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Volume Nr. 47, 16. Juli 1937 Verfügung vom 7. Juli 1937

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

bd) fahrbare Tragbahren der Rettungsstellen und Unfall- 
säulen, 
€) Kraftdroschken oder. Pferdedroschken, 
d) oder Krankenwagen von Privatunternehmern, wenn 
diese schneller erreichbar sind und die Umstände des Falles 
einen besonders schnellen Abtransport erfordern. 
Bei leichter Erreichbarkeit der fahrbaren Tragbahren 
und Nähe der Rettungsstellen hat die Beförderung in 
erster Linie dur< Tragbahren zu erfolgen. Im Übrigen 
kann die Tragbahre bis zur Ankunft des Wagens auch 
zum vorübergehenden Lagern des Verletzten pp. benußt 
werden. Der Polizeibeamte hat die Trxagbahre nac<h Be- 
nubung und Auswecselung des Obergestells auf der 
Rettungsstelle an ihren Standort zurüzuschaffen. 
Kraft- und Pferdedroschken sind zu benußen, wenn Ge- 
fahr im Verzug ist und durc< Herbeiholung eines anderen 
Beförderungsmittels nachteilige Folgen für die zu be- 
fördernde Person oder sonstige erhebliche Unzuträglichkeiten 
zu besorgen sind. Der Drosc<kenführer darf die Beförde- 
rxung nicht ablehnen, wenn sie von einem Polizeibeamten 
angeordnet wird (vgl. 8 10 Abs. 4 und 813 der Droschken- 
ordnung vom 22. 6. 1927 -- Sammlung der Pol. Verordn. 
Bd. 1, Abschn. 4 Nr. 12 --). Bemerkt wird, daß Droschken 
zur Beförderung von Personen mit s<weren Knochen- 
brüchen sehr wenig geeignet sind. In sol<hen Fällen ist 
vielmehr regelmäßig ein Krankenwagen oder eine Trag- 
bahre zu verwenden, auch wenn bis zur Ankunft des Be- 
förderungsmittels eine etwas längere Zeit vergeht. 
Zur Beförderung von Personen, durc< die eine Be- 
shädigung oder Verunreinigung des Gefährts zu be- 
fürchten ist, sind Droschken mit Rüdsiht auf die dem 
Führer zustehenden Ersaßansprühe möglichst nicht zu 
benutzen. Ist aber in einem solhen Fall ihre Benutzung 
unvermeidlich, so ist der Führer des Fahrzeuges darauf 
aufmerksam zu machen, daß etwaige Anträge auf Erstat- 
tung von Reinigungs- und sonstigen dur< die Beförde- 
rung verursachten Kosten oder Einnaähmeausfällen an das 
jeweils zuständige Polizeirevier zu richten sind. 
Personen, die mit ansteenden Krankheiten behaftet 
sind, und Leichen dürfen mit Droschken nicht befördert 
werden. 
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