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Volume Nr. 59, 30. Juli 1926 Verfügung vom 24. Juni 1926 ... betrifft: Gewerbeaufsicht

Full text: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin (Public Domain) Issue 1926 (Public Domain)

Bettfedern und.Roßhaare, die augenscheinlich von Kleidungs- 
stüden und Betten an den Poten erfranft gewesener Personen 
herrührten, bei ihrer Lagerung und Bearbeitung die Veranlas- 
sung zur Übertragung von Poken gegeben haben, läßt es als 
im hohen Grade erwünscht erscheinen, daß in Lagerräumen, 
Reinigungs- und BVerkaufsstätten von Lumpen; Betifedern: und 
Roßhaaren sowie in Kunstwollfabriken, Roßhaarspinnereien oder 
dergl. * 
' nur söl<he Arbeitnehmer beschäftigt werden, die vor 
Antrikt der Beschäftigung den Nachweis führen kön- 
nen, daß sie innerhalb der letzten . 5 Jahre geimpft 
worden sind oder die natürlichen Blattern überstan- 
den haben; 
sämtliche Arbeitnehmer sich: von 5 zu 5 Jahren der 
Schußpodeninipfung unterziehen. 
Da es sich um eine vorbeugende Maßregel handelt, kann 
dies nicht im Wege des- Zwangs, sondern nur durch gütliche 
Einwirkung auf. die Arbeitgeber herbeigeführt werden. 
Die Inhaber der in Frage kommenden Betriebe, Lager 
und Geschäfte sind im vorstehenden Sinne über die den  Arbeit- 
nehmern drohenden Gefahien und den Zwe> der hiergegen zu 
ergreifenden - Maßnahmen zu belehren ; es ist auf gütlichem 
Wege dahin zu wirken, daß sie ihre Arbeitnehmer, die mit 
Lumpen, Betten, Roßhaaren und dergl. umzugehen hahen, zur 
Schußpodenimpfung anhalten und daß sie nur. solche Personen 
in ihren Betrieben beschäftigen, die sich einer solchen Scuß- 
impfung unterzogen häben. 
Die Gewerbeauffichtszämter find angewiesen in “dieser 
Hinsicht auf die Inhaber von Fabriken und solcher Betriebs- 
stätten einzuwirken, die der G ewerbeaufsicht unterstellt sind. 
Die. Tätigkeit der Polizeireviere soll sich hier auf Handelsge- 
schäfte und Lager von Stoffen der gedachten Art beschränken. 
Es'müß?den Geschäftsinhäbern überlassen bleiben, die 
Impfung m-eigenen oder in den von den betreffenden Ürzten 
bereit gestellten Räumen vornehmen zu lassen. 
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