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Volume Nr. 25, 5. April 1929 Verfügung vom 1. März 1929 ... betrifft: Ermittelungen und Fahndungen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1929 (Public Domain)

Sernschriften über Wohnungsanfragen sind während der 
Dienststunden des E€.M.A. unter Benutzung des FSern=- 
schreibers nur dorthin zu richten. Eine &Sernschrift auf Sern= 
drucker ist zur Ermittelung der Wohnung einer Person außer= 
halb der Dienststunden des €.M.A. nur dann zu geben, wenn 
die Erledigung nicht bis zum nächsten Morgen Zeit hat. 
c) Sür die formelle Behandlung aller Mittei- 
lungen und Anfragen auf den Celegraphenanlagen gelten fol= 
gende Bestimmungen: - 
Alle Sernschriften sind im sogen. Telegrammstil, also so 
knapp wie möglich abzufassen. In den Berliner Kriminal- 
büros hat der Dienststellenleiter jede von den Beamten ont= 
worfene Fernschrift daraufhin zu prüfen, ob ihre Abfassung 
gemäß den vorstehenden Bestimmungen notwendig und zu- 
lässig ist. Bei Abwesenheit des Dienststellenleiters sind die 
anderen Beamten zur selbständigen Abfassung von Zern- 
schriften unter eigener Verantwortung befugt. Der Dienst= 
stellenleiter hat unter Durchsicht des Sernschriftenbuches 
dauernd zu kontrollieren, ob die ohne seine Mitwirkung ge= 
gebenen Sernschriften den Vorschriften entsprechen und durch 
fortgesetzte Belehrung dahin zu wirken, daß Berstöße und 
unnötige Belastungen der Telegraphenanlagen und der mit 
der Bedienung der Anlagen betrauten Beamten ausge- 
sc<lossen werden. Die Gn]pektions= und Kriminalbezirks-= 
leiter haben bei ihren Revierkontrollen stets auch zu prüfen, 
ob den hier gegebenen Vorschriften Genüge geschieht und ge= 
gebenenfalls energisch einzugreifen. Den Beamten sind die 
Vorschriften über. die Abgabe von ZJernschriften von Zeit zu 
Seit in Erinnerung zu bringen. Die Kriminaldirektion wird 
für wiederholte Kontrollen der mittels Serndruckers gege= 
benen Sernschriften Sorge tragen. 
Die Niederschrift einer von einem Revier abgehenden 
Sernschrift kann auf gewöhnlichem Papier oder auf den hier- 
für bestimmten Vordrucken erfolgen. Diese Niederschrift ist 
nach erfolgter Absendung zu den Ermittelungsakten zu nehmen. 
Auch telephonische Anfragen in Ermittelungssachen sind mög= 
lichst genau in die Akten aufzunehmen, obenso die auf die 
Anfrage eingehende Antwort. 
Sn den an die Kriminalpolizei gerichteten Fernschriften 
ist nach Möglichkeit anzugeben, für welchen Geschäftsbereich 
sie bestimmt sind. Antworten auf Anfragen sind nicht an die 
Kriminalpolizei, sondern an die anfragende Stelle zu richten. 
Auch die abgebende Stelle ist genau zu bezeichnen. Bei er- 
forderlich werdenden Nachträgen oder Berichtigungen ist nicht 
die Nummer der Fernschrist des Vorganges anzugeben, son- 
dern durch ein kurzes Stichwort auf den Inhalt der ersten 
Sernschrift hinzuweisen (wie 3 .B. zum Einbruch bei Müller, 
„443: -
	        
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