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Volume Nr. 54, 20. August 1937 Verfügung vom 15. Juli 1937

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

ausgeschlossen ist. Wegen der Genehmigung der vorzeitigen 
Bestattung siehe Abschn. B. 111. Ziff. 3. 
2. Bei epidemischem Auftreten von übertragbaren oder 
gemeingefährlihen Krankheiten (vergl. vorsteh. I1 Ziff. 1) 
kann auf Grund eines Gutachtens des zuständigen Amts- 
arztes die Beerdigung vor Ablauf von 48 Stunden ange- 
ordnet werden. 
IV. Wiederausgrabung von Leichen. 
1. (1) Die Wiederausgrabung einer Leiche zum Zwede 
der Umbettung oder einer Beförderung ist nur mit Ge- 
nehmigung des für den Ausgrabungsort zuständigen 
Polizeireviers zulässig. 
(2) Dem Gesuch um Genehmigung ist ein Zeugnis des 
Amts5arztes darüber beizufügen, ob und unter welchen Be- 
dingungen die Ausgrabung gestattet werden kann. Ferner 
ist das Einverständnis der zuständigen Friedhofsverwaltung 
beizubringen. 
2. Die Ausgrabung auf Grund einer Anordnung des 
Gerichts gemäß 8 87 StPO. wird durch vorstehende Be- 
stimmungen nicht berührt. 
B. Toten- und Beerdigungsscheine. 
88 56 bis 58 des Personenstandsgesezes vom 6. Februar 
1875 -- RGBl. S. 23 --, PV. vom 18. 4. 1933 -- GS. 
S. 149 -- und Nachtrag -- Ord. 1 Gr. A. -- 
I. Allgemeines: 
1. (1) Jeder Todesfall ist bei dem Standesamt, in dessen 
Bezirk der Tod eingetreten ist, spätestens am nächstfolgen- 
den Werktage anzumelden. Diese Pflicht liegt den An- 
gehörigen oder demjenigen ob, in dessen Wohnung oder 
Behausung sich der Sterbefall ereignet hat. Ist eine zur 
Anmeldung verpflichtete Person nicht vorhanden oder findet 
eine amtlihe Ermittlung über den Todesfall statt, so er- 
folgt die Eintragung beim Standesamt auf Grund einer 
s<hriftlihen Mitteilung der zuständigen Behörde. 
(2) Bezüglich dex Meldepflicht über die bei der Geburt 
verstorbenen Kinder, siehe Abschn. E. I. 
2. Bei der Anmeldung eines Sterbefalles beim Standes- 
amt ist von den zur Meldung Verpflichteten dem Standes- 
beamten ein Totenschein (Vordru> Nr. 200) vorzulegen. 
Der Totenschein ist im 1. Teil von einem in Deutschland 
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