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Gemüt. — Genie. — GesundreitSIehre. — Gewöhnung. — Hau« und
«chule. — Hautpflege. — Impfen. — Institute. — Ironie. — Älaoier«
— Kleidung. — Konsequenz. — Kurzsichtigkeit. — Langeweile. —
— Leichtsinn. — Lektüre. — Lob. — Lügen. — Musik. — Mut.
— Nahrung. — Neid. — Nervosität. — Neugier. — Phantasie. — Recht-
DAaberei. — Reizbarkeit. — Schelten. — Schlaf. — Schule. — Selbst-
beileckung. — Sinnlichkeit. — Spiel. — Stottern. — Strafen. — Tadel.
— Takt. — Talent. — Tanz. — Taschengeld. — Theater. — Trägheit.
— Trotz. — Turnen. — Umgang. — Vergeßlichkeit. — Verwöhnung. —
Willenskraft. — Zähne. — Zorn. — Züchtigung u. s. w. u. s. w. Das
jetzt komplette Werk — dar Schlußwerk einer hervorragenden Pädagogen
— hat alle Aussicht, ein unentbehrlicher Ratgeber der Familie zu werden;
er ist ein unübertreffliche« Lese- und Nachschlagebuch, dar insbesondere die
Aufmerkiamkeit jeder deutschen Mutter auf sich lenken sollte.
Die Flüchtlinge, eine Geschichte von der Landstraße, von Wilhel"*
Speck. Leipzig 1894 Verlag von Fr. Wilh. Grunow. Preis 2 M?-
Die Erzählung enthält die recht anschaulich und fließend geschriebene
Geschichte eines jungen Mädchens, das wegen einer vermeintlich schweren,
aber unbegründeten Schuld, mit ihrem Geliebten, einem jungen Soldaten,
flieht. Dar Liebespaar gerät unter die handwerksmäßigen Vagabunden '
die es nicht wieder loslassen wollen. Das Mädchen sinkt von Stufe zu
Stufe tiefer hinab bis zur Bettlerin. Doch rührend wirkt der Kontrast
zwischen ihr, die auch im äußersten Elend noch sittlich rein bleibt, und
einem alten, abgefeimten Landstreifer, der die Flüchtlinge in seinem
fitrchtbaren Bann hält. Endlich erreichte sie die Heimat der Bräutigams.
Doch als sie sich hier für gerettet hält, erscheint der Landstreicher plötzlich
wieder als der tückische Dämon, der ihr Glück zerstört. Das Mädchen
findet den Tod auf der Flucht, durch den Sturz in einen Abgrund. —
Das Leben unter den Landstreichern ist mit Sachkenntnis und zuweilen
auch mit Humor recht drastisch beschrieben, ohne unser sittliches Gefühl zu
verletzen. Die Luft, die wir hier atmen müssen, ist nicht immer er
quicklich, und das düstere Gemälde, das uns gezeichnet wird, nur durch
vereinzelte Lichtblicke gehoben. Daß die furchtbaren Katastrophen der
Erzählung au» nieist zart empfundenen Beweggründen hervorgehen, wirkt
für da« poetische Gerechtigkeitsgefühl nicht überall versöhnend, besonder«
auch nicht am Schluß. Doch steht dem Vcrsasicr ein Zauberstab zu Gebote,
der auch auf diesem nächtlichen Gebiet noch schimmernde poetische Schütze
zu heben versteht. Mögen wir ihm in unserer Novellistik noch oftmals
begegnen. Denn er verfügt über eine eigentümliche Grazie und Anmut
der Darstellung. Namentlich sind seine Seelenmalereien aus einem reichen
Born der Empfindung geschöpft und über seine Naturschilderungen breitet
sich ein Netz duftiger Poesie. Möge er sich aber bei späteren Erzählungen
lieber die lichteren Lebensgebiete auSersehen, aus welche sein aufblühender
und unverkennbares Talent noch mehr als auf die düstere hinzuweisen
sckeint. Sch.
Herr Dr. phil. G. A. Freund, Besitzer der in Nummer 8 de«
„Bär", vom 24. Februar, abgebildeten und beschriebenen Hauses, ersucht
uns, um Mißverständniffe zu vermeiden, mitzuteilen, daß diese Ver
öffentlichung ohne sein Wissen und Willen erfolgt ist. D. R.
Druckfehler-Berichtigung. In dem Gedichte „Vale
senex imperator" S. 131, Spalte 2, Zeile 11 muß er heißen, „die doch
drum ihn nimmer loben" (nicht „immer").
Der Schluß des Aussatzes „Gabriele »on Kulan», eine
deutsche Frau" erscheint in nächster Nummer.
Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Verlagsbuchhandlung
von Leopold Voß in Hamburg bei, auf welchen wir ganz besonders aus-
merklam machen.
Inhalt: Schloß Erlau. Novelle von Antonie Heidsteck (Fort
setzung.) — Liuba. Eine Erzählung aus der Wendenzeit von Ernst
Neumann (Fortsetzung). — Binenwalde bei Rheinsberg. Von Arthur
Stromeyer (mit 3 Abbildungen). — Kleine Mitteilungen: F. Brunold f.
— Die Wegebezeichnung im Grunewald. — Zur Geschichte der Zensur in
> Brandenburg-Preußen. — Büchertisch. — Anzeigen.
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