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Volume Nr. 35, 15. Juni 1928 Verfügung vom 5. Juni 1928 ... betrifft: Gewerbebetrieb der Schauspielunternehmer sowie der Veranstalter von Singspielen, Gesangs- und deklamatorischen Vorträgen und ähnlichen Darbietungen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

I1. Wechsel des Unternehmers. 
Bon jodem Wechsol' des Unternehmers vines aus 
5 33a NGO. konzossionierten Betriebes, dem Code eines 
Unternehmers sowie der Vorheiratung einer ledigen oder 
verwitweten Unternehmerin, desgleichen von der Wer- 
pachtung eines Jolchen Betriebes haben die Polizei- 
reviere der Abteilung 11 (Ch.) Anzeige zu erstatien. Eine 
Sortführung des Unternehmens durch einen neuen Gn 
haber auf die Konzession des bisherigen Inhabers (3. B. 
bei Berkauf des Lokals), wenn auch nur für die Seit bis 
zur Erlangung der eigenen Konzession, ist grundsätzlich 
nicht erlaubt. Ein derartiger Betrieb kann im Einzel= 
falle nach näherer Prüfung ausnahmsweise durch die 
Abteilung 11 (Ch.) zugelassen werden. 
C. Darbietungon ähnlicher Art 
J'Sejangs-" "und deklamatorische Borträge, TCanzauss 
führungen usw. von höherem Kunstintkeresse. 
(4) Darbietungen der vorstehend genannten Art be- 
dürfen weder der Erlaubnis aus 8 334 RGO., noch 
einer polizeilichen Genehmigung. Ein höheres Kunst- 
interesse kann. jedoch nur anerkannt werden, wenn der 
Bortragende im Bositz eines von einem Regierungs= 
präsidenten (in Berlin vom Polizeipräsidenten). ausge- 
stellten Kunstscheines ist, oder wenn es schon aus der 
Persönlichkeit des Beranstalters und der Mitwirkenden 
sowie aus Inhalt und &orm der Darbietungen zu entneh= 
men ist. .. 
- N(9) Boraussebüng ist aber in allen Sällen, daß die 
Darbietungen nicht in Räumen stattfinden, die nach ihrer 
wirtschaftlichen Bestimmung nicht geeignet Jihd, ein hd- 
heres önteresse der Kunst aufkommen zu lassen. Hierzu 
gehören alle Lokale, in denen gegessen. aetrunken oder 
geraucht wird. 
5) Marionetten“Cheäfer. 
Zür Vorführung 'eines Marionetten=Cheäters ist 
keine bysondere Erlaubtis etforderlich. Die Borsüh- 
runoen sind aber nach der Polizeiverordnunga vom 24:
	        
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