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Volume Nr. 59, 30. Juli 1926 Verfügung vom 24. Juni 1926 ... betrifft: Gewerbeaufsicht

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Die tarifvertraglichen Bestimmungen sind 
zunächst nur für die Mitglieder der Bertragspar- 
teien bindend und für sonstige Arbeitsverträge, 
die unter Berufung auf die Tarifverträge abge- 
schlossen sind. Allgemeinverbindlich erklärte Tarife 
gelten hingegen in ihren räumlichen Grenzen. für 
alle Betriebe des betreffenden Berufskreises. 
b) Mehrarbeit dur gefjezlihe ANus- 
nahmen. 
) An 30, der Wahl des Arbeitgebers über- 
lassenen Tagen im Jahre kann länger ge- 
arbeitet werden und zwar bis zu 2 Stun- 
den fäglich (8 3 A3. B ). 
Bei Betriebshilfsarbeiten, wie Bewachung, 
Reinigung, Repareturen, Vorbereitungs- 
und Absc<lußarbeiten (3. B- Kesselheizen) 
usw., ist Mehrarbeit in bestimmten Gren- 
zen zulässig (8 4 Az. B.). 
Bei unverzüglich notwendigen Arbeiten in 
Notfällen, zur Verhütung des Berderbens 
von Rohstoffen und zur Verhütung des 
Mißlingens von Arbeitserzeugnissen ist 
Überarbeit gestatiet (8 10 Az. VB.) 
In ünunterbrohen arbeitenden Betrieben 
ist zur Herbeiführung des wöchentlichen 
Schichtwechsels längere Arbeitszeit (bis zu 
16 Stunden ausschl. der Pausen) angängia 
(Ziff. 1V der Anordnung vom 23. Novem- 
ber/17. Dezember 1918). 
) Borsc<riffen über 3ie Arbeikszeitdauer 
in der Gewerbeordnung und in den 
Bekanntmadzungen. 
Die in der Gewerbeordnung und in den 
Bekanntmachungen des Reichsfanzlers enthaltenen 
Vorschriften über die Dauer (nicht die Lage). der 
Arbeitszeit gelten als aufgehoben, insoweit sie 
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