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Volume Nr. 67, 27. September 1929 Polizeiverordnung vom 17. September 1929 ... betrifft: Bekämpfung der Stechmücken

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1929 (Public Domain)

2. x 
Der Pflicht der Winterbekämpfuüng wird 
genügt, wenn die Bertilgung der Stechmücken den 
von dem Magistrat Berlin --- Hauptgesundheitsamt 
-- für diesen Zweck gebildeten Kolonnen übertra- 
gen wird und über die erfolgte Durchführung der 
Maßnahmen zur Vernichtung der Mücken eine Bo- 
scheinigung beigebracht wird. 
S8 4 
Die Sommerbekämpfung der Stech- 
mückenbrut erfolgt in der Zeit vom 15. Mai bis 
31. Oktober; sie erstreckt sich auf alle kleinen stehen- 
den Gewässer und Wasseransammlungen. Als solche 
sind besonders zu nennen: Kleine windgeschüßte 
Ceiche, Gräben, regelmäßig bei Niederschlägen oder 
Ueberschwemmungen im Gelände auftretende Was= 
jeranjammlungen, Zierbecken in Gärten, Regen- 
wassertonnen in Höfen und Gärten (Lauben), län- 
gere Seit bestehende Ansammlungen von Wirt- 
schaftsgewässern, Abwässern, Jauche der Dünger- 
haufen u. a. 
Ueber Zweifel, ob es Jich im Einzelfall um ein 
kleines stehendes Gewässer oder eine Wasser- 
anjsammlung im Sinne dieses Paragraphen handelt, 
entscheiden die Kontrollorgane des Magistrats 
bezw. des Hauptgesundheitsamtes. 
8:5 
. Bei der Sommerbekämpfung werden fol- 
gende Bekämpfungsmaßnahmen angeordnet: 
a) Unnüße kleinere Wasseransammlungen sind 
durch SGuschüttung, Ableitung oder Drainage zu be- 
seitigen. 
b) Sämtliche im Sreien zwecklos umhberstehenden 
Gefäße, in welchen sich. Wasser zu sammeln pflegt 
(Gießkannen, Cöpfe, Flaschen, Konservenbüchsen 
usw.), sind zu entfornen oder wasserfrei zu halton. 
c) Wasserbehälter, Pfuhl= und ähnliche Gruben 
sind entweder völlig dicht zu schließen oder vierzehn= 
täglich zu entleeren. Regenwassertonnen sind mit 
gutschließender Drahtgase abzudecken oder regel- 
mäßig vierzehntäglich zu entleeren, sofern nicht be-
	        
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