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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Paul-Moor-Schule (05G21/05S02)

Kurzbericht
zur Inspektion der Paul-Moor-Schule (05G21/05S02)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die zweizügige Paul-Moor-Schule befindet sich im Ortsteil Wilhelmstadt des Bezirks Spandau.
Zurzeit besuchen 223 Schülerinnen und Schüler die Schule. 52 Kinder mit einem festgestellten
sonderpädagogischem Förderbedarf, davon 22 Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Geistige
Entwicklung“, werden im gemeinsamen Unterricht beschult.
In der im offenen Ganztag organisierten Schule arbeiten 28 Lehrerinnen und Lehrer, davon
zehn Sonderpädagoginnen sowie 18 Erzieherinnen und Erzieher. Die Schulanfangsphase (Saph)
besteht aus vier altersgemischten Lerngruppen der ersten und zweiten Jahrgangstufe. Allen
Klassen bis einschließlich Klassenstufe 4 sind Erzieherinnen und Erzieher mit bis zu 12 Stunden
im Unterricht zugeordnet. Fast der gesamte Unterricht wird von jeweils zwei Lehrkräften abgedeckt. Eine Sozialarbeiterin und ein Sozialarbeiter mit halber Stelle und vier Schulhelferinnen
und Schulhelfer stehen den Kindern und den Lehrkräften unterstützend zur Seite. Zum Zeitpunkt der Inspektion ist die Schule zu 95,1% mit Lehrkräften ausgestattet.
Seit dem Ausscheiden der Schulleiterin im Schuljahr 2014/2015 wird die Schule von der Stellvertreterin geführt. In dieser Funktion wird sie von zwei Lehrkräften unterstützt.
Musikalisch interessierte Schülerinnen und Schüler können in den Klassenstufen 5 und 6 am
Instrumentalunterricht in den Bläserklassen teilnehmen.
Ursprünglich war die Paul-Moor-Schule ein Förderzentrum mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ in Kooperation mit der gleichnamigen Grundschule. Im Schuljahr
2015/2016 läuft mit der noch verbliebenen 10. Klasse das Förderzentrum aus. Für die Anmeldungen der Schulanfängerinnen und -anfänger wird die Grundschule 2016/2017 noch als Angebotsschule ohne festen Einzugsbereich geführt.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•
•

hohe Identifikation aller Beteiligten mit dem Schwerpunkt des integrativen Unterrichts
Schulleiterin, die sich engagiert für die Weiterentwicklung zu einer inklusiven Schule
einsetzt
ein Klima der Wertschätzung, in dem alle Schülerinnen und Schüler in ihrer
Individualität angenommen werden
auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ausgerichteter Unterricht sowie Förderung
des selbstgesteuerten Lernens
Zusammenarbeit der an der Schule tätigen unterschiedlichen pädagogischen
Berufsgruppen

Entwicklungsbedarf der Schule
•

verstärkte Förderung der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler

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3. Erläuterungen
Alle Kinder in ihrer Verschiedenheit gleichberechtigt wahrzunehmen steht für das Kollegium der
Paul-Moor-Schule im Mittelpunkt der Arbeit. Die Beobachtungen des Inspektionsteams, die
Ergebnisse der im Rahmen dieser Inspektion durchgeführten Befragung und die Äußerungen in
den Interviews bestätigen eine außerordentlich hohe Identifikation aller Beteiligten mit der
integrativen Beschulung. Auch für die Eltern ist dies ein häufiger Grund für die Schulwahl.
In der Fortschreibung des Schulprogramms wird der Schwerpunkt auf „Gemeinsamkeit und
Individualisierung als Säulen gemeinsamen Unterrichts“ zur Förderung der Kompetenzen jedes
Kindes gelegt. Dazu trägt die insgesamt gute Ausstattung der Schule bei. Die relativ kleinen
Klassenräume verfügen über vielfältige Lern- und Beschäftigungsmaterialien. Sie sind altersgemäß eingerichtet und bieten den Kindern eine lernförderliche und familiäre Umgebung.
Die amtierende Schulleiterin, wie die ehemalige Schulleiterin ebenfalls Sonderpädagogin, setzt
die Arbeit ihrer Vorgängerin engagiert fort. Sie hat klare Vorstellungen von der Gestaltung der
Schule und dabei die Weiterentwicklung pädagogischer Unterstützungsangebote im Blick. Ihre
strukturierte, lösungsorientierte Arbeitsweise, ihr transparentes Vorgehen und ihr Durchsetzungsvermögen werden von allen Beteiligten geschätzt.
Das im Schulprogramm ausgewiesenen Ziel, eine inklusive Schwerpunktschule zu werden, in
der Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen leben und lernen, verfolgt die Schulleiterin mit großem Einsatz. Engagiert setzt sie sich sowohl bei der zuständigen Schulaufsicht
im Bezirk als auch bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft dafür ein.
Sie ist offen für Ideen aus dem Kollegium, nimmt die unterschiedlichen Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst und ist für Eltern, das Kollegium sowie die Kinder immer ansprechbar. Bei Problemen sucht sie gemeinsam mit den Beteiligten nach konstruktiven Lösungen.
Zusammen mit dem Kollegium gestaltet sie eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, um im
schulischen Wohnumfeld verstärkt auf das besondere Angebot der Paul-Moor-Schule aufmerksam zu machen. Ein frühzeitiger, vor dem Anmeldezeitraum stattfindender Tag der offenen Tür
mit Schulführungen, Informationsveranstaltungen und der Möglichkeit individueller Hospitationstermine ermöglicht interessierten Eltern, sich mit der integrativen Beschulung vertraut zu
machen.
Regelmäßig informiert die Schulleiterin Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Briefe
über aktuelle Geschehnisse. Den schnellen und transparenten Informationsfluss nehmen alle
positiv wahr. So wird in dem Elternbrief vom Oktober 2015 darauf hingewiesen, dass sich die
Schule durch eine neu eingestellte Lehrkraft und vielem gesponserten Unterrichtsmaterial auf
die Kinder einer vorgesehenen Willkommensklasse vorbereitet hat.
Die Eltern schätzen die geringen Klassenfrequenzen, die Erteilung des Unterrichts im „2-LehrerSystem“ und das sehr individuelle Eingehen auf die Besonderheiten ihrer Kinder. Für alle an
der Schule Beteiligten ist das gemeinsame Lernen selbstverständlich. Alle Kinder werden, unabhängig vom Grad oder der Schwere ihrer Beeinträchtigung, in die Klassen- und Schulgemeinschaft aufgenommen und entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse gefördert und betreut.
Das Jahresrad1 vermittelt einen guten Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Schule. Dazu
gehören sowohl ritualisierte und wiederkehrende Veranstaltungen bzw. Feste wie die Aufführung des St. Martinsspiels, das Adventssingen in der Nikolaikirche, Leseveranstaltungen, Wettbewerbe oder vielfältige musikalische Auftritte z. B. der Bläserklassen.

1

Jahresrad der Aktivitäten- gibt einen Überblick über die wesentlichen Ereignisse im laufenden Schuljahr

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Zum Selbstverständnis des Bildungsangebots der Paul-Moor-Schule gehört handlungsorientierter
Unterricht. So haben z. B. die Viertklässler quartalsweise Unterricht in den verschiedenen Fachräumen wie der Küche, der Holzwerkstatt, dem Computer- und dem Naturwissenschaftsraum.
In Kooperation mit TuSch2 finden regelmäßige Besuche von Aufführungen des Grips-Theaters
und des Atze Musiktheaters statt.
Lehrkräfte, Erzieherinnen, Erzieher, Schulsozialarbeiterin und Sozialarbeiter gestalten die Schule
kollegial und wertschätzend in Teams. Ihr gemeinsames Anliegen ist „das Kind beim Gutsein zu
erwischen“. Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch zu Unterrichtszielen oder zu Problemen einzelner Schülerinnen und Schüler. Erzieherinnen und Erzieher unterstützen die Lehrkräfte im
Unterricht, vorrangig in der Saph, indem sie mit einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen arbeiten.
Das Ziel, allen Schülerinnen und Schülern Lernerfolge zu ermöglichen steht unter dem Motto
„Interesse, Neugier und Freude am Lernen zu wecken“. Die Lehrkräfte schaffen im Unterricht
eine Lernatmosphäre der Wertschätzung und des freundlichen Umgangs. Rituale zum Unterrichtsstart, z. B. eine sogenannte Minute der Stille oder der Morgenkreis bieten den Kindern
eine strukturierte Tages- und Wochenplanung mit bekannten und verlässlichen Abläufen. Auf
die Einhaltung klarer Regeln wird geachtet, die Anwesenheit von mindestens zwei Erwachsenen
im Unterricht unterstützt ein schnelles Reagieren bei auftretenden Problemen und fördert die
notwendige Aufmerksamkeit und Ruhe. Verschiedene Maßnahmen, die auf die Heterogenität
innerhalb der Lerngruppen eingehen, sind konzeptionell verankert. So wird je nach Bedarf des
einzelnen Kindes Förderunterricht in zeitweiliger Einzelförderung oder in temporären Lerngruppen z. B. für Schülerinnen und Schüler mit Mathe- oder Leserechtschreibschwäche ab Klassenstufe drei erteilt. Des Weiteren nehmen Kinder auch an den sogenannten „Pfif-Kursen“ (Pflicht
im Fördern)3 für die Schulanfangsphase und den dritten Jahrgang teil. Die Schwerpunkte liegen
hier in der Sprachförderung, der Verbesserung der motorischen Fähigkeiten und der Stärkung
des Selbstvertrauens.
Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf „geistige Entwicklung“ erhalten wöchentliche Angebote im lebenspraktischen Unterricht. In diesem Rahmen können sie gemeinsame
Erfahrungen sammeln und lernen auch, sich untereinander zu vergleichen.
Die angewandten Lernformen ermöglichen über alle Jahrgänge hinweg sowohl eine ruhige,
konzentrierte Einzelarbeit als auch das Lernen mit einem Partner oder in Gruppen. Die Lehrkräfte achten auf die Förderung des kooperativen Lernens. Oft helfen sich die Kinder gegenseitig, selbst wenn es die Aufgaben nicht explizit verlangen. Die Förderung von Teamkompetenzen, wie Absprachen zu Lösungsmöglichkeiten, Aufgabenverteilung, arbeitsteiliges Vorgehen
oder Zeiteinteilung steht dem allerdings noch nach.
Als Schwerpunkt für die Unterrichtsentwicklung hat das Kollegium im Schulprogramm und im
schulinternen Curriculum die Förderung des selbstgesteuerten Lernens für alle Fächer festgelegt. Die Lehrkräfte initiieren dazu vielfältige Aktivitäten im Unterricht, die durch den Einsatz
verschiedener Medien und Anschauungsmaterialien unterstützt werden. Besonders in der Wochenplanarbeit erledigen die Kinder Aufgaben und Arbeitsblätter mit unterschiedlichem Anforderungsniveau. Dabei lernen sie u.a. mit dem Smartboard, mit Büchern und mit Fachrequisiten
umzugehen. Sie recherchieren am Computer, nutzen Nachschlagwerke oder Rechenhilfen. Beispielsweise rechnen die Kinder in der Saph am Smartboard, an ihrem Arbeitstisch oder auch
auf dem Fußboden, wobei sie zur Veranschaulichung Rechenplättchen heranziehen. Darüber
2

3

TUSCH Berlin ist ein Projekt der JugendKulturService gGmbH, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für
Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Berliner Fonds Kulturelle Bildung und der Jugend- und Familienstiftung Berlin.
Pfif-Kurse- klassenübergreifende Förderstunden

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hinaus lernen sie, eigenständig zu kontrollieren und mit Checklisten ihre Aufgabenerledigung
zu dokumentieren. Sie werden angeleitet, ihren eigenen Lernerfolg oder den der Mitschülerinnen und Mitschüler nach vereinbarten Kriterien einzuschätzen. In der mit entsprechenden
Lernmaterialien ausgestatteten SINUS4-Werkstatt lernen die Kinder im naturwissenschaftlichmathematischen Bereich, sich mit problemorientierten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Oft
erhalten sie Lob für gelungene Ergebnisse oder ihre Anstrengungsbereitschaft.
Insgesamt wenden sich die Lehrkräfte überwiegend der Förderung und Unterstützung von leistungsschwächeren Kindern bzw. solchen mit Lern- und Verhaltensproblemen zu. Allerdings
zielen Angebote wie die Bläserklassen in der 5. und 6. Jahrgansstufe, der Schulchor, Tanzprojekte aber auch verschiedene Wettbewerbe oder Sportwettkämpfe auf die Förderung besonderer Begabungen ab. Innerhalb des projektorientierten Unterrichts, z. B. der „Steinzeitwerkstatt“
erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgaben unterschiedlichen Anforderungsniveaus, aber
auch die Möglichkeit, sich in ganz unterschiedlicher Weise dem Thema zu nähern, z. B. das
Modellieren von Mammuts aus Ton, recherchieren im Internet oder Bearbeiten von vorstrukturierten Aufgabenblättern. Systematisch konzipierte Angebote für Leistungsstarke im Rahmen
des Klassenunterrichts gibt es bisher noch nicht, Überlegungen dazu sind im Konzept „Fördern
und Fordern“ angerissen.
Im Schulprogramm finden sich für die Ziele Förderung des selbstgesteuerten Lernens sowie
Entwicklung einer inklusiven Schule jeweils Zeit-Maßnahmen-Planungen von 20012/2013 bis
2015/2016. So soll zum Beispiel eine Aufgabensammlung für das selbstgesteuerte Lernen entstehen. Die Steuergruppe kümmert sich federführend um die Schulentwicklung. Für eher kurzfristige Aufgaben trifft sich regelmäßig die erweiterte Schulleitung, bestehend aus Schulleitung,
zwei Lehrerinnen und der koordinierenden Erzieherin.
Im Vergleich zur ersten Inspektion konnte die Schule an ihrem bereits 2010 erzielten positiven
Ergebnis anknüpfen, vor allem die Bewertungen im Unterrichtsprofil spiegeln die kontinuierlichen Bemühungen aller Pädagoginnen und Pädagogen um die individuelle Förderung wider.

4

Das Programm „SINUS an Grundschulen“ entwickelte den mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht weiter.

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4. Qualitätsprofil

5

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.3

Gestaltung der Schule als Lebensraum

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Inklusion

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.6

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Ganztagsangebot

A

A

3.1

E.2

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

5

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

a

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

a

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

a

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

a

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

a

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

b

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

a

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

a

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

a

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

6

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

6

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

Berlin MW

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

Berlin untere Grenze

Seite 7/8

2.2.9

2.2.10

Berlin obere Grenze

2.2.11

2.2.12

2.2.13

05G21/05S02 MW

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8. Standortbeschreibung
Das Gebäude der 1931 gegründeten Paul-Moor-Schule mit seiner denkmalgeschützten Außenfassade liegt an einer stark befahrenen Straße in Spandau, zu der auch die Fenster vieler Klassenräume ausgerichtet sind.
Der helle Eingangsbereich empfängt die Besucherinnen und Besucher mit Fotos und Bildern,
die verschiedene Aktivitäten der Schule zeigen und Schülerarbeiten würdigen. Auch sämtliche
Flure sind ansprechend mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht gestaltet. Durch Hinweisschilder
finden sich hier alle schnell zurecht. Die Flure und das Treppenhaus wirken gepflegt, jedoch
sind die Lackierungen der Fußleisten und Türrahmen schadhaft, der letzte Anstrich liegt etwa
25 Jahre zurück. Über das Erdgeschoss erreichen die Schüler und Schülerinnen die kleine
Sporthalle, die vor fünf Jahren saniert wurde. Zurzeit wird eine Behindertentoilette eingebaut.
Die kleinen Klassenräume, in denen maximal 21 Kinder Platz finden, verteilen sich auf die 1.
bis 3. Etage. Der Anstrich der Räume ist hell und freundlich, die Jalousien vor den Fenstern
sind jedoch alt und teilweise defekt. Die Räume sind kindgemäß eingerichtet und Material zur
Förderung des selbstgesteuerten Lernens ist für die Schulkinder immer zugänglich. In fast jedem Klassenraum steht ein Computer. Aufgrund der kleinen Räume muss ein Teil des Lernmaterials in Schränken auf dem Flur untergebracht werden. Zehn von insgesamt zwölf Klassenräumen verfügen über ein interaktives Whiteboard. Weiterhin sind ein Computerraum mit 16
Plätzen, ein gut ausgestatteter Werk- und Metallraum, ein Raum zum Töpfern mit Brennofen,
der Musikraum sowie ein Raum für den naturwissenschaftlichen Unterricht vorhanden. Für den
Mathematikunterricht steht zusätzlich ein entsprechend ausgestatteter „Sinusraum“7 zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich eine Fahrradwerkstatt und die moderne Lehrküche, die
2013 durch den Gewinn des Wettbewerbs „Klasse Kochen“ neu eingerichtet werden konnte.
Wegen sich verzögernder Baumaßnahmen zur Erneuerung von Heizungssträngen müssen einige
Räume Tag und Nacht mit mehreren Heizlüftern beheizt werden. Davon betroffen ist auch der
Mehrzweckraum mit kleiner Bühne in der ersten Etage. Er wird auch als Aula für Veranstaltungen wie Theater- und Musikaufführungen genutzt. Für die Bewegungsförderung, aber auch zur
Entspannung befindet sich in der dritten Etage ein Psychomotorikraum.
Über das Sekretariat gelangt man zu den Räumen der Schulleitung. Das kleine Kollegiumszimmer ist mit einer Teeküche und drei Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Es bietet sehr wenig
Platz für die Lehrerinnen und Lehrer. Den Religionslehrkräften sowie für die Schulsozialarbeit
stehen kleinere Räume zur Verfügung.
Auf dem Schulhof haben die Schüler und Schülerinnen viele Bewegungsmöglichkeiten, aber
auch Sitzbereiche. Im „Schulhofdschungel“ erhalten die Kinder die Möglichkeit heimische Tiere
und Pflanzen kennenzulernen. Ein Gewächshaus und Beete sind ebenfalls vorhanden. Eine kleine Attraktion ist ein alter S-Bahn-Waggon, der zeitweise als Bibliothek und Milchausschank
während der Pausen genutzt wird.
In ca. 300 Metern Entfernung vom Schulhaus liegt das Gebäude der ergänzenden Förderung
und Betreuung. Das dazugehörige Außengelände teilt sich die Schule mit der benachbarten
Christoph-Földerich-Grundschule. Die Erzieherinnen und Erzieher bemängeln die Ausstattung
des Hofes mit Spielgeräten für die ca. 230 Kinder beider Schulen. In der neu ausgestatteten
Mensa müssen die Schülerinnen und Schüler in drei Etappen essen. Auch die Kinder der benachbarten Grundschule nehmen ihr Mittagessen in einer kleineren Mensa im gleichen Gebäude ein.
7

Das Programm „SINUS an Grundschulen“ entwickelte den mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht weiter.

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