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Volume Nr. 10, 1. Februar 1935 Polizeiverordnung vom 26. Januar 1935

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1935 (Public Domain)

ist ihm während der Fahrt mit besezter Droschke 
das Rauchen nicht gestattet. Er hat seine Kleidung 
in sauberem und unbeschädigtem Zustande zu ex- 
halten. Er hat jedes Anlo>en von Fahrgästen zu 
unterlassen. Als solc<es gilt insbesondere das 
Greifenfahren, d. i. das langsame Umherfahren, das 
den Zwe verfolgt, dadurc< allein oder unter Be- 
obachtung der Fußgänger Fahrgäste zu gewinnen, 
auch wenn dabei das „Besiellt“- oder „Außer 
Betrieb“-Schild aufgeste&t ist. Übertreter dieser 
Vorschriften gelten als beruflich unzuverlässig im 
Sinne des 8 7 Abs. 2 Ziffer pb und Absaß 8. 
3. 8 9 Absagz 9 erhält die Fassung: 
(9) Der Kraftdroschkenführer hat während des 
Fahrdienstes außer den auf Grund anderer Bestim- 
inungen vorgeschriebenen Urkunden den Droschken- 
schein (8 4 Abs. 1), den Fahrausweis (8 7), das Ar- 
beitszeitbuch (8 12 Abs. 1) und einen Abdruck dieser 
Verordnung und der Tarifordnung in jeweils gelten- 
der Fassung bei sich zu führen und auf Erfordern den 
Beauftragten der Polizei zur Prüfung auszuhän- 
digen. 
4. 8 11 Abs. 9 erhält die Fassung: 
(9) Die ersten beiden Kraftdroschken an der Spitze 
von Haupt- und Nebenhaltepläßen müssen stets fahr- 
bereit sein. Die Führer der übrigen auf Haltepläten 
stehenden Kraftdroschken müssen sich in unmittel- 
barer Nähe ihrer Fahrzeuge aufhalten, damit sie 
jederzeit das in 8 11 Abs. 3 vorgeschriebene Nach- 
rüden der Wagen bewirken können. 
5. 8 12 Abs. 1 erhält die Fassung: 
(1) Der Krafidroschkenführer ist verpflichtet, [o- 
lange die von ihm geführte Kraftdroschke sich im 
Betriebe befindet und nicht das Schild „Außer Be- 
trieb“ aufgeste>t ist, jede Fahrt innerhalb der Stadt 
Berlin anzunehmen und sofort auszuführen, falls 
ihn nicht eine Vorbestellung an der Ausführung der 
Fahrt hindert und er das Schild „Bestellt“ auf die 
Freifahne geste>t hat. Sobald der Kraftdroschken- 
führer innerhalb der lezten 24 Stunden 12 Stunden 
Dienst getan hat, darf er keine Fahrt mehr an- 
nehmen, sondern hat das Schild „Außer Betrieb“ 
Gl SEI zlan
	        
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