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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Christoph-Földerich-Grundschule (05G05)

Kurzbericht
zur Inspektion der Christoph-Földerich-Grundschule (05G05)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Christoph-Földerich-Schule liegt im Ortsteil Wilhelmstadt des Bezirks Spandau. Die Bevölkerungsstruktur dieses Stadtteils hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Das Einzugsgebiet der Schule ist durch eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote, eine zunehmend
hohe Anzahl von Empfängern sozialer Transferleistungen und steigende Kinderarmut geprägt.
Viele der Kinder, die die Schule besuchen, wachsen in bildungsfernen Elternhäusern auf, sie
sind auf die verstärkte Unterstützung und Förderung durch die Schule angewiesen.
Die Schülerzahlen sind seit 10 Jahren rückläufig. Derzeit ist die Schule zwei- bis dreizügig. Seit
dem Schuljahr 2011/12 werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 3, denen es besonders schwerfällt, sich in das Schulleben einzufügen, in einer temporären Lerngruppe, der sogenannten Brückenklasse, durch eine Sonderpädagogin unterrichtet.
Ein besonderes Merkmal der Schule ist das Musikprofil. Die Schule stellt den Schülerinnen und
Schülern Musikinstrumente leihweise kostenlos zur Verfügung. Französisch wird als erste
Fremdsprache angeboten. Aufgrund dieser besonderen Angebote besuchen auch Kinder aus
anderen Stadtteilen die Schule.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf

Stärken der Schule
•
•
•
•
•
•

hohes Maß an individueller Förderung und Unterstützung für jedes Kind
gelebte inklusive Pädagogik
von allen anerkanntes und unterstützendes Schulleitungshandeln
engagierte und wertschätzende Zusammenarbeit aller an der Schule Beschäftigten
lernförderliche, konzentrierte und ruhige Unterrichtsatmosphäre
stark ausgeprägtes, gemeinschaftsförderndes Musikprofil

Entwicklungsbedarf der Schule

•
•
•

Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten im Schulprogramm und deren
zielgerichtete Umsetzung und Evaluation
Unterrichtsformen, die selbständiges, kooperatives Lernen sowie Problemorientierung
fördern und verstärkt differenziertes Arbeiten ermöglichen
Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung und Weiterentwicklung
der Schule

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3. Erläuterungen
„Hier spielt die Musik“ hat sich die Christoph-Földerich-Schule als Motto gewählt. Dies bezieht
sich in erster Linie auf das musikalische Profil. Darüber hinaus schwingt in diesem Satz die
Vorstellung von einer Schule mit, die als eine Art Bildungscampus zu verstehen und damit als
Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger des Kiezes zu sehen ist. Sehr bewusst hat sich das
Kollegium die Förderung aller Kinder auf die Fahnen geschrieben und unterstützt die Schülerinnen und Schüler umfangreich und individuell. Diese werden mit ihren Fähigkeiten und Potentialen ebenso wie mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen und entsprechend gefördert. Das
Schulklima ist geprägt durch einen freundlichen Umgang miteinander und die Schulzufriedenheit der am Schulleben Beteiligten ist sehr hoch.
Jedes Kind erhält an der Schule die Möglichkeit ein Instrument zu erlernen, wenn es möchte.
Die Auswahl in der 3. Klasse wird in den zwei vorangegangenen Jahren ausführlich vorbereitet.
Die Kinder erhalten musikalische Grundkenntnisse unter anderem durch das Spiel mit dem
Orff-Instrumentarium oder der Blockflöte. In der 3. Klasse erhalten sie Instrumentalunterricht
an verschiedenen Instrumenten: Geige, Klavier, Cello, Querflöte oder Gitarre. Sie spielen dann
gemeinsam mit anderen Kindern in Instrumentalensembles und erweitern hier ihre Fähigkeiten
am Instrument und im kooperativen Miteinander. Diese Aktivitäten münden regelmäßig in Jahresprojekten wie Musicals oder - im vorigen Schuljahr - in einem Zirkusprojekt. Daran waren
alle Kinder beteiligt: als Musiker im Chor oder einem Ensemble, denn Live - Musik begleitete
die artistischen Nummern, oder als Clowns bzw. Artisten. Hier gelang es beispielhaft, alle am
Schulleben Beteiligten einzubinden. Die Sporthalle wurde zur Zirkusarena, die Lehrkräfte koordinierten, dirigierten oder gaben den Artisten Hilfestellung. Der Schulleiter übernahm auch hier
die Rolle des Direktors, der die Veranstaltung - so wie im Schulalltag - koordiniert, jedes
Engagement, auch den Purzelbaum der Erstklässler, würdigte und dafür sorgte, dass jeder und
jede seine ihm oder ihr angemessene Rolle spielen konnte.
Der Schulleiter genießt ein hohes Maß an Wertschätzung und Anerkennung von allen an der
Schule Beschäftigten, den Eltern und den Kindern. Er kennt alle Schülerinnen und Schüler beim
Namen, weiß um ihre familiären Hintergründe und ist über ihren schulischen Werdegang informiert. Die Kinder haben ihm gegenüber großes Vertrauen und freuen sich, wenn sie ihn im
Schulgelände treffen. Bei Problemen reagiert er schnell und setzt sich aktiv und lösungsorientiert ein. Er wird oft um Hilfe und Unterstützung gebeten. Entweder setzt er sich dann selbst
engagiert ein oder delegiert die folgenden Aufgaben. Mit seinem Stellvertreter und dem zweiten Konrektor arbeitet er kollegial und eng zusammen. Entscheidungen treffen sie gemeinsam
und jeder übernimmt die Verantwortung für die ihm zugewiesenen Aufgaben. Durch das
Schulleitungsteam fühlen sich die Lehrkräfte in jeder Weise unterstützt. Im Interview betonten
sie, dass ihr Einsatz im Unterricht oder in bestimmten Klassen entsprechend ihrer Fähigkeiten,
Kompetenzen und Wünsche ein hohes Maß an Motivation schafft.
Ideen der Lehrerinnen und Lehrer zur Gestaltung und weiteren Entwicklung der Schule greift
der Schulleiter gern auf und unterstützt sie bei der Erarbeitung und Umsetzung von neuen
Projekten oder Konzepten wie zum Beispiel dem Konzept zur ergänzenden Betreuung oder der
Teilnahme am Landesprogramm Gute gesunde Schule. Für den von der letzten Schulinspektion
festgestellten Entwicklungsbedarf im Qualitätsmanagement der Schulentwicklung nahm der
Schulleiter Unterstützung durch proSchul1 an. Daraus resultierte die Entwicklung eines schulinternen Curriculums, das mit der Leseförderung den Bedarf der Schülerinnen und Schüler trifft.
Die Umsetzung dieses fachübergreifenden Schwerpunktes findet im Unterricht durch die Anwendung von Methoden zur Texterarbeitung, den Einsatz von Lesepaten oder regelmäßige
1

proSchul ist eine Beratungseinrichtung der Senatsbildungsverwaltung, die Schulen auf eigenen Wunsch oder
aufgrund eines bei der Inspektion festgestellten erheblichen Entwicklungsbedarfs unterstützt.

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Lesestunden statt, die durch Buchvorstellungen, Lesewettbewerbe und das „Bücherwurmdiplom“ ergänzt werden. Ein mit Kinder- und Sachbüchern eingerichteter Leseraum lädt zum ruhigen Üben und zum Rückzug ein. Eine erste Überprüfung dieses Schwerpunktes wurde im
Rahmen der schulinternen Evaluation durchgeführt, wo bereits ein kleiner Kompetenzzuwachs
festgestellt werden konnte. Das Kollegium hat entschieden, die Lesekompetenz in besonderem
Maße weiter zu fördern und die Ergebnisse kontinuierlich zu überprüfen. Diese zielgerichtete
Vorgehensweise ist in der Fortschreibung des Schulprogramms jedoch nicht zu finden. Es ist in
einer die Schule beschreibenden Form verfasst. Die Abstimmung von Entwicklungsschwerpunkten, für deren Umsetzung Maßnahmen geplant und die nach ihrer Umsetzung überprüft werden, wurde nicht vorgenommen. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von relativ allgemein gehaltenen Entwicklungszielen. Entsprechend liegt auch noch kein Fortbildungskonzept vor, das sich
auf festgelegte Schwerpunkte bezieht. Fortbildungen werden bislang eher individuell wahrgenommen und nicht miteinander abgestimmt.
Trotz der teilweise beeinträchtigenden baulichen Verhältnisse gestalten die Lehrkräfte die Lernumgebung der Kinder sowohl funktional als auch altersgerecht. Leseecken sind mit gemütlichen Sitzgelegenheiten versehen und durch Bücherregale vom Arbeitsbereich abgetrennt. In
jedem Raum stehen jeweils zwei PCs mit Internetzugang, die jedoch während der Schulinspektion nicht genutzt wurden. Schülerarbeiten aus dem Kunst, Sach- oder Deutschunterricht hängen an den Wänden aus. Der gesamte Unterrichtstag ist geprägt von Gelassenheit, Freundlichkeit und Ruhe. Die Leistungsanforderungen und die eingesetzten Materialien sind dem Leistungsstand und -vermögen der Schülerinnen und Schüler angemessen. Das allgemeine Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler liegt jedoch, wie die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten VERA3 zeigen, deutlich unter dem der Vergleichsgruppe. Besondere, auch über den Unterricht hinausgehende Angebote für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler sind nicht etabliert. Die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen die Schülerinnen und Schüler durch persönliche
Zuwendung und freundliche Ermunterung. So zeigen sich diese selbstbewusst und lernmotiviert. Es gehört zum Selbstverständnis der Schule, dass kein Kind beschämt wird. Für alle Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf sind aktuelle Förderpläne vorhanden.
Zusätzliche Hinweise und Hilfestellungen erhalten die Lehrkräfte durch die an der Schule tätige
Sonderpädagogin. Wenngleich im Musikunterricht kooperative Lernformen praktiziert werden,
finden diese im sonstigen Unterricht kaum statt. Ebenfalls wenig ausgeprägt sind Angebote für
das selbständige Lernen. Aufgaben, die eine Problemlösung erfordern, werden kaum gestellt.
So können die Schülerinnen und Schüler nicht verschiedene Lösungswege erfinden und ausprobieren oder mit einem Partner oder in der Gruppe darüber diskutieren.
In den Klassen 1 bis 3 arbeiten die Lehrkräfte in Teams. Die Teamzeiten nutzen sie gemeinsam
mit den Erzieherinnen zu Absprachen über einzelne Schülerinnen und Schüler und deren individuelle Unterstützung, über Unterrichtsinhalte und -materialien sowie Projekte. In diesen Jahrgängen ist jeder Klasse eine Erzieherin zugeordnet. Sie begleitet die Klassen während des Unterrichts, in dem sie jedoch eher als Beobachterin fungiert. Auch über den Unterricht hinaus ist
sie eine Bezugsperson für die Kinder. In den oberen Klassen bilden sich Teams eher nach Bedarf. Auch im außerunterrichtlichen Bereich, der - für die gemeinsame Arbeit erschwerend auf zwei Standorte verteilt ist, kooperieren die Erzieherinnen nicht nur untereinander, sondern
auch mit den Lehrkräften intensiv. In alle pädagogischen Diskussionen und Entscheidungen zur
Weiterentwicklung der Schule sind die Erzieherinnen selbstverständlich mit einbezogen.
Die Förderung leistungsschwächerer Kinder ist allen Erziehenden genau so ein Anliegen wie die
der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. An dieser Stelle berät
eine Sonderpädagogin, deren Handlungshinweise nach Möglichkeit umgesetzt werden. Für Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf hat die Schule das Konzept der Brückenklasse entwickelt, an dem vorwiegend Kinder mit dem Förderschwerpunkt emotionale und
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soziale Entwicklung teilnehmen. Einzelne Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 3 werden
in den 3. und 4. Unterrichtsstunden nicht in ihren Regelklassen unterrichtet, sondern in einem
für sie eingerichteten Klassenraum nach einem eigens für sie entwickelten pädagogischen Konzept. Schwerpunkte des Lernens sind grundlegende Dinge und Verhaltensweisen wie z. B. einander begrüßen oder dem Gesprächspartner in die Augen blicken. Dadurch wird ihnen die
Teilnahme am Regelunterricht erleichtert und zum Teil sogar erst ermöglicht.
Bei Festen und Veranstaltungen der Schule werden möglichst alle Kinder aktiv einbezogen.
Strukturen zur Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Schule existieren jedoch kaum. Regelmäßige Treffen einer Schülervertretung sind nicht
institutionalisiert, jedoch hat der Schulleiter begonnen Gespräche mit den gewählten Schülervertreterinnen und -vertretern zu führen.
Die individuelle Unterstützung jedes Einzelnen ist allen an der Schule Beschäftigten ein Anliegen, das mit großem Engagement verfolgt wird. Maßnahmen zum Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern werden ständig überprüft und aktualisiert. Eine Sozialpädagogin, die sich regelmäßig mit der Schulleitung über ihre Tätigkeit austauscht, unterstützt
Lehrkräfte und Erzieherinnen und führt Beratungsgespräche mit Eltern und Kindern. Sie hospitiert im Unterricht und vermittelt bei Bedarf zwischen Schule, Jugendamt und dem schulpsychologischen Dienst. Dabei nutzt sie ihre zahlreichen regionalen Kontakte im Bezirk. Sie organisiert Maßnahmen zum Übergang aus abgebenden Einrichtungen und ist in die Planung der
Gestaltung des Übergangs in die Sekundarstufe involviert.
Die Schule hat in den letzten Jahren zunehmend Kontakte zu Einrichtungen der Umgebung
geknüpft, die auf dem von ihr angestrebten Weg zu einem Bildungscampus notwendig und
hilfreich sind. Dieser könnte durch die Verwirklichung der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geplanten Schlüsselprojekte im Zuge der Aufwertung der Wilhelmstadt Realität
werden.

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4. Qualitätsprofil

2

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

A

B

C

D

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.4

Kooperationen

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

E.5

Schulprofil

E.6

Inklusion

D

B

C

D

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

Ganztagsangebot

C

Unterrichtsprofil

A

4.1

E.2

B

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

Förderung der Sprachkompetenz

A

A

3.1

E.1

Bewertung

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

2

Bewertung

A

B

C

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

a

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

b

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

c

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

a

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

a

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

a

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

a

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

b

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

c

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

d

3

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

3

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/B
80%

B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

++

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

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Berlin obere Grenze

05G05 MW

2.2.14

2.2.15

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Die Schule liegt am neu gestalteten Földerich-Platz im Orsteil Wilhelmstadt. Der Unterricht findet in zwei separaten Gebäuden statt. Während die Jahrgangsstufen 3 bis 6 im 1878 errichteten Haus am Földerich-Platz, dem sogenannten Földerichhaus, untergebracht sind, werden die
Schülerinnen und Schüler der Schulanfangsphase in einem Schulbau unterrichtet, der an der
gegenüberliegenden Seite des mit Bäumen bestandenen Schulhofes liegt und von der parallel
verlaufenden Seitenstraße zugänglich ist. Neben diesem Haus steht eine kleine Turnhalle aus
den 1970er Jahren. Am Zugang zu den Umkleideräumen der kleinen Sporthalle zeigen sich
Schäden. Risse durchziehen das Mauerwerk und Putz blättert von den Wänden. Für dieses Gebäude ist ein Abriss angedacht, um Platz für eine neu zu errichtende große Halle zu schaffen.
Auf dem weitläufigen Schulgelände befindet sich zwischen den beiden Schulgebäuden bereits
jetzt eine zweite Sporthalle, die im derzeitigen Zustand allerdings nur bedingt nutzbar ist.
Zwar wurde das gesamte Dach erneuert, doch der Parkettboden ist abgenutzt und von den
Kindern barfuß nicht zu benutzen. Die Wasserhähne in den Waschräumen funktionieren teilweise nicht. Der Außenputz bröckelt.
Das Außengelände dient als Pausenhof und Sportanlage. Neben Kletter- und Spielgeräten stehen Spielfelder für Ballsportarten zur Verfügung. Ein kleiner Schulgarten bietet Möglichkeiten
für praktische Arbeiten im Sach- und Biologieunterricht.
Das Földerichhaus ist teilweise durch Wandbemalungen, Urkunden und Fotos gestaltet. Am
südlichen Eingang erhalten Besucher mittels einer Bildschirmpräsentation der musikalischen
Aktivitäten einen Eindruck vom Schwerpunkt der Schule. Die Musikbetonung ist an vielen Stellen erkennbar. Zwei Kellerräume sind als Musikräume ausgebaut, der eine mit Mischpulten und
verschiedenen Instrumenten vorwiegend für die schuleigene Rockband. Im zweiten Stockwerk
stehen noch ein weiterer Musikraum sowie ein kleiner Mehrzweckraum mit Bühne für den Musikunterricht zur Verfügung. Die Schule stellt den Schülerinnen und Schülern Musikinstrumente
leihweise zur Verfügung. Weitere Instrumente konnten in diesem Schuljahr bestellt werden.
Auch für den naturwissenschaftlichen Unterricht ist ein Fachraum vorhanden. Der hieran anschließende Vorbereitungsraum ist wegen eines Wassereinbruchs zurzeit nicht nutzbar. Die
Religions- und Lebenskunde-Lehrkräfte können jeweils einen eigenen Fachraum nutzen, doch
auch der Raum für Lebenskunde weist einen Wasserschaden auf. Dasselbe trifft auf die Räume
der VHG im Erdgeschoss zu. Muffiger Geruch nach einem Wasserschaden beeinträchtigt momentan das Arbeiten in diesen Räumen. Dieser „Fölle-Treff“ genannte Bereich wird von den
Erzieherinnen betreut und bietet verschiedene Funktionsräume zum Basteln, Toben oder Ausruhen. Zwei kleinere Räume dienen als Kicker- bzw. Billard-Raum.
Zwei weitere Arbeitsschwerpunkte der Schule sind das Lesen und der Französischunterricht.
Hierfür sind ebenfalls entsprechend ausgestattete Fachräume vorhanden. Der Computerraum
verfügt über 15 Schülerarbeitsplätze und wird gleichzeitig als Filmraum genutzt. In jedem Klassenraum stehen zwei internetfähige Computer.
Das neben dem Verwaltungsbereich gelegene Lehrerzimmer ist ebenfalls von einem Wassereinbruch betroffen und musste durch Entfeuchtungsanlagen getrocknet werden. In dem während
dieser Zeit provisorisch als Lehrerzimmer genutzten Raum finden Sprachkurse der VHS für Mütter nichtdeutscher Herkunftssprache statt.
Dem Lehrerzimmer gegenüber hat die Sozialpädagogin der Schule ein eigenes Sprechzimmer.
Für Elterngespräche und Konferenzen existiert ein renovierter und mit einem Whiteboard ausgerüsteter Raum.

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Die beiden Treppenaufgänge sind abgenutzt und düster. Treppenstufen sind ausgetreten und
Farbe wie auch Putz bröckeln von den Wänden. Im Dachgeschoss wird derzeit ein neues Oberlicht eingebaut.
Die Toilettenanlagen sind in der gesamten Schule in einem renovierten guten Zustand. Dies
trifft auch auf das sogenannte Süd-Gebäude zu, das den Gruppen der Schulanfangsphase zur
Verfügung steht. Durch Umbaumaßnahmen wurden sowohl neue helle Toilettenanlagen geschaffen, als auch von Tageslicht durchflutete Flure.
Außer den Klassenräumen und Teilungsräumen verfügt das Schulhaus für die Schulanfangsphase über einen weiteren Musikraum, eine Schülerküche und einen Aufenthaltsraum für die Lehrkräfte und Erzieherinnen. Das sogenannte Elterncafé existiert noch nicht sehr lange und muss
sich erst noch etablieren.
Neben den bereits erwähnten Räumen der VHG im Földerichhaus gibt es für die ergänzende
Betreuung im Rahmen des Ganztagsangebots Räume in der Melanchthonstraße, die in einem
fünfminütigen Fußweg zu erreichen sind. Diese hellen Räume sind als Funktionsräume eingerichtet und mit vielen Exponaten aus der Arbeit der nachmittäglichen Betreuung ausgestattet.
Hier nehmen die Kinder auch in einer kleinen Mensa mit einer Ausgabeküche ihr Mittagessen
ein, das vom Caterer „Luna“ geliefert wird.

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