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Volume Nr. 18, 20. März 1928 Erl. MfHuG. v. 12.5.1920 ... betrifft: Vorschriften für den Gewerbebetrieb der Personen, die fremde Rechtsangelegenheiten oder bei Behörden wahrzunehmende Geschäfte besorgen, oder die über Vermögesverhältnisse oder persönliche Angelegenheiten Auskunft erteilen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

stempeln. In dem Buche dürfen weder Rasuren vorgenom= 
wen, noch Eintragungen unleserlich gemacht werden. Auch 
darf das Buch während der für die Aufbewahrung vorge= 
schriebenen Zeit (Ziff. 9) weder ganz noch teilweise vernichtei 
werden. 
3. In das Geschäftsbuch sind alle schriftlichen und 
mündlichen Geschäftsaufträge im Laufe des Cages, an dem 
sie eingehen, in der Reihenfolge des Cingangs unter fört= 
laufender Nummer mit Cinte in deutscher Sprache und in 
deuischen oder lateinischen Schriftzeichen vollständig einzu«= 
tragen. 
. Die zur Erledigung des Geschästsauftrags vorgenom 
menen einzelnen Seschäftshandlungen sind im Laufe des Tages, 
an welchem sie vorgenommen werden, zu vermerken. Sind 
Handakten angelegt, so genügt ein kurzer Hinweis in den 
Spalten 5--8. 
Die in Berfolg desjelben Geschäftsaufträgs eingehendeit 
weiteren Schriftstücke und Aufträge und die Jpäterhin vor= 
genommenen Einzelhandlungen sind nicht unter einer beson 
deren Nummer des Goschäftsbuchs einzutragen, Jondern im 
unmittelbaren Anschluß an die Eintragung des ersten Auf 
trags unter derselben Nummer untereinander nachzutragen. 
Zu dem Gwecke ist bei Geschäftsaufträgen der in Giffer 4 
Abs. 1 bezeichneten Art ein entsprechender Raum für solch? 
RNachtragungen offen zu halten. Erweist sich dieser Raum 
später als unzureichend, jo sind die weiteren Eintragungen 
unter Beibehaltung der bisherigen Nummer an anderer 
Stelle vorzunehmen und diese Stelle bei der bisherigen Num- 
mer unter „Bemerkung“ zu bezeichnen. 
4. In denjenigen Zällen, in denen die Erledigung des 
Geschäftsauftrags. eine Reihe von Einzelhandlungen ersor- 
dert, insbesondere bei Prozeßvertretungen, Erbschaftsregu= 
lierungen, Bermögensverwaltungen und allen Vollmachts= 
aufträgen, sind sogleich nach Eintragung des Auftrags in das 
Geschäftsbuch besondere Handakten zu bilden, in denen alle in 
den Händen des Gewerbetreibenden zurückbleibenden Entwürfs, 
Bollmachten, Schriftstücke, Belege, Rechnungen, Quittungen 
und anderen Eingänge nach der Reihenfolge des Datums 
zu vereinigen sind. 
Die Handakten sind so zu führen und, soweit ersorder- 
lich. durch kurze Aufzeichnungen über die Geschäftstätigbeit
	        
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