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Volume Nr. 14, 28. Februar 1928 Verfügung vom 17. Februar 1928 ... betrifft: Vorschriften über deutsche Pässe

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

Eintragungen zu vergleichen. Der Paßbewerber muß viel- 
mehr außerdem überzeugende Unterlagen beibringen. Als 
jJolche können u. a. gelten: JIdentitätsbescheinigungen, Ge- 
burts= und Heiratsurkunde, Kraftwagenführerschein, Ge- 
werbelegitimationskarte, Beamtenausweis. Auch die Legi 
timierung des Paßbewerbers durch -vertrauenswürdige Per- 
jonen, die ihn kennen, kommt in Betracht. 
(3) Enthält das Personenblatt keine Angabe über die 
Staatsangehörigkeit oder sind Zweifel, daß der Vermerk 
über die Staatsangehörigkeit, der vielfach nur auf der eigenen 
Angabe des Zuziehenden beruht, nicht zutreffend ist, begrün= 
det, oder liegen Jonst Umstände vor, welche die Annahme 
rechtferligen, daß der Paßbewerber die Reichsangehörigkeit 
nicht mehr besitzt, beispielsweise durch Option für Polen 
verloren hat, dann ist dem Paßbewerber aufzugeben, seine 
Reichsangehörigkeit nachzuweisen. Als oin solcher Nachweis 
genügt in der Regel Heimatsschein, Staatsangehörigkeitsaus= 
weis, Einbürgerungsurkunde, früherer Reisepaß, wenn diese? 
Urkunden, insbesondere der Paß, selbst keinen Anlaß zu 
Sweifeln bieten. Bei Personen, die im Auslande geboren 
sind, ist, wenn nicht eine frühere Prüfung stattgefunden hat 
und das Ergebnis aus dem Personenblatt ersichtlich ist, in 
ver Regel Borsicht geboten. Urkunden, die-bei Ausstellung 
eines Passes zum Nachweis der Reichsangehörigkeit vorge- 
iegt werden, insbesomdere 'Staatsangehörigkeitsausweise und 
Heimatscheine, sind- auf der Rückseite mit folgendem Ver= 
merke zu versehen: 
Paß heute mit Gültigkeit bis ..... 
ausgestellt für ,..... . «WNEIERSETNNE 
Berlin. 3 + 
Der Polizeipräsident. 
Polizeiamt . . 
3- A: 
Dienstsiegel. 
Borsteher des Polizeireviers. 
4 
4.5
	        
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