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Volume Nr. 2, 8. Januar 1937 Viehseuchenpolizeiliche Anordnung vom 7. Oktober 1936 in der Fassung vom 22. Dezember 1936

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

(4) Bullen mit bangpositivem Blutuntersuchung8- 
ergebnis dürfen im eigenen Bestand oder in Be- 
ständen decken, in denen die Banginfektion durch 
Blutuntersuchung oder andere Umstände festgestellt ist. 
(5) Bullen mit krankhaften Veränderungen der 
Geschle<ht5organe dürfen nicht zum De>en verwendet 
werden. 
(6) Weibliche Rinder mit Erkrankungen der Ge- 
burtswege, inbesondere krankhaftem Ausfluß, dürfen 
nicht zum Bullen geführt werden. 
8 4. Nachweis des verneinenden Erx- 
gebnisses der Blutuntersuchung. 
Der - Reichsministex des Innern bestimmt, auf 
welche Weise der Nachweis des verneinenden Ergeb- 
nisses der Blutuntersuchung auf Banginfektion (88 1 
bis 3) zu erbringen ist. 
8 5. Personenverkehr. 
(1) Die gewerbsmäßige Behandlung der Bang- 
infektion durch Personen, die nicht Tierärzte sind, ist 
verboten. Unter den Begriff der Behandlung fallen 
alle Maßnahmen, durc< die die Banginfektion be- 
kämpft werden soll. 
(2) Personen, die in Rinderbeständen mit Bang- 
infektion oder dem Verdacht dieser Seuche mit der 
Pflege und Wartung der Tiere beschäftigt sind, dürfen 
sich in Ställen anderer Betriebe nicht betätigen. 
(3) Melkern ist es verboten, in fremden Rinder- 
beständen Geburtshilfe oder Mithilfe bei Geburten 
zu leisten. 
8 6. Impfung. 
Die Impfung mit lebenden Erregern der Bang- 
infektion ist verboten. Für wissenschaftliche Unter- 
suchungen kann der Reichsminister des Innern Aus- 
nahmen zulassen. 
87. Dur<hführung der Blutunter- 
suchungen. 
(1) Die Blutproben sind durch besonders zugelassene 
Tierärzte zu entnehmen. 
(2) Die Blutuntersuchungen zur Durchführung der 
Vorschriften der 88 1 bis 3 sind in den vom Reichs- 
minister des Innern zugelassenen Untersuchungs-
	        
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