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Volume Nr. 10, 14. Februar 1928 Verordnung vom 8. Februar 1928 ... betrifft: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

nur die zum Handel jreigegebeneiü 
Warenabgegeben werden. 
Il.) Sür Gast= und Schankwirtschaften ist der 
Berkauf von Wein und Bier vom &aß über die 
Straße außerhalb der für den Hauptgottesdiensi 
bestimmten Zeit bis zum Eintritt der Polizeistunde 
gestattet. 
IV.) Gewerbetreibende, die von den nach die= 
ser Berordnung gestatteten Ausnahmen von der 
Sonntagsruhe Gebrauch machen, sind verpflichtet, 
in ihren offenen Verkaufsstellen (Geschäftsräumen) 
die nach dieser Verordnung festgeseten Berkaufs- 
und Besehäftigungszeiten unter Angabe der für den 
Handel freigegebenen Warenarten in deutlich sicht= 
barer Schrift an einer in die Augen fallenden Steile 
anzuschlagen. Sofern für ein und dieselbe Ber= 
kaufsstelle je nach der Warengattung verschiedene 
Berkaufszeiten in Srage kommen, sind diese für die 
betreffenden Warenarten getrennt anzugeben. Auf 
dem Anschlag über die zum Handel freigegebenen 
Waren und die zugelassenen Verkaufszeiten ist ein 
Hinweis folgenden Inhalts anzubringen: „Andere 
Waren dürfen an Sonn= und Festtagen nicht abge= 
geben werden. Zuwiderhandlungen sind nach 8 146a 
Gewerbeordnung mit Strafe bedroht.“ 
V.) Sür die Sonntagsruhe im Buchmacherge= 
werbe sowie für die Sonntagsruhe im Handel mit 
Roheis, im ambulanten Milchhandel und im Klein= 
handel in den Markthallen gelten die diese Gegen= 
stände regelnden besonderen Bestimmungen. 
Vl.) Sofern die Beschäftigung von Angestelil= 
ten, Lehrlingen und Arbeitern innerhalb der in die= 
jer Verordnung bezeichneten Grenzen länger als 
drei Stunden dauert oder diese Arbeitnehmer am 
Besuch des Gottesdienstes hindert, sind die Geo= 
werbetreibenden verpflichtet, die betroffenen Ar= 
beitnehmer entweder an jedem dritten Sonntag 
volle sechsunddreißia Stunden oder an jedem 3wei= 
c)
	        
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