinaus nehmen
alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn des 7. Jahrgangs an einem Methodentraining teil und
absolvieren im 9. Jahrgang ein Teamentwicklungstraining.
Über die Förderung der Präsentationskompetenz im Unterricht hinaus ist das Methodenlernen
jedoch nach wie vor nicht systematisch in den Fächern verankert. Weiterhin hat die Schule sich
nicht auf einen Schwerpunkt für ein schulinternes Curriculum verständigt. Insgesamt gibt es an
der Schule kaum fachbereichsübergreifende Absprachen, sei es in inhaltlicher oder methodischer Hinsicht. So scheiterte beispielsweise auch die Initiative des Schulleiters zur Einrichtung
von fächerverbindenden Lernbereichen am Widerstand der Fachbereichsleitungen, die die bestehenden Strukturen beibehalten wollten.
Der Schulleiter des Kant-Gymnasiums wird in seinem Führungsverhalten anerkannt. Dabei fällt
auf, dass die Äußerungen in den Interviews deutlich anerkennender ausfallen, als es die schriftliche Befragung vermuten lässt. Sein Führungsstil wird als gradlinig und humorvoll beschrieben
und seine Gesprächsbereitschaft wird geschätzt. Er fördert ein gemeinsames pädagogisches
Verständnis von Bildung und Erziehung, was unter anderem in der Erziehungsvereinbarung
zum Ausdruck kommt, die zu Beginn der Schullaufbahn am Kant-Gymnasium von jeder Schülerin/jedem Schüler, den Eltern und dem Schulleiter unterzeichnet wird. Über das Einhalten ethischer Grundsätze hinaus ist es ihm in den vergangenen Jahren jedoch nicht gelungen, gemeinsam mit dem Kollegium kontinuierlich an der Qualitätsentwicklung der Schule zu arbeiten. Ein
Grund mag in den zahlreichen, auch langfristigen Erkrankungen im Personal der Schule zu
suchen sein, von denen die Leitung der Schule ebenfalls betroffen war. Auch das Fehlen von
Fachleiterinnen und Fachleitern in der mittleren Managementebene der Schule ist sicherlich
nicht zuträglich für einen beharrlichen Schulentwicklungsprozess. Andererseits wird im Rahmen
dieser Inspektion deutlich, dass das Kollegium an inhaltlicher Weiterentwicklung, die auch Veränderung mit sich bringen kann, nicht vorrangig interessiert ist. Diese Haltung hindert die
Schule an einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung.

Seite 4/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

Fazit
Das Kant-Gymnasium hat in den letzten 5 Jahren nicht an der Qualitätsentwicklung von Schule
und Unterricht gearbeitet. Der im Inspektionsbericht vom Januar 2008 attestierte Entwicklungsbedarf wurde nicht aufgegriffen, um in den angesprochenen Bereichen die Qualität zu steigern. So ist weder am Schulprogramm gearbeitet worden noch sind Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung mit einer stärkeren Ausrichtung auf die Individualität und Selbstständigkeit
der Schülerinnen und Schüler ergriffen worden. Die folgende Gegenüberstellung macht dies
deutlich:
Entwicklungsbedarf 2007

Stand der Schulentwicklung 2012

Differenzierungsangebote und -maßnahmen für
leistungsschwächere als auch für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler in den Unterricht
einbinden

keine Maßnahmen, nach wie vor keine Differenzierung im Unterricht

Entwicklung methodischer Kompetenzen systematisch im Unterricht verankern

abgesehen von der Förderung der Präsentationskompetenz keine systematische Verankerung des
Methodenlernens im Unterricht

Möglichkeiten zur Förderung der Selbstständigkeit von Schülerinnen und Schülern schaffen
und nutzen

keine Maßnahmen, selbstständiges Lernen im
Unterricht nach wie vor sehr schwach ausgeprägt

Schulprogramm mit abgestimmtem Zeit- und
Maßnahmenplan mit zugeordneten Verantwortlichkeiten fortschreiben

wie 2007

Konzept zur internen Evaluation erarbeiten

sehr aussagekräftiger Evaluationsbericht aus dem
Jahr 2009, seitdem keine weiteren Maßnahmen
zur internen Evaluation geplant oder umgesetzt

effektivere Unterrichtsorganisation umsetzen

die Unterrichtsorganisation entspricht den rechtlichen Vorgaben

Gesamtkonzept zur Teamarbeit entwickeln

kein Konzept, es gibt nach wie vor keine Teamarbeit

Das Kollegium der Schule ist wenig innovationsfreundlich und beruft sich - in seinem Beharren
auf Bestehendem - auf die guten Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler bei den Prüfungen
zum MSA und Abitur. So stagnieren Schul- und Unterrichtsqualität auf dem Niveau von 2007.
Das Inspektionsteam kommt nach eingehender Beratung mit der Leitung der Schulinspektion
zu dem Ergebnis, dass das Kant-Gymnasium erheblichen Entwicklungsbedarf aufweist. Die
nächste Inspektion erfolgt daher in Abweichung vom 5-Jahres-Rhythmus im Schuljahr
2014/2015.
Bis dahin wird in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Schulaufsicht und unter Einbindung einer externen Beratung erwartet, dass
♦ die Schulprogrammarbeit wieder aufgenommen wird,
♦ eine Steuergruppe o. ä. unter Beteiligung der Lehrer-, Schüler- und Elternschaft ins Leben
gerufen wird, die kontinuierlich die weitere Schulentwicklung steuert, sowie
♦ konkrete Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung ergriffen und umgesetzt werden, die insbesondere auf die individuelle Gestaltung von Lernprozessen gerichtet sind.
Seite 5/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

4. Qualitätsprofil 5
Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.2

Methoden- und Medienkompetenzen

1.3

Schulzufriedenheit und Schulimage

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Unterrichtsprofil
Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

A

3.1

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

B

C

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

A

4.1

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

5

Bewertung

6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

B

C

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

Seite 6/9

D

D

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

c

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

d

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

d

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

c

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

d

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

c

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

c

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

d

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

c

6

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

6

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

Seite 7/9

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/B
80%

B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

Seite 8/9

Berlin obere Grenze

05Y02 MW

2.2.15

2.2.15

Kurzbericht
zur Inspektion des Kant-Gymnasiums (05Y02)

8. Standortbeschreibung
Das Kant-Gymnasium befindet sich seit 1972 in der Bismarckstraße im Bezirk Spandau, aus
dem auch die Mehrheit der Schülerschaft kommt. Bedingt durch die damals wachsende Anzahl
der Lernenden steht seit 1998 ein zusätzliches Gebäude zur Verfügung (ein ehemaliges Möbelhaus), welches auf der anderen Straßenseite liegt. Um noch zwei weitere Unterrichtsräume zu
schaffen, wurden vor 10 Jahren mobile Unterrichtsräume hinter dem Nebengebäude aufgestellt.
Das mit einem Flachdach ausgestattete zweistöckige Schulgebäude besteht aus einem sogenannten „Süd- und einem Nordturm“. In beiden „Türmen“ befinden sich sowohl Klassen- als
auch Fachräume. Die Klassenräume sind altersgerecht und zum Teil mit Schülerarbeiten dekorativ gestaltet. Für die Fachbereiche Physik, Chemie und Biologie gibt es eine große Anzahl von
Fachräumen: vier Hörsäle und fünf Übungsräume für den Experimentalunterricht. Die Räume
sind funktional mit entsprechenden Gas- und Elektroanschlüssen ausgestattet. Neben einer
Keramikwerkstatt liegen ebenfalls in diesem Trakt noch zwei große Kunsträume
Sowohl in den fünf Fachräumen ist je ein Smartboard wie auch in den zwei Computerräumen,
die jeweils 16 Arbeitsplätze haben.
Zu der Schule gehört eine Aula mit über 450 Sitzplätze und einer guten Akustik. Hier finden
nach Aussage des Schulleiters alle Informationsveranstaltungen für Eltern sowie schulische
und außerschulische „Events“ statt.
In dem Nebengebäude befinden sich drei Musikräume, die über eine sehr gute Ausstattung
mit Musikinstrumenten und eine gute Schalldämmung verfügen sowie weitere Unterrichtsräume
für die Oberstufe. Im Keller dieses Gebäudes steht den Schülerinnen und Schülern, die den
Sportkurs Fitness belegen, ein Fitnessraum mit Sportgeräten und Tischtennisplatten zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können sich in Freistunden in einem Raum aufhalten, den sie selbst gestaltet haben. Ein sehr großer Geografieraum mit 50 Arbeitsplätzen
schließt sich an.
An den Schulhof des Hauptgebäudes angrenzend, der am Südflügel liegt, existieren ein Sportplatz und ein Basketballfeld. Ein Beachvolleyballfeld, das im Sommer stark frequentiert wird,
liegt zwischen der Aula und der Sporthalle.
Im Eingangsbereich des Hauptgebäudes stehen Vitrinen mit Pokalen zur Würdigung von sportlichen Schülerleistungen, die sich nicht in einem gepflegten Zustand befinden. Von Schülerinnen und Schülern angefertigte Plakate dekorieren die Wände im Flurbereich. Neben dem Eingangsbereich liegen der Verwaltungstrakt und das Lehrerzimmer, das gemessen an der Anzahl
der Lehrkräfte recht klein wirkt und nicht unbedingt eine angenehme Arbeitsatmosphäre
schafft. Den Lehrkräften stehen jedoch Arbeitsplätze in mehreren Vorbereitungsräumen, die im
Hauptgebäude verteilt sind, zur Verfügung. In dem Nebengebäude existieren zwei große Räume mit mehreren Arbeitsplätzen für die Lehrkräfte, die nach Auskunft des Schulleiters jedoch
sehr selten von den Lehrkräften aufgesucht werden.
Die Toiletten sind insgesamt in einem sauberen Zustand, in einigen Schülertoiletten sind jedoch
einzelne Fliesen defekt und Rostbildung in den Waschbecken ist zu erkennen.
In einem Sammlungsraum des Fachbereichs Chemie sind Putzrisse in der Wand ebenso nicht zu
übersehen wie der Wasserschaden an der Decke des Südturms.
An der Schule wird eine Cafeteria von Externen geführt, die finanzielle Unterstützung vom
Förderverein der Schule erhält. Neben der Cafeteria können die Schülerinnen und Schüler in
einem kleinen Aufenthaltsraum kalte und warme Mahlzeiten einnehmen.

Seite 9/9
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.