Path:
Volume Nr. 54, 20. August 1937 Verfügung vom 15. Juli 1937

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

welche so gedichtet sind, daß bei der Überführung der Leiche 
nach dem Bestattungsplaß jedes Durchsiern von Feuch- 
tigkeit verhindert wird. 
(2) Leichen von Personen, die an einex übertrag- 
baren Krankheit: 
bakterieller Lebensmittelvergiftung, 
Diphtherie, 
epidemischer Kinderlähmung, 
epidemischer Gehirnentzündung, 
Milzbrand, 
Papageienkrankheit (Pfittakosis), 
Roß, 
übertragbarer Ruhr, 
Scharlach, 
Typhus (Paratyphus) 
verstorben sind, sind ohne vorheriges Waschen und Um- 
fleiden in Tücher einzuhüllen, welche mit einer dezinfizie- 
renden Flüssigkeit (5 proz. Kresolseifenlösung oder einer 
anderen Dezinfektionslösung von anerkannter Wirkung) 
getränkt sind. Die Leichen sind sobald als möglich in 
einen dichten und hinreichend widerstandsfähigen Sarg, 
dessen Boden durch eine reichliche, etwa 5 bis 10 cm hohe 
Schi<ht aufsaugender Stoffe (Sägemehl, Torfmull) oder auf 
andere Weise gegen das Durchdringen von Leichenflüssig- 
keit geschüßt ist, einzusargen. Die Särge sind sofort zu 
s<ließen. Eine Ausstellung dieser Leichen im Sterbehause 
ist verboten. 
(3) Sind Personen an einex gemeingefährlichen 
Krankheit: 
Aussat, 
Cholera, 
Flefieber, 
Gelbfieber, 
Pest, 
Pocken 
verstorben, so sind die Leichen ebenfalls ohne vorheriges 
Wasc<hen in Tücher einzuhüllen, die mit desinfizierender 
Flüssigkeit (2% proz. Kresolwasser oder 3 proz. Karbolsäure- 
lösung oder einer anderen wirksamen Dezinfektionslösung) 
getränkt sind. Im übrigen gilt das im vorstehenden Absaß 
Gesagte auch für diese Leichen. 
„ 48-32.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.