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Volume Nr. 30, 26. April 1929 Die Sonn- und Festtagsarbeit im Buchmachergewerbe

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1929 (Public Domain)

Ordner IV, Band 2, 
Gruppe A 4. 
u 
Die Sonn: und Festtagsarbeit im 
Buchmacdergewerbe. 
Auf Grund des 8 105 e Ab]. 1 der Reichsgewerboord= 
nung lasse ich in Ergänzung der Verordnung vom 2. April 
1919 / 13. April 1921 (Amtsblait der Regierung zu Pots= 
dam Seife 155 bzw. Seite 245) Für den Ortspolizeibezirk 
Berlin folgende Ausnahmen von dem allgemeinen Berbot 
der Sonn= und Festtagsarbeit zu: 
81. 
Im Buchmachergewerbe ist die Beschäftigung von Ge= 
hilfen, Lehrlingen und Arbeitern an Sonn- und. Sesttagen 
nur gestattet: : 
a) Joweit dieses Gewerbe auf den Rennbähnen ausgeübt 
- wird, innerhalb der von den Rennvoreinen für die Rennen 
festgesetzten Zeit, 
vb) außerhalb der Rennbahn in den zugelassenen Räumen in 
der Seit von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags. 
SF 2. 
„Die Ausübung des Buchmachergewerbes an Sonn= und 
Sesttagen ist während der angegebenen Zeit in den zugelasse- 
nen Räumen bis auf weiteres widerruflich auch dann 92= 
stattet, wenn diese nebenbei auch zu anderen Geschäftszwecken 
verwendet werden. Diese Befugnis ist jedoch an die be- 
sondere Bedingung geknüpft, daß inden betreffenden Räumen 
für die Dauer ihrer Offenhaltung zur Ausübung des Buch - 
machergewerbes während der. allgemeinen Sonn= und Seier= 
fagsrube ein auch von außen ' deutlich lesbarer Anschlag 
folgenden Inhalts angebracht wird: . 
„Nur für Wettannahmen geöffnet, Abgäbe von Waren 
verboten“ 
Die erste Zuwiderhandlung gegen dieses Berbot hat 
neben strafrechtlicher Berfolgung die Jofortige Entziehung 
der Buchmachererlaubnis zur Folge. 
Die an Sonn= und Sesttagen beschäftigten Gehilfen, Lehr- 
linge und Arbeiter sind entweder an jedem dritten Sonntage 
mindestens volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonn 
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