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Volume Nr. 3, 12. Januar 1937 Anordnung vom 30. Dezember 1936

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

Ordner 111, 
Gruppe J. 
Anordnung vom 30. Dezember 1936. 
-- YV 6000. 6300, 36 -- 
Vetrifft: Feld- und Forstschuß. 
(Amtsbl. S. 7/1937) 
Auf Grund des 8 30 des Feld- und Forstpolizei- 
gesezes in der Fassung der Bekanntmachung vom 
21. Januar 1926 (GS. S. 83) wird für den Umfang 
des Ortspolizeibezirks Berlin hiermit angeordnet: 
1L Raupenbekämpfung. 
8 1. (1) In allen Gärten, Alleen, öffentlichen und 
privaten Parkstraßen, Baumschulen und Hofräumen 
sind alljährlich während der Zeit vom 15. November 
bis 1. Februar sämtliche Bäume und Sträucher, und 
zwar Bäume an ihren Stämmen und an den Ästen, 
soweit sie mit Leitern und an Stangen befestigten 
Baumscheren erreicht werden können, mindestens 
aber bis zur Höhe von 6 m über dem Erdboden, von 
Raupennestern und -eiern zu befreien. Dasselbe gilt 
von Einfriedigungen bepflanzter Grundstüde 
(Mauern, Bretterwänden, He>en usw.). Die abge- 
suchten Nester und Eier sind zu verbrennen. 
(2) Die noch in sogenannten „Spiegeln“ bei- 
sammensißenden jungen Raupen des Sc<hwamm- 
spinners (Liparis dispar), des Goldafters (Euproctis 
chrysorrhoea) und des Ringelspinners (Malacosoma 
neustrium) sowie die Eigelege der beiden erstgenann- 
ten Arten sind durch Zerdrücken zu zerstören. 
8 2. Zur Revision der im 8 1 genannten Grund- 
stücke sind von dem Polizeipräsidenten im Einver- 
nehmen mit der Hauptstelle für Pflanzenschutß Sach- 
verständige bestellt. Den Sachverständigen, die sich 
durch eine amtliche Bescheinigung auf Erfordern aus- 
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