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Volume Nr. 47, 23. Juni 1936 Viehseuchenpolizeiliche Anordnung

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1936 (Public Domain)

auf andere Schlachtviehmärkte abgetrieben werden. Es ist 
vorher nochmals amtstierärztlich zu untersuchen. Diese 
Untersuchungen müssen bis 4 Uhr nachmittags beendet sein; 
und' die Genehmigung zur Ausfuhr ist bis spätestens 5 Uhr 
nachmittags einzuholen. Hierzu sind die für die Ein- 
tragungen in das Abtriebsregister erforderlichen schriftlichen 
Belege durch die dazu Verpflichteten oder deren Beauf- 
tragte beizubringen. 
Nac< Sc<luß des Marktes müssen Tiere, die hier ge- 
schlac<tet werden sollen, dem Schlachtviehmarkte zugeführt 
werden. 
Das Vieh, das abgetrieben werden soll, ist von dem Be- 
siger oder dessen Stellvertreter vox dem Abtrieb in der 
nachstehend angegebenen Weise zu kennzeichnen: 
a) Rinder: Durch Lochung des rechten Ohrs mittel8 
Lochzange. Zst die Anbringung dieses Kennzeichens aus 
irgendeinem Grunde ausnahmsweise nicht möglich, so ist 
die Polizeibehörde des Empfangsort8 zwe>s Überwachung 
der Abschlachtung des Tieres sofort, gegebenenfalls tele- 
graphisch oder fernmündlich durc< die Veterinärpolizei des 
Zentralviehhofs zu benachrichtigen. 
H) Kälber und Ziegen: Durch einen Haarschnitt in Form 
eines größeren rechtwinkligen Kreuzes auf dem Rüden. 
€) Schafe und Schweine: Durch vein mit haltbarer Farbe 
angebrachtes breites Band in der Nacengegend. 
Das vom Viehhof abgetriebene Vieh ist, sofern es nicht 
unmittelbar anderen Schlachtviehmärkten zugeführt wird, 
beim Eintreffen am Bestimmungs3ort der zuständigen Ort3- 
polizeibehörde (in Berlin Polizeiamt) binnen 24 Stunden 
durch den Besitzer oder dessen Stellvertreter anzumelden. 
Die Abschlachtung des Viehs hat innerhalb vier Tagen*) 
nach dem Abtrieb zu erfolgen. Wird hiergegen verstoßen, 
so kann unbeschadet der auf Grund der 88 74-76 des Vieh- 
seuchengeseßes eintretenden Bestrafung des Zuwiderhan- 
delnden gemäß 8 25 des genannten Geseßes die Tötung 
der verbotswidrig nicht abgeschlachteten Tiere polizeilich 
angeordnet werden, 
+) Anmerkung: Fällt der 4. Tag nac< dem Abtrieb vom 
Schlachtviehmarkt auf einen Sonntag oder einen gesezßlich 
anerkannten Feiertag, so ist die Abflug am darauf- 
folgenden Werktage zulässig. 
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