Path:
Volume Nr. 63, 13. August 1926 Verfügung vom 25. Juni 1926 ... betrifft: Durchsuchung, Beschlagnahme, Verwahrstücke und Razzien

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

in der Tat von der betreffenden Behörde pp. den fragli- 
<en Auftrag erhalten haf. Es lassen sich seibstverständ- 
lich nicht alle Möglichkeiten einer beabsichtigten Täuschung 
im voraus zusammenfassen, es ist aber Pflicht des in 
Betracht kommenden Beamten, bei Ausführung solcher 
Aufträge stets mik der größten Vorsicht zu verfahren und 
nichts außer acht zu lassen, was zur Vermeidung von 
Täuschungen erforderlich ist. 
Um solche nac Möglichkeit auszuschalten, ist ins- 
besondere auf folgendes zu achten : 
Gerichtsbehörden und Staatsanwaltschaffen inner- 
halb Berlins pflegen bei wichtigen Ersuchen in der Regel 
sich des schriftlichen Weges zu bedienen. Sollte einmal 
ausnahmsweise die Dringlichkeit -der Angelegenheit eine 
"telefonische Übermittelung notwendig machen, so ist der 
Name des verfügenden Dezernenten und das Aktenzei- 
<jen der Sache sowie der Anruf der ersuchenden Stelle 
zu erfragen und vor Erledigung der Angelegenheit sern- 
mündliche Rüfrage zu hallen, ob das Ersuchen tatsäch- 
lich von dort ausging. 
Ersuchen um einschneidende Maßnahmen im in- 
neren Dienstverkehr der Behörde sind in der Regel tele- 
graphisch und nicht fernmündlich zu übermitteln. - Bei 
fernmündlichen Ersuchen empfiehlt sich auch hier stets 
vorherige Rückfrage, wenn nicht jeder. Zweifel von vorn- 
herein ausscheidet. 
Bei telegraphisc<hen und fernmündlichen Ersuchen 
um Vornahme von Durchsuchüngen ist, soweit möglich, 
die genaue Lage- der zu durchsuchenden Wohnung anzu- 
geben (also 1 Quergebäude, linker Aufgang, 11 Trep- 
pen rechts bei Weise). Diese Teststellung wird sich in 
den Fällen, in denen der Täter oder Verdächtigte, dessen 
Wohnung durchsucht werden soll, vorläufig festgehalten 
wird, stets »ermöglichen lassen. Ist er ' im Besiße 'der 
Schlüssel zur Wohnung und sind diese zur , Öffnung der 
letzteren erforderlich, so .werden sie, wenn irgendwie durc<h- 
fährbar (vielleicht durch den Anzeigenden, der der Durch“ 
suchung beiwohnen will) der Dienststelle, „die die Durch- 
suchung auszuführen hat, zu übermitteln sein.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.