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Volltext: Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) (Rights reserved)

Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 1. Voraussetzungen und Bedingungen Die Grundschule an der Mühle liegt im Ortsteil Marzahn des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, in unmittelbarer Nähe zum Erholungspark Marzahn mit den „Gärten der Welt“. Die Schülerinnen und Schüler kommen ausschließlich aus dem unmittelbaren Umfeld der Schule. Der Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt und liegt jetzt über 40 %. Mehr als die Hälfte der Eltern sind von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit. Die Schule ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule und unterrichtet in der Schulanfangsphase jahrgangsübergreifend die Jahrgangsstufen 1 und 2. Die jetzige Schulleiterin ist seit Februar 2012 im Amt, vorher war sie stellvertretende Schulleiterin dieser Schule. Seit Mai 2012 ist auch die Konrektorinnenstelle neu besetzt. Die Schule integriert 17 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die entweder zielgleich1 oder zieldifferent2 unterrichtet werden, wobei die Schule über keine sonderpädagogisch ausgebildeten Lehrkräfte verfügt. Beratende Ambulanzlehrkräfte aus sonderpädagogischen Förderzentren stehen der Schule momentan nur im sprachlichen Bereich Verfügung. 2. Stärken und Entwicklungsbedarf Stärken der Schule • neu besetztes, impulsgebendes Schulleitungsteam • zielgerichtete Umsetzung von Maßnahmen, die aus der Analyse der Ergebnisse der Lernausgangsdaten resultieren • Verknüpfung von Inhalten des unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereichs in der Lernwerkstatt • bedarfsgerechte Schulsozialarbeit und Angebote zum sozialen Lernen • den schulischen Bedingungen entsprechende Kooperationen mit außerschulischen Partnern im Bezirk • konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung der ergänzenden Betreuung Entwicklungsbedarf der Schule 1 2 • Fortschreibung des Schulprogramms • konkrete Vereinbarungen zur Bewertung der mündlichen Leistungen • Individualisierung der Lernprozesse Zielgleicher Unterricht bedeutet, dass für alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Ziele gelten. Zieldifferenter Unterricht bedeutet, dass in einer Schulklasse unterschiedliche Ziele gelten. Seite 1/8 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 3. Erläuterungen In der Präambel zum Schulprogramm der Grundschule an der Mühle heißt es: „Schule hat die Aufgabe, Kinder in ihrer Gesamtentwicklung zu fördern, zum lebenslangen Lernen und zu einem toleranten Zusammenleben mit anderen Menschen zu befähigen“. Dieses Ziel setzt die Schule mit der neuen Schulleitung inzwischen erfolgreich um. Die Folgen des Schulbrandes, der im Dezember 2010 das Schulgebäude bis zum Mai 2011 komplett unbenutzbar machte, sind weitgehend überwunden. Der neuen Schulleitung ist es schnell gelungen, notwendige Impulse für die Schulentwicklungsprozesse zu initiieren und ein Qualitätsmanagement aufzubauen. Die Expertise der Lehrkräfte, einschließlich der Erzieherinnen und Erzieher, nutzt die Schulleiterin für die Schulentwicklung. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Schulleiterin auf die Entwicklung der Lese- und Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler. So ist, unter Einbeziehung aller Lehrkräfte, Erzieherinnen und pädagogischen Mitarbeitern ein Sprachförderkonzept entstanden, mit dem kontinuierlich gearbeitet wird. Dem Sprachförderkonzept liegt eine ausführliche Analyse der Lernausgangslage (Laube) der Kinder zugrunde. Insbesondere die Lehrkräfte der Schulanfangsphase, die jahrgangsübergreifend unterrichten, setzen sich intensiv mit Defiziten im Lernprozess der Kinder auseinander. Das Sprachförderkonzept enthält darauf bezogene, abgestimmte Entwicklungsschwerpunkte und Zielformulierungen, die mit klaren Verantwortlichkeiten und Maßnahmen sowie einem detaillierten Zeitrahmen unterlegt sind. Das vorliegende Schulprogramm vom Oktober 2010 hat eine Überarbeitung durch die Steuergruppe, die ausschließlich aus Lehrkräften und der ehemaligen Schulleitung bestand, erfahren. Es entspricht jedoch inhaltlich weitgehend der Erstfassung aus dem Jahr 2006 und erfüllt nur in Teilen die Ausführungsvorschrift zum Schulprogramm. So ist keine aktuelle Bestandsanalyse der Unterrichtsarbeit im Sinne einer Stärken-Schwächen-Analyse enthalten. Im Schulprogramm werden Entwicklungsvorhaben und Schwerpunkte benannt (z. B. Erziehungskonzept, guter Unterricht, Fördern und Fordern, Methodentraining, außerschulische Lernorte u. a.), die ausschließlich beschreibenden Charakter haben. Klare Zielformulierungen mit entsprechend festgelegten Verantwortlichkeiten und transparenter Zeit-Maßnahmen-Planung fehlen. Die im Schulprogramm angesprochene Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern bei der Weiterentwicklung der Ziele und Vorhaben ist nach Aussagen aus den Interviews bis dahin nicht umgesetzt worden. Der neuen Schulleitung ist es wichtig, ihr Leitungshandeln transparent zu gestalten. Sie fördert eine stärkere Kommunikation aller am Schulleben Beteiligten und unterstützt die Öffnung der Schule nach außen. So sind feste Sprechzeiten der Schulleitung für Lehrerinnen und Lehrer und ebenfalls sogenannte Schülersprechstunden im Sekretariat eingerichtet worden. Die Schülerinnen und Schüler berichteten einstimmig, dass die Schulleiterin als Vertrauensperson für Anregungen, Ideen und Gespräche offen ist. Wenn auch die Umsetzung der von den Kindern vorgebrachten Ideen noch optimiert werden kann, herrscht doch einhellig die Meinung, eine gesprächsbereite und Schülerprobleme ernst nehmende Schulleitung zu haben. Eine positive Entwicklung bezogen auf die Teilnahme der Eltern an der Gestaltung des Schullebens zeigt sich darin, dass Eltern in letzter Zeit engagiert mitarbeiten, aktiv die Gremienarbeit wahrnehmen und Schülergruppen auch vermehrt in der Unterrichtszeit begleiteten. Transparenz erreicht die Schulleiterin hier durch thematische Elternsprechstunden und systematische Gespräche mit Eltern bei auftretenden Problemen. Im Gegensatz dazu ist die Notengebung den Eltern und den Lernenden noch nicht umfänglich transparent. So existieren für die meisten Fächer Überlegungen zur einheitlichen LeistungsbeurSeite 2/8 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) teilung. Die vorliegenden schriftlichen Vereinbarungen beinhalten z. B. bei den Lernerfolgskontrollen ein Punktsystem mit der Zuordnung der zu erteilenden Noten. Wie aber die Gewichtung von schriftlichen und mündlichen Leistungen oder anderen Leistungen (z. B. Hausaufgaben, Referate, Hefterführung) erfolgt, ist nicht dokumentiert. Insbesondere sind Kriterien zur Benotung mündlicher Leistungen unbekannt. Die Schule hat im Bezirk sehr umfangreiche und auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnittene Kooperationsvereinbarungen geschlossen. So liegen Verträge mit umliegenden Kindertagesstätten, z. B. Abenteuerland und Hummelburg vor, aber auch mit Einrichtungen aus dem Jugendsozialbereich und mit Musik- und Sportvereinen wie dem SV Tora, dem Musikverein „Fame“, dem Studienkreis „Schülerhilfe“ oder dem Polizeiabschnitt 62 in Bezug auf die Gewaltprävention. Mit der Verbesserung des Informationsflusses auf allen Ebenen bis hin zur Kontaktaufnahme ins schulische Umfeld setzt die Schule Erkenntnisse aus der internen Evaluation von 2009 um. Als Evaluationsschwerpunkt hat die Schule die Entwicklung des Schulklimas gewählt. Es wird im Evaluationsbericht auch der Bezug zwischen Schulklima und Außenwirkung der Schule dargestellt. Die interne Untersuchung nennt als Zielsetzung vor allem die Förderung eines Sozialverhaltens, das die Kinder in die Lage versetzt, Konflikte mithilfe von Gesprächen zu lösen. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt die Schule im Bereich des sozialen Lernens einerseits die Kompetenz einer engagierten Schulsozialarbeiterin von Tandem e. V. und einer Lebenskundelehrerin. Der Schulsozialarbeiterin steht ein eigener Raum für individuelle Gespräche und die Beratung zur Verfügung. Sie arbeitet erfolgreich im Bereich der Gewaltprävention mit Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen. Andererseits sind Angebote zum sozialen Lernen fest im Stundenplan aller Jahrgangsstufen verankert. Diese werden von den Klassenlehrkräften durchgeführt. Speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler engagieren sich als Streitschlichter in den Pausen, aber sie sind auch nach dem Unterricht präsent. Die Teilnahme am bezirksinternen „Buddy-Projekt“ rundet die erfolgreiche Arbeit im Bereich des sozialen Lernens ab. Als Fazit aus der Lehrkräftebefragung zum Schulklima wird im Evaluationsbericht die Notwendigkeit einer verbesserten Organisation von Erfahrungsaustausch und Fortbildung genannt. Auch hierauf ist reagiert worden, indem sich die Schule den Aufbau einer systematischen Hospitationskultur unter den Lehrkräften im Sinne von kollegialer Beratung sowie dem anschließenden Austausch von Unterrichtserfahrungen und „best practice“-Beispielen selbst zur Aufgabe gemacht hat. Erste schulorganisatorische Maßnahmen durch Doppelsteckungen im Stundenplan sind dafür schon initiiert. Auch die Schulleitung bezieht sich hier mit ein und strebt verstärkt anlassunabhängige Unterrichtshospitationen und -besuche an. Ihrem Leitbild folgend legen die Lehrkräfte der Grundschule an der Mühle und die weiteren pädagogischen Mitarbeiter im Unterricht sehr großen Wert auf einen freundlichen Umgang. Sie erzeugen eine entspannte und angstfreie Atmosphäre, in der Unterrichtsstörungen kaum vorkommen. Diese lernförderliche Arbeitsatmosphäre wird durch Gestaltung der Räume unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten viel Lob und Anerkennung und werden so beständig motiviert. In der Regel arbeiten die Kinder interessiert mit. Wenngleich die Vermittlung fachlicher Inhalte im Vordergrund steht, enthält der Unterricht zum Teil auch Elemente, die den Erwerb überfachlicher Kompetenzen, wie z. B. Arbeitstechniken, Methoden oder Lernstrategien, fördern. Ein besonderes Angebot zum Präsentieren ihrer Arbeiten oder zur Vorstellung ihrer Ergebnisse zur Stärkung der Präsentationsfähigkeit im Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler jedoch kaum. Seite 3/8 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) Die Kinder haben im Unterricht selten die Gelegenheit, zu individuellen Arbeitsergebnissen zu gelangen. Auch ist in der Regel der Lösungsweg vorgegeben. Ein Austausch über eine unterschiedliche Herangehensweise oder Arbeitsmethode findet kaum statt. So sind Gruppen- oder Partnerarbeitsphasen sehr selten, Einzelarbeit und Frontalunterricht sind die vorherrschend eingesetzten Sozialformen. Obwohl sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig helfen, wird ihnen nur ansatzweise die Chance eröffnet, als Team zu einem gemeinsamen Arbeitsergebnis zu gelangen und Aufgaben gemäß den individuellen Fähigkeiten oder Wünschen aufzuteilen. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in der Regel von den Lehrkräften vorstrukturierte Arbeitsblätter, die wenig Ergebnisoffenheit zulassen. Die Aufgabenstellungen sind für alle gleich, die Arbeitsanweisungen kleinschrittig. Wenngleich die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben häufig selbsttätig lösen, wird selbstständiges Arbeiten mit eigener Planung und Entscheidungsfreiheit im Regelunterricht kaum ermöglicht. Erste Ansätze, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, eigene Lernangebote zu gestalten und an der Planung von Projekten teilzuhaben (z. B. Themenfindung, Materialien), finden sich in der Lernwerkstatt. Die Einrichtung und Nutzung einer Lernwerkstatt ist auch für eine erfolgreiche Verzahnung zwischen unterrichtlicher sowie außerunterrichtlicher Arbeit an der Schule richtungweisend. 10 Stunden pro Woche steht die Lernwerkstatt bisher den Gruppen der Schulanfangsphase zur Verfügung. Nachmittags nutzt die ergänzende Betreuung das Angebot. Somit hat sich die Lernwerkstatt zu einem festen Bestandteil der Grundschule an der Mühle entwickelt. Die Aufbauarbeit mit einer ausführlichen Konzeption hat hier federführend die koordinierende Erzieherin, unterstützt durch die Schulleitung, geleistet. Der schrittweise Ausbau der Lernwerkstatt erfolgt in Arbeitsgruppen mit jeweils einer Lehrkraft aus der Schulanfangsphase, Lehrkräften der Jahrgangsstufen drei bis sechs und den jeweiligen Erzieherinnen. Diese Arbeitsgruppen stimmen sich hinsichtlich der Belegung und des Beschaffens von Arbeitsmaterialien, der Arbeitsorganisation, den Gelingensbedingungen und der Ziele der Lernwerkstatt ab. Die hohe Akzeptanz und Bedeutung der Lernwerkstatt trägt mit zur erfolgreichen Arbeit der ergänzenden Betreuung bei. Ein ausführliches und sehr praxisnahes Konzept des außerunterrichtlichen Bereichs liegt vor. Es beinhaltet pädagogische Ziele, regelt die Zusammenarbeit mit den Eltern, nennt Kooperationen und gibt klare Regeln, z. B. für die Hausaufgabenbetreuung vor. Die beschriebenen Entwicklungsziele wie „soziale Kompetenz entwickeln“ und „Stärkung der Selbstständigkeit“ sind mit Maßnahmen, Teilzielen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Abschließend kann festgehalten werden, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschule an der Mühle intensiv daran arbeiten - insbesondere nach dem Wechsel in der Schulleitung mit den daraus resultierenden Stärken in den Bereichen des sozialen Lernens, der Verknüpfung von Unterricht und Ganztagsangebot und der vielfältigen Kooperationen - die Attraktivität ihrer Schule zu steigern. Seite 4/8 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 4. Qualitätsprofil 3 Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule 1.1 B C D Schulleistungsdaten und Schullaufbahn Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse 2.1 Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern 3.4 Kooperationen Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement 4.4 Unterrichtsorganisation Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement 5.1 Personalentwicklung und Personaleinsatz 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben 6.2 Fortschreibung des Schulprogramms D B C D B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung Ergänzende Qualitätsmerkmale Ganztagsangebot C Unterrichtsprofil A 4.1 E.2 B Bewertung Qualitätsbereich 4: Schulmanagement Förderung der Sprachkompetenz A A 3.1 E.1 Bewertung Bewertung Qualitätsbereich 3: Schulkultur 3 Bewertung A A B C Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion Seite 5/8 D Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 5. Unterrichtsprofil Bewertung Unterrichtsbedingungen A B C D vergleichend 2.2.1 Lehr- und Lernzeit b 2.2.2 Lern- und Arbeitsbedingungen b 2.2.3 Strukturierung und transparente Zielausrichtung c 2.2.4 Kooperation des pädagogischen Personals 2.2.5 Verhalten im Unterricht b 2.2.6 Pädagogisches Klima im Unterricht b 2.2.7 Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft b ohne Bewertung Unterrichtsprozess A B C D vergleichend 2.2.8 Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung b 2.2.9 Fachimmanentes, fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen c 2.2.10 Methoden- und Medienwahl c 2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung b Individualisierung von Lernprozessen 2.2.12 Innere Differenzierung c 2.2.13 Selbstständiges Lernen c 2.2.14 Kooperatives Lernen c 2.2.15 Problemorientiertes Lernen c 4 Normative Bewertung Vergleichende Bewertung A (stark ausgeprägt) Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv (bei mind. 40 % „++“). a (vergleichsweise stark) Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze B (eher stark ausgeprägt) Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. C (eher schwach ausgeprägt) Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. D (schwach ausgeprägt) Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. 4 b (vergleichsweise eher stark) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der Obergrenze. c (vergleichsweise eher schwach) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der durch die Standardabweichung vorgegebenen Untergrenze. d (vergleichsweise schwach) Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze. Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt. Seite 6/8 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 6. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der normativen Bewertung) 100% A/ B 80% B 60% C 40% D 20% D 0% 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 ++ 2.2.8 + - 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 2.2.14 2.2.15 -- 7. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin) 4,00 3,50 3,00 2,50 2,00 1,50 1,00 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 2.2.14 Qualitätskriterien des Unterrichts Berlin MW Berlin untere Grenze Seite 7/8 Berlin obere Grenze 10G11 MW 2.2.15 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Mühle (10G11) 8. Standortbeschreibung Die Schule an der Mühle liegt im Ortsteil Mahrzahn des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf in einem Hochhausgebiet der 1980er Jahre. Das dreigeschossige Gebäude ist klar gegliedert, alle Verwaltungs- und Fachräume liegen jeweils in der Nähe der beiden Aufgänge an den Stirnseiten des Gebäudes. Zur Schule gehören außerdem zwei Sporthallen, von denen eine wegen des erheblichen Gefährdungspotenzials aufgrund massiver Gebäudeschäden geschlossen ist. Für den erforderlichen Abriss hat der Bezirk jedoch noch keine Mittel bereitgestellt. Die zweite Halle, in der der reguläre Sportunterricht erteilt wird, ist stark sanierungsbedürftig. Die Außenanlage mit Schulhof und Sportflächen, die in den letzten Jahren komplett erneuert wurde, ist großzügig bemessen und sehr gepflegt. Bei der Gestaltung des Schulhofes haben Schülerinnen und Schüler Ideen einbringen können. So wurde auf ihre Anregung hin eine große Holzaußenbühne im Stil eines Freilichttheaters gebaut. Die Bühne wird unter anderem für die Proben und Aufführungen der Line-Dance-Gruppe und des Schulchores häufig genutzt. Auch die weiteren Spielgeräte werden dem Bewegungsbedürfnis von Grundschülerinnen und schülern in vielfältiger Weise gerecht. Ein Holzhäuschen dient dazu, über ein von Kindern verwaltetes Markensystem Pausenspielgeräte auszuleihen. Ein Brand, der Ende 2010 nachts im Untergeschoss des Schulgebäudes ausgebrochen war, hat einerseits zur vollständigen Renovierung des Hauses geführt, andererseits aber immense Verluste verursacht. Obwohl das eigentliche Feuer räumlich recht begrenzt geblieben war, hat ein Schwelbrand in den Kabelschächten eine sehr starke Qualmentwicklung ausgelöst, so dass in allen Räumen die Wände, Möbel und Unterrichtsmaterialien mit einer giftigen Rußschicht überzogen waren. Sämtliche in den Räumen befindliche Gegenstände mussten entsorgt werden. Durch ein derartiges Geschehen ist gerade für eine Grundschule mit Ganztagsbetreuung auch ein herber Rückschlag bezogen auf die pädagogische Arbeit entstanden. Inzwischen sind alle Klassen- und Betreuungsräume bis auf die Fenster komplett saniert und mit kindgerechten, ergonomisch angepassten Möbeln ausgestattet. Die Betreuungsräume der Saph sind besonders individuell gestaltet, da sie bisher nicht - wie in den Jahrgangsstufen 3 und 4 - auch zu Unterrichtszwecken genutzt werden müssen. Nach und nach erfolgt in den Fluren und Gängen eine Wandgestaltung in Zusammenarbeit mit den Kindern. Die regulären Lehr- und Lernmaterialien waren durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Mithilfe zahlreicher Sponsoren, die von der Schulleitung und den Lehrkräften angesprochen wurden, konnten auch die zusätzlichen Materialien zum Teil ersetzt werden. Neben den üblichen Fachräumen für Natur- und Gesellschaftswissenschaften sowie für Musik und Kunst hat die Schule auch zwei Sprachfachräume, einen Lebenskunderaum und eine Lernwerksatt. Der Lebenskunderaum ist sehr ansprechend mit Sitzecken und Gruppentischen gestaltet und wird gern für Besprechungen genutzt. Die Lernwerkstatt ist auf Initiative der Erzieherinnen eingerichtet worden. Hier können die Kinder experimentieren, recherchieren oder sich Lernspielen widmen. Die Einrichtung bildet das Lernwerkstattkonzept ab, da die Schülerinnen und Schüler durch klare Regeln und Beschriftungen an den selbstständigen Umgang mit den Materialien herangeführt werden. Momentan haben vorwiegend die Saph-Gruppen die Möglichkeit, in der Lernwerkstatt Neues zu erproben, da die Ausstattung noch nicht komplett ist. Nach und nach sollen auch die höheren Jahrgänge Zeit in der Lernwerkstatt verbringen können. Auch die Mensa, die gleichzeitig den Veranstaltungsraum der Schule darstellt, ist freundlich, mit bunten Tischen und Stühlen möbliert. Wenngleich eine angemessene Klimatisierung der Räume nicht gegeben ist und auch von den gereinigten Schülertoiletten mitunter eine Geruchsbelästigung ausgeht, bietet das Gebäude nach der Sanierung insgesamt gute Lern- und Aufenthaltsbedingungen. Seite 8/8
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