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Volume Nr. 40, 18. Juni 1937 Verfügung vom 16. April 1937

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1937 (Public Domain)

2. Bersonenkreis, auf densich die Regelung 
LPLICroT 7 
a) Auf die gewerblichen Arbeiter (Gesellen, Gehilfen, 
Lehrlinge, BetriebSbeamte, Werkmeister, Techniker, Fabrik- 
arbeiter); 
b) auf die Angestellten (Handlungsgehilfen, tehnische An- 
gestellte, Büroangestellte, Lehrlinge), ausgenommen An=- 
gestellte in leitender Stellung. 
3. Werktagsarbeit. 
(Arbeitszeitordnung -- abgekürzt A. Z. O. -- vom 26. Juli 
1934 -- RGBl. I S. 804 --) 
a) Gesetzliche Regelung der Arbeitszeit. 
Die regelmäßig werktäglihe Arbeitszeit ausschließlich 
der . Pausen darf die Dauer von 8 Stunden nicht 
überschreiten. Doch kann der Ausfall von Arbeitsstunden 
an einzelnen Werktagen dur< Mehrarbeit an den übrigen 
Werktagen der gleichen oder der folgenden Woche aus- 
geglichen werden. 
Beginn und Ende der Arbeitszeiten und Pausen sind 
dur< Aushang in den Betrieben bekannt zu machen. 
vb) Regelung der Arbeitszeit dur< Tarif- 
ordnung. 
Durc<h Tarifordnung kann eine von der geseßlichen ab- 
weichende Regelung der Avbeitszeit getroffen werden. In 
diesem Falle gelten für die Beschäftigung der Arbeiter und 
Angestellten, für die die Tarifordnung verbindlich ist, deren 
Bestimmungen. 
Tarifordnungen sind schriftliche Anordnungen der Treu- 
händer- der Arbeit, durc< die Mindestbedingungen zur Rege- 
lung der Arbeitsverhältnisse festgesetzt sind. 
c) Mehrarbeit dur< gesehliche Ausnahmen. 
1. An 30, der Wahl des Betriebsführers überlassenen 
Tagen im Jahre kann länger gearbeitet werden, und zwar 
bis zu 2 Stunden täglich (8 7 A. Z. O.). 
2. Bei Betriebshilfsarbeiten, wie Bewachung, Reini- 
gung, Reparaturen, Vorbereitungs- und Abschlußarbeiten 
(3. B. Kesselheizen) usw. ist Mehrarbeit in bestimmten 
Grenzen zulässig (8 6 A. Z. O.). 
3. Bei unverzüglich notwendigen Arbeiten in Notfällen, 
zur Verhütung des Verderben8 von Rohstoffen und zur 
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