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Volume Nr. 49, 30. Juni 1936 Polizeiverordnung

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1936 (Public Domain)

schen Zentralviehhof in Berlin vorgesehenen Verkaufs- 
scheines. Ein no<maliges Ausschreiben eines sol<en 
zweds Wiederholung des Wiegens ist verboten. „Im 
übrigen findet dieses nur - gegen Abgabe einer bei der 
Schlachthofkasse gelösten Wiegemarke statt. 
Die Richtigkeit einer Gewichtsfeststellung kann nur un- 
mittelbar im Anschluß an diese dem Wäger gegenüber 
angefochten werden. Das verwogene Tier muß in einem 
solchen Falle bis zum zweiten Wiegen durch einen anderen 
Wäger unter Aufsicht des ersten Wägers verbleiben, widri- 
genfalls das zweite Wiegen unterbleibt. 
Das Herumstehen in den Gängen der Viehwaagen und 
an diesen selbst ist während des Wiegens verboten. Dem 
Wäger ist vor jeder Gewichtsfeststellung die Zahl der zu 
wiegenden Tiere anzugeben. 
Das Marktvieh darf zum Wiegen nicht eher aus den Ver- 
kaufsbuchten entfernt werden, bis die Wiegebuchten 
frei sind. 
8 12. Abtrieb des Inlandsmarktviehs 
na< Beendigung des Marktes. 
a) Nicht zur Abschlachtung auf dem angrenzenden 
städtischen Schlachthof kommende Tiexe (Exportvieh) sind 
dur< die Eigentümer bzw. durc< deren Beauftragte bis 
spätestens eine Stunde nac< Marktschluß aus den Hallen 
zu entfernen, 'widrigenfalls dies seitens der Viehhofverwal- 
tung auf Kosten der Säumigen bewirkt wird. Rinder sind 
in den offenen Buchten auf dem Plaß zwischen den Rinder- 
ställen aufzustellen. 
Die Ausfuhr des Exportviehs ist nur mit Genehmigung 
der Veterinärpolizei gestattet, die für alle zum Versand 
kommenden Tiere =- Kälber sind nicht ausgenommen --- 
Ausfuhrscheine ausstellt. Der Ausfuhrschein ist bei der 
Eisenbahnverladung dem die Verladung überwachenden 
Eisenbahnbeamten, bei der Ausfuhr mit Wagen dem in der 
Nähe des Ausganges postierten Polizeibeamten abzugeben. 
Vieh, das nicht mit der Eisenbahn zum Versand kommt, 
darf vom Viehhofe nur abgefahren werden. Die dafür be- 
stimmten Fuhrwerke müssen sauber gereinigt und gewaschen 
sein. Schon benußte Streu darf auf ihnen nicht verwendet 
werden. 
ZS
	        
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