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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule am Amalienhof (05G26)

Kurzbericht
zur Inspektion der Grundschule am Amalienhof (05G26)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Grundschule am Amalienhof im Süden der Spandauer Wilhelmstadt bietet eine offene
Ganztagsbetreuung an. Das Schulgelände liegt an der südlichen Grenze des Einschulungsbereichs inmitten eines Einfamilienhausgebiets. Die Mehrheit der Schülerschaft kommt jedoch
zunehmend aus den Wohngebieten der Heerstraße Nord, einer Hochhaussiedlung, die als Quartiersmanagementgebiet ausgewiesen ist. Dadurch erhält die Schule Hilfestellung bei der Bewältigung der sich verändernden Sozialstruktur der Schüler- und Elternschaft. 44,3 % sind Kinder
nicht-deutscher Herkunftssprache und 47,7 % der Eltern sind von der Lernmittel-Zuzahlung
befreit. Ungefähr ein Zehntel der Schülerinnen und Schüler hat sonderpädagogischen Förderbedarf.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule
•

Annehmen der veränderten Schülerschaft

•

präsente und ansprechbare Schulleitung

•

äußere und innere Differenzierungsangebote

•

Ausweitung des Methodenrepertoires der Lehrkräfte

•

Angebote zur Gesundheitsförderung und Bewegungserziehung

Entwicklungsbedarf der Schule
•

Evaluation der Entwicklungsschwerpunkte des Schulprogramms

•

Strukturierung des Unterrichts

•

an den pädagogischen Schwerpunkten orientierte Fortbildungsplanung

•

stärkere Verzahnung der inhaltlichen Arbeit im Unterricht mit der ergänzenden
Betreuung

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3. Erläuterungen
In der Grundschule am Amalienhof herrscht eine lebhafte und freundliche Stimmung, die insgesamt zu einer offenen und anregenden Schulatmosphäre beiträgt. In den vergangenen Jahren hat sich die Zusammensetzung der Schülerschaft stark verändert. Es kommen nun Kinder
mit sehr unterschiedlichen und teilweise geringen Sprachkenntnissen in die Schulanfangsphase
(SAPH1). In manchen Elternhäusern hat das Thema Bildung keinen besonderen Stellenwert.
Als Folge dieser Entwicklung steht die Schule in engem Kontakt mit dem Quartiersmanagement
und der Jugendhilfe. Der im Jahr 2007 entstandene Schülerclub „Amalie“ ist inzwischen ein
gut integrierter Bestandteil der schulischen Erziehungsarbeit und wird seit August 2012 über
das Jugendamt Spandau finanziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten Kindern individuell festgelegte Zeiten für Gespräche sowie zur Lern- und Konzentrationsförderung an. Zudem
gestalten sie in Absprache mit den Klassenleiterinnen und -leitern in einigen SAPH-Lerngruppen
das Projekt „Faustlos“2 in Form von Trainingsangeboten zur Gewaltprävention. In diesem Rahmen entwickeln beispielsweise die Schulanfängerinnen und -anfänger in Gesprächsrunden und
durch gezielte Rollenspiele Wege, mit Wut und Aggressionen umzugehen. Für ältere Schülerinnen und Schüler wurde „FIT & STARK“, ein Unterrichtsprogramm zur Prävention von Aggression, Rauchen und Sucht, durchgeführt.
An der Grundschule am Amalienhof existiert ein vierstufiges Beschwerdemanagement, in Konfliktfällen werden alle Beteiligten angehört. Einige Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen
nehmen eine Konfliktlotsenausbildung wahr. Sogenannte „Spiele-Buddys“ sind mit der Ausgabe
von Pausenspielen betraut. Auch im Unterricht achten die Lehrkräfte sehr auf ein konfliktfreies
Lernumfeld. Die Kinder verhalten sich durchgängig freundlich und die Lehrerinnen und Lehrkräfte schaffen eine Atmosphäre, in der die Kinder zur Mitarbeit angeregt werden.
Die Lehrkräfte ermöglichen den Kindern auch durch die Raumgestaltung und Bereitstellung
abwechslungsreicher Materialien und Medien ausgezeichnete Lernbedingungen. Seit der ersten
Inspektion 2007 haben sich die Unterrichtsprozesse hinsichtlich der Individualisierung des Lernens deutlich geändert. Äußere und innere Differenzierungsmöglichkeiten gehören nun als wesentlicher Bestandteil zur Unterrichtsorganisation der Grundschule am Amalienhof. In der
Schulanfangsphase gibt es Teilungsgruppen zur Leseförderung sowie zu Unterstützungsangeboten bei Dyskalkulie. Bewusst hat sich die Schule für jahrgangsübergreifendes Lernen der Jahrgangsstufen 1 und 2 entschieden und nutzt in diesen Lerngruppen teilweise Möglichkeiten,
Lerninhalte binnendifferenziert anzubieten. In den JÜL-Gruppen3 sind Erzieherinnen 10 bis 12
Stunden pro Woche in den Unterricht eingebunden. In der Schulanfangsphase existieren festgelegte pädagogische Teams. Die im SAPH-Konzept vorgesehenen gemeinsamen Besprechungsund Planungszeiten finden derzeit aber nur in Ausnahmefällen statt. Die Schulleitung verfolgt
den Plan, die Kommunikation zwischen den Erzieherinnen und Erziehern und den Lehrkräften
durch die Schaffung eines gemeinsamen pädagogischen Zimmers zu verbessern.
In den 5. und 6. Jahrgangsstufen werden für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler Kurse
angeboten, beispielsweise in Mathematik und Englisch. Hierzu existiert ein Kooperationsabkommen im Rahmen des Projekts „Studenten machen Schule“, in dem Lehramtsstudenten z. B.
ein Methodentraining durchführen. Auch die Idee, die Fachräume für Englisch, Musik und
Kunst in Form einer Lernwerkstatt auszubauen, greift die Individualisierung des Lernens auf
und eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen, in eige1

2

3

Die Schulanfangsphase (Saph) umfasst die Jahrgangsstufen 1 und 2. Die Schule entscheidet, ob jahrgangsbezogen oder jahrgangsübergreifend unterrichtet wird.
Faustlos ist ein Programm zur Gewaltprävention bei Kindern in Kindergarten und Schule.
Beim Jahrgangsübergreifenden Lernen (JüL) werden die Klassen aus mehreren Jahrgangsstufen zusammengestellt.

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nem Tempo, nach Interesse oder auf unterschiedlichem Leistungsniveau zu arbeiten. Schwerpunktstunden werden für Projektarbeit verwendet.
Das von den Lehrkräften im Unterricht eingesetzte Methodenrepertoire wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. Es werden unterschiedliche Anschauungsmaterialien zur
individuellen Bearbeitung von Aufgaben verwendet. Teilweise wird in der Aufgabenschwierigkeit differenziert oder die Schülerinnen und Schüler erhalten Wahlmöglichkeiten, sich individuelle Lernzugänge und Lernwege zu erschließen. Ein einheitliches Sprachbildungskonzept liegt
noch nicht vor. Eine Förderung von Sprache und Kommunikation ist aber im Unterricht zu
beobachten. So erhalten die Schülerinnen und Schüler häufig Leseaufträge und müssen sich oft
in Partnerarbeit auseinandersetzen und mündlich und schriftlich äußern. In vielen Unterrichtsstunden schaffen die Lehrkräfte Anlässe für die Schülerinnen und Schüler, sich mit sprachlichen
Fragen schriftlich oder mündlich zu befassen. In allen Klassen kommen Lesepatinnen und paten zum Einsatz. Einige Sprachbildungsstunden werden zusätzlich als Förderunterricht eingesetzt. Beispielsweise gestaltet eine Lehrerin das Programm „Die Hexe Susi“ als zusätzliche Unterstützung für Lernende in kleinen Gruppen. Für Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf liegen Förderpläne vor, welche teilweise eine klare Zeit-Maßnahmen-Struktur aufweisen.
Zahlreiche AG-Angebote wie beispielsweise Basteln, Malen und Märchen, Bewegungsbaustelle,
kreatives Gestalten und Handwerk, Laufen, Rudern, Judo werden sowohl von Erzieherinnen und
Lehrkräften als auch von zusätzlichen pädagogischen Kräften und Kooperationspartnern gestaltet. Diese Palette von Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung findet bei den Schülerinnen
und Schülern lebhaften Anklang.
Regelmäßig nehmen einige von ihnen am Weihnachtssingen in der Spandauer Marienkirche
teil. Auf die zahlreichen Erfolge bei sportlichen Wettbewerben wie z. B. dem Minimarathon,
dem Avon-Frauenlauf sowie Wasserball- oder Basketballturniere weist die große Anzahl von
Pokalen im Eingangsbereich des Schulgebäudes hin.
Weitere Bewegungsangebote, die im Konzept der „Guten gesunden Schule“3 vorgesehen sind,
werden durch eine Erzieherin sowohl am Schulvormittag als auch im Rahmen der ergänzenden
Betreuung realisiert. In den Pausen können sich Schülerinnen und Schüler Spiele für die Bewegung auf dem Schulhof ausleihen. Insgesamt bietet der Pausenhof vielfältige Anregungen und
Möglichkeiten zum Klettern, Rennen und Spielen. Material für eine „Bewegungsbaustelle“ lagert in einem Raum im Erdgeschoss der Schule und kommt in einer Arbeitsgemeinschaft zum
Einsatz.
Relativ neu ist die Einrichtung eines Schülerparlamentes, an dem die Schülerinnen und Schüler
der Jahrgänge 3 bis 6 teilnehmen. Die Mitarbeit der Elternschaft ist insgesamt eher gering.
Einige Eltern besuchen schulische Veranstaltungen und Feste, aktiv eingebunden in die Schulentwicklungsbestrebungen sind nur wenige Engagierte. Zwei Lehrerinnen absolvierten eine
Fortbildung im Bereich Kommunikation mit Elternhäusern, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
An Fortbildungen nehmen die Lehrerinnen und Lehrer nach individuellen Interessenlagen teil.
Als Bedarf werden der Umgang mit schwierigen Kindern und der Medieneinsatz im Unterricht
genannt. Eine konkrete Fortbildungsplanung, die sich auf die im Schulprogramm genannten
Schwerpunkte bezieht, liegt nicht vor. Eine schulinterne Fortbildung zur Binnendifferenzierung
ist anvisiert. Auch die schulinterne Evaluation bezieht sich nicht auf die im Schulprogramm
3

Das Landesprogramm Gute gesunde Schule Berlin unterstützt die teilnehmenden Schulen dabei, gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Unterricht, die Schulentwicklung und das Schulleitungshandeln zu integrieren.

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genannten Entwicklungsvorhaben Bewegungsförderung, Gesunde Ernährung, Methodenkompetenz und Selbstorganisiertes Lernen. Evaluiert wurden jedoch die Nutzung des Computerraums
und auf die Zufriedenheit von Eltern und Schülerinnen und Schülern mit der Schule am Amalienhof.
Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin und den Mitgliedern der Steuerungsgruppe gestaltet der
Schulleiter, der für alle Schulbeteiligten immer ansprechbar ist, die Entwicklungsprozesse der
Schule. Er greift Ideen aus dem Kollegium auf und auch die Erzieherinnen und der koordinierende Erzieher sind in die pädagogische Weiterentwicklung der Schule eingebunden. Sie nehmen an den Gesamtkonferenzen, Schulkonferenzen und Sitzungen der Steuerungsgruppe teil.
Der koordinierenden Erzieher ist zudem Mitglied der erweiterten Schulleitung.
Als Vision für 2018 streben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschule am Amalienhof die Weiterentwicklung zu einem gebundenen Ganztagsangebot an, um der sich verändernden Schülerschaft besser gerecht werden zu können.

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4. Qualitätsprofil

5

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Ganztagsangebot

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.2

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Förderung der Sprachkompetenz

A

A

3.1

E.1

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

5

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

a

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

c

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

a

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

a

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

b

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

6

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

6

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B

80%

B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

++

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

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Berlin obere Grenze

05G26 MW

2.2.14

2.2.15

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Die Grundschule am Amalienhof präsentiert sich sauber, die Wände sind teilweise von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern mit bunten Bildern zum Jahreskreislauf bemalt. Der Eingangsbereich ist mit vielfältigen Informationen, Fotos und Dokumentationen zum Schulleben
versehen. Vom 1. Stockwerk an zeigen sich jedoch an den Decken und Wänden der Flure Wasserschäden und in den an der Außenwand liegenden Sanitärbereichen Ausblühungen. Die Fensterrahmen besonders im zweiten Stock sind verrottet, das darüber liegende Flachdach hält nach
Mitteilung des Schulleiters schweren Regengüssen nicht immer Stand.
Im Erdgeschoss befinden sich die geräumige Mensa sowie die Räume der ergänzenden Betreuung. Diese sind funktional eingerichtet und mit allerlei Accessoires für die 124 Kinder wohnlich
gestaltet. In der Mensa findet neben der Essensversorgung und der Spielmöglichkeit mit Kickertischen auch die „Bewegungsstunde“ für die Klassen statt, die von einer hierfür qualifizierten Erzieherin durchgeführt wird. Der Mehrzweckraum ist mit einer Bühne ausgestattet.
Die Klassenräume im Erdgeschoss sind mit Regalen und vielfältigen Arbeitsmaterialien ausgestattet und werden für den Unterricht der Schulanfangsphase genutzt. Einer dieser Räume ist mit
einem Whiteboard versehen.
Im Nawi-Raum befinden sich u. a. mehrere Unterrichtskoffer, die von der FU Berlin zur Verfügung gestellt werden. Der Werkraum ist kaum mit Material ausgestattet. Neben einem von der
Töpfer-AG genutzten Brennofen lagern hier die Utensilien der „Bewegungsbaustelle“, die für eine
nachmittägliche Arbeitsgemeinschaft genutzt werden. In diesem Gebäudebereich der Schule stehen zwei Räume der Sozialpädagogin zur Verfügung, die mit 30 Stunden pro Woche für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und für die pädagogischen Kräfte da ist. In der zweiten Etage
hat das Kollegium Lernwerkstätten für Musik, Kunst und Englisch eingerichtet.
Der Verwaltungsbereich besteht aus einem Sekretariat, den Räumen für die beiden Schulleitungsmitglieder und einem geräumigen Lehrerzimmer. An den Verwaltungsbereich schließen sich
ein Besprechungsraum und eine Bibliothek an. Durch Umbauarbeiten soll ein vergrößertes Lehrerzimmer entstehen, in dem dann auch genügend Raum für die Erzieherinnen und Erzieher sein
wird.
Das weitläufige Außengelände bietet verschiedene Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten sowohl
für die Pausen als auch für die ergänzende Betreuung und für den Sportunterricht. Ein Kletterfelsen, eine weiträumige Spiel- und Kletterlandschaft aus Holz, Tischtennisplatten und Fußball- sowie Basketballfelder animieren die Schülerinnen und Schüler zur Bewegung. Ein Volleyballfeld,
eine Laufbahn und eine Weitsprunggrube werden vorwiegend für den Sportunterricht genutzt.
Die Sporthalle lässt sich durch eine Zwischenwand in zwei Bereiche teilen. Sie wird nicht nur von
der Grundschule am Amalienhof, sondern auch von der benachbarten International British School
belegt. Die Markierungen ermöglichen Handball-, Basketball- und Volleyballspiele. Wegen des
starken Gestanks gehen die Kinder nach eigenen Aussagen möglichst nicht auf die Toiletten der
Sporthalle.
Der von einem Lehrer betreute Schulgarten ermöglicht den Kindern, sich mit biologischen Fragen
praktisch auseinander zu setzen. Klassen und Eltern verbringen gern Nachmittage und Abende an
der für Feierlichkeiten angelegten Grillstelle mit Überdachung und Holzschuppen.
Ein am schuleigenen Parkplatz gelegenes Holzhaus dient dem Förderverein der Schule als Treffpunkt, ein Bauwagen wird von einem Streetworker genutzt, der hier als Berater und Ansprechpartner tätig ist.
Ein sich an die Mensa anschließender Bereich, auf dem ein Holzpavillon steht, ist durch einen
Zaun vom Pausenhof getrennt und kommt allein den Kindern der ergänzenden Betreuung zugute.
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