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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Hans-Carossa-Oberschule (05Y03)

Kurzbericht
zur Inspektion der Hans-Carossa-Oberschule (05Y03)

1. Voraussetzungen und Bedingungen
Die Hans-Carossa-Oberschule liegt im Süden des Bezirks Spandau am Rande des Neubaugebiets
„Landstadt Gatow“. Das Wohngebiet ist infrastrukturell bisher noch wenig erschlossen. Insbesondere bei Veranstaltungen außerhalb der regulären Schulzeit kann der Schulweg für Schülerinnen und Schüler, die nicht in der näheren Umgebung wohnen, wegen der ungünstigen Verkehrsanbindung beschwerlich sein. Der größte Teil der Schülerschaft hat einen bildungsnahen
familiären Hintergrund.
Die Hans-Carossa-Oberschule ist ein fünfzügiges Gymnasium, das in jedem Jahr drei 7. Klassen
und zwei 5. Klassen aufnimmt. Im Sommer 2011 wurden vier 7. Klassen eröffnet, da dieser
Schülerjahrgang infolge der Senkung des Einschulungsalters besonders stark war. Im 7. Jahrgang können sowohl Englisch als auch Französisch als erste Fremdsprache fortgesetzt werden.
Die beiden grundständigen Züge der Schule mit besonderer pädagogischer Prägung haben seit
dem Schuljahr 2006/2007 ein besonderes Profil: In einem wird ein sprachlicher, in dem anderen ein naturwissenschaftlicher Schwerpunkt u. a. mit verstärktem Teilungsunterricht gesetzt. In
den sprachlich profilierten Klassen beginnen die Kinder im 5. Jahrgang mit Französisch als
zweiter Fremdsprache, in Jahrgangsstufe 8 kommt als dritte Fremdsprache Latein oder Russisch
hinzu. In beiden Profilzügen werden ab Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 fremdsprachliche Module in
den naturwissenschaftlichen Fachunterricht integriert. In der gymnasialen Oberstufe muss entweder eine Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft als Leistungskurs gewählt werden. Die
Unterrichtsorganisation für alle Jahrgangsstufen erfolgt auf der Grundlage eines flexiblen
Blockmodells: Der Unterricht findet vorwiegend in 95-Minuten-Einheiten statt, in die eine
fünfminütige Pause eingeschlossen ist.

2. Stärken und Entwicklungsbedarf
Stärken der Schule
•

vielfältiges Schulleben unter Einbeziehung der gesamten Schulgemeinschaft

•

positives pädagogisches Klima

•

differenzierte Bildungsangebote im Rahmen des Schulprofils

•

fächerübergreifender Projektunterricht

•

Angebote zum Methodenlernen

Entwicklungsbedarf der Schule
•

Unterrichtsentwicklung im Bereich des individualisierten Lernens

•

Optimierung der Steuerungsstruktur durch weitergehende Einbeziehung des Kollegiums
in Verbindung mit der Entwicklung einer stärker wertschätzenden
Kommunikationskultur

•

Fortschreibung des Schulprogramms und Formulierung aktueller Entwicklungsvorhaben

•

Verstärkung der Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung

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3. Erläuterungen
An der Hans-Carossa-Oberschule herrscht ein positives pädagogisches Klima, das durch einen
freundlichen und respektvollen Umgang geprägt ist. Diese angenehme Atmosphäre wird durch
gezielte schulische Maßnahmen unterstützt. Neben Projekttagen zum sozialen Lernen gibt es eine
Reihe von Aktivitäten, die das soziale Engagement der Kinder und Jugendlichen fördern: Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe übernehmen Patenschaften für die des 5. Jahrgangs.
Darüber hinaus unternimmt die Schülerschaft diverse Aktivitäten, deren Erlös der eigenen Schule
bzw. Schulen oder sozialen Projekten in der Dritten Welt zugute kommen. So organisieren einzelne Klassen bzw. die Schülervertretung die Bühnen-Show „Carossa’s Talents“, einen Valentinsball im Februar und im Dezember einen Schoko-Nikolaus-Verkauf. Ein Teil der Einnahmen wird
an ein Schulkinderprojekt in Uganda gespendet, der andere Teil fließt in die Ausstattung der
eigenen Aula. Schülerleistungen, z. B. die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben oder besonderes soziales Engagement, werden jedes Jahr vor den Sommerferien auf einer Veranstaltung vor
der gesamten Schüler- und Lehrerschaft in der Sporthalle gewürdigt. Die sehr aktive Elternschaft
und der Förderverein haben gemeinsam einen „Sozialpreis“ und einen „Wissenschaftspreis“ ausgelobt, die regelmäßig bei dieser zentralen Schüler-Ehrung vergeben werden.
Das Bildungsangebot an der Hans-Carossa-Schule ist deutlich auf das Schulprofil ausgerichtet. Die
naturwissenschaftliche bzw. sprachliche Schwerpunktsetzung im Unterricht der Profilklassen wird
ergänzt durch entsprechende Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Wahlpflicht-Angebote. Die AGs
decken den sprachlichen und naturwissenschaftlichen Bereich ab und reichen von zahlreichen
Sport-AGs bis zu musisch-künstlerischen Aktivitäten. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler
bei der Vorbereitung auf schulinterne und schulübergreifende Wettbewerbe unterstützt und
nehmen häufig mit Erfolg daran teil. Das Spektrum umfasst den Englisch-Wettbewerb „The Big
Challenge“, den „Känguru“-Wettbewerb (Mathematik), den Experimentalwettbewerb „Chemkids“,
zahlreiche Sportturniere sowie den von den Eltern organisierten Vorlesewettbewerb der 5. und 6.
Klassen. In den Fremdsprachen werden die Angebote durch Austauschprogramme mit Schulen in
Frankreich, Spanien und den USA ergänzt, im naturwissenschaftlichen Bereich unter anderem
durch Schülerbesuche in den „Gläsernen Laboren“ der Lise-Meitner-Schule. Hier finden auch Fortbildungen für das Fachkollegium der Hans-Carossa-Oberschule statt.
Die Schule pflegt weitere vielfältige, das Schulleben bereichernde Kooperationen, z. B. mit Sportvereinen und der Musikschule Spandau, die im Rahmen des Musikunterrichts einen zweijährigen
Instrumentalunterricht für die Bläserklasse im grundständigen Zug anbietet. Die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten, die auf der Homepage der Schule sehr ausführlich und anschaulich
dokumentiert sind, tragen zur Identifikation und zur Zufriedenheit mit der Schule bei.
Die klar strukturierte Organisation und das positive pädagogische Klima an der Hans-CarossaOberschule sind gute Voraussetzungen für die Gestaltung effektiver Lehr- und Lernprozesse. Der
Unterrichtsausfall liegt deutlich unter dem der Schulart, des Bezirks und des Landes Berlin. Die
Unterrichtszeit wird intensiv zum Arbeiten und Lernen genutzt. Die Schülerinnen und Schüler
treten selbstbewusst auf, es herrscht ein höflicher und fairer Umgang. Der Unterricht ist vorrangig auf die Aneignung von Fachinhalten ausgerichtet. Die Jugendlichen arbeiten in der Regel
zielgerichtet an der Bearbeitung ihnen gestellter Aufgaben, auch wenn die Lehrkräfte die Lernprozesse zum Teil wenig anregend gestalten. Neben der stark vorherrschenden frontalen Stoffvermittlung erhalten die Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit, allein, zu zweit oder in
Gruppen zu arbeiten. Mitunter entscheiden sie sich während der Stillarbeitsphasen selbstständig
für die gemeinsame Erledigung von Arbeitsaufträgen. Die Aufgabenformate sind jedoch selten
darauf zugeschnitten, selbstständiges Lernen und die Entwicklung unterschiedlicher Lösungsstrategien bzw. Teamkompetenzen gezielt zu unterstützen. Sie regen kaum dazu an, die Lernzeit
flexibel und eigenverantwortlich einzuteilen, sich über unterschiedliche Lösungsansätze auszutauschen oder eigenständig Teamabsprachen zu treffen. Es ist stark von der jeweiligen Lehrkraft
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abhängig, ob bzw. in welchem Maße die Methodenkompetenz der Jugendlichen im Unterricht
gefördert wird. Ein signifikanter Unterschied zwischen Jahrgangs- bzw. Schulstufen ist nicht erkennbar. Eine explizite Würdigung oder Einschätzung von Lernergebnissen oder -erfolgen durch
die jeweilige Lehrkraft oder die Schülerinnen und Schüler selbst ist selten Bestandteil des Unterrichts.
Im Wahlpflichtbereich werden verschiedene inhaltliche und methodische Schwerpunkte gesetzt:
Neben einer musisch-künstlerischen Profilierung ist eine naturwissenschaftliche Schwerpunktsetzung oder die Wahl von Biologie in englischer Sprache möglich. Methodisch steht im Wahlpflichtunterricht der Jahrgangsstufe 8 das projektorientierte Arbeiten im Zentrum, in den Jahrgangsstufen 9 und 10 werden fächerübergreifende Projekte durchgeführt. Aus der Zusammenarbeit des Fachbereichs Kunst mit den Fachbereichen Biologie und Deutsch sind z. B. die Angebote
„Bionik“, „Mimikry“ und „Romantik“ entstanden. In allen Wahlpflichtkursen wird besonderer
Wert auf den Erwerb von Methodenkompetenzen gelegt. Da durch die Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges die Einführungsphase im 11. Jahrgang entfällt, bietet die Hans-CarossaOberschule nun im Wahlpflichtbereich der Sekundarstufe I auch eine Vorbereitung auf Arbeitsweisen in der gymnasialen Oberstufe und Entscheidungshilfen für die Kurswahl an, z. B. eine
Einführung in das Fach Politikwissenschaft und eine „Leistungskursbörse“. In das Kursangebot der
gymnasialen Oberstufe wurden neue Grundkurs- und Leistungskursfächer, spezielle Seminarkurse
und ein Training zur Vorbereitung auf die 5. Prüfungskomponente aufgenommen.
Im letzten Inspektionsbericht (2006) ist die Stärkung der Methodenkompetenz der Schülerinnen
und Schüler als Entwicklungsbedarf genannt worden. Im Schulprogramm von 2007 wird ein entsprechender Entwicklungsschwerpunkt formuliert. Auf diesem Gebiet hat das Kollegium deutliche
Anstrengungen unternommen, ein Studientag im Februar 2010 war die „Initialzündung“. Die
Lehrerinnen und Lehrer erarbeiteten „Rahmenvorgaben“ für ein fächerübergreifendes Methodencurriculum. Neben den bereits erwähnten Unterrichtsangeboten im Wahlpflichtbereich sind die
Methodentage für die neu eingeschulten Schülerinnen und Schüler im 5. bzw. 7. Jahrgang zu
nennen, die der Erarbeitung von Lernstrategien, Arbeitsmethoden sowie von Gesprächs- und
Klassenregeln dienen. Die schulinternen Fachcurricula berücksichtigen diesen übergreifenden Aspekt jedoch kaum. Auf das Engagement des stellvertretenden Schulleiters ist es zurückzuführen,
dass die Schule das „lo-net²“ nutzt. Dabei handelt es sich um eine Lernplattform, die webbasierten Unterricht ermöglicht und allen Schülerinnen und Schülern von jedem internetfähigen PC aus
den Zugang zu Unterrichtsmaterialien eröffnet. Mittlerweile haben sich mehr als 30 Lehrerinnen
und Lehrer im Umgang mit diesem Instrument schulintern fortgebildet. Die Möglichkeiten des
Einsatzes im Unterricht werden aber bisher noch nicht ausgeschöpft. Vor allem die fortgeschrittene Nutzung im Sinne eines interaktiven und differenzierenden Unterrichts erfolgt selten. Da
zudem nur wenige Klassenräume mit PCs ausgestattet sind, ist der Einsatz dieser Lernplattform
auch quantitativ noch wenig entwickelt.
Die Schulleiterin der Hans-Carossa-Oberschule wird von den am Schulleben Beteiligten wegen
ihres verantwortungsvollen Einsatzes für die Schule geschätzt. Es ist ihr ein großes Anliegen, den
Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Bildungsbiografie und einen bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen. Sie sorgt dafür, dass die schulpolitischen Entwicklungen durch effektive
organisatorische und inhaltliche Neuordnungen schulspezifisch umgesetzt werden. Als besondere
Herausforderungen der letzten Jahre nennt sie den Wegfall der Einführungsphase im 11. Jahrgang und den dadurch entstandenen „Doppeljahrgang“ infolge der Schulzeitverkürzung, veränderte Prüfungsanforderungen im mittleren Schulabschluss und im Abitur sowie die Umgestaltung
der Lehrpläne. Die notwendigen Anpassungen, z. B. die Umgestaltung des Wahlpflichtbereichs,
wurden von der Schulleitung und dem Kollegium gemeinsam erarbeitet; mit der Problematik des
Doppeljahrgangs hat sich eine aus Vertretern der Lehrer-, Schüler- und Elternschaft bestehende
temporäre Arbeitsgruppe befasst.
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Darüber hinaus stehen der Schulleiterin allerdings nach eigener Aussage die notwendigen zeitlichen Ressourcen für weiterreichende Impulse zur Schul- und Unterrichtsentwicklung nicht im
notwendigen Umfang zur Verfügung. Aus den Dokumenten der Schule ist nicht ersichtlich, dass
sich das Kollegium gemeinsam und systematisch in den Fachbereichen oder in anderen Arbeitszusammenhängen mit Grundsatzfragen der Unterrichtsentwicklung beschäftigt. Dies betrifft insbesondere die Auseinandersetzung mit kompetenzorientiertem Lernen und der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Regelmäßige Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche und Unterrichtsbesuche unabhängig von dienstlichen Beurteilungen sind nicht etabliert, ein über den
Schwerpunkt „Stärkung der Methodenkompetenz“ hinausgehendes Fortbildungs- bzw. Personalentwicklungskonzept liegt nicht vor.
Nach Auskunft der Lehrkräfte kennt die Schulleiterin die meisten Schülerinnen und Schüler, in
besonderen Fällen auch den familiären Hintergrund. Während die Lehrkräfte diese Zugewandtheit
gegenüber der Schülerschaft anerkennen, vermissen sie eine ähnlich offene Haltung gegenüber
den Anliegen des Kollegiums. Auf der Grundlage einer im Jahre 2005 durchgeführten SEIS1Befragung wurde im Schulprogramm von 2007 festgestellt, dass die schulinterne Information
und Kommunikation entwicklungsbedürftig ist. Inzwischen wurden organisatorische Verbesserungen vorgenommen, z. B. die Einrichtung standardisierter E-Mail-Adressen, die Nutzung des „lonet²“ als Kommunikationsplattform und der Informationsaustausch über einen Newsletter. Hierdurch wurden zwar die Kommunikationswege vereinfacht, eine zufriedenstellende Kommunikationskultur ist damit nach Meinung eines großen Teils des Kollegiums jedoch noch nicht erreicht.
Zentrales Koordinationsgremium ist die ca. sechs- bis siebenmal im Jahr tagende Konferenz der
Fach(bereichs)leiterinnen und -leiter, an der auch die Schulleitung sowie die Oberstufenkoordinatorin und der Oberstufenkoordinator teilnehmen. Die Steuergruppe, die für die Erarbeitung des
Schulprogramms und des Berichts zur internen Evaluation (2009) verantwortlich war, existiert
nicht mehr. Die fehlende Einbeziehung von Lehrkräften, die keine Funktionsstellen innehaben,
und von anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft korrespondiert mit der oben erwähnten
kaum partizipativen und von den Lehrkräften als wenig wertschätzend empfundenen Kommunikationskultur zwischen Schulleitung und Kollegium. Das genannte Koordinationsgremium behandelt eine Vielzahl von aktuellen schul- bzw. schulartrelevanten Themen, insbesondere auch jene,
die infolge der Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges entstanden sind, und steuert deren
Umsetzung. Diese Steuerungsstruktur spiegelt das Verständnis von Schulentwicklung und von den
Erfordernissen der vergangenen Jahre wider. Eine Schwerpunktsetzung im Sinne einer kontinuierlichen Schulprogrammarbeit und Qualitätsentwicklung ist zurzeit nicht erkennbar. Das Gremium
verfügt nach eigenem Bekunden jedoch inzwischen über eine Stoffsammlung, die in eine Aktualisierung des Schulprogramms münden soll. Hierzu haben einige Studientage und Maßnahmen
beigetragen, die an den Entwicklungsvorhaben aus dem Schulprogramm orientiert waren. Im
internen Evaluationsbericht der Schule werden diese Vorhaben im Wesentlichen dadurch ausgewertet, dass der Grad des jeweiligen Realisierungsfortschritts festgestellt wird. Neue Vorhaben,
v. a. im Bereich der Unterrichtsentwicklung, werden nur aufgezählt. Sie sind weder konkret ausgearbeitet noch SMART2 formuliert. Dazu gehören die Weiterentwicklung des neu geordneten
Wahlpflichtbereichs, des Methodencurriculums und der profilierten Klassen. Eine ausführliche
Befragung hat jedoch zur Evaluation der Methodentage in der 7. Jahrgangsstufe stattgefunden.

1
2

SEIS bedeutet „Selbstevaluation in Schulen“. Das Instrument wurde von der Bertelsmann-Stiftung entwickelt.
SMART bedeutet: Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminiert.

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4. Qualitätsprofil

3

Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule
1.1

Schulleistungsdaten und Schullaufbahn

1.2

Methoden- und Medienkompetenzen

Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse
2.1

Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots

2.2

Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht

2.3

Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Unterrichtsprofil

A

3.1

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

3.2

Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule

B

C

D

Bewertung

Qualitätsbereich 4: Schulmanagement

A

4.1

Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft

4.2

Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement

4.3

Verwaltungs- und Ressourcenmanagement

Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement
5.1

Personalentwicklung und Personaleinsatz

5.2

Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium

Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
6.1

Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben

6.2

Fortschreibung des Schulprogramms

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung
A

B

C

D

Bewertung

Ergänzende Qualitätsmerkmale

3

B

Bewertung

Qualitätsbereich 3: Schulkultur

E.5

Bewertung
A

A

B

C

Schulprofil

Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem
Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte
Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter
www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion

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D

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5. Unterrichtsprofil
Bewertung

Unterrichtsbedingungen
A

B

C

D

vergleichend

2.2.1

Lehr- und Lernzeit

b

2.2.2

Lern- und Arbeitsbedingungen

b

2.2.3

Strukturierung und transparente Zielausrichtung

c

2.2.4

Kooperation des pädagogischen Personals

2.2.5

Verhalten im Unterricht

b

2.2.6

Pädagogisches Klima im Unterricht

b

2.2.7

Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft

a

ohne Bewertung

Unterrichtsprozess

A

B

C

D

vergleichend

2.2.8

Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung

c

2.2.9

Fachimmanentes, fachübergreifendes und
fächerverbindendes Lernen

b

2.2.10 Methoden- und Medienwahl

b

2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung

b

Individualisierung von Lernprozessen
2.2.12 Innere Differenzierung

c

2.2.13 Selbstständiges Lernen

c

2.2.14 Kooperatives Lernen

b

2.2.15 Problemorientiertes Lernen

b

4

Normative Bewertung

Vergleichende Bewertung

A (stark ausgeprägt)
Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv
(bei mind. 40 % „++“).

a (vergleichsweise stark)
Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch
die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze

B (eher stark ausgeprägt)
Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
C (eher schwach ausgeprägt)
Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen
des Qualitätskriteriums sind positiv.
D (schwach ausgeprägt)
Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des
Qualitätskriteriums sind positiv.

4

b (vergleichsweise eher stark)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der Obergrenze.
c (vergleichsweise eher schwach)
Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner
Mittelwert und der durch die Standardabweichung
vorgegebenen Untergrenze.
d (vergleichsweise schwach)
Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze.

Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der
ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt.

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6. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der normativen Bewertung)

100%

A/
B 80%
B
60%

C
40%

D
20%

D
0%
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.4

2.2.5

2.2.6

2.2.7

++

2.2.8

+

-

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

2.2.15

--

7. Auswertung der Unterrichtsbesuche
(grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin)

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00
2.2.1

2.2.2

2.2.3

2.2.5

2.2.6

2.2.7

2.2.8

2.2.9

2.2.10

2.2.11

2.2.12

2.2.13

2.2.14

Qualitätskriterien des Unterrichts
Berlin MW

Berlin untere Grenze

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Berlin obere Grenze

05Y03 MW

2.2.15

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8. Standortbeschreibung
Das Schulgelände der Hans-Carossa-Oberschule liegt am Rande einer kleinen Siedlung,
Bebauung mit Einfamilienhäusern recht langsam voranschreitet. Es wird an zwei Seiten
Grünanlagen eingegrenzt. Auf dem Gelände befinden sich eine Sporthalle, ein Teich, ein
garten und ein Sportplatz. In unmittelbarer Nähe liegt die Mary-Poppins-Grundschule,
Sporthalle mitgenutzt wird.

deren
durch
Schulderen

Das Schulgelände ist weitläufig und macht einen gepflegten Eindruck. Das vierschenkelige Gebäude umschließt einen mit Betonplatten versiegelten Innenhof, der wenig gestaltet und daher
als Pausenhof für die Schülerinnen und Schüler nur bedingt geeignet ist. Eine Arbeitsgemeinschaft zur Umge-staltung des Schulhofes und des Schulgartens erarbeitet derzeit unter Beteiligung der Eltern eine neue Konzeption. Die vom Förderverein der Schule gegründete und betriebene Cafeteria verfügt über ungefähr 40 Sitzplätze und wird von der Schülerschaft gut
genutzt.
Das Schulgebäude mit dem großen Foyer, dem zentralen, sich über mehrere Stockwerke hinweg erstreckenden offenen Treppenhaus und dem Glasdach wirkt großzügig und transparent.
Durch die großen Glasflächen heizt sich das Gebäude im Sommer stark auf. Die auf die Fenster aufgebrachten Folien gegen die Sonneneinstrahlung haben nach Aussagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positive Effekte auf das Raumklima, rollen sich jedoch z. T. auf. Weitere
im Inspektionsbericht von 2006 beschriebene bauliche Mängel, z. B. abblätternde Farbe, wurden vor zwei Jahren zum großen Teil behoben. Die Sporthalle erhielt einen neuen Anstrich.
Demnächst wird die technische Ausstattung mit Unterstützung des Fördervereins der Schule
erneuert. Die Schülertoiletten befinden sich nach der Renovierung vor zwei Jahren in einem
guten Zustand. Allerdings wird teilweise über den unhygienischen Zustand der Toiletten geklagt.
Die aus Sichtbeton bestehenden Wände der Flure sind mit Zeichnungen bzw. anderen grafischen Gestaltungselementen versehen, die teils in witziger oder ironischer Art auf Phänomene
oder Fragestellungen der Fachwissenschaften verweisen. Weil diese durch den Architekten vorgesehene Gestaltung urheberrechtlich geschützt ist, ist das Aufhängen von Bildern weitgehend
nicht erlaubt. Ein erweitertes Gestaltungskonzept wird derzeit vorbereitet. Eine Reihe sehr ansprechender, von Schülerinnen und Schülern in der Arbeitsgemeinschaft „Digitale Naturfotografie“ angefertigter großformatiger Fotografien befindet sich in der Nähe der Amtsräume der
Schulleitung. In dem lichtdurchfluteten Eingangsfoyer sind — z. T. in Vitrinen — Schülerarbeiten
und Auszeichnungen wie Pokale und Urkunden ausgestellt. Zum Zeitpunkt der Inspektion informierten Plakatwände und von Schülerinnen und Schülern kunstvoll gefertigte Exponate über
ein kürzlich abgeschlossenes Ägypten-Projekt der 5. Klassen. Für schulische Informationen und
Bekanntmachungen stehen Stellwände, Vitrinen sowie ein Monitor im Foyer bereit. Teilweise
fehlt die Beschilderung der Räume.
Die Hans-Carossa-Oberschule hat drei Computerräume mit jeweils 15 Schülerarbeitsplätzen. Die
Klassenzimmer sind mit Internetanschlüssen versehen. Dadurch besteht die Möglichkeit, mobile
PCs bzw. Laptops in den Unterricht einzubeziehen. Für die individuelle Nutzung stehen den
Schülerinnen und Schülern Computer in der von der Elternschaft eingerichteten und betreuten
Bibliothek zur Verfügung. Fachräume sind in ausreichender Anzahl vorhanden und verfügen
jeweils über die notwendigen Vorbereitungsräume. Großveranstaltungen, wie z. B. die Einschulungs- oder Abiturfeiern, finden in der Aula bzw. in der Sporthalle statt.

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