Path:
Volume Nr. 54, 20. August 1937 Verfügung vom 15. Juli 1937

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

der in Frage kommenden Sonderdienststelle einzuholen 
(z. B. beim Verdacht eines verbotenen Eingriffs bei 
KI. M 11 2). 
3. (1) Ist der I. Teil des Totensc<heines vollständig aus- 
gefüllt und geht aus ihm zweifelsfrei hervor, daß eine 
natürliche Todesursache vorliegt oder wird der gemäß vor- 
stehender Ziffer 2 an die Revierkriminalpolizei abgegebene 
Totenschein mit einem Vermerk der Kriminalpolizei, daß 
der Verdacht einer strafbaren Handlung nicht gerechtfertigt 
ist, zurückgegeben, so ist durch die Meldestelle des Pol.- 
Reviers der I1. Teil des Totenscheins nach dem Melde- 
register, erforderlichenfalls auf Grund der einzuholenden 
Angaben des Wohnungsreviers, und -- soweit darüber 
hinaus notwendig =- nach den Angaben der den Toten- 
schein nac<hsuchenden Person in allen Spalten des Vor- 
druds auszufüllen. 
(2) Nach unterschriftlicher Vollziehung des Totenscheines 
und des im nachstehenden Abschnitt 11 behandelten Beerdi- 
gungsscheines sind der Toten- und der Beerdigungsschein 
dem Antragstellex zwe>&s Anmeldung des Sterbefalles beim 
Standegamt mitzugeben, es sei denn, daß die standesamt- 
liche Beurkundung des Sterbefalles bereits auf der Rück- 
seite des polizeilichen Beerdigungsscheins bescheinigt ist. In 
diesem Falle ist nach B III Ziff. 5 zu verfahren. 
4. Bei Auzshändigung des Totenscheines ist der An- 
tragstellerx' darauf aufmerksam zu machen, daß es sich 
empfiehlt, dem Standesbeamten neben dem Totenschein 
auch noc< Personalpapiere des Verstorbenen (Taufschein, 
Heiratgurkunde, Familienbuch usw.) vorzulegen. 
5. Bei Bearbeitung des Totenscheins ist auch zu prüfen, 
ob die Sicherstellung des Nachlasses eines verstorbenen 
In- oder Ausländers bzw. die Benachrichtigung der für 
den Ausländer zuständigen Konsularbehörde notwendig ist *): 
6. Geht aus dem Totenschein. hervor, daß die Person 
an einer übertragbaren oder gemeingefährlichen Krankheit 
(f. auch AI1 Ziff. 1) verstorben ist, so ist dem zuständigen 
PBolizeiamt oder Amts3arzt sofort Kenntnis zu geben **). 
*) Verfg. vom 6. 11. 1935 betr. vorläufige Sicherstellung 
von Nechtissen (Ordn. II1 Gr. K). 
3x) Verfg. vom 26. 1. 1935 -- V. 3501/1. 35 -- betr. 
Bekämpfung anste>ender Krankheiten (Ovdn. 111 Gr. A). 
--“ SZ =
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.