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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule am Ritterfeld (05G19)

Kurzbericht
zur Inspektion der Grundschule am Ritterfeld (05G19)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Grundschule am Ritterfeld liegt im Ortsteil Kladow von Spandau. Sie ist in den Jahrgangsstufen 1
bis 4 dreizügig, danach zweizügig, da ein Teil der Schülerinnen und Schüler nach der 4. Klasse
auf das grundständige Gymnasium in der Nachbarschaft wechselt. Die Grundschule am Ritterfeld ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule mit offener Ganztagsbetreuung.
Das Jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 ist überwiegend an
den Prinzipien der Montessori-Pädagogik ausgerichtet. In den Jahrgängen 5 und 6 sind je eine
Bläserklasse eingerichtet, die die schuleigenen Instrumente nutzen.
Die Schule bietet Französisch als erste Fremdsprache an, jedoch besteht kaum Nachfrage. Gegenwärtig gibt es noch eine sechste Klasse mit dieser Fremdsprachenfolge.
Die Schule war bis vor wenigen Jahren eine der größten Grundschulen Berlins. Aufgrund der
Neugründung einer in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Grundschule ist die Zahl der
Schülerinnen und Schüler deutlich zurückgegangen. Die meisten Kinder kommen aus bildungsinteressierten Familien.
Zum Inspektionszeitpunkt wird die Schule aufgrund einer längeren Abwesenheit der Schulleiterin von der Konrektorin geleitet.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•
•
•

anregend gestaltete Lernumgebung
abwechslungsreiches und interessantes Schulleben unter Beteiligung der
Schülerinnen, Schüler und Eltern
vielfältige Kooperationen zur Erweiterung des schulischen Angebots und des
projektorientierten Unterrichts
hohe Zufriedenheit der Schulgemeinschaft und starke Identifikation mit der Schule
Angebote zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler
kooperativ handelnde Schulleitung

Entwicklungsbedarf der Schule
•

•
•

stärkere Berücksichtigung des individuellen Lernstandes der Kinder in den
jahrgangsübergreifenden Lerngruppen, vor allem bezogen auf die Kinder im dritten
Schulbesuchsjahr
inhaltliche und organisatorische Verzahnung unterrichtlicher Inhalte mit den
Angeboten der außerunterrichtlichen Betreuung
Erarbeitung und Dokumentation schulischer Entwicklungsvorhaben und -prozesse, wie
z. B. eines fächerübergreifenden Curriculums

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3. Erläuterungen
Die Grundschule am Ritterfeld befindet sich in idyllischer Lage am südlichen Stadtrand Spandaus in der Nähe zur Havel. Dieses Umfeld sowie die aufgrund des Rückgangs der Schülerzahlen großzügigen räumlichen Voraussetzungen werden von allen Beteiligten als sehr lernförderlich gesehen und geschätzt. Angeregt durch die Schulleiterin hat sich das Kollegium zum
Ziel gesetzt, die Kinder einerseits durch die Montessori-Pädagogik in den jahrgangsübergreifenden
Lerngruppen und andererseits in den höheren Jahrgangsstufen durch ausgeprägt handlungsorientierten Unterricht zu bilden und zu erziehen. Regelmäßig gibt es daher fächerverbindende Projekte, die auf die Interessen der Schülerinnen und Schüler eingehen. Zum Zeitpunkt der Inspektion wurde z. B. ein Projekt zur Kunst des Malers Giuseppe Arcimboldo1 in den Fächern
Deutsch, Englisch und Bildende Kunst durchgeführt.
Neben den regelmäßig wiederkehrenden Projekten, z. B. mit dem Ensemble Oriol der Kammermusikakademie Potsdam, eigenen Musicals oder einem Lyriktag gibt es im Unterricht verankerte Projekte, die zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Förderung besonderer Begabungen beitragen. So sind die Aufführungen der beiden Bläserklassen, u. a. im benachbarten
Ernst-Hoppe-Seniorenheim, Zeugnis für die Mobilisierung von Talenten der Schülerinnen und
Schüler durch die Lehrkräfte. Dieses hohe Engagement seitens des gesamten pädagogischen
Personals, die erfolgreiche Teilnahme an vielfältigen Wettbewerben und Veranstaltungen sowie
die gegenseitige Wertschätzung dieser Arbeit tragen zur starken Identifikation mit der Schule
und zu einer großen Zufriedenheit aller bei. Die Unterstützung durch außerschulische Partner
und Vereine sowie die Mitarbeit der leistungs- und bildungsbewussten Elternschaft in vielen
Bereichen wie z. B. als Lesepaten, Wettkampfrichter, technische Unterstützung bei musikalischen Veranstaltungen oder bei der Gestaltung der Schulhomepage sorgen für ein abwechslungsreiches Schulleben.
Die vor allem in den jahrgangsübergreifenden Lerngruppen kindgerecht gestalteten Räume
tragen zu einer lernförderlichen Atmosphäre bei. Durch die variierende Methodenwahl, wie z.
B. zielgerichtete Anleitung, aber auch selbstorganisiertes Lernen sowie den Einsatz verschiedener Medien und Materialien sind die Unterrichtsinhalte meist interessant und abwechslungsreich
aufbereitet. Die Kinder lernen motiviert und gehen freundlich miteinander um. Bei der Gestaltung der Unterrichtsprozesse gibt es allerdings deutliche Unterschiede zwischen den jahrgangsübergreifenden Lerngruppen und den Klassen 4 bis 6. In den JüL-Gruppen ist die Einzelarbeit zur
Erledigung schriftlicher Aufgaben die mit Abstand vorherrschende Arbeitsform. Der Sprechanteil
für die Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsstunden ist gering. Beim gemeinsamen Lernen mit der gesamten Gruppe erhalten die Kinder überwiegend Aufgaben, die für die
jeweilige Jahrgangsgruppe gleich sind. Dies bedeutet vor allem für die Kinder der dritten Jahrgangsstufe, dass die Aufgaben nicht immer herausfordernd sind. Jedoch stellen die Lehrerinnen
und Lehrer häufig Aufgaben, bei denen es mehr als nur eine Lösung bzw. mehrere Lösungswege gibt. Die freie Arbeit mit Montessori-Materialien sah das Inspektionsteam während der
Unterrichtsbesuche wenig.
In den Jahrgangsstufen 4 bis 6 ist der Anteil an Partner- und Gruppenarbeitsphasen erheblich
höher. Hier erhalten die Kinder oft Gelegenheit, zu kooperieren und miteinander zu sprechen.
Im Unterricht wird zielgerichtet an der Sprachbildung gearbeitet, die Schülerinnen und Schüler
erhalten vielfältige Schreib- und Sprechanlässe. Während in den JüL-Gruppen der Anteil an
Übungs- und Wiederholungsphasen einen großen Anteil am Unterricht hat, finden sich in den
höheren Klassen deutlich häufiger Formen des selbstständigen und problemorientierten Ler1

Giuseppe Arcimboldo war ein Maler der Spätrenaissance, speziell des Manierismus. Berühmt sind seine Tafelbilder, auf denen er Blumen, Früchte oder Gemüse, aber auch anorganische Objekte wie Bücher darstellte und daraus überraschende Porträts oder Stillleben komponierte.

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nens. Hinsichtlich der Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler gehört die Schule
am Ritterfeld zu einem Spandauer Schulverbund, der für die Fächer Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Bildende Kunst schulübergreifende Kurse anbietet, an denen ein großer
Teil der Lernenden teilnimmt.
Die Vielfalt der unterrichtlichen Angebote basiert auf dem individuellen Engagement jeder einzelnen Lehrerin und jedes einzelnen Lehrers sowie einem Konsens über die grundsätzliche pädagogische Ausrichtung. Die in den JüL-Gruppen tätigen Lehrkräfte planen ihre Unterrichtsvorhaben gemeinsam. Eine teamorientierte Zusammenarbeit ist in den Jahrgangsstufen 4 bis 6
nicht institutionalisiert. Die Fachkonferenzen haben Fachcurricula zum Teil mit einer kompetenzorientierten Ausrichtung erarbeitet. Einen fächerübergreifenden Schwerpunkt gibt es nicht.
So wird z. B. das Vorgehen im Bereich der Vermittlung von Präsentationstechniken, dem
Umgang mit Medien oder der Aneignung von Methoden zum „Lernen lernen“ der einzelnen
Lehrkraft überlassen. Eine systematisch aufbauende Planung für alle Jahrgänge ist nicht vorhanden. Die Lehrerinnen und Lehrer besuchen je nach Bedarf Fortbildungsveranstaltungen und
bringen die dabei erworbenen Kompetenzen in die alltägliche Arbeit ein. Auch in diesem Bereich wird von allen eingeräumt und geschätzt, dass der persönliche Freiraum groß ist. Die
Lehrkräfte übernehmen immer bereitwillig zusätzlich Aufgaben und Verantwortung bei der
Gestaltung von schulischen Veranstaltungen und Festen. Allerdings steht die Erarbeitung und
Dokumentation von Konzepten, wie dem schulinternen Curriculum oder der Verzahnung mit
der Ganztagsbetreuung noch an.
Die Eltern sind mit der Unterrichtqualität zufrieden und meinen, dass ihre Kinder auf den
Übergang und die Anforderungen der Oberschule gut vorbereitet werden. Für diesen Bereich
gibt es entsprechende Kooperationen mit aufnehmenden Oberschulen. Ehemalige Schülerinnen
und Schüler, die jetzt an einem Gymnasium lernen laden z. B. Kinder aus den unteren Jahrgangsstufen in ihren naturwissenschaftlichen Unterricht ein. Eine weitere Kooperation mit der
Freien Universität Berlin im Projekt TuWaS2 bietet die Möglichkeit, Räumlichkeiten und technische Geräte zu nutzen und die Lehrkräfte dieses Fachunterrichts zu unterstützen. Diese vielfältigen Kooperationen bereichern das abwechslungsreiche und kindorientierte Schulleben der
Schule am Ritterfeld.
Unterstützung erfahren die Lehrpersonen auch vom pädagogischen Personal, das regelmäßig
Im Unterricht mitarbeitet. Die Kooperation mit den Erzieherinnen und Erziehern hinsichtlich der
Unterrichtsgestaltung ist jedoch nicht systematisch verankert. Absprachen werden zum großen
Teil informell getroffen, fest vereinbarte Teamzeiten gibt es nicht. Über die Hausaufgabenbetreuung hinaus gibt es wenig Verbindung zum vormittäglichen Unterricht; die Angebote
innerhalb des Ganztagsbetriebes sind überwiegend offen. Bei der Vorbereitung und der Durchführung größerer schulischer Projekte sind die Erzieherinnen und Erzieher eingebunden. Neben
der regelmäßig tagenden Schülervertretung, der sogenannten „kleinen Tafelrunde“, ist eine
„Hortrunde“ etabliert, in der den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit gegeben wird, an der
Gestaltung des Nachmittags mitzuwirken. Eine Rhythmisierung des Schultages im Rahmen eines
Ganztagsangebots wurde diskutiert, jedoch argumentiert die Elternschaft gegen eine Verlängerung
des Schultages für ihre Kinder, so dass die teilnehmen Kinder zwar das Angebot eines Mittagessens
nach Beendigung des Unterrichts annehmen, aber z. T. bereits ab Jahrgangsstufe 4 nicht mehr an
den Arbeitsgemeinschaften der Betreuung am Nachmittag teilnehmen.

2

Projekt TuWaS! (Technik und Naturwissenschaften an Schulen!) Ziel ist es, die Einführung des untersuchenden
Lernens an möglichst vielen Grundschulen zu etablieren und die Lehrkräfte bei dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen.

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Die Eltern sind verlässliche Partner in der Schulgemeinschaft und bringen sich auf vielfältige
Weise in das Schulleben ein. Nur wenige Eltern sind allerdings zu einer aktiven Mitarbeit an
der Schulentwicklung bereit. Über einzelne Vorhaben und Projekte versuchen die Lehrkräfte
und die Schulleitung die Eltern mehr einzubinden. Auf Klassenebene und in Bezug auf die
Teilnahme an Schulfesten und anderen Veranstaltungen gelingt dies auch. Außerdem sind einzelne Eltern bereit, bei Renovierungen, z. B. von Klassenräumen oder Toiletten, zu helfen. Der
Förderverein unterstützt mit finanziellen Zuwendungen und organisiert u. a. den Verkauf der
schuleigenen T-Shirt-Kollektion. Weitere zielgerichtete Veranstaltungen wie z. B. diverse Sponsorenläufe oder Weihnachtsmärkte zur Finanzierung von schulischen Projekten oder Ausstattungsmaterialien gehören zum Selbstverständnis aller Beteiligten.
Die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin leiten die Schule kooperativ. Ihr großes Engagement,
ihre Identifikation mit der Schule und ihr gemeinsames, an der Montessori-Pädagogik orientiertes Verständnis der Ausrichtung einer Grundschule werden von allen geschätzt. Zu ihrem Leitungsverständnis gehört, dass sich alle an der Schule wohlfühlen und an der Weiterentwicklung der
Schule beteiligt werden. Entsprechende Maßnahmen setzt die Schule im Bereich des sozialen
Lernens und bei der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an demokratischen Prozessen um.
Die Kinder sind altersangemessen in Entscheidungen einbezogen, auch wenn sie nicht bei der
Fortschreibung des Schulprogramms mitgewirkt haben. Die Leitideen sowie die aus 12 Regeln
bestehende Hausordnung zeigen deutlich, wie die Schule als ganzheitlicher Lebensraum für die
Kinder gestaltet und organisiert wird. In der oben erwähnten „kleinen Tafelrunde“ entwerfen
sie monatlich ein Schulmotto - z. B. „Wir begrüßen jeden Menschen freundlich“ -, was sich
nach Aussagen der Lehrkräfte und der Erzieherinnen und Erzieher äußerst positiv auf das alltägliche Miteinander auswirkt. Darüber hinaus werden Kinder von zwei Lehrkräften zu Konfliktlotsen ausgebildet. Diese partizipative Grundhaltung wurde auch bei der schulinternen Evaluation des JüL-Unterrichts und dessen Auswirkung auf das soziale Lernen sichtbar. Lehrkräfte,
Eltern sowie Schülerinnen und Schüler werden seit dem Schuljahr 2009/2010 regelmäßig nach
ihrer Einschätzung zur Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen befragt. Eine positive Entwicklung ist anhand der Ergebnisse deutlich sichtbar. Aus einer weiteren internen Evaluation resultierte die Umgestaltung des Bereichs der ergänzenden Betreuung. Bei der Ausführung wurde
die Schule durch fachkundige Eltern und eine Malerfirma unterstützt. Die Auswirkungen der
Umgestaltung auf das Wohlbefinden aller sollen im Februar 2013 untersucht werden.

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4. Qualitätsprofil

3

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.2

Methoden- und Medienkompetenzen

1.3

Schulzufriedenheit und Schulimage

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

3.3

Gestaltung der Schule als Lebensraum

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

Unterrichtsprofil

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

3

A

A

4.1

Demokratieerziehung

C

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

E.8

B

Bewertung

A

3.1

Ganztagsangebot

A

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

E.2

Bewertung

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

a

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

a

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

4

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

4

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B 80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

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Berlin obere Grenze

05G19 MW

2.2.14

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Die Grundschule am Ritterfeld beschreibt sich selbst als Schule mit Tradition. Ihre Geschichte
geht bis in das Jahr 1876 zurück. Im Laufe der Zeit war die Schule an unterschiedlichen Standorten in Kladow ansässig. Im Jahr 1958 wurde mit dem Bau des Schulgebäudes am heutigen
Standort im Schallweg begonnen. In den Folgejahren kamen weitere Gebäude hinzu. Zeitweise
waren Teile der Schule in Filialen an unterschiedlichen Standorten in Kladow untergebracht. Bis
zur Wende im Jahr 1989 stiegen die Schülerzahlen zunächst bis auf ca. 1000 an. Durch den
Wegzug von Familien, den demografischen Wandel in Alt-Kladow und die Neugründung einer
Grundschule und eines grundständigen Gymnasiums in der unmittelbaren Nachbarschaft hat
sich die Schülerzahl etwa halbiert.
Zur Schule gehören:
•

ein Verwaltungstrakt mit Sekretariat, Elternsprechzimmer, Schulleitungszimmern, Lehrerzimmer, Teeküche, Konferenzraum, Postraum und Hausmeisterzimmer,

•

ein Altbau mit zwölf Klassenräumen, einem Mehrzweckraum und Räumen für Material,

•

ein zweigeschossiger Neubau, in dem seit 2008 die außerunterrichtliche Betreuung untergebracht ist. Vier Klassenräume und eine Mensa mit 70 Plätzen stehen für zurzeit insgesamt 153 Kinder zur Verfügung. Ein abgetrennter Bereich wird zeitweise von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe genutzt. In der oberen Etage befinden
sich weitere Klassenräume, an deren Eingangstüren kleine Schaukästen angebracht sind, die
mit Urkunden oder Fotografien der jeweiligen Klasse bestückt werden,

•

ein Flachbau mit acht Klassenräumen und Fachräumen für Naturwissenschaften, Werken,
sowie die Nebenräume der wettkampffähigen Sporthalle, die für den Musikunterricht, den
Computerraum und eine von einer ehrenamtlich tätigen Dame betreuten und mit ca.
4000 Büchern bestückten Bibliothek umgewidmet wurden.

•

Die Aula befindet sich rechts von der Eingangshalle. Dort allerdings gibt es nach wie vor
Wassereinbrüche aufgrund der defekten Dachkonstruktion. Das Wasser hat bereits Stützbalken und Wände, in denen Elektrokabel verlaufen, stark beschädigt.

Die Gebäude sind miteinander verbunden und umschließen einen großen z. T. versiegelten
Schulhof. Im Brückengang zwischen dem Altbau und dem Neubau liegen die Räume für Religion, Lebenskunde, die Konfliktlotsen sowie den Unterricht für die Hochbegabten.
Alle Gebäude, die Sanitäreinrichtungen und die Außenanlagen machen insgesamt einen freundlichen und gepflegten Eindruck. Durch Elternengagement und den Einsatz des Kollegiums werden vor allem die Klassen- und Fachräume in einem sauberen und sehr gepflegten Zustand
gehalten. In den Treppenaufgängen wurden seit langem keine Malerarbeiten mehr durchgeführt.
Die Fachräume sind gut ausgestattet. In den beiden Computerräumen stehen 25 multimediafähige PC zur Verfügung. Alle Räume sind vernetzt. Insgesamt verfügt die Schule über drei interaktive Whiteboards und einen mit 16 Geräten bestückten Laptopwagen. Der ehemalige TNURaum5 im Altbau soll zu einem Kinder- und Elterncafé umgestaltet werden.
Die Schule ist behindertengerecht ausgestattet. Die einzelnen Stockwerke sind über Fahrstühle
zu erreichen.
Das Außengelände ist groß. Für die Kinder gibt es vielfältige Spiel- und Klettergeräte. Eine Kletterwand und ein Kletterparcours sind in den vergangenen Jahren durch sogenannte Sponsoren5

TNU: Abkürzung für Technisch-Naturwissenschftlichen-Unterricht in der Grundschule

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läufe finanziert worden. Ein Teil des hinteren Hofes ist bewaldet. Zur Sportanlage gehören eine
50-Meter-Bahn, eine Weitsprunggrube und ein Spielfeld mit Toren. Allerdings ist dieser Sportbereich äußerst ungepflegt. Überwucherte Wege und Zuschauerränge, zu hoher Rasen, dichte
Dornenhecken machen den Sportunterricht zum Teil schwierig und unangenehm.
Überall in der Schule sind Schülerarbeiten ausgestellt und Wandplakate, Stellwände mit Fotografien und Schaukästen informieren anschaulich über die vielfältigen Aktivitäten der Schule.
Ein großer Teil der Schaukästen ist vom Förderverein der Schule angeschafft worden. Der Montessoriverein, der Förderverein und die Elternvertretung stellen sich im Foyer der Schule in eigenen Schaukästen vor und berichten über ihre Arbeit.
Die der Schule gegenüber liegende Lernwerkstatt des Bezirkes wird nicht mehr weitergeführt,
so dass dieses Gebäude der Schule nicht mehr zur Verfügung steht und verfällt.

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