Path:

Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Ernst-Ludwig-Heim Grundschule ist eine zweizügige Ganztagsschule in offener Form, die in
verkehrsgünstiger Lage am südlichen Rand der Spandauer Altstadt liegt. An der Schule befindet
sich eine sonderpädagogische Beratungsstelle für den Förderschwerpunkt „Sprache“. Neben den
zwei jahrgangsübergreifenden und zwei jahrgangsbezogenen Lerngruppen der zweijährigen
Schulanfangsphase werden die Kinder mit Sprach- und Sprechschwierigkeiten in gesonderten
Kleinklassen beschult. Spezielle Förderung erhalten zusätzlich Kinder mit diagnostizierter LeseRechtschreibschwäche. Darüber hinaus bietet die Schule für die gesamte Schülerschaft ein vielfältiges Sprachförderband an.
Ein immer größer werdender Teil der Schülerinnen und Schüler ist nicht deutscher Herkunftssprache - mittlerweile fast die Hälfte der Schülerschaft. Ein Teil der Kinder wohnt in Gebieten,
die vom Quartiersmanagement betreut werden. Zusammen mit den Pädagoginnen und Pädagogen, die für die ergänzende Förderung und Betreuung zuständig sind, entwickelten die Lehrerinnen und Lehrer ein Bewegungs- und Sprachlernkonzept, um der sich ändernden Schülerzusammensetzung gerecht zu werden.
Um den Eltern einen Treffpunkt zu schaffen und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, auch
informell mit ihnen ins Gespräch zu kommen, hat die Schule ein Elterncafé eingerichtet. Dieses
soll perspektivisch in ein neu entstehendes Familienzentrum integriert werden, um damit auch
einen größeren Teil der Elternschaft mehr in das Schulleben zu integrieren.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•
•
•
•

Umsetzung des Konzeptes "Gesunde Schule"
Förderung der Sprachkompetenz im Unterricht und der ergänzenden Betreuung
kontinuierlicher Ausbau und Pflege der Kooperationen
professionelle und engagierte ergänzende Betreuung

Entwicklungsbedarf der Schule
•

Wahrnehmen der Führungskompetenz durch die Schulleiterin

•

Partizipation des Kollegiums am Schulentwicklungsprozess

•

Verbesserung der Kommunikation innerhalb des Kollegiums und zwischen dem
Kollegium und der Schulleiterin

•

zielgerichtete Arbeit an schulischen Konzepten:

•

o

Entwicklung eines Schulprogramms mit abgestimmten Entwicklungs- und
Evaluationsschwerpunkten

o

Erarbeitung eines kompetenzorientierten schulinternen Curriculums mit
einem fächerübergreifenden Schwerpunkt

Unterrichtsentwicklung im Bereich des individualisierten Lernens

Seite 1/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

3. Erläuterungen
Die Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule ist als „Gesunde Schule“ 1 erstmalig 2008 zertifiziert worden, dies wurde auch im Schuljahr 2011/2012 durch ein Audit bestätigt. Die Konzentrationsphasen im Unterricht der Schulanfangsphase werden durch ritualisierte Entspannungsübungen
aufgelockert; der Schulhof bietet vielfältige Gelegenheiten sich auszutoben, aber auch sich in
ruhige Ecken zurückzuziehen. Ein gleitender Tagesbeginn und die Möglichkeit der Einnahme
eines gemeinsamen Frühstücks in den Klassen sollen den Kindern helfen, den Tag stressfrei und
mit der notwendigen Energie zu beginnen. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Kindertagesstätte der Petrusgemeinde wird den Schülerinnen und Schülern täglich ein selbstgekochtes
Essen angeboten. Der Evaluationsbericht von 2009 widmet sich vor allem dem Thema Gesunde
Schule. Für alle Projekte zur Bewegung, Entspannung und Ernährung wurde ein Kriterienkatalog entwickelt und in einer Selbsteinschätzung durch die Lehrkräfte untersucht. Im Anschluss
erfolgte die Fremdbewertung durch das externe Audit. Die Aktivitäten, die notwendig waren
um das Qualitätssiegel auch 2012 erneut zu erhalten, sind in einem Qualitätsbericht anschaulich dokumentiert.
Ein Netzwerk von Kooperationen hilft, den wachsenden Herausforderungen des Schulalltags zu
begegnen. Zur besseren Gestaltung des Übergangs pflegt die Schule zusammen mit dem freien
Träger „HAVEL-KIDS“ (Kinderbetreuung gGmbH) den Kontakt mit der Kita „Schatztruhe“. Bis zu
diesem Jahr unterstützte KompaxX e.V. die Schwerpunkte „soziales Lernen“, „Demokratieerziehung“ und „Ausbildung von Streitschlichtern“. Die VHS Spandau organisiert Mütter- bzw. Elternkurse an der Schule. „Seniorpartner in School“2 beraten die Schülerinnen und Schüler in
ihrer Funktion als Streitschlichter, bzw. in Fragen der Bewerkstelligung ihres Alltags. Aber auch
Hürden mussten überwunden werden: der erst vor kurzem verabschiedete Kooperationsvertrag
zwischen der für die ergänzende Förderung und Betreuung zuständigen Petrusgemeinde und
der Grundschule ist das Ergebnis eines langen Aushandlungsprozesses. Zu Beginn war es nach
Aussage der Beteiligten schwierig, den unterschiedlichen Vorstellungen des pädagogischen Personals und der Lehrkräfte gerecht zu werden. Den Absprachen liegt nun ein gemeinsam entwickeltes Leitbild zugrunde und mittlerweile profitiert die Zusammenarbeit vor allem in der
Schulanfangsphase von der gegenseitigen Wertschätzung und gemeinsamen Planungen. Das
Konzept für die Ganztagsbetreuung betont den Leitgedanken und die Grundsätze der Arbeit
durch eine selbstbestimmte und selbstorganisierte Gestaltung in Verbindung mit Angeboten
wie dem Freispiel zur Förderung der Selbstständigkeit sowie der Kooperations-und Interaktionsfähigkeit durch einen partizipativen Ansatz. Es finden beispielsweise wöchentliche Besprechungen mit den Kindern statt. In der direkten Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern gibt es allerdings immer noch teilweise Vorbehalte hinsichtlich der Kompetenz der jeweils anderen Profession. Auf Leitungsebene ist seit Beginn dieses Jahres ein fester wöchentlicher Termin zu gemeinsamen organisatorischen und inhaltlichen Absprachen etabliert.
Eine Vernetzung innerhalb der Lehrerschaft gelingt jahrgangsstufenbezogen unterschiedlich gut.
Die in der Schulanfangsphase arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer treffen sich regelmäßig zu
Teamsitzungen für fachliche, methodisch-didaktische und organisatorische Absprachen. In den
oberen Jahrgangsstufen gibt es dagegen weder gemeinsame Besprechungszeiten noch einen
gelingenden fachlichen Austausch. So nahmen einige Lehrkräfte jüngst an Fortbildungen zu

1

2

Das Zertifikat „Gesunde Schule“ wird durch den Dachverband der Betriebskrankenkassen verliehen. Es werden
Schulen ausgezeichnet, die Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften gute Bedingungen für ihre gesundzeitliche Entwicklung schaffen.
Seniorpartner in School e. V. vermittelt Schulen ältere Menschen, die als Mediatorinnen und Mediatoren bei
Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern helfen.

Seite 2/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

ETEP3 und SINUS4 teil. Deren Expertise wird noch nicht für eine systematische Unterrichtsentwicklung genutzt. Diese Lehrkräfte richten ihre eigenen Unterrichtskonzepte durchaus nach
diesen Programmen aus. Dies kommt im Unterricht deutlich zum Ausdruck, beispielsweise
durch veränderte Aufgabenformate im Fach Mathematik. Die mangelnden Absprachen führen
jedoch dazu, dass die didaktische und methodische Qualität des Unterrichts in Parallelklassen
erheblich differiert. Auch die Kinder nehmen die Unterschiede wahr. Sie äußerten, dass die
Reihenfolge und die Intensität der Bearbeitung der Themen von der einzelnen Lehrkraft abhängen. Auch ob und wie die Bewertungskriterien bekannt gegeben werden, ist sehr unterschiedlich.
Diese Vereinzelung in Bezug auf die Gestaltung des Unterrichts - die von einigen Lehrkräften
durchaus beklagt wird - findet ihre Entsprechung in der Organisation der Schulentwicklungsprozesse. Eine systematisch konzipierte Lenkung unter Einbeziehung aller an der Schule Beteiligten existiert nicht. Eine Steuergruppe wurde vor drei Jahren gegründet, die mitwirkenden
Lehrkräfte vermissen trotz der konzeptionellen Festlegung von 2010 aber eine klare Definition
ihrer Aufgaben und Befugnisse. Der ursprünglich für einen pädagogischen Austausch eingerichtete Jour fixe wird heute ebenso als Dienstbesprechung erlebt wie die Gesamtkonferenz.
Das Kollegium nimmt einerseits wahr, dass ein Ort des Austauschs fehlt und Gelegenheiten zur
Mitgestaltung des Prozesses der Schulentwicklung bisher nur unzureichend geschaffen worden
sind. Andererseits erwartet es von Seiten der Schulleiterin eine klare Steuerung und stärkere
Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel eine transparente Vorgehensweise bei den MitarbeiterVorgesetzten-Gesprächen. Weiter wünschen sich die Lehrkräfte, dass die Schulleitung vorhandene Kommunikationsstrukturen nutzt oder neue schafft, Aufgaben gezielt delegiert und auf
deren Umsetzung achtet. Ein erster Beginn sind die wöchentlich stattfindenden Treffen der
Leitungsebene oder die monatlichen Gesprächsrunden zwischen dem Vorstand der Elternvertretung und der Schulleiterin. Ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit der Verbesserung einer
Kommunikations- und Organisationsstruktur ist die Tatsache, dass das aktuelle Schulprogramm
weder mit dem Kollegium entwickelt noch von ihm verabschiedet worden ist. Es beschreibt die
Aktivitäten der Schule ausführlich, kann aber nur eingeschränkt als ein Arbeitsprogramm genutzt werden, da weder Entwicklungsziele benannt sind, noch eine Zeit-Maßnahmen-Planung
mit Verantwortlichkeiten weitere Schritte vorstrukturiert. Das schulinterne Curriculum ist hinsichtlich aktueller Standards nicht fertiggestellt. Es beinhaltet bisher Fachpläne, die Themen
ausweisen und teilweise kompetenzorientiert ausgerichtet sind. Eine Verzahnung mit dem
Sprachbildungskonzept als fachübergreifendem Schwerpunkt aller Fächer ist noch nicht erfolgt.
Initiiert von der Sprachbildungskoordinatorin und einer kleinen Gruppe von Lehrkräften ist ein
Sprachbildungskonzept entwickelt worden, welches fundierte Aussagen zu den Rahmenbedingungen, zur Bedarfsermittlung und Lerndokumentation, zur Organisation und zu den Entwicklungszielen enthält. Laut Gesamtkonferenzbeschluss sollte dieses Konzept ursprünglich in der
Schulanfangsphase erprobt werden. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde ein umfassendes
Sprachförderband für alle Jahrgänge im Stundenplan verbindlich etabliert, um u. a. der wachsenden Zahl von Kindern gerecht zu werden, bei denen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert worden war. Es umfasst für die Fächer Deutsch und Mathematik sowohl Angebote
für den Förderschwerpunkt Lernen als auch Zusatzkurse für die leistungsstärkeren Schülerinnen
und Schüler wie zum Beispiel kreatives Schreiben, Schach oder Mathe-Power.

3

4

ETEP (Entwicklungstherapie und -pädagogik) ist ein Programm zur Förderung von Kindern mit sozialen und
emotionalen Entwicklungsverzögerungen.
SINUS-Transfer ist ein bundesweites Programm zur Verbesserung des mathematisch-naturwissenschaftlichen
Unterrichts.

Seite 3/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

Ebenfalls für alle Jahrgänge sind verschiedene Projekte wöchentlich zweistündig in den Stundenplan integriert. Projekte wie „Kulturelle Vielfalt“, „optisch-akustische Phänomene“ und „Topographische Rätsel“ legen einen ganzheitlichen Ansatz zugrunde. Hiermit soll einerseits das
soziale Lernen in klassen- und jahrgangsgemischten Kleingruppen gefördert und insgesamt der
Unterricht durch die intensivere Bearbeitungsmöglichkeit des Lernstoffs mit für die Kinder interessanten Aspekten bereichert werden.
Der Unterricht findet in einem angenehmen Lernklima statt. Die Lehrkräfte achten darauf, dass
die Kinder respektvoll und höflich miteinander umgehen. In der Saph haben die Lehrerinnen
und Lehrer durch Raumgestaltung und Materialbeschaffung bzw. -erstellung sehr vielfältige
Lern- und Arbeitsbedingungen geschaffen. Sie kommen den Bedürfnissen der Kinder in hohem
Maße entgegen, indem sie damit deren teilweise anregungsarmen Lebensbedingungen während des Schultags kompensieren. Im ersten Inspektionsbericht vor fünf Jahren noch als Entwicklungsbedarf formuliert, gestalten die Lehrkräfte den Unterricht nun mit vielfältigen und
abwechslungsreichen Methoden. Anleitende Phasen und Schüleraktivitäten stehen in einem
ausgewogenen Verhältnis. Die Förderung der Sprachkompetenz ist Prinzip in allen Jahrgangsstufen. Hier wurde eigenes Unterrichtsmaterial entwickelt, welches gezielt eingesetzt wird. Die
Förderung kommunikativer Lernprozesse und der Austausch von Schülerinnen und Schülern zu
einzelnen Sachthemen sind in einem Drittel des Unterrichts verankert. Während sich die in der
Saph unterrichtenden Lehrkräfte zunehmend individualisierten Lernformen öffnen, nimmt dieses
in den oberen Jahrgängen deutlich ab. In jeder dritten Stunde sind Formen der Binnendifferenzierung zu beobachten durch individuelle Lernangebote beispielsweise in differenzierten Wochenplänen. Ebenso häufig gehören überfachliche Arbeitstechniken, z. B. Präsentationen zum
Unterrichtsalltag. Trotz verbesserter äußerer Unterrichtsbedingungen, ist eine stärkere Individualisierung der Lernprozesse noch nicht durchgehend gelungen. Zum Beispiel wird die Förderung
des selbstständigen und problemorientierten Lernens wenig initiiert.
Abschließend lässt sich feststellen, dass zurzeit Hemmnisse einer verbindlichen und umfassenden Qualitäts- und Organisationsentwicklung jedoch im Fehlen verlässlicher Kommunikationsstrukturen im Kollegium und einer konsequenten Wahrnehmung der Führungsverantwortung
durch die Schulleiterin bestehen. Es ist dem Kollegium der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule
allerdings in den letzten Jahren gelungen, den Veränderungen im Wohnumfeld mit einem
ganzheitlichen Anspruch gerecht zu werden, indem das Konzept „Gesunde Schule“ verfolgt
wird, ein Sprachbildungskonzept entwickelt wurde und dies engagiert im Unterricht umgesetzt
wird.

Seite 4/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

4. Qualitätsprofil

5

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.3

Gestaltung der Schule als Lebensraum

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Ganztagsangebot

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.2

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Förderung der Sprachkompetenz

A

A

3.1

E.1

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

5

Bewertung
A

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

Seite 5/9

D

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

c

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

b

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

b

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

c

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

b

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

c

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

c

6

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

6

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

Seite 6/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B 80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

Berlin MW

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

Berlin untere Grenze

Seite 7/9

2.2.9

2.2.10

2.2.11

Berlin obere Grenze

2.2.12

2.2.13

05G01 MW

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

8. Standortbeschreibung
Eingefasst von der verkehrsreichen Ruhlebener Straße und der kleinen Grenadierstraße liegt die
Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule seit 1973 auf dem Reitstallgelände einer ehemaligen Kaserne.
Entsprechend weitläufig gehen im Außengelände Sportanlagen und Schulhof ineinander über.
Das in Kooperation mit „Grün macht Schule“ abwechslungsreich gestaltete Schulgelände bietet
den Schülerinnen und Schülern viele Möglichkeiten. Unter den Bäumen eines künstlich angelegten Hügels können sie umherrennen oder sich zurückziehen. Drei kreisförmig angelegte „grünen Klassenzimmer“ bieten die Möglichkeit, auch im Freien zu unterrichten. Auf der Kletterlandschaft mit Weichboden können die Kinder ihre Geschicklichkeit trainieren. Komplettiert
wird das Angebot durch zwei Basketballkörbe und zwei Schaukeln. Gegen Pfand können sich
die Kinder Spielmaterial ausleihen, das in einem Holzgartenhäuschen aufbewahrt und, unter
Aufsicht einer Lehrkraft, von ihnen selbst verwaltet wird. Jeweils der 6. Jahrgang hat das Vorrecht für die Nutzung des Ballspielplatzes. Die Laufbahn kann wegen eingewachsener Baumwurzeln derzeit ebenso wenig genutzt werden wie die ungenügend fallgeschützte Kletterwand.
Auch das eingebaute Trampolin ist zurzeit gesperrt. Entsprechende Meldungen an das Bezirksamt bleiben nach Aussage der Schulleiterin seit Jahren folgenlos. Ebenfalls auf dem Schulhof
befindet sich ein Schulgarten. Die Ernte aus den Klassenbeeten wird teilweise in Kochkursen
verarbeitet, es gibt eine Kräuterspirale und ein Insektenhotel.
Die Schule nutzt drei Gebäude. Das Haus für die Verwaltung, in dem sich auch Lehrerzimmer,
Aula, Sporthalle sowie die Hausmeisterwohnung befinden, ist durch eine Überdachung mit
dem Schulhaus für die Klassenräume verbunden. Zwischen diesen beiden Häusern führt ein mit
Bäumen eingefasster Weg zum Außeneingang der Sporthalle und auf das offene Schulgelände.
Hier werden bei Schulfesten die verschiedenen Stände aufgebaut. Ein kleiner Mobilbau (Fertigbauweise) für die ergänzende Förderung und Betreuung im offenen Ganztag liegt in unmittelbarer Nähe.
Das Verwaltungsgebäude öffnet sich in ein weites Foyer mit Grünpflanzen. Eine Tafel informiert über den Namensgeber der Schule. Ein Schulwegeplan und ein Organigramm bieten Orientierung. In Wechselausstellungen werden Schülerarbeiten gezeigt und Schulrekorde gewürdigt. Geplant ist ein digitales „Schwarzes Brett“. Durch ein Fenster hat der Hausmeister den
gesamten Eingangsbereich im Blick. Über den Eingangsbereich gelangt man in das große Elterncafé, das auch als Konferenzraum genutzt wird. Alle Verwaltungsräume sind funktional
eingerichtet. Das geräumige Lehrerzimmer mit drei großen Tischen, drei Computerarbeitsplätzen, einem Kopierer und einem Flipchart wirkt freundlich und aufgeräumt. An den Wänden
stehen den Lehrkräften breite Fächer und Schränke zur Verfügung. Angrenzend ist der kleine
Raum des stellvertretenden Schulleiters.
Die Aula, ein langgestreckter Raum mit Bühne, wird für die Tanz-AG und die Theater-AG, für
Filmvorführungen und Konferenzen genutzt. Nach ständigen Wassereinbrüchen wird sie gerade
renoviert. Ganz neu sind die elektrischen Jalousien. Die flexibel teilbare Sporthalle hat zwei gut
ausgestattete Geräteräume. Die Umkleide- und Sanitärräume sind sauber und gepflegt.
Die Klassenräume befinden sich in einem dreiflügeligen Gebäude, Trakt A, B, C genannt und
sind auf drei Etagen verteilt. Am Eingang zu jedem Trakt befindet sich ein Leitplan für die
Lage der Räume. Der Bau liegt zur lauten Ruhlebener Straße hin, an der zur Zeit zum Unmut
aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule eine Tankstelle erbaut wird. Bei geöffnetem
Fenster ist die Verständigung im Klassenzimmer deutlich beeinträchtigt.

Seite 8/9

Kurzbericht
zur Inspektion der Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule (05G01)

Im Erdgeschoss des A-Traktes befinden sich die 2009 mit IZBB-Mitteln7 umgebauten Räume für
den Ganztagsbetrieb, die u.a. für die Verlässliche Halbtagsgrundschule genutzt werden. Drei
hell und freundlich gestaltete Gruppenräume, ein Bewegungsraum mit Teppichboden, Kicker,
Kletterwand und Matten, eine kleine Küche zum Warmhalten der Speisen, ein Raum für die
Garderobe sowie zwei neue saubere Toiletten bieten eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre.
An der „Rezeption“ meldet sich jedes Kind bei Ankunft oder Verlassen der Räume an bzw. ab.
Für Verwaltungsarbeiten steht ein Büro zur Verfügung.
Der Bereich des offenen Ganztags ist in hellen Farben ansprechend und freundlich gestaltet.
Drei große funktionsgerecht möblierte Gruppenräume, ein Bewegungsraum mit Matten und
Klettergerüst sowie Fächer und Spinde im Flur stehen den Kindern zur Verfügung. Die Leitung
hat ein eigenes Büro. Das Essen wird von den Kindern gruppenweise in einem weiteren Raum
mit kleiner Spülküche eingenommen. Eine große Sandkiste vor dem Haus, ein begehbares
Schachbrett und ein Spielhaus für die Ausleihe ergänzen das Angebot.
Im Erdgeschoss des B-Traktes befindet sich neben den Fachräumen für Naturwissenschaften
(NaWi) und Kunst auch ein Lehrmittelraum für NaWi und Geographie. Hier wird sukzessive das
Sprachkabinett mit neuen leicht rollbaren Tischen eingerichtet. Die meisten Klassenräume sind
mit offenen Regalen so eingerichtet, dass die Kinder leicht Zugriff auf ihr Wochenplanmaterial
haben.
Der Trakt C ist aufgrund eines Wasserschadens mit Unterstützung des Bezirks und viel Engagement einzelner Lehrkräfte renoviert und neu ausgestattet worden. Im Erdgeschoss ist das
Büro der Beratungsstelle für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Sprache angesiedelt.
Im Rahmen des SINUS-Projektes haben einige Lehrkräfte eine Mathematikwerkstatt mit beweglichem und höhenverstellbarem Mobiliar und vielfältigen Unterrichtsmaterialien aufgebaut. Diese wird auch als Teilungsraum im Sprachförderband genutzt.
Der Schule stehen ein PC-Raum mit 28 Computern zur Verfügung sowie eine Computerwerkstatt, die von einem Kollegen betreut wird. Geplant ist die Anschaffung von 28 variabel einsetzbaren Notebooks. Das einzige Smartboard der Schule nutzen bisher nur wenige Lehrkräfte.

7

. Die Bundesregierung stellt über das Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung den Ländern Geldmittel für die Ganztagsschulen zur Verfügung.

Seite 9/9
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.