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Volume Nr. 60, 7. August 1936 Verfügung vom 3. August 1936

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1936 (Public Domain)

4. der Städt. Verwaltungsbezirk Spandau außer "den 
Ortsteilen Siemensstadt und Ruhleben (Abde>erei Nauen; 
diese holt und beseitigt Kadaver im Rahmen der für die 
bannfreien Gebiete geltenden Bestimmungen). 
5. vom Städt. Verwaltungsbezirk Zehlendorf die Orts- 
teile Wannsee, Potsdamer- und Klein-Glieni>ker Forst 
sowie Pfaueninsel. (Abde>erei Pot3dam:) 
Bannfreie Stadtteile sind die übrigen Gebiete. 
Für eine diesen Vorschriften entsprechende Beseitigung 
kommen lediglich Kadaver der in den folgenden Absäßen 
b und. ec bezeichneten Tiere in Betracht. .Die unschädliche 
Beseitigung von Kadavern sonstiger Tiere, die hiernach 
nicht einer privilegierten Abdeerei oder der Hauptsammel- 
stelle zukommen müssen, und die der Besitzer nicht freiwillig 
an die genannten Anstalten abgibt, bleibt diesem über- 
lassen (vergraben, zerkochen usw.), sofern veterinärpolizei- 
li< nichts anderes angeordnet wird. Die Kadaver dürfen 
jedoch nicht in stehende oder fließende Gewässex geworfen 
oder auf auf Wege gebracht werden. (8 9 der Pol. Vdg. v. 
15. 6. 1927). Verzögert sich die Beseitigung solcher Kadaver 
durch den Besikzer ungebührlich, besonders dann, wenn sie 
ein Verkehrshindernis bilden, oder ist der Besitzer nicht 
bekannt, so haben die Polizeireviere gemäß den folgenden 
Absätzen b und ec für Beseitigung Sorge zu tragen, Lehnen 
die dort genannten Stellen die Abholung ab, weil hierfür 
für sie angeblih keine Veranlassung besteht, so ist der 
Transport zu diesen Stellen durc< geeignete Fuhrwerke 
zu bewirken. 
Das Abhäuten, Zerlegen und Ausnußen 'der Kädaver 
darf nur in den Abdekereien bzw. in der Hauptsammel- 
stelle geschehen. 
- Auf öffentlichen Straßen usw. verendete, wie auch ver- 
unglückte Tiere (vgl. I1),. sind nach Möglichkeit dem An- 
blid des Publikums zu entziehen. Hierzu sind die in den 
Polizeirevieren befindlihen Kadaverde>en bzw. das als 
Ersaß dienende Teerpapier zu verwenden. Nach Abholung 
des Tieres ist die De>e nach der Wache zurüzubringen. 
Bei starker Verunreinigung kann zu ihrem Transport nach 
dem Polizeirevier eine Person gegen angemessenes Entgelt 
angenommen werden. Die Reinigung und Desinfektion 
der De>e veranlaßt auf Antrag des Polizeireviers das 
Polizeiamt.
	        
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