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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Freiherr-vom-Stein-Oberschule (05Y01)

Kurzbericht
zur Inspektion der Freiherr-vom-Stein-Oberschule (05Y01)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist ein Gymnasium im Bezirk Spandau und liegt unmittelbar an
der Altstadt am Falkenseer Platz. Die Schülerzahl lag vor wenigen Jahren noch bei über 1000
und ist auf derzeit rund 850 zurückgegangen, so dass die unteren Jahrgangsstufen mittlerweile
vierzügig sind. Die Schülerinnen und Schüler kommen überwiegend aus dem Bezirk. Der Anteil
von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache ist in demselben Zeitraum von
20 auf 40 % angestiegen.
Die Schule verfügt über zwei Bildungsgänge, die Regelklassen sowie die mathematischnaturwissenschaftlich profilierten Klassen. Die Regelklassen starten mit Beginn der 7. Klasse, es
besteht hier die Möglichkeit, verstärkten Sprachunterricht in den modernen Fremdsprachen (ab
Klasse 7) mit ergänzenden bilingualen Modulen (ab Klasse 8) in Englisch und Französisch zu
belegen. Die mathematisch-naturwissenschaftlich profilierten Klassen beginnen ab den Klassenstufen 5 und 7 und bieten ein verstärktes Unterrichtsangebot mit mathematischnaturwissenschaftlichen Inhalten. Unabhängig von den Bildungsgängen kann als zweite bzw.
dritte Fremdsprache Latein oder Französisch gewählt werden. Beide Bildungsgänge beinhalten
künstlerische und musische Aktivitäten. Zur Musikförderung ab Klasse 7 gibt es besondere Module, so dass interessierte Schülerinnen und Schüler im Orchester, der Bigband und bei Musicals mitwirken können. Des Weiteren wurde das Fach Wirtschaft eingeführt. Am Nachmittag
sind im Verbund mit mehreren Grundschulen des Bezirks auch Arbeitsgemeinschaften zur Begabtenförderung eingerichtet. Zusätzlich gibt es ein umfangreiches und vielfältiges Angebot an
Arbeitsgemeinschaften, welches die Schülerinnen und Schüler zur Freizeitgestaltung nutzen
können.
Das ehemalige Schnellläuferprofil wird nicht fortgesetzt. Die letzte Schnellläuferklasse befindet
sich im 10. Jahrgang.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•
•
•
•

lernförderliches, von gegenseitigem Respekt getragenes Schul- und Unterrichtsklima
deutliche Fortschritte bei der Individualisierung des Lernens
systematische Förderung der Methodenkompetenzen der Schülerinnen und Schüler auf
Grundlage des schulinternen Curriculums
partizipatives, demokratisches und auf die Steuerung der Veränderungsprozesse
ausgerichtetes Schulleiterhandeln
engagiertes
Kollegium,
das
sich
den
Veränderungen
der
schulischen
Rahmenbedingungen stellt und die Neuorientierung mitträgt
Einbeziehung der Eltern in das Schulleben und die Schulentwicklung
Kooperationen mit externen Partnern zur Stärkung des schulischen Angebots

Entwicklungsbedarf der Schule
•
•

Zusammenfügen der unterschiedlichen Schwerpunkte zu einem klareren Schulprofil
abgestimmtes, Verbindlichkeit schaffendes Fortbildungskonzept
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Kurzbericht
zur Inspektion der Freiherr-vom-Stein-Oberschule (05Y01)

3. Erläuterungen
Die Freiherr-vom-Stein-Schule steht seit der letzten Schulinspektion neuen Herausforderungen
gegenüber. Veränderte Rahmenbedingungen wie der Rückgang der Schülerzahlen, die Nachbarschaft zu umliegenden Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen, eine sich verändernde
Schülerschaft sowie der eigene Wunsch nach mehr pädagogischer Ausrichtung als nur der in
der öffentlichen Meinung manifestierten Leistungsorientierung veranlasste das Kollegium zu
einer Neuausrichtung in Bezug auf die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Unter Beachtung
ihres Leitbildes „ …Mut zu Neuerungen mit dem Respekt zu tradierten Werten…“ und hin zu
„lebensnahem, anregendem und anspruchsvollem Unterricht“, entwickelte die Schule eine veränderte inhaltliche Ausgestaltung mit dem neuen Profil „Schule des sozialen Miteinanders Verantwortung übernehmen für Umwelt und Gesellschaft.“
Das Profil, welches unter Beteiligung aller schulischen Gruppen entstand und den integrativen
Rahmen für die schulischen Schwerpunkte bilden soll, beeinflusst bereits merklich spürbar das
Schulleben und die Schulentwicklung. Jährlich wird z. B. ein Wanderpokal „Einsatz für Umwelt
und Gesellschaft“ an Schülergruppen überreicht, die sich durch besonderes soziales Engagement oder herausragende Umweltprojekte ausgezeichnet haben. Zudem gibt es einen „runden
Tisch“, der zur Konfliktbewältigung dient. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich an der
Schule sehr wohl und sehen das Profil und das gelungene soziale Miteinander als selbstverständlich an. Sie engagieren sich für soziale Projekte, indem sie gemeinsam mit den Lehrkräften, z. B. den „Lauf für Afrika“ organisieren sowie in den Pausen „fair gehandelten Kaffee“
verkaufen. Sie erleben ein lernförderliches, von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung getragenes Schulklima, in dem die Lehrkräfte auch Tugenden wie Pünktlichkeit, Ordnung und
Leistungsbereitschaft weiter fördern und fordern.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der ersten Schulinspektion hat die Schule ihr Schulprogramm im Juni 2014 fortgeschrieben. Es enthält Hinweise zum Profil, aber auch zu der veränderten inhaltlichen Ausgestaltung und Schwerpunktbildung. Der musische Bereich ist weiterhin stark vertreten. An alle Schülerinnen und Schüler richtet sich das Projekt Musikförderung in
den Jahrgängen 7 und 8. Zum Zeitpunkt der Inspektion gab es mehrere Aufführungen das
Musicals „Anatevka.“
Wenn auch das Schulprogramm einen eher beschreibenden Charakter aufweist und keine klaren Verantwortlichkeiten nennt, sind doch eine große Zahl an Zielen und Entwicklungsschwerpunkten aufgelistet. Sie reichen z. B. von Schulpatenschaften, Präsentationen der schulischen
Arbeit und Konsolidierung der Prozesse zum sozialen Lernen über die Positionierung der Schule
als Wettbewerbsschule bis hin zu Aussagen zur Erstellung von Konzepten zum sozialen und
bilingualen Lernen, einem verstärkten Medieneinsatz, der Überprüfung des Kursangebotes und
der Erstellung einer neuen Homepage. Bei der Vielzahl der Vorhaben ist gerade für die Eltern
sowie Schülerinnen und Schüler nicht immer ersichtlich, welches Profil, welcher Schwerpunkt
bzw. welches Ziel Priorität hat. Auch Teile der Lehrkräfte und der Schulleitung sind sich dieser
Problematik bewusst und wollen durch eine Konkretisierung mit deutlicherer Gewichtung das
eigentliche Schulprofil klarer für die Schulöffentlichkeit gestalten.
Ebenso ist es noch nicht gelungen, aus der Vielzahl der Schwerpunkte und Profile ein für alle
gültiges Fortbildungsverständnis mit einem Fortbildungskonzept zu entwickeln, so dass eine
Wirkung auf das Profil oder die Schwerpunkte für die gesamte Schule erkennbar sind. Schon
bei der ersten Schulinspektion ist die Abstimmung der Fortbildungsschwerpunkte als Entwicklungsbedarf ausgewiesen worden. Ein Großteil der Lehrkräfte hat sich mit diesem Thema bereits auseinandergesetzt und erste Anstrengungen, z. B. für gemeinsame Fortbildungen zur
Individualisierung des Unterrichts, sind unternommen.

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Eine entscheidende Rolle im Veränderungsprozess nimmt der Schulleiter ein, der mit seinem
demokratischen, partizipativem Führungsstil und dem Aufbau einer klaren Steuerungsstruktur
die Schule konsequent weiterentwickelt hat. Die Zusammenarbeit mit dem stellvertretenden
Schulleiter ist konstruktiv und verlässlich. Auf der wöchentlich stattfindenden Sitzung der erweiterten Schulleitung unter Beteiligung der pädagogischen Koordinatorin, der beiden Oberstufenkoordinatoren sowie des Qualitätsbeauftragten erfolgt der Austausch z. B. über aktuelle
Geschehnisse, aber auch über Ideen zur Schulentwicklung und Anregungen aus dem Kreis der
Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern. In jeder Gesamtkonferenz werden
die Vorschläge, Beschlüsse oder Anträge der erweiterten Schulleitung vorgestellt. Die Lehrkräfte
akzeptieren den Schulleiter in seinem Führungsstil und schätzen, dass er ihre Ideen oder Konzepte zum Veränderungsprozess aufnimmt und deren Umsetzung fördert. Die Lehrerinnen und
Lehrer haben engagiert an der Neuausrichtung mitgewirkt, indem sie nach vielen Diskussionen
in den einzelnen Fachbereichen die erforderlichen Konzepte, Ziele sowie neue Inhalte erarbeitet
und in enger Abstimmung mit der Steuergruppe zur Beschlussfassung vorbereitet haben.
Die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule
pflegen eine offene Kommunikationskultur, sowohl untereinander als auch zur Schulleitung und
werden regelmäßig in das Schulleben und die Schulentwicklung einbezogen. So beruht z. B.
die Einrichtung des Doppelstundenmodells auf ihrer aktiven Mitarbeit in der Steuergruppe.
Dennoch gibt es Wünsche zur Verbesserung des Informationsflusses auf Seiten der Eltern, die
auf eine transparentere Darstellung der Verantwortlichkeiten bei den Lehrkräften und auf regelmäßige Informationsschreiben aus der Schulleitungsebene abzielen. Mit großem Engagement
verfolgen die Eltern das Ziel, einen offenen Ganztagsbetrieb einzurichten und unterstützen den
Schulleiter tatkräftig durch nachdrückliche Anfragen an die zuständigen Behörden hinsichtlich
des geplanten Erweiterungsbaus. Zurzeit organisieren und betreiben die Eltern ein Café,
„Schulmilch“ genannt, welches den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften ein ansprechendes Frühstücks- und Mittagessenangebot unterbreitet.
Im Zusammenhang mit dem neu gegebenen Profil ist das bisher im Unterricht praktizierte
„selbstorganisierte Lernen“ ergänzt worden zum „selbstorganisierten und sozialen Lernen“
(SOUS). Auf Grundlage der Erkenntnisse einer intern erfolgten Evaluation mit dem Thema
„Vermittlung von Strategien zur Förderung des selbstbestimmten und selbstorganisierten Lernens“ entstand die Methodenwoche, zunächst eingerichtet für die Anfangsklassen in den Jahrgängen 5 und 7. Als nächster Schritt erfolgt nun die Ausweitung von „SOUS“ auf alle Klassenstufen. Diese Methodenschulung führen die Klassenlehrkräfte mit Unterstützung von casa e. V.1
zu Beginn des Schuljahres durch. Auf eine systematische Förderung der Methodenkompetenzen
abgestimmt, entwickelte die Schule ein schulinternes Curriculum und erfüllt damit auch eine
Forderung aus den Ergebnissen der ersten Schulinspektion. Gleichzeitig stellt es einen Bezug
zum Schulprofil her, in dem es Beiträge aller Fachbereiche mit hilfreichen Hinweisen zur Umsetzung im Unterricht auflistet. Dies wird konkretisiert in Anforderungsprofilen und Indikatoren
für alle Fächer. Kompetenzorientierte Fachcurricula, die mit gleicher Schwerpunktsetzung die
Unterrichtsentwicklung unterstützen, liegen noch nicht für alle Fächer vor.
Der Unterricht an der Freiherr-vom-Stein-Schule basiert auf einem durchweg guten Verhältnis
zwischen den Lehrkräften und der Schülerschaft. In einem lernförderlichen Unterrichtsklima
verfolgt die Schule einen hohen Leistungsanspruch und fördert dabei die personalen und fachlichen Fähigkeiten, gezielt aber auch die Sozial- und Methodenkompetenzen der Schülerinnen
und Schüler. Gegenüber der ersten Inspektion 2009 lässt sich feststellen, dass die Lehrkräfte
ihre Unterrichtsgestaltung zunehmend auf die individuellen Lernprozesse der Schülerinnen und
Schüler ausrichten und dabei deren Lern- und Arbeitstechniken gezielt weiterentwickeln.
1

Träger für ein sozialkulturelles Netzwerk, welches die Schule bei SOUS und bei Kontakten zur Wirtschaft unterstützt.

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Zumeist beginnen die Stunden mit einer lehrergesteuerten Einführung oder Wiederholung, anschließend stellen die Lehrenden Aufgaben auf Arbeitsblättern, die die Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Gruppen bearbeiten. In etwa jeder dritten Stunde erfordern die Aufgabenstellungen eine arbeitsteilige Teamarbeit. Die Lehrkräfte gehen durchweg klar strukturiert vor
und geben eindeutige Arbeitsanweisungen. In manchen Stunden gibt es verschiedene Aufgaben zur Auswahl. Bei Experimenten, Recherchen oder der Vorbereitung von Präsentationen
können die Lernenden relativ selbstständig arbeiten, Hypothesen aufstellen und eigene Lösungswege ausprobieren. Auch in den von der Lehrkraft gesteuerten, fragend-entwickelnden
Unterrichtsgesprächen bekommen sie Gelegenheit, eigene Ideen und Meinungen darzulegen.
Dabei achten die meisten Lehrkräfte darauf, dass die Sprache korrekt verwendet wird, seltener
jedoch werden Formulierungen unterstützt. In etwa jeder dritten Stunde können Schülerinnen
und Schüler die Leistungen anderer kommentieren und einschätzen. Eine institutionalisierte,
systematische und strukturierte Feedback-Kultur ist an der Schule noch nicht etabliert.
Vergleicht man den Unterricht in der Qualifikationsphase mit dem in der Sekundarstufe I, so
wird deutlich, dass die älteren Schülerinnen und Schüler mehr im selbstständigen, kooperativen
und problemorientierten Denken und Arbeiten gefördert werden als die jüngeren. Dabei setzen
die Lehrkräfte in der gymnasialen Oberstufe auch vielfältigere und anregendere Methoden ein
als in der Mittelstufe. In den Oberstufenkursen erhalten die Schülerinnen und Schüler häufiger
die Gelegenheit, gemeinsam ihr Vorgehen zu planen, sich gegenseitig Dinge zu erklären, Zusammenhänge sprachlich darzustellen und Stellungnahmen zu formulieren. Auch achten die
Lehrkräfte hier mehr darauf, dass die Lernenden in ihrer individuellen Leistungsbereitschaft
unterstützt werden. Auch erhalten sie etwa doppelt so oft wie die Schülerinnen und Schüler
der Sekundarstufe I Aufgabenstellungen, aus denen sie auswählen dürfen, deren Wege zur
Lösung ihnen überlassen sind bzw. die mehrere Lösungsmöglichkeiten bieten.
Seit der letzten Inspektion ist die Kooperation mit außerschulischen Partnern intensiv aufgebaut
und vertieft worden. Heute ist die Schule auf vielen Ebenen in Spandau und darüber hinaus
vernetzt. Mit umliegenden Grundschulen existiert eine Zusammenarbeit, die Freiherr-vom-SteinSchule bietet hier nicht nur Informationsveranstaltungen als weiterführende Schule an, sondern
darüber hinaus Begabtenförderung im naturwissenschaftlichen Bereich. Außerdem arbeitet sie
als einziges Spandauer Gymnasium im Netzwerk BIKE. Der Musikbereich hat eine Zusammenarbeit mit den musikbetonten Spandauer Grundschulen aufgebaut. Als abgebende Einrichtung
nutzt die Schule zum einen die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Freien Universität und
der Technischen Universität. Hier können Schülerinnen und Schüler schon während der Schulzeit studieren und erste Scheine erwerben. Dieses Angebot wird regelmäßig wahrgenommen.
Zum anderen erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Wirtschaft, insbesondere
mit der Internationalen Technikakademie und der Businessschool der Siemens AG. Die Freiherrvom-Stein-Schule pflegt ebenso eine Partnerschaft mit der Professional School of Education der
Humboldt-Universität und der Siemens Professional School, worüber die Schülerinnen und
Schüler erweiterte Informations- und Bildungsangebote sowie Praktikums- und Laborplätze erhalten. Eine Kooperation mit vier anderen Gymnasien im naturwissenschaftlichen Netzwerk
Berliner Gymnasien ist geplant, die Gründung dieses Netzwerkes wurde beantragt. Seit nunmehr 30 Jahren findet der Schüleraustausch mit einer Pariser Oberschule statt. Ein Austauschprogramm mit einem Gymnasium in Wroclaw, Polen, ist seit 2008 etabliert.
Das Gymnasium hat die Grundausrichtung des neuen Profils abgeschlossen und befindet sich
mitten in der erfolgreichen Umsetzung der Veränderungen. Die jetzige Ausrichtung ist bei den
am Schulleben Beteiligten akzeptiert und in der Schulöffentlichkeit angekommen. Die Schule
hat ihrem Leitbild entsprechend Mut zu Innovationen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung
gezeigt und dennoch bewährte Traditionen erhalten.

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4. Qualitätsprofil

2

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.3

Verwaltungs- und Ressourcenmanagement

4.4

Unterrichtsorganisation

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Schulprofil

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.5

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Förderung der Sprachkompetenz

A

A

3.1

E.1

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

2

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

b

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

b

2.2.13 Selbstständiges Lernen

b

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

3

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

3

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.5

Berlin MW

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

Berlin untere Grenze

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2.2.10

2.2.11

Berlin obere Grenze

2.2.12

2.2.13

05Y01 MW

2.2.14

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Die Freiherr-vom-Stein-Schule nutzt für den Unterricht mehrere Standorte: das Hauptgebäude,
die zehn Gehminuten entfernt gelegene Filiale sowie fünf Sporthallen, die verteilt im Bezirk
Spandau liegen. Das Bezirksamt plant seit einigen Jahren einen barrierefreien Erweiterungsbau
mit einer Sporthalle für das Hauptgebäude, um den gesamten Unterricht zu konzentrieren.
Zurzeit ist die Fertigstellung jedoch noch nicht absehbar.
Das Hauptgebäude, in dem der Unterricht der Jahrgangsstufen 9 bis 12 stattfindet, ist mit UBahn und Bus gut erreichbar. Der Backsteinbau wurde vor über 100 Jahren errichtet. In einem
der beiden Trakte befinden sich Sporthalle und Aula, in dem anderen die Klassen- und Fachräume, die über 30 Schülerinnen und Schüler aufnehmen müssen. Vier Treppenhäuser erschließen das Gebäude, einen Aufzug gibt es nicht. Zum Zeitpunkt der Inspektion sind fast alle
Räume saniert, umgebaut und teilweise mit modernen Medien ausgestattet. Andere Gebäudeteile sind unverändert und wurden seit ca. 30 Jahren nicht renoviert. Die Biologie- und Chemie-Räume sowie die dazugehörigen Vorbereitungs- und Sammlungsräume sind aufwändig
nach den Vorstellungen der Schule modernisiert worden. Sie verfügen über Wasser- und Gasanschlüsse, die gefliesten Tische können je nach Bedarf umgestellt werden. Andere Fachräume
wurden mit Beamer- und Audioanlagen ausgestattet. Für den Physikbereich mit teilweise defekter Bestuhlung und Schränken aus der Entstehungszeit der Schule liegt ein Raumkonzept vor.
Die Baumaßnahmen sind für das Jahr 2015 angekündigt, einige Elektroinstallationen sind
schon abgeschlossen. Zur Problemüberbrückung hat die Schule vom Schulträger Sondermittel
erhalten und bereits für Lehrmittelanschaffungen ausgegeben.
In jeder Etage ist für die Naturwissenschaften ein elektronisches Whiteboard vorhanden. Alle
Fachbereiche verfügen über mobile Medienschränke und Laptop-/Beamer-Garnituren. Das Haus
ist durch WLAN vernetzt. Digitale schwarze Bretter ermöglichen Schüler- und Lehrerschaft sich
über den Vertretungsplan zu informieren. Auf den Gängen stehen Schließfächer, die die Schülerinnen und Schüler mieten können.
Im Hochparterre liegen das Sekretariat sowie die Büros des Schulleiters und der beiden Pädagogischen Koordinatoren. Fotos aller Lehrkräfte mit Namen hängen im Flur. Das Lehrkräftezimmer, in dem es nicht für alle einen Sitzplatz gibt, da sich das Kollegium abwechselnd in
der Filiale aufhält, ist mit Fächern, Ablagen, Kopierern und Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Als Stillarbeitsraum dient eine kleine Bibliothek mit Büchern und Materialsammlungen sowie vier PC-Arbeitsplätzen. Bücherstapel oder Materialien können von den Lehrkräften wegen
des Platzmangels nur im Ausnahmefall liegengelassen werden. Um die Arbeitsmöglichkeiten zu
verbessern wurde ein Unterrichtsraum mit Computern zum zweiten Lehrerzimmer umgewidmet.
Sehr ansprechend präsentiert sich die Sporthalle mit neuer Parkettversiegelung und Prallschutzwänden. Auch die Umkleideräume sind neu gestrichen, die Sanitäranlagen erneuert. Die
Aula wurde anlässlich der 100-Jahr-Feier im Jahr 2006 mit bezirklichen Geldern komplett modernisiert und hat jetzt eine zeitgemäße Beschallungs- und Beleuchtungsanlage für Theaterund Musicalaufführungen und eine flexible Bestuhlung für 200 Gäste.
Auf dem Gelände des Hauptgebäudes stehen zwei etwa sechs Jahre alte „modulare Schulergänzungsbauten“ mit je vier Räumen, in denen vor allem die Oberstufenkurse abgehalten werden. Ein WLAN-Empfang ist hier technisch nicht möglich.
Auf dem Schulhof des Hauptgebäudes gibt es für die 9.-12. Klassen kaum große Bewegungsmöglichkeiten, jedoch grenzt an diesen Pausenhof ein Sportplatz mit einer 200m langen Runde, einem Kleinspielfeld und einigen Sitzgelegenheiten. An einer Stirnseite liegen die Cafeteria
mit Imbissverkauf sowie ein Aufenthaltsraum für die Freistunden der Oberstufenschülerinnen
und -schüler. Die Cafeteria wird durch großes ehrenamtliches Elternengagement und auch mit
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Schülerhilfe geführt. Der Förderverein sorgt gegenwärtig für eine schülerfreundlichere Möblierung des Aufenthaltsraums.
Die Jahrgangsstufen 5 bis 8 werden in der Filiale unterrichtet, die direkt am U-Bahnhof „Altstadt Spandau“ liegt. Die Filiale besteht aus drei Gebäuden, dem dreigeschossigen „Hauptbau“
des früheren Kant-Gymnasiums, einem zweigeschossigen Anbau sowie dem „Uraltbau“. Das
Ensemble ist über den historischen Eingang von der Carl-Schurz-Straße und über den Schulhof
zugänglich.
Der Hauptbau ist etwa 100 Jahre alt und verfügt über eine denkmalgeschützte, renovierte Halle im 1. OG des Treppenhauses. Von hier geht es zum mit historischen Gemälden und Holzmobiliar eingerichteten Büro des stellvertretenden Schulleiters, zum gemeinsamen Raum für
Mittelstufenkoordinator und Qualitätsbeauftragten sowie zum geräumigen Lehrkräftezimmer,
das mit einer Teeküche sowie drei PC-Arbeitsplätzen und einem Kopierer ausgestattet ist. Ein
kleines Lehrkräftezimmer mit weiteren PCs wird zurzeit in einem ehemaligen Klassenraum eingerichtet. Elektronische Informationsbildschirme sind auch hier installiert.
Auf jeder Etage des Hauptbaus liegen zwei Klassenräume, die funktional eingerichtet sind, sich
nach Angaben der Schulleitung im Sommer aber stark aufheizen. Ein großer und moderner
Physiksaal mit Vorbereitungsraum und Beamer befindet sich im Erdgeschoss. Die Räume wurden vor etwa 10 Jahren renoviert. Auf den mit Schülerarbeiten und Informationsaushängen
versehenen Gängen stehen Schließfächer für die Schülerinnen und Schüler. Die Sanitäranlagen
sind sauber und funktionsfähig. Der Anbau ist mit dem Hauptbau verbunden und stammt aus
der gleichen Bauepoche. Hier liegen für Chemie, Musik und Biologie jeweils zwei Fachräume.
Sie sind mit Musikinstrumenten bzw. Experimentiervorrichtungen sowie mit Lehrer-PC und
Beamer gut ausgestattet, teilweise recht geräumig und werden durch Vorbereitungsräume bzw.
Sammlungen ergänzt.
Der so genannte „Uraltbau“ ist ein über 150 Jahre altes, vom Schulträger genehmigtes Einzelgebäude, welches unmittelbar am stark befahrenen Falkenseer Platz liegt. Es ist ausschließlich
über ein enges, steiles Holztreppenhaus zugänglich, ein zweiter Fluchtweg würde gegen Denkmalschutzauflagen verstoßen. Das Dachgeschoss darf wegen des Brandschutzes nicht für den
Unterricht genutzt werden, dort lagern größere Bestände an Schulbüchern. In den drei Geschossen darunter befinden sich unterschiedlich große Unterrichts- und Teilungsräume, Fachräume für Biologie und Religion sowie ein großer Kunstsaal mit Vorbereitungsraum. Einige
Unterrichtsräume werden zurzeit nicht genutzt, weil zum einen die Schülerzahlen zurückgehen,
zum anderen der Verkehrslärm aus Sicht der Schule den Unterricht beeinträchtigt. Im Gebäude
gibt es keine Toiletten.
Zwischen den drei Gebäudeteilen der Filiale hat die Schule einen einladenden Pausenhof für
die Mittelstufe angelegt. Die Schülerinnen und Schüler können sich auf einer kleinen Grünfläche mit Teich und Sitzgelegenheiten ausruhen oder auf den Sportfeldern Fußball, Basketball,
Beach-Volleyball oder Tischtennis spielen. Für die auch hier von Eltern betriebene SchulmilchAusgabe sind eine Küche, ein Verkaufskiosk und ein hölzerner Pavillon mit Bänken und Tischen
errichtet worden. Ein großer Stellplatz bietet Raum für die zahlreichen Schülerfahrräder.

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