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Volume Nr. 80, 25. Oktober 1935 Verfügung vom 14. Oktober 1935

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1935 (Public Domain)

Ordner 1, 
Gruppe F (Verschiedenes). 
B 
Verfügung vom 14. Oktober 1935. 
-- (V) P 5015. 1. 35. Allg. -- 
Betrifft: Grundsäte für die Verleihung von Aus- 
zeihnungen für die Errettung von Menschen aus 
Lebensgefahr. 
Nach dem Runderlaß des Herrn Preußischen Ministers 
des Innern vom 4. November 1933 -- 1 1 R Allg. 8 IV -- 
(MBiV. 1 S. 1307) kommen als staatliche Anerkennungen 
für die Errettung von Menschen aus Leben8gefahr in 
Betracht: 
a) Die Rettungsmedaille am Bande. 
Die Verleihung dieser Auszeichnung jezt voraus, daß 
der Retter das Rettungswerk bis zu einem gewissen Grade 
selbständig zu Ende geführt und sich hierbei in ganz be- 
sonders erheblicher eigener Lebens8gefahr befunden. 
hat. Bei jugendlichen Rettern wird die Verleihung der 
Rettungsmedaille am Bande bis zur Vollendung des 
18. Lebensjahres ausgeseßt. Sie erhalten zunächst eine Be- 
lobigung, in der sie darauf hingewiesen werden, daß die 
Verleihung und Aushändigung der Auszeihnung an ihrem 
19. Geburtstage nur erfolgen wird, wenn der Jugendliche 
sich auch in der Zwischenzeit der Auszeihnung würdig ge- 
zeigt hat. Ob diese Voraussezung gegeben ist, wird von 
Amts wegen redtzeitig festgestellt werden. 
bd) Die nicht zum Tragen bestimmte Er - 
innerungösmedaille für Rettung aus 
Gefahr. 
Diese Auszeichnung kann in den Fällen verliehen werden, 
in denen der Retter das Rettungswerk bis zu einem: ge- 
wissen Grade selbständig zu Ende geführt hat und sic hier- 
bei in erheblicher Lebens8gefahr befand. Die Ex- 
innerungsmedaille für Rettung aus Gefahr kann ohne 
Rücsicht auf das Lebenzäalter des Retters verliehen werden. 
Sie ist eine endgültige Anerkennung und gilt im beson- 
deren niht: etwa als eine vorläufige Auszeichnung mit 'der 
Anwartschaft auf die spätere Verleihung der Rettungs- 
SEB Eien
	        
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