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Volume Nr. 45, 16. Juni 1936 Verfügung vom 7. Juni 1936

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1936 (Public Domain)

3. Das zur Einfuhr bestimmte ausländis<e Mast- und 
Sc<lachtgeflügel darf zur amtstierärztlichen Grenzabferti- 
gung nur mit kurz gestußten Schwanzfedern vorgeführt 
werden. 
4. Das mit der Eisenbahn odex in Schiffen von der 
Grenze abbeförderte Geflügel muß der den Mästereien oder 
Schlächtereien nächstgelegenen Entladestation zugeführt: 
werden und ist bei der Entladung oder, sofern es sich um 
Stückgut handelt, vor der Auslieferung an den Empfänger 
nochmals amtstierärztlich zu untersuchen. 
- Die Plomben dürfen nur im Beisein des zuständigen 
Veterinärbeamten gelöst werden. Eine erneute Versendung 
des Geflügels mit der Eisenbahn oder mit Schiffen ist 
verboten. 
5. Die Inhaber der hiesigen Mästereien und Schlächte- 
reien haben den zuständigen Polizeirevieren jeden Zu- 
und Abgang von Geflügel schriftlich zu melden, und zwar 
den Zugang sofort nac< der Ankunft des Transportes auf 
dem Gehöft mittels des vom Veterinärrat ausgestellten 
Blockzettels, den Abgang spätestens 12 Stunden vox Eintritt 
der Veränderung. Todesfälle unter dem Geflügel sind den 
Polizeixevieren am gleichen Tage anzuzeigen. 
6. Die Inhaber der Betriebe dürfen in denselben Polizei- 
amtsbezirken, in welchen sich ihre Mästereien oder Schlächte- 
reien befinden, kein ausländisches Geflügel zur Abgabe in 
den freien Verkehr (Zucht- und Nubgeflügel) einstellen. 
7. In den Mästereien und Schlächtereien darf Zucht- und 
Nußgeflügel nicht gehalten werden. . 
8. In den Schlächtereien und Mästereien darf sich das 
ausländische Geflügel nicht frei bewegen, sondern ist in 
geschlossenen Räumen oder Buchten zu halten. Junsbe- 
sondere ist dex Zutritt des Geflügels zu fließenden oder 
stehenden Gewässern zu verhitidern. 
9. Das ausländische Geflügel daxf die Mästereien und 
Schlächtereien nicht lebend verlassen. Hühner-Geflügel ist 
daselbst binnen 8, anderes Geflügel binnen 35 Tagen nach 
erfolgter Einstellung in die Anstalt zu schlachten. . 
10. Die Abgabe des geschlachteten Geflügels aus den 
Anstalten darf nur in gerupftem Zustande erfolgen. 
Die Federn dürfen aus den Betrieben, soweit sie nicht 
daselbst maschinell gereinigt worden sind, nur in dichten 
Säen verpa>t an Spezialfabriken abgegeben werden. 
11. Wird in die Anstalten auch inländisches Mast- und 
Schlachtgeflügel eingestellt, so unterliegt es denselben Be-
	        
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