Path:
Volume Nr. 68, 20. November 1928 Verfügung vom 13. November 1928 ... betrifft: Gewerbebetrieb im Umherziehen (Wandergewerbe)

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1928 (Public Domain)

Butter, Käse, geräucherter Schinken, Wurst, eingekochtes 
oder zubereitetes Obst und dergl. (Sind diese bearbeiteten 
Landwirtschaftserzeugnisse aber selbst gewonnen, Jo sind jie 
als Jolche wandergewerboscheinfrei. Händler, die bear- 
beitete Produkte ider Landwirtschaft feilbieten, müssen einen 
Wandergewerbeschein haben. 
Sum- Ank auf der in Ziffer 1 erwähnten Gegenstände 
ist ein Wandergewerbeschein erforderlich. “ ' 
Der Begriff. der solbstverfertigten Ware sett voraus, 
daß ein2 Be= oder Berarbeitung des Stoffes stattgefunden 
hat; nicht nötig ist, daß der rohe Stoff selbst gowonnen ist. 
Hierzu gehören u. a." geräucherte Bücklinge und Fleisch von 
Jelbstgeschlachteten Tieren, jedoch nicht Margarine. 
VI. Stellung des Antrages und Ausfüllung des Bordrucks. 
Der Antrag auf Erteilung eines Wandergewerbescheins 
ist von dem Polizeirevier, in wolchem der Antragsteller wohnt 
oder sich aufhält, unter Benußung des Vordrucks 260 A 
entgegenzunehmen. Es ist ein Lichtbild beizufügen. Dieses 
muß ähnlich und gut erkennbar sein, eine Kopfgröße von 
mindestens 1,5 cm haben und darf in der Regel nicht älter 
als 5 Gahre Jein. Das Revier hat Vor- und Zunamen der 
dargestellten Person auf der Rückseite des Lichtbildes zu 
vermerken. * 
Cs ist darauf zu achten, daß die erforderliche Beschei- 
nigung der Krankenkasse über die empfangenen oder gestun- 
deten Beiträge für die in dem Gewerbebetriebe des Antrag= 
stellers etwa beschäftigten Personen beigefügt ilt, 
Bei Stellung von Anträgen auf Ausfertigung ein2s 
Wandergewerboscheins für Inländer haben die Reviere 
die Berwaltungsgebühren einzuziehen und die Gebühren- 
marken mit den Anträgen dem zuständigen Polizeiamt zu 
überJend2n (vgl. Bfg. v. 19. 3. 28 -- 1851 P. 2. 27 - 
Ordner 1 Gruppe G 4 --, betr. Schriftverkehr der Polizei- 
reviere). 
Bei Stellung von Anträgen gemäß 8 55 Ziff. 4 GO, 
und bei Anträgen für Ausländer ist dem Antragsteller 
vom Revier aufzugeben, die Gebühr dem zuständigen Be- 
jrksausschuß bezw. Regierungspräsidenten unmittelbar zu 
ZB DOäe
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.