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Volume Nr. 49, 30. Juni 1936 Polizeiverordnung

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1936 (Public Domain)

24.7.1928 und 11.1.1930 (Amtsbl. 1928 S. 154 und 176 
und 1930 S. 22) gelten für den Auftrieb folgende Bestim- 
mungen: 
a) Das Marktvieh darf dem Viehhof jederzeit durch die 
Eisenbahn und von der Straße zugeführt werden, an 
Sonn- und Feiertagen jedoch ist der Viehhof für Vieh von 
der Straße her geschlossen. 
Die Verwaltung des Vieh- und Schlachthofes ist befugt, 
die Zuführung von Marktvieh durch die Eisenbahn von be- 
stimmten Zufuhrgebieten aus auf bestimmte Eisenbahnzüge 
(Viehzüge) zu beschränken. Die Beschränkung ist. in ge- 
eigneter Form öffentlich bekanntzumachen. Soweit eine 
jolc<e Beschränkung erfolgt ist, muß Marktvieh, das mit 
späteren Zügen eintrifft, bis zum nächstfolgenden Markt 
stehenbleiben. 
b) Das an den einzelnen Markttagen zum Verkauf zu 
stellende und dem Markte mit Fuhrwerk oder Kraftfahrzeug 
zuzuführende Vieh muß die Tore des Viehhofes bis um 
19 Uhr des Tages vor dem Markte passiert haben und der 
Viehhofinspektion gemeldet sein. 
-Ausnahmen sind nur dann statthaft, wenn das Vieh 
wohl gemeldet ist, aber durc< einen nachgewiesenengUnfall 
der Transportmittel verspätet einläuft. 
e) Rinder einsc<l. Fresser und Schafe sind in die für diese 
Tiergattungen bestimmten Stallungen, Kälber bis zu 1m 
Schulterhöhe (Sto>&maß) und Schweine in die gleichzeitig 
als Stall- und Verkaufsraum dienenden Hallen einzustellen. 
Kälber dürfen nach den Kellern nur. mit Genehmigung der 
Viehhofverwaltung gebrac<t werden. Am Werktage nach 
dem Markte dürfen Schweine nur in dem von der Veteri- 
närpolizei freigegebenen und abgegrenzten Teil der 
Schweineverkaufshalle bzw. in den dafür vorgesehenen 
Buchten dex Hammelverkaufshalle untergebra<t werden. 
Der übrige Teil der Schweineverkaufshalle und die nicht 
gereinigten Straßen und Vorbuchten des Sc<hweinereviers 
dürfen nicht betreten werden. Gänse werden nicht mehr 
gehandelt. 
Bei außergewöhnlich starkem Auftriebe einer Tiergättung 
ist unter Zustimmung der Veterinärpolizei das Einstellen 
der Tiere in andere als vie für die betreffende Tiergattung 
vorgeschriebenen Räume aestattet.
	        
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