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Volume Nr. 32, 3. Mai 1932 Verfügung vom 15. April 1932 ... betrifft: Deckblatt zur Verfügung vom 28. Juli 1930, betr. Festnahme, Einlieferung und Vorführung

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue1932 (Public Domain)

„1 Bei Vorliegen von Haftbefehlen zur Strafverbüßung. 
Die zur Strafverbüßung Festgenommenen Personen sind 
- wenn möglich =- der zuständigen Strafanstalt unmittel= 
bar zuzuführen, andernfalls in das Polizeigefängnis Berlin 
am Alexanderplaß einzuliefern. Der Weitertransport vom 
Polizeigefängnis in die zuständige Strafanstalt erfolgt mit 
dem nächsten Gefangenenwagen. 
Zur Strafvollstrefung sind weibliche Minderjährige bei 
Tage der Abteilung K -- KJ VI -- zuzuführen, während 
der Nachtzeit dem K. K. vom Dienst, der ihre Unterbringung 
bis zum Morgen im Polizeigefängnis veranlaßt und sie [9- 
dann KJ. VII zuweist. Nach Vernehmung bei KJ VI 
werden die weiblichen Minderjährigen der Überführungs3- 
stelle überwiesen, wenn eine Überführung in ein auswärtiges 
Gefängnis in Frage kommt. 
Zur Strafverbüßung in Übertretungsösachen sind einza- 
liefern: 
a) männliche Personen 
aus den Ortsteilen Mitte, Wedding, Prenzlauer Berg, 
FriedrichShain, Kreuzberg, Tempelhof, FKöpenid, 
Lichtenberg, Weißensee und Pankow in das Polizei- 
gefängnis Berlin, Alexanderstr. -3--6, 
aus den Ortsteilen Tiergärten, Charlottenburg, 
Spandau und Reini&endorf in das Polizeigefängnis 
Charlottenburg, Kaiserdamm 1, 
aus den Ortsteilen Wilmer3dorf, Sc<öneberg, Zehlen- 
dorf, Steglit, Neukölln und Trepiow in das Polizei- 
gefängnis Schöneberg, Gothaer Str. -19; 
b) weibliche Bersonen 
ausnahmslos in das Polizeigefängnis Berlin, 
Alexanderstr. 3--6. 
Im Abschnitt 11 A ist auf S. 26 die Ziffer 3 zu streichen. 
Dafür ist zu seken: 
„3. Aufgegriffene Minderjährige. 
Werden Minderjährige aufgegriffen oder zu Fahn- 
dungserxsuchen der Jugendwohlfahrt8behörden zwangs3- 
gestellt, so sind sie den erziehungsbere<htigien Eltern zuzu“ 
führen, wenn diese in Berlin ortsansässig sind. Sind die 
Eltern, Vormünder, Pfleger nicht ortsansässig, so sind 
diese Minderjährigen bei Tage KI VII vorzuführen, 
während der Nachtzeit dem Pflegeamt der Stadt Berlin, 
== un
	        
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