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Volume Nr. 72, 7. Dezember 1928 Verfügung vom 26. November 1928 ... betrifft: Reinigung uns Desinfektion der zur Beförderung von lebenden Tieren benutzten Kraftwagen

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

3. Es wird für die Kraftwagen, die kurz hintereinander, 
namentlich auf Schlacht= und Nutziehhöfen, zu Vieh- 
transporten benutzt werden, ganz allgemein die Ausnahme 
zugelassen, daß die. Wagen erst nach Beendigung des 
Marktes, der Cransporte usw., spätestens aber innerhalb 
24 Stunden und vor ihrer erneuten Benutzung vorschrifts- 
mäßig zu reinigen und zu desinfizieren sind. Unberührt 
davon bleibt die Vorschrift, daß die zur Viehbeförderung 
nach und von dem Viehhof und Magerviehhof benutzten 
Suhrwerke nach jedesmaligem Gebrauch zu 
reinigen jind. (Bergl. s 9 der V.A. vom 16. Mai 
1923 -- Amtsbl. S. 793 -- und 8 11 der B.A. vom 
21. Juni 1928 --- Amtsbl. S. 154). 
Sür die Reinigung und verschärfte Desinfektion der 
Kraftwagen sollen die gleichen Bestimmungen gelten wie 
für die der Eisenbahnwagen. Diese Verordnung über die 
Beseitigung von Ansteckungsstoffen bei Eisenbahnwagen 
vom 20. Sebruar 1926 (RGBl. Jahrg: 1926, Teil 1, 
S. 106) lautet: 
Auf Grund des 8 4 des Reichsgesetzes, betreffend die 
Beseitigung von Ansteckungsstoffen bei Viehbeförderung2n 
auf Eisenbahnen, vom 25. Februar 1876 (RGBl. S. 163) 
in Berbindung mit Artikel 179, Abs. 2, der Reichs- 
verfassung wird nach Zustimmung des Reichsrats hiermit 
verordnet: 
s 7 Ab]. 2 Buchstabe b der Ausführungsbestimmuüngen 
des Bundesrats zum Reichsgesetze vom 25. Zebruar 1876, 
betreffend die Beseitigung von Ansteckungsstoffon bei 
Biehbeförderungen auf Eisenbahnen (Bekanntmachung des 
NReichskanzlers vom 16. Juli 1904 -- RGBl, 8..311) 
erhält folgende Fassung: 
b) In Fällen einer Infektion des Wagens durch Rindor- 
pest, Milzbrand, Rauschbrand, Wild= und Rinder- 
Jeuche, Maul= und Klauenseuche, Rotz, Rotlauf der 
Schw2ine odor Schweineseuche (einschl. Schweinepest) 
oder des dringenden Verdachts einer solchen Infektion 
durch Anwendung des unter a vorgeschriebenen Ber-= 
fahrens und außerdem durch sorgfältiges Bepinseln 
der Sußböoden,“ Decken und Wände mit einer der nach- 
stehend genannten und nach den folgenden Vorschriften 
h2rgestellten und anzuwendenden Lösungen: 
9e-
	        
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