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Volume Nr. 43, 29. Juni 1937 Polizeiverordnung über die Anlage und Einrichtung und Anordnung von Lichtspieltheatern und über Sicherheitsvorschriften bei Lichtspielvorführungen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

polizeilichen Gründen für die Zukunft nicht zugestanden 
werden. Dies schien auch nicht erforderlich, da inzwischen 
durch die auf Grund des 8 25 der Ersten Dur<hf.-VO. zum 
Reichskulturkammerges. v. 1. 11. 1933 (RGBl. 1 S. 797) 
erlassene Anordnung ver Reichsfilmkammer v. 19. 2. 1936, 
abgedr. im „Völkischen Beobachter“ v. 26. 2. 1936, bei 
Noxrmalfilmvorführungen nur no< 600-m-Filmrollen: ver- 
wendet werden dürfen, und ein Schneiden oder Koppeln 
zur Veränderung Der Filmrollenlänge unzulässig ist. Die 
Bestimmungen yes RdErl. v. 4. 9. 1929 (VMBl. S. 837) 
über die Bauart der Txommeln sind in den Wortlaut des 
8 47 mit übernommen worden. 
(2) Ferner ist die im RdErl. v. 30. 8. 1934 (MBliV. 
S. 1109) getroffene Anordnung, daß der jelbsttätige Ab- 
schluß durc< die Sc<hußvorrichtung am Bildwerfern auch 
dann einsezen muß, wenn der Film reißt oder im Bild- 
fenster stehenbleibt, nunmehr auch im Wortlaut des 8 61 
Abs. 3 zum Ausdru> gebracht. Weitex ist in einem neuen 
Abs. 4 dieses Barxagraphen angeordnet, daß bei hohen 
Wärmegraden im Fenster Vorkehrungen zu treffen sind, 
die eine Entzündung ves Films nach Möglichkeit verzögern. 
Hohe Wärmegrade können bei einer Stromstärke von mehr 
als 10 Amp. angenommen werden. 
(3) Auf welche Weise diese Vorschristen erfüllt werden 
können, ist in der Bol.-VO. absichtlich nicht festgelegt, um 
nicht von vornherein die Möglichkeiten technischer Ent- 
wicklung einzuschränken. Zur Erfüllung der Vorschriften 
der 88 47, 59-61 ist in der VO. eine Übergangszeit von 
2 Jahren vorgesehen. 
Zu 8 54: 
Nach dem neuen Ab]. 2 darf die Erlaubnis erst auf 
Grund einer Prüfung sowohl der Persönlichkeit des Voxr- 
führers als auch des Bildwerferraumes hinsichtlich ihrer 
Geeignetheit zur AusSbildung von Personen an Bildwersfern 
erteilt werden. Zugleich erleichtert diese Bestimmung der 
Orts8pol.-Behörde vie Klarstellung, ob die im Bildwerfer- 
raum angetroffenen Bersonen dort aufenthalt5bere<htigt 
sind. Damit gibt er der Ort8pol.-Behörde auch eine Mög- 
lichfeit, das Verbot des 8 57 dq wirklich dur<führen Zu 
können. 
Zu 8 59: 
Der bisherige 8 68 Abs. 1 ist dem Abschn. IV „Vora 
schriften für den Bildwerfer“ als erster Paragraph voran- 
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